Die Energiewende - Traum oder Trauma?

Aber doch nur, wenn sie nutzbaren Strom produzieren.

Und dann ist die Speicherkapazität zur Überbrückung von Flauten ein essentieller Bestandteil jeden Windkraftwerks.

....

Absoluter Irrsin, wegen Kartoffelmangels im Winter die Bauern mit Garantiepreisen zur Vergrößerung der Anbaufläche zu ermuntern.

Ja und Nein.

Wenn die Bauern nicht im Winter ihre Ackerflächen vergrößern, dann haben Sie im Frühling bei der Aussaat keine größere Flächen und dann ändert sich wieder nichts.

Das Problem ist ja bekannt, nur was ist die Lösung?

Die Zwischenspeicher werden nunmal nicht weiter erforscht wenn nicht gleichzeit der Bedarf dafür größer wird.

Glaubst du wirklich, irgend ein Unternehmen investiert hunderte Millionen in die Forschung auf den Glauben "Wenn es erstmal da ist, wird bestimmt gleich alles umgekrempelt"?

Wie könnten wir es besser machen?

Garkeine Energiewende? Lieber bei Atom- und Kohlestrom bleiben?
 
ja, ein Haus selbst versorgen ist eine Sache, den riesigen Strombedarf der Industrie und Infrastruktur zu decken ne andere...
Oh, wenn die Industrie auch die EEG-Umlage bezahlen müsste, dann wäre deren Strombedarf bestimmt deutlich geringer ;)

--- [2013-10-18 10:10 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Dahingehend finde ich es ein absolutes Armutszeugnis dass es immer noch kein Endlager gibt.
Leider wird es auch nie ein Endlager geben, da die benötigten Lagerzeiten weit, weit jenseits des technisch Machbaren sind.
 
Wenn ich nun mal Betriebswirtschaftlich überlege:

Wenn ein Endlager nur 50€ täglich kostet.... dann komme ich für die nächsten 300 Jahre (ich bin überzeugt bis dahin gibts es das Endlager [Die Menschheit vielleicht auch] noch) auf: 1.186.393.144 €

Rechne ich mit reeleren 1.500 € täglich (ich hab keine Ahnung was so ein Endlager täglich kostet, eine so große Fläche ist aber weiträumig nicht mehr verwendbar, muss über- und bewacht werden usw. - ist aber wahrscheinlich deutlich höher, da schon die Pacht die ich für so ein großes Gebiet verlangen könnte größer wäre) und wieder auf 300 Jahre komme ich auf: 35.591.794.347,80 €

Das ganze wurde über die Zeit mit realistischen 2,5% verzinst, wobei man schon allein 1,7% Inflation abziehen kann.

Und das ohne die wahrscheinlich genau so hohen einmaligen Bau- und Bergungskosten (das Zeug muss ja irgendwann wieder gehoben werden, ansonsten kostet es nochmal 300 Jahre).

Und das nur für 1 Endlager bei irrealen niedrigen Zahlen.

Ich wollte ja mal mit 1000 Jahre rechnen, aber da käme eine Zahl raus die mein Taschenrechner nichtmehr anzeigen konnte^^
 
Ja und Nein.

Wenn die Bauern nicht im Winter ihre Ackerflächen vergrößern, dann haben Sie im Frühling bei der Aussaat keine größere Flächen und dann ändert sich wieder nichts.

Das Problem ist ja bekannt, nur was ist die Lösung?

Da ist überhaupt kein Problem, und die Bauern müssen auch nicht die Anbauflächen vergrößern, sondern Lagerkapazität schaffen, damit die im Herbst unverkäufliche Menge nicht kompostiert werden muss.

Vergrößerung der Anbaufläche löst nicht das Versorgungsproblem im Winter, sondern steigert nur die Menge der im Herbst zu vernichtenden Kartoffeln.

Es ist doch wirklich nicht schwer, das zu begreifen. Wo klemmt's?
 
Ich verstehe schon was du meinst.

Aber die Schaffung dieser Lagerkapazitäten kostet Zeit.

Und ein Bauer wird sich nur diese Lager bauen, wenn er auch genug Kartoffeln erntet, damit die Lager nachher nicht leer stehen.

Damit er soviele Kartoffeln aber überhaupt erstmal anbaut muss er Sie verkaufen können.

Zu deutsch: Ohne die EEG würden die regenerativen Energien nicht ausgebaut werden, ohne Ausbau der RE werden keine Zwischenspeicher notwendig, ohne notwendige Zwischenspeicher wird keine Forschung in die Richtung betrieben, ohne Forschung wird es keine Zwischenspeicher geben.

Ja, wir zäumen das Pferd hier von hinten auf. Aber es geht halt nicht anders.
 
Ja, wir zäumen das Pferd hier von hinten auf. Aber es geht halt nicht anders.

Natürlich geht das anders.

Man fördert die kontinuierlich lieferbare Kapazität und nicht irgendwelche zeitlich begrenzten und unkalkulierbaren Spitzenleistungen.

Nur dann gibt es für EE Strom EE Abnahmegarantie.
 
Natürlich geht das anders.

Man fördert die kontinuierlich lieferbare Kapazität und nicht irgendwelche zeitlich begrenzten und unkalkulierbaren Spitzenleistungen.

Nur dann gibt es für EE Strom EE Abnahmegarantie.

Wie soll das aussehen?

Dann würden wir also faktisch garkeine echte Energiewende haben oder? Also erstmal nur 3-4 Wasserkraftwerke die dann 1,04 % der Gesamtlast ausmachen oder so?
 
Wie soll das aussehen?

Dann würden wir also faktisch garkeine echte Energiewende haben oder? Also erstmal nur 3-4 Wasserkraftwerke die dann 1,04 % der Gesamtlast ausmachen oder so?

