Die Jahrzehnte und deren kulturellen Ereignisse

  • Thread Starter Thread Starter
  • #21
Hier kannst dich bedienen:

Dass die Vergangenheit, um so länger sie her ist, immer mehr einem verwaschenen Bild gleicht, sollte wohl auch ausschlaggebend für deine Wahrnehmung sein.
Es geht hier nicht nur um eine stupide Auflistung von historischen Ereignissen zu iwelchen Jahreszeiten sonder um ein konretes Bild das man von einer Zeit hat. Das man die Stimmung, den Fler etc. aus dieser Zeit vorstellen kann, die Atmosphäre einfangen könnte.

1. scheinst du extrem amerikanisiert zu sein.
Nö. Ich habe hier auch europäische Bsp. gennant. Auch wenn die meissten amerikanischem Ursprungs sind, fand ich, dass eine ausgewogene exemplarische Darstellung von europäischen und/zu amerikanische Bsp. doch zu aufwendig gewesen währe. Man hätte auch den Mauerfall nennen können. Es geht hier aber um viel mehr, als nur um historische Ereignisse. Die Ideologien, Werte usw. sind hier vorwiegend das Thema welche an Hand von historischen Ereignisse ausgemacht werden können. Die USA wahr sehr polarisierend und prägend wie führend in den letzten 100 Jahren. europäische Länder wollte wie Amerika sein (Heute nicht mehr ;) ). Egal, es ging nur um die versinnbildlichung dieser Zeiten und dabei beziehe ich mich nur auf die westliche Welt. Asien will ich bitte ausser acht lassen.


seit den 2000ern einfach zu viel, um es distanziert wahrnehmen zu können bzw. sind wir noch mittendrin.
Ist das so? Ich glaube eher das Heute weniger passiert als in sonstigen Jahrzehnten aufgrund von weltpolitischen Beziehungen und Stabilitäten wie der UNO, EU, NATO, OPEC, G12, EFTA usw. usw. Evtl. bekommt man mehr mit aufgrund von medialer globalisierung.

Erste Handys wurden massentauglich und schließlich durch Smartphones ersetzt, Tablets entstanden, CERN in der Schweiz, ein schwarzer amerikanischer Präsident, Erdbeben, das Wunder von Chile, die WM in Deutschland
Sind gute Ereignisse. Aber dennoch fehlt da immer so ein Fler..Ich kann es schwer beschreiben. Es wird also so als selbstverständlich und gegeben wahrgenommen. Zumindest, scheint mir das oft so.

Auch wenn die 00er noch nicht lange vorbei sind. S hatte ich 2001-2004 noch ein konkreteres Bild der neunziger als jetzt von den 00er.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man sagt ja auch, dass die heutige Generation eine ist. Empfehlenswerter Artikel!
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass frühere Generationen klare Ziele und Wünsche vor Augen hatten. Oft hatten sie für bzw. gegen etwas zu kämpfen. Das hat die heutige Jugend, vorallem in reichen Länder wo wir leben, nicht. Und in ärmeren Staaten, wo die Jugendlichen arbeitslos sind herrscht die generation maybe not: Sie haben nichts zu kämpfen, weil ihre Situation aussichtslos ist.
Ist nicht genau dasselbe Thema, geht aber durchaus in diese Richtung. Es fehlt eine gewisse Massenbewegung, ein Gefühl, eine Euphorie...
Grob gesehen fallen auch mir nur negative Eigenschaften der vergangenen Jahrzehnte ein.
 
Es geht hier nicht nur um eine stupide Auflistung von historischen Ereignissen zu iwelchen Jahreszeiten sonder um ein konretes Bild das man von einer Zeit hat. Das man die Stimmung, den Fler etc. aus dieser Zeit vorstellen kann, die Atmosphäre einfangen könnte.

[...]

