Die "Erfolge" der AfD

@Seedy: Demzufolge müssten die Rechten nur sagen: Ich kann das Judentum nicht ab. Und wären somit fein raus?
 
Vor allem ist das Problem, wenn irgendwelche Dinge unterstellt werden.
Doc Lion hat ja absolut korrekt zwischen Israel und Juden unterschieden und einerseits die israelische Poltik genannt und andererseits radikale/extremistische/terroristische ultraorthodoxe Juden. Und beides ist absolut kritikwürdig, jüdischer Extremismus/Terrorismus ist ja nun absolut nichts neues.
Jetzt wird irgendwie so ein Nebenschauplatz aufgemacht um Doc Lion als Antisemit zu diskreditieren. Super Ätzend.

Zu den Flüchtlingsheimen ist zu sagen, dass halt andauernd städtische (oder andere) Infrastrukturmaßnahmen stattfinden und immer die Anwohner damit abgefuckt werden, egal ob nen neuer Bahnhof gebaut wird, ne neue Autobahn oder Rohrleitungen verlegt werden.
 
Das mit dem Immobilienpreisen finde ich "köstlich".

Wenn man der Logik folgt, also wo viele "Menschen" leben und das zu "Problemen kommen könnte". Dann sollten die Mietpreise in den Städten aufgrund von Menschenmassen - die einem etwas böses wollen könnten, auch purzeln. Da lebt man ja ständig in Angst.

Aber komischerweise scheinen Städter von "mehr Menschen" fasziniert zu sein und es ist Privileg, kaum sind es keine "Mit-"menschen sondern "Flüchtlinge" gehen gleich die Alarmglocken an. Ironie?
 
Wenn man der Logik folgt, also wo viele "Menschen" leben und das zu "Problemen kommen könnte". Dann sollten die Mietpreise in den Städten aufgrund von Menschenmassen - die einem etwas böses wollen könnten, auch purzeln. Da lebt man ja ständig in Angst.

Aber komischerweise scheinen Städter von "mehr Menschen" fasziniert zu sein und es ist Privileg, kaum sind es keine "Mit-"menschen sondern "Flüchtlinge" gehen gleich die Alarmglocken an. Ironie?
Nein, das ist nicht der Logik gefolgt, sondern der Aufbau eines Strohmannargumentes.

Die Lage ist ein wesentlicher Faktor bei einer Immobilie und natürlich ist die Innenstadt absolut nicht vergleichbar mit einem Flüchtlingsheim. Das ist auch nicht Flüchtlingsspezifisch, denn Bauten für sozial schwächere wurden auch vor der Syrienkriese schon gebaut und natürlich sinkt der Immobilienpreis der umgebenen Häuser, wenn sich die Lage 'verschlechtert' und solche Bauten zählen leider/nunmal darunter.
 
Was soll die unsachliche Frage?

Darum geht es gar nicht, es geht darum, weil bei dem Thema der Flüchtlingsheime, gleich alles als "böse" empfunden wird und das so etwas ja nur "Probleme" in Aussicht stellt. Und das ist manchen schon vielleicht bewusst, bevor der erste Spatenstich getätigt wurde?

Gegenfrage, wo lebst du denn, in der Stadt, am Stadtrand, oder auf dem Land?

Also ich würde schon sagen, das manche in der Stadt sind, weil sie die Menschenmassen genießen bzw. die Vorzüge die durch eine gute Infrastruktur, gefördert durch die Massen und viele Angebote/Dienstleistungen, entstehen können...
 
Darum geht es gar nicht, es geht darum, weil bei dem Thema der Flüchtlingsheime, gleich als böse empfunden werden und das so etwas ja nur "Probleme" in Aussicht stellt. Und das ist manchen schon vielleicht bewusst, bevor der erste Spatenstisch getätigt wurde?
Der Wahrheitsgehalt dieser Überlegung ist ja irrelevant in bezug auf die Wertentwicklung der Immobilie. Solange das nur geglaubt wird von Menschen sinkt die Nachfrage und damit der Preis. Und der Anteil an Menschen, die vorzugsweise lieber in einer Nachbarschaft mit Akademikern als mit Flüchtlingen lebt liegt weit über 13%.
 
Du lebst halt irgendwie teilweise an der Realität vorbei bzw. bist in einigen Dingen recht naiv.
BurnerR hat dir da ja schon was zu geschrieben. Es ist nun mal eine Tatsache, dass Immobilienpreise durch das Verändern der Nachbarschaft stark schwanken. Ob das nun mit Logik erklärbar ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es ist einfach eine Tatsache!
Und ja, ich lebe in der Stadt...
 
