Drogenpolitik

ich sage nur, was ich in deinen Beiträgen lese und wie es für mich rüberkommt.
Vielleicht liest du die selbst nochmal nach.

hier:
...Klar ist Alkohol eine verdammt schädliche Substanz, fiese Psychosen, so wie ich sie mehrere Jahre hatte und zum Teil noch habe, können durchs Kiffen aber weitaus einfacher hervorgerufen werden. Bei nem Suff gehts mir halt unter Umständen ein paar Tage dreckig, hab ich aber eine Veranlagung und rauch mal derb zu viel kann das einen für die nächsten Wochen bis Monate umkrempeln. .[/URL]

und vor allem die Geschichte mit dem "hab ich aber eine Veranlagung und rauch mal derb zu viel kann das einen für die nächsten Wochen bis Monate umkrempeln."
ist eben absolut nicht typisch, sondern wie du erwähnst, eine Sache der Veranlagung und eher die Ausnahme.
Viel häufiger dürfte vorkommen dass jemand dann durch längeren Alkoholkonsum zum Alkoholiker wird.

Du vergleichst da:
- einmal Suff
- Dauerkiffen über Monate
 
Darum das hier keine Kid's aufschlagen und denken "Boahr ey, rauch isch halt mal korrekt 2 Gramm Northern Light aus Holland durch meine Bong, weils ja total nix aus macht". Sonst eigentlich wegen nix.

So, jetzt kann sich das hier wieder die nächsten 15 Seiten im Kreis drehen. Was soll hier jetzt eigentlich nicht tolles und innovatives bei raus kommen? Gibt halt zwei Lager, die einen Pro die Anderen Contra :unknown:
 
Es ist doch individuell so verschieden, wie die Drogen wirken. Ich kenne einen, der hat 40 Jahre lang nicht unter 1,5 Promille gehabt, ein Arzt übrigens, aber jetzt ist er ein Pflegefall. Ich hätte keine 40 Jahre durchgehalten, höchstens zwei Wochen, die meisten anderen wohl auch nicht, aber der hatte eine Pferdenatur und eine gute Leber.
 
Darum das hier keine Kid's aufschlagen und denken "Boahr ey, rauch isch halt mal korrekt 2 Gramm Northern Light aus Holland durch meine Bong, weils ja total nix aus macht". Sonst eigentlich wegen nix.

das sollte natürlich eigentlich nicht sein, aber wenn, was passiert? Nix großartiges.
Was passiert aber wenn selber Mensch es mit Alkohol übertreibt? Tod im schlimmsten Fall.

Bez. 2 Lager.
Klar gibt es die. Für mich aber ein Lager mit Leuten die über das Thema informiert sind und weil sie viele Fakten kennen nur für eine Entkriminalisierung weicher Drogen sein können und das Lager der Menschen die aufgrund von mangelndem Wissen, Vorurteilen oder eigenen Erfahrungen gegen die Legalisierung sind.

Bei jedem "Durchschnittsuser" der sowohl mal gesoffen als auch gekifft hat (und das mehrmals...) sollten die schlimmen Erfahrungen mit Alkohol überwiegen.
Das ist zwar natürlich auch eine Frage des individuellen Konsums, aber ich gehe einfach mal von einem Konsumenten aus der beides mit Spaß zum Spaß des öfteren Konsumiert hat.

Es ist doch individuell so verschieden, wie die Drogen wirken.

aber auch nur in einem sehr, sehr begrenzten Rahmen. Normalerweise stirbt man nicht wenn man zu viel kifft, das Gift Alkohol bringt einem bei zu hoher Konzentration im Blut potentiell aber schon um.
Mit Individualität hat das nichts zu tun.
Sehr wohl kann man diverse Wirkungen verallgemeinern.
Ob und wie dann jemand süchtig wird, wie er konsumiert, wie oft er konsumiert das ist sicher individuell.

Aber es geht hier wie gesagt darum eine Lösung für eine Nation zu finden.
Und hier kann es einfach nicht sein, dass die harmlosere Droge Marihuana einen Menschen zu einem Kriminellen macht und die deutlich schlimmer Droge Alkohol den gleichen Menschen zu einem "lustigen Partymenschen" macht.
Die Unterschiede in der gesetzlichen Betrachtung und der Strafmaße sind einfach viel zu hoch.

Wem würde es gefallen nur weil er grade vom Einkaufen kommt und nen Kasten Bier im Kofferraum hat aber völlig nüchtern ist, bei einer Polizeikontrolle seinen Führerschein zu verlieren und zur MPU zu müssen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Und hier kann es einfach nicht sein, dass die harmlosere Droge Marihuana einen Menschen zu einem Kriminellen macht und die deutlich schlimmer Droge Alkohol den gleichen Menschen zu einem "lustigen Partymenschen" macht.

Auch wenn es seltener vorkommt: Man kann auch durch andere Drogen als Alkohol gemeingefährlich werden, dann aber gleich richtig. Ende der 70er Jahre, Berlin. Wo meine Bekannten wohnten, wohnte auch ein Djunkie, klapperdürres, bleiches Gespenst, bisschen unheimlich, besaß einen kleinen Hund. Den hat er eines Tages mit seinen eigenen Händen im Wahn erwürgt, hielt das Tier wohl für den Teufel.

Es begegneten einem damals auf der Straße Leute, die böse vor sich hinbrabbelten. Um die hat man besser einen großen Bogen gemacht.

Welcher Stoff das war, weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall kein Alkohol.
 
Auch wenn es seltener vorkommt: Man kann auch durch andere Drogen als Alkohol gemeingefährlich werden, dann aber gleich richtig.

kan, kann.
Es geht aber auch nicht um alle anderen Drogen außer Alkohol, sondern mir geht es vor allem um Gras.