Sind gute Ereignisse. Aber dennoch fehlt da immer so ein Fler..Ich kann es schwer beschreiben. Es wird also so als selbstverständlich und gegeben wahrgenommen. Zumindest, scheint mir das oft so.

Wie gesagt, genau das selbe haben in den jeweiligen Epochen vermutlich auch die damaligen Zeitgenossen gedacht. "Ereignisse" historischer Tragweite geschehen jede Sekunde rund um den Globus. Auch kulturelle Neuerungen sind an der Tagesordnung, technologische Entwicklungen ebenso. Es ist die Frage, wie diese Ereignisse in und von den Medien transportiert werden.
Der Mensch ist natürlich keine starre Puppe, die Informationen nur aufnimmt und speichert, wenn man sie ihr mit einer Schaufel ins Brotloch kippt. Wir haben auch durchaus eigene Interessen und Perspektiven, durch die uns bestimmte Ereignisse besonders prägnant in Erinnerung bleiben. Wenn zwei Zeitgenossen der 60er/70er über die Studentenproteste in der BRD reden sollen, sagt der eine vielleicht zuerst dass er Rudi Dutschke mal beim Brötchenkauf begegnet ist während der andere von seiner Teilnahme an Straßenschlachten erzählt.

Die großen Überthemen zu den jeweiligen Ereignissen werden, so meine These, hauptsächlich von Massenmedien produziert. Und das ist nicht unbedingt negativ oder verschwörerisch gemeint, sondern einfach nur ein deskriptiver Versuch.
 
Ich habe vor kurzen (ich glaube im stern) gelesen, dass die heutige Jugend Forschungen/Umfragen zufolge vergleichsweise brav geworden ist.
Im Vergleich zu früheren Generationen ist sie zufrieden, strebsam und weniger rebellisch.

Also nichts mit Rock&Roll, Hippie, Punk etc.
Die Jugendgruppen sind eher brav und unrebellisch, vielleicht wird sich das ja auch auf diese Sichtweise der heutigen Zeit auswirken.

Ich persönlich finde es nicht mal schlimm, im Gegenteil. Vielleicht leben wir in goldenen Zeiten der Zufriedenheit, Technik, Frieden. Vielleicht wird es bald viel schlimmer. Oder besser?!

Ich glaube das kann man einfach noch nicht einschätzen.
 


Ich glaube da liegt daran, das man tag täglich mit allem bombadiert wird:

Du musst sein: schlau, hipp, erfolgreich, usw.
Dabei kommen in den Nachrichten täglich: Jugenarbeitslosigkeit, Armut, sinkende Löhne, Euro-Krise, usw.

Es gibt nicht mehr DAS Feindbild der Jugend, gegen was willst du heute sein?

Gegen die USA und deren Kriege? Gegen unsere Kriege? Gegen VDS und Überwachung? Gegen Eurokriese? Gegen Banken und Kapitalismus und Lobbyismus?

Die Jugend bekommt täglich druch Eltern und Lehrer eingepflanzt: "Lern was, geh studieren, sonst bist du später mal ein Assy" und dank RTL bekommt die Drohung richtige Realität.

Da konzentriert man sich auf sich und nicht auf die Landminen die in Afganistan verbuddelt sind.
 
Es gibt nicht mehr DAS Feindbild der Jugend, gegen was willst du heute sein?
Klar gibt es DAS Feindbild. Die Gesellschaft! Also wir. Denn wir beuten die komplette Welt aus und uns ist es scheiß egal. Außerdem gibt es da noch genug andere Meinungen die man scheiße finden kann :D

Vielleicht kommt das ja auch durch meine Erziehung (meine Eltern waren da früher wohl eher politisch aktiver als manch andere) aber ich kann mit unserem heutigen Gesellschaftsmodell -> Karriere, Geld, Prestige, "Schaffe schaffe Häusle baua" einfach so gar nix anfangen. Andererseits finde ich es beängstigend wie wenig Interesse man heutzutage auf Kunst, Kultur, die Muse am eigenen Leben usw. acht gibt. Das gibt mit genug Gründe zu protestieren.