Warum ist dies Irrelevant? Es korreliert.

Wenn nicht alle Glauben würden, das es so negativ wäre, ist es das wirklich? - Dann gäbe es auch keine "Probleme" in der Wertentwicklung. Dann wäre es vollkommen egal, ist es aber nicht. Es ist stigmatisiert und zählt als "Argument" um den (Kauf)preis zu drücken..... das ist doch das selten dämliche daran, egal ob es ein Problem gibt oder nicht. Da wird von ausgegangen. Edit: ... und die andere Seite ist in Erklärungsnot und kann sonst was sagen/behaupten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Da stigmatisiert gar nichts. Du kannst auch statt eines Flüchtlingsheims ein Kaufhaus, eine Fabrik oder sogar einen Sportplatz nehmen. Das war schon immer so und ist keine der Immigranten geschuldete Neuerfindung, sondern einfach nur ein weiterer Punkt, der Immobilienpreise in den Keller drückt.
 
Okay, ein Kaufhaus - Verkehrsaufkommen. Fabrik, verkehrsaufkommen, Schmutz in der Luft, Lärm. Sportplatz, Lärm durch Fans und Spieler. Flüchtlingsheim was? Lärmende Menschen?
Zu letzterem könnte man auch einen Kindergarten zählen oder ein Studentenwohnheim oder eine Schule mit Pausenhof (bis zu gewissen Zeiten).

Und "das war schon immer so...." - ja, sehr begründete und ausformulierte Aussage. ;)
 
Ja, Schulen und Kindergärten zählen in vielen Gegenden auch schon dazu.
Davon ab, ich habe seit 23 Jahren Eigentum, darunter ein geerbtes Zweifamilienhaus, also erzähl mir bitte nichts über die Entwicklung von Immobilienpreisen in Hinblick auf das Umfeld. Danals war es nicht anders wie heute.
 
Nun gut, da kann ich dich nicht toppen, aber darum geht es auch gar nicht.

Es ist der schlechte Ruf, der allem vorauseilt. Bei manchen Dingen, bis auf den Sportplatz oder die Fabrik, lässt sich das nicht vermeiden, für andere gibt es Industriegebiete oder die Sportplätze sind nicht mitten in der Stadt angesiedelt, um Einwohner nicht zu stören.

Aber soll man Flüchtlinge aufs Land übersiedeln, am besten isoliert von allem was unsere Kultur zu bieten hat, "wo hin mit denen"?
Wir haben in der Umgebung auch ein Fluchtlingsheim, da ist aber kein Netto, kein Penny, kein Real, kein Kaufland, kein Edeka.... gar nichts... die hat man schön auf einer Insel geparkt, damit sich niemand aufregt.... ach so ja, es gibt noch eine Bushaltestelle vor Ort, das war es aber auch schon.

Ob die Menschen in der Qualität am Leben teilnehmen? Vielleicht feiern die 24/7 Partys im, gelobten, Land aufgeschlagen zu sein. :coffee:
 
Vielleicht bleiben wir etwas näher am Ursprung?
Das Argument war ja folgendes:
In Sachen AFD ist ganz sicher noch nicht der Gipfel der Prozentpunkte erreicht.
Ein Bekannter, der am Bodensee wohnt, hat aus beruflichen Gründen die Gegend verlasssen und für sein vor ~ 6 Jahren erworbenes Häuschen jetzt 50.000 Euro weniger beim Verkauf bekommen, als er selbst bezahlt hatte. Aus dem einfachen Grund, weil in der Nachbaschaft ein Asylheim eingerichtet wurde - für junge Schwarzafrikaner. Bei uns im Ort findet gerade Ähnliches statt. Da wollten die Verantwortlichen mitten im Ortszentrum, auf dem Festplatz (!), ein ähnliches Asylheim bauen. Jetzt wird es ein Stückchen weiter gemacht. Schon jetzt befürchten Anwohner zurecht, dass ihre Immobilien dadurch merklich an Wert verlieren werden.
Ich folge dem Argument nicht, aber durchaus den einzelnen Aussagen. Das Menschen abgefuckt von Politik und Flüchtlingen sind aus genannten Gründen. Ich glaube jedoch nicht, dass (deswegen) zukünftig mehr Menschen AfD wählen werden als jetzt schon der Fall ist.
 