Es begegneten einem damals auf der Straße Leute, die böse vor sich hinbrabbelten. Um die hat man besser einen großen Bogen gemacht.

Welcher Stoff das war, weiß ich nicht, aber es war auf jeden Fall kein Alkohol.

bitte?
Du kannst also im Vorbeigehen sofort erkennen dass einer nicht ohne Einfluss von Drogen neben der Kappe ist? Es muss an Drogen liegen?
 
Du kannst also im Vorbeigehen sofort erkennen dass einer nicht ohne Einfluss von Drogen neben der Kappe ist? Es muss an Drogen liegen?

Aber selbstverständlich, wenn man das Milieu kennt. Sieht aus wie ein Djunkie, ist stoned wie ein Djunkie, und außerdem offenbar psychotisch.
 
Ganz ehrlich, mir soll es mehr oder weniger egal sein, was sich wer reinpfeift zum Spaß haben. Aber wenn jemand immer und immer wieder penetrant rhetorisch sein Augenmerk auf das Gras wirft, dann ist das kaum besser, als wenn jemand auf Alkohol und sonstiges Zeug geht. So wichtig kann es eigentlich nicht sein, oder etwa doch?
 


Für mich aber ein Lager mit Leuten die über das Thema informiert sind und weil sie viele Fakten kennen nur für eine Entkriminalisierung weicher Drogen sein können und das Lager der Menschen die aufgrund von mangelndem Wissen, Vorurteilen oder eigenen Erfahrungen gegen die Legalisierung sind.

Was für ein Müll. Ignore.
 
@Endstille
Schön, dass einer mit Argumenten einsteigen will.
Wieso sollte denn keine Liberalisierung statt finden? Was würde denn die Aufgabe des Status Quo bewirken und welche Erfolge hat denn die bisherige Drogenpolitik generiert?
 
Hier gibt es eine interessante Doku über den "verlorenen Krieg".
Drogen - Der verlorene Krieg

Die Wahrheit ist, dass der Krieg gegen Drogen eigentlich in unseren Köpfen und unseren Herzen geführt wird, sagt der ehemalige amerikanische Präsident Bill Clinton. Er ist heute eines der führenden Mitglieder einer „Globalen Kommission“, deren Ziel es ist, ein Umdenken in der Drogenpolitik zu erreichen.
Denn die andere Wahrheit ist auch, dass seit den 1970er Jahren ein erbitterter bewaffneter Kampf gegen die Drogen geführt wird. Ausgelöst von Präsident Richard Nixon, der 1971 Drogen zu Amerikas Staatsfeind Nummer Eins erklärte und in Folge einen weltweiten Drogenkrieg auslöste. Heute, 40 Jahre und tausend Milliarden später, ist weder der Konsum noch die Produktion von illegalen Substanzen eingedämmt.
 
Bei USAerklärt habe ich einen interessanten Link gefunden:


usaerklaert.wordpress.com schrieb:
Zur Legalisierung von Drogen, denn genau diese Drogenpolitik wird zunehmend von der Bevölkerung infrage gestellt: Einer Gallup-Umfrage zufolge befürwortet eine Mehrheit der US-Bürger inzwischen die Legalisierung von Marihuana. Angesichts der Altersverteilung dürfte dieser Trend sich nur noch verstärken.

Ich persönlich bin auch für eine etwas mildere Drogenpolitik. Zum Beispiel den überwachten Verkauf von Marihuana in Mengen bis 30G (z.B. in Apotheken) zu erlauben Nichtsdestotrotz sollte es aber bei Strafen für Fahrten im Straßenverkehr gehen, bei denen aktives THC nachgewiesen wurde. Ebenso einen Grenzwert von THC-COOH zu erhalten, um ärztliche Überprüfungen zur Fahreignung durchzuführen. Allerdings ist da eine ausführliche Diskussion fällig, denn allein ein hoher Wert zeugt nicht von einem User, der die Droge nicht im Griff hat.
Alles in Allem aber ein schwieriges Thema, da es doch sehr viele Meinungen dazu gibt. Da einen Konsens zu finden, mit dem alle leben könnten, dürfte kaum möglich sein.
 
Ebenso einen Grenzwert von THC-COOH zu erhalten, um ärztliche Überprüfungen zur Fahreignung durchzuführen. Allerdings ist da eine ausführliche Diskussion fällig, denn allein ein hoher Wert zeugt nicht von einem User, der die Droge nicht im Griff hat.
Da der Abbau von Person zu Person sehr sehr unterschiedlich ausfällt, ist ein solcher Grenzwert schlicht praktisch nicht umsetzbar.
Gerade hat übrigens das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass schon ein Mischkonsum von Cannabis und Alkohol (ohne zu fahren!) einen Führerscheinentzug rechtfertigt ( ). Das trifft bestimmt auf 90% aller Konsumenten zu.
 
Achso, Ich dachte es ging um die Messung der Fahrtüchtigkeit. Das wäre ja ohne weiteres mit einem Bluttest festzustellen.
 
Da die Abbauprodukte in Fettzellen gespeichert werden ist es z.B. schwierig, aussagekräftige Grenzwerte für Menschen unterschiedlicher Statur zu definieren.
Deshalb ist die Bewertung anhand von Abbau-Produkten ja auch nicht sinnvoll.
Es kommt ja auch keiner auf die Idee, die Fahrtüchtigkeit in Bezug auf Alkohol am Abbauprodukt festzumachen. Dort wird ja auch der Alkohol gemessen und nicht das passende Aldehyd.
 
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