Wenn sich niemand mehr rührt war es das imho auch mit der Weiterentwicklung unserer Gesellschaft und deren Werte. Aber da bin ich heutzutage bei den ganzen Karrieremenschen wohl sowas wie ein Hippie :coffee:
 
Interessanter Gedanke, dass das eigene Streben die Außenwelt unwichtiger macht. Allerdings ist dieser fast(?) egoistische Gedanke wohl nichts neues.

Vielleicht haben wir auch einfach mal wirklich aus der Geschichte gelernt. Die USA - und neusten Gerüchten zufolge auch GB - spionieren unsere Regierung im eigenen Land aus. Es wurde schon wegen weniger Krieg geführt.

Aber ist das schlimm? Sind wir verweichlicht? Ignorant?

Vielleicht ist es etwas Gutes, dass wir nicht gleich auf die Straße rennen und Feindschaft fordern. Das ist jetzt schon 3 mal in den letzten hundert Jahren schief gelaufen.

Zufriedenheit muss nichts schlimmes sein, es sollte einen denn aber nicht alles egal sein. Aber ich glaube das ist nicht der Fall.
 
Klar gibt es DAS Feindbild. Die Gesellschaft! Also wir.

Exakt: Aber wenn ALLE der Feind sind, dann hab ich doch keine Verbündeten^^

Also fangen wir mal an und nehmen unsere kleine Bordhemisphäre als Beispiel: Willkürliche einzelne User im Bezug auf mich:

- Metal_Warrior: Pro: Metaler und akademisch bewandert - Kontra: Bayer und trinkt kein Alkohol
Fazit: Wir tendieren grundsätzlich in die gleiche Richtung, ich kann aber unmöglich mit ihm bei einem Bier gegen Bayern wettern :D

- Seedy: Pro guter Geschmack und toller Humor - Kontra: Er ist Mod
Fazit: Kann zwar mit ihm bei einem Bier gegen Bayer wettern, aber unmöglich gegen den blöden, fiesen, ungerechten Mod der mich wegen unerträglicher Blödheit gesperrt hat ;)

- Du (Godlike): Pro: Ebenfalls Schwabe, mit noch größerer Begeisterung für gutes Essen - Kontra: Du hast eine eher andere Grundeinstellung - Work to Live - sehr sozial
Fazit: Bis auf Codec, die ihr Fleisch durchbrät, haben wir keinen gemeinsamen Gegner^^

- Badboyoli: Pro: DARTH BANE! Kontra: Iphone-Mod....
Fazit: wie soll ich mit ihm über Apple lästern??? Auch wenn Apple eindeutig die Dunkle Seite der Macht ist, so düster werd ich wohl nie :D

- Lokalrunde: Pro: Er ist Mod im Fun-Bereich - Kontra: Er ist Mod im Funbereich.... und naja... Blümchen
Fazit: Wer sollte denn unser Feind sein? Schlechte Witze? Sollen wir in den Krieg gegen die CDU ziehen und der Merkel die Mundwinkel and die Schläfen tackern? Naaah

Ich könnte nun beliebig so weiter machen.

Es gibt halt nichtmehr DAS Thema, dass die Welt bewegt.

Es gibt stattdessen tausend und ein Thema, und jeder Anti-Überwachungs-Schorsch, Anti-Terror-Karle, Veganer-Uschi und Mindestlohn-Chantal glauben halt das IHR Thema am wichtigsten ist.

Aber das sehen halt dann Anti-Euro-Dieter, EEG-Uwe, Pazifizionisten-Heiko und Sozialisten-Susi halt wieder anders.

Eigentlich sind sich alle nur in einem einig: Die anderen haben ja keinen Plan!
 