Okay, aber nur kurz dazu, die Menschen sind nicht durch Flüchtlinge "abgefuckt", die "fucken" sich selbst ab. Bzw. durch Vorurteile getrieben was den Preissturz erklärt. Und keiner kann mir sagen das so etwas nicht negativ" behaftet" ist. Eben weil "Gründe".
 
Das sind ja nur sprachliche Details. In der jeweiligen Erfahrungswelt liegt es an 'der Politik' und 'den Flüchtlingen' und deswegen wurde AfD gewählt. Das muss man ja vor allem mal anerkennen, sonst kann man nichts daraus lernen.
Zweite Schritt ist dann sich zu überlegen woher (Vor-)urteile kommen, statt alles direkt als Blödsinn abzutun.
Zum Beispiel warum das subjektive Sicherheitsgefühl absinkt. Ein Kumpel hat mir z.B. erzählt wie unwohl er sich fühlte, als er durch ne Gruppe von 20 Afrikanern/Flüchtlingen/ka gelaufen ist als er beruflich (mit Koffer und Anzug und Co.) in der nähe vom Bahnhof unterwegs zum Hotel war. Die haben nichts gemacht, aber wenn da 20 junge Männer herumstehen, nichts tun und vermutlich relativ wenig zu verlieren haben, dann fühlen sich viele erstmal bedroht.
Das ist natürlich was ganz anderes als wenn das die Jungs von Azim sind, deinem Nachbarn mit dem du einmal die Woche zu Abend isst und dessen Frau immer so lecker kocht und die Kumpels von Azim, die deiner Frau manchmal beim Tragen vom Einkauf helfen.
Das ist aber das Problem, diese Radikalisierung von Meinungen und diese Abwehrhaltung, dass man gar nicht versucht die Wahrnehmungswelt eines Mittfünfzigers nachzuvollziehen der sich von einem Flüchtlingsheim bedroht fühlt, sondern das alles direkt als Blödsinn und Vorurteil abtut mit: "Der fuckt sich ja über sich selber ab, selber schuld, das hat nichts mit Flüchtlingen zu tun".
 
Ach so, und eine Gruppe von 20 jungen Deutschen wäre dir lieber? Weil?

Wer hat mehr zu verlieren, die 20 jungen Deutschen oder die Flüchtlinge die ihr Visum bzw. Aufenthaltsrecht verlieren wenn was passiert und sie identifiziert werden?

Ach so, und eigentlich, haben die 20 Flüchtlinge vermutlich generell weniger "Lebensstandard" bzw. "normales Leben" als die 20 deutschen.... alles andere ist Vorurteil... wenn du glaubst das die schneller zuschlagen, als die anderen - auch wenn sie vielleicht mehr Gründe hätten ;)
 
@theSplit: Ich lade dich herzlichst nach Marxloh, Hochfeld oder Hagenshof/Meiderich ein...dann schauen wir welche Gruppe von 20 Leuten eher zuschlägt ;)

Das Problem was viele nicht sehen, ist die Bildung von Ghettos. Und ja, Ghetto ist mit voller Absicht so geschrieben. Gerade viele Ältere fühlen sich dadurch bedroht. Lauf mal Nachts alleine durch Duisburg, hui hui hui, da wird dir anders. Die Jüngere Generation, dazu zähle ich mich mal (29j.), wächst, zumindest wenn man nahe solcher Stadtteile lebt, damit auf und arrangiert sich damit. Man lernt wo man besser nicjt hingeht und wenn, zu welcher Uhrzeit. Das sind im übrigen auh nicht die AFD Wähler. Aus meinem "Bekanntenkreis" sind die meisten um die 40-50 Jahre die die Blauen gewählt haben, eben weil die es so nicht kennen und alles was anders ist, ist grundsätzlich scheisse.
 
Ich glaube, ich kann es schon nachvollziehen, Ghetto ist scheiße - aber was macht etwas zum Ghetto? - Klar die Menschen die dort "leben". Aber ist das nicht aufgrund anderer Missstände - wenn die alle "geregelt" einer Arbeit nachgehen würden, gut versorgt wären - gebe es dann solche Auswüchse? Oder ist das wirklich "nur" kulturell bedingt?
 
In der jeweiligen Erfahrungswelt liegt es an 'der Politik' und 'den Flüchtlingen' und deswegen wurde AfD gewählt. Das muss man ja vor allem mal anerkennen, sonst kann man nichts daraus lernen.

Nein. Dem widersprechen Wahlergebnisse von Kleinstätten, wo die Erfahrungen mit Flüchtlinge gegen 0 gehen, aber extrem viele AfD gewählt haben, und umgekehrt in Großstädten.
 
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