Zufriedenheit muss nichts schlimmes sein, es sollte einen denn aber nicht alles egal sein. Aber ich glaube das ist nicht der Fall.
Zufriedenheit sollte aber auch nicht zu größten Teilen aus Konsum hervor gehen. Konsum auf Kosten anderer. Da geht es eher ins Gegenteil von egoistisch. Man könnte hier auch mal verzichten. Bei Uns hier ist einfach ne Sicherung durch. 5 mal die Woche Fleisch, ein Flachbild-TV und natürlich zwei Urlaube gehören zum Minimum, so ticken wir mittlerweile. Das ist schlimmer denn je! Sich darüber Gedanken zu machen, seine Energie evtl. auch mal aus was anderem zu ziehen, darum ging es mir bei meinem Posting. Das stört mich an der heutigen Gesellschaft. Die Gier. Man gönnt keinem was, ist irgendwie ich-fixiert. Wenn das die Zukunft unserer intelligenten Zivilisation ist dann fände ich das schon schlimm. Zur Evolution gehört ja vielleicht auch mehr wie Besitz und greifbare Güter. Der ganze Dreck bringt dir doch eh nix wenn du mit 80 auf dein Leben zurück blickst. Aber das wird wohl doch arg OT jetzt :coffee:

Nachtrag wegen Nerephes: Jein.Ich würde das Ganze etwas abstrahierter sehen. Es geht einfach um Selbstreflektion. Wie interagiere ich mit der Welt, welche Folgen hat mein Tun. usw. Und das machen m.M.n. die wenigsten, genau das stört mich aber an der Gesellschaft. Und ja, ich habe durchaus gleich denkende Freunde, wäre ja seltsam wenn dem nicht so wäre :D
 
as stört mich an der heutigen Gesellschaft. Die Gier. Man gönnt keinem was, ist irgendwie ich-fixiert. Wenn das die Zukunft unserer intelligenten Zivilisation ist dann fände ich das schon schlimm.

Natürlich ist das schlimm aber so wird es uns doch vorgelebt und fängt doch schon bei Kindern an:
Mobbing wegen fehlenden Statussymbolen wie Smartphone oder Markenklamotten.

Dann sehen/hören wir täglich Spitzenghältern, Millionenzahlungen, von tollen Autos, Häusern, Urlauben.

Ins uns werden so viele Wünsche geweckt, das man vergisst, sich zu besinnen, was und ob man wirklich will.

Geht mir übrigends genauso.
 
Ins uns werden so viele Wünsche geweckt, das man vergisst, sich zu besinnen, was und ob man wirklich will.
Und du meinst man kann da nicht ausbrechen? Oh doch das kann man. Genau das ist nämlich die Rebellion unserer heutigen Generation. Jetzt, wo wir alles besitzen, muss es eben in diese Richtung gehen... Spitzenghälter, Millionenzahlungen, tolle Autos, Häuser, Urlaube, das alles sind doch nur temporäre Statussymbole die einen als Mensch keinen Meter voran bringen. Und ist es nicht wichtig als Mensch zu wachsen? Zumindest erachte ich das in der heutigen Zeit als einen Wert, nicht bezahlbar mit Geld, nach dem es sich zu streben und auch zu kämpfen lohnt.
 
Willkommen im System.

Neben dem ganzen Pseudo-Reichtum um Mobbing muss man auch die schwere Kehrseite unserer momentanen Gesellschaftsstruktur sehen. Die heutige (1995/2000) und zukünftige Generation wird zu stillen Konsumenten herangezogen und dementsprechend auf Arbeit getrimmt. Kaufe dir immer das neueste Smartphone, den größeren Fernseher, das schickere Auto, die neusten Klamotten und dabei immer schön viel Fernsehen schauen. Die Menschen verblöden in ihrem Wahn immer mehr und mehr dass es bereits zur Normalität geworden ist dumm zu sein. Gesellschaftlicher Verfall ist bereits im vollen Gange und Menschen reagieren immer passiver auf bedeutende Ereignisse wie zum Beispiel die NSA Affäre (sieht man übrigens immer öfter hier im NGB). Damals protestierten die Menschen gegen den Vietnamkrieg und Nixon musste nach der Watergate-Affäre zurücktreten. Und was ist heute? Der ganze Westen wird ausspioniert, es werden Kriege geführt, wir Verbraucher werden verarscht, die Massenmedien propagieren und verbreiten Lügen, Hartz 4, Obdachlosigkeit - die Liste könnte ich elendig weiterführen.

Ich hab mir heute übrigens den Film "Taxi Driver" (1976) angeschaut in diesem perfekt der Anfang der heutigen Gesellschaft suggeriert wird.

Was ich damit sagen will: Das einzige kulturelle Ereignis dass wir heute im 21. Jahrhundert haben, ist Blödheit und Passivität der Masse.

- Peace
 
Zuletzt bearbeitet:
Und du meinst man kann da nicht ausbrechen? Oh doch das kann man. Genau das ist nämlich die Rebellion unserer heutigen Generation. Jetzt, wo wir alles besitzen...

WIR besitzen garnichts. EINIGE besitzen Spitzengehälter und das alles. Viele besitzen nichtmal das nötigste.

Aber dur darfs nicht ausser acht lassen, dass durch die schrumpfende Mittelschicht bei uns, immer mehr Menschen in eine "alles oder nichts" Situation gedrängt werden.

Aktuell sieht es doch so aus: Um das zu verdienen, was man früher in einem Ausbildungsberuf verdient hat, verdient man heute nach dem Studium.

Also entwerder ich lerne Bäcker, Maurer, Kfz'ler und backe sehr kleine Brötchen und meine Frau muss mitarbeiten - oder ich studiere und verdiene soviel, dass meine Frau sich den Luxus leisten kann die Kinder daheim zu versorgen ohne dass wir gleich arm sind.

Wenn meine Frau morgen ihren Job aufgeben würde, weil wir ein Kind bekommen sollten, dann würden wir uns sehr stark einschränken müssen.
Wir könnten zwar noch einigermaßen gut leben, aber ich arbeite auch >200h/Monat und studiere nebenbei auch noch.

Wenn ich darauf hinarbeiten will, mal im Alter versogt zu sein. Meiner Family was bieten zu können (damit meine ich kein übermäßiger Luxus) und einfach auchmal ein paar Mark in der Tasche zu haben, dann MUSS ich weiter nach oben kommen.

Als Sachbearbeiter bist du sehr entbehrlich und nicht sehr gut bezahlt - ich würde als Alleinverdiener die Family nicht tragen können.

Und wie würde es im Alter aussehn? Flaschen sammeln für Pfand?

Man hat doch garkeine echte Wahl mehr... diejenigen die heute noch Niedriglohnjobs machen, machen dass weil sie zu spät wahrgenommen hatten, dass sie sich damit in eine Einbahnstrasse manövrieren oder aber weil sie niemals echte Chancen hatten.

Oder wer macht gern 3 miese Jobs gleichzeitig, nur damit man nach 40 Jahren ausgebrannt und kaputt ist und als dank die 4,50 € Rente mit Harz IV und Pfandflanschen-Sammeln aufbessern muss?

Vor 20-30 Jahren war es undenkbar, dass ein Elektriker als Alleinverdiener seine Familie kaum unterhalten kann.

Heute eher Normal.

Heute undenkbar, dass "Mittelschicht-Jobs" mal Rente aufstocken müssen.

In 20-30 Jahren eher normal??
 
Du bist ein gutes Beispiel Nerephes. Während wie hier denken man ist arm weil man sich keinen Urlaub leisten kann geht es uns doch eigentlich prima. Dieser ganze Konsumquatsch wird uns einfach den ganzen Tag eingeredet. Nicht mal jemand der Flaschen sammeln muss ist eigentlich arm. Arm ist doch was ganz anderes. Arm ist es wenn von deinen 6 Kindern nur zwei das dritte Lebensjahr erreichen weil der Rest verhungert. Vielleicht etwas arg philosophisch aber wer ist reicher? Jemand der 3k Netto verdient aber sich nur am Wochenende um seine Familie kümmern kann oder jemand der gerade so über die Runden kommt, dafür jeden Moment seiner Kinder auskosten kann? Ist ja alles eine Frage der Betrachtungsweise. Genau das meinte ich. Du glaubst gar nicht wie lecker eine gekochte Kartoffel schmecken kann wenn du Hunger hast. Und hey, da nehme ich mich sicherlich nicht aus, ich bin da genau so gefangen! Merken sollte man das alles imho aber trotzdem. Dieses ganze Geheule um eine lächerliche Zugverspätung, schlechtes Wetter oder einen kalten Burger, hey, was geht :coffee:

Ich weiß das wird hier viel zu OT, vielleicht wäre in separater Thread geeigneter. Ich finde das wir in der Hinsicht evolutorische Krüppel sind. Haben, haben haben. Wieso? Wir sind doch auf dem besten Wege unsere Wertschätzung für alles mögliche zu verlieren. Wann hast du zuletzt mal im Sommer unter einem Baum auf der Wiese gesessen und den Augenblick gelebt? Ich rede ja nicht davon jetzt in Askese zu leben, etwas bewusster könnte man aber schon seinen Tagesablauf bestreiten.

Mit dem "alles besitzen" habe ich durchaus nicht auf Millionen Euro angespielt. Das ich keinen Hunger leiden muss, ich ein Zugticket habe, FREUNDE habe, Spaß habe, Freizeit und Urlaub (Zeit) habe, gesund bin, fröhlich sein kann, über das alles fröhlich sein darf, davon habe ich gesprochen ;)
 
Wann hast du zuletzt mal im Sommer unter einem Baum auf der Wiese gesessen und den Augenblick gelebt?

A long, long time ago, i can still remember... das war am 27.08.2010 (ja das ist mein erst, das Datum weiß ich tatsächlich noch so genau)

Ich verstehe dich durchaus Godlike.

Geld ist niemals alles. Aber unter einem Baum sitzen leider auch nicht :(

Eigentlich ist das ein Thema für einen Abend mit Krügeweise Bier, Wein, Musik und Gesprächen die bis zum Sonnenaufgang gehen.

So eine Abend sollte ich mal wieder Mitmachen.
 
Eigentlich ist das ein Thema für einen Abend mit Krügeweise Bier, Wein, Musik und Gesprächen die bis zum Sonnenaufgang gehen.

So eine Abend sollte ich mal wieder Mitmachen.
Word, genau darauf wollte ich hinaus! Wenn wir uns alle mal öfter mit diesen Themen auseinandersetzen würde wäre ja schon viel getan. Die Sprünge in unserer Zeit können ja fast nicht mehr wirtschaftlicher oder finanzieller Natur sein. Es sind eben (bei uns) andere Zeiten wie noch vor 100 oder 50 Jahren. Nur wenn wir weiter unseren Trott im Leben gehen, die Scheuklappen festgezurrt, dann wird sich logischweise nichts weltbewegendes ändern. Außer evtl Katastrophen o.Ä. :coffee: Darum ist es an jedem von uns die Welt aktiv zu verändern anstatt sich daheim bequem vor dem Fern berieseln zu lassen :beer:
 
Darum ist es an jedem von uns die Welt aktiv zu verändern anstatt sich daheim bequem vor dem Fern berieseln zu lassen :beer:

...und dann stellt sich noch die Frage, wieso der Großteil der Menschen das nicht tut, tun kann oder glaubt es zu tun, dabei aber nur das Bestehende affirmiert.
 
Zurück
Oben