Echte "Energiewende" (als Wort eine Missgeburt) liegt auch nicht vor, wenn der nutzbare Strom aus konventionellen Quellen kommt und nur der überflüssige EE ist.

Ich verstehe Deine ganzen Probleme kein bisschen.

Wie wird EE bislang gefördert? Durch Abnahmegarantie zu überzogenen Preisen.

D.h. ich arme Sau muss besonders teuren Strom bezahlen, den keiner braucht, damit die Industrie so lieb ist, in EE zu investieren und damit später die schönsten Gewinne zu machen.

Das ist sowieso ein mieses Spiel und zugleich ein blödes. Dann manchen wir es doch einfach noch eine Nummer mieser, dafür aber wenigstens effizient:

Die Einspeisungsvergütung wird verdoppelt, aber nur, wenn der Erzeuger Versorgungssicherheit garantieren kann. Unter dieser Bedingung ist er gezwungen, Windmüheln und Speicherkapazität parallel und simultan zu entwicklen, weil es Geld nur für die Kombination gibt.

Mal ganz abgesehen davon, dass der Staat schließlich auch mal ein Machtwort sprechen kann.
 
Interessanter Lösungsansatz.

Doppelte EEG als Anreiz aber nur wenn Versorgungssicherheit geschaffen wird.

Müsste dann aber mit Sicherheit für die ersten 5 Jahre eher verdrei- oder vervierfacht werden, damit ein entsprechendes Wachstum in diesem Sektor entsteht.

Trotzdem interessant.
 
Da wäre es doch gleich besser, wenn der Staat direkt den Aufbau von Speicherkapazitäten fördert, anstatt hier Umwege zu gehen.
Die Infrastruktur eines so grossen Projektes zu schaffen, kann man nicht mit klein klein schaffen.
 
Müsste dann aber mit Sicherheit für die ersten 5 Jahre eher verdrei- oder vervierfacht werden, damit ein entsprechendes Wachstum in diesem Sektor entsteht.

Nö, der Staat hat auch noch andere Mittel. Wenn die Privatwirtschaft es nicht schafft, müssen Staatsbetriebe ran. Bahn und Post waren ja auch mal welche, und nicht ohne Grund und große Erfolge.

Vermutlich würde eine glaubwürdige Drohkulisse reichen. ENBW, RWE etc. werden den Teufel tun und das einträgliche Melken der Stromkunden dem Staat überlassen.
 
Aua...

Bahn und Post wurden langsam aufgebaut und waren konkurenzlos.

Ich fürchte bis wir ein entsprechendes Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut haben, kostet das mehr als 100 Jahre EEG...

Wenn dann lass uns gleich RWE oder so kaufen^^
 
Da wäre es doch gleich besser, wenn der Staat direkt den Aufbau von Speicherkapazitäten fördert, anstatt hier Umwege zu gehen.

Genau was Du vorschlägst, ist ein unnötiger Umweg.

Entweder die Inudstrie liefert EE-Strom mit Versorgungssicherheit, also ein Paket, oder der Staat nimmt die Sache selbst in die Hand. So muss das gehen.

Bahn und Post wurden langsam aufgebaut und waren konkurenzlos.

Und staatliche EE sind konkurrenzlos, wenn die Betriebsgenehmigungen für konventionalle Kraftwerke erlösche.

Denke doch nicht so beschränkt! Ein Staat hat andere Mittel als den Esel mit der dicken Rübe zu locken!
 
Und staatliche EE sind konkurrenzlos, wenn die Betriebsgenehmigungen für konventionalle Kraftwerke erlösche.

Denke doch nicht so beschränkt! Ein Staat hat andere Mittel als den Esel mit der dicken Rübe zu locken!

Das werden die Lobbyisten schon zu verhindern wissen....
 
Genau was Du vorschlägst, ist ein unnötiger Umweg.

Entweder die Inudstrie liefert EE-Strom mit Versorgungssicherheit, also ein Paket, oder der Staat nimmt die Sache selbst in die Hand. So muss das gehen.
Du sagst, der Staat soll es in die Hand nehmen, wenns sonst nicht klappt und sag das auch. Wo sollen wir uns hier nicht einig sein?

Denke doch nicht so beschränkt! Ein Staat hat andere Mittel als den Esel mit der dicken Rübe zu locken!
Das ist ein europäisches Problem, das nur auf dieser Ebene gelöst werden kann. Da jedoch die Energiepolitik nationale Angelegenheit ist, sind hier fundamentale Veränderungen wohl eher unwahrscheinlich.
Es soll ja sogar Regierungschefs geben, die eine poplige Reduktion des CO2 Ausstosses für Autos aus rein nationalem Interesse kippen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das werden die Lobbyisten schon zu verhindern wissen....

Mit der Einstellung kann man gleich einpacken, dann sind alle Diskussionen sinnlos.

Außerdem gibt es weitere Stellschrauben. Zum Beispiel Gernzwerte für CO2-Emission so weit absenken, dass konventionelle Kohlekraftwerke unrentabel werden.
 
Mit der Einstellung kann man gleich einpacken, dann sind alle Diskussionen sinnlos.
Korrekt, jedoch ist diese Problematik nicht zu vernachlässigen.

Außerdem gibt es weitere Stellschrauben. Zum Beispiel Gernzwerte für CO2-Emission so weit absenken, dass konventionelle Kohlekraftwerke unrentabel werden.
Energiepolitik ist in der EU nationale Angelegenheit. Da ist es natürlich schwierig über europäische Richtlinien "reinzupfuschen".
In Sachen CO2 gibts ja ein aktuelles Beispiel. Deutschland hat eine strengere Regelung für Autos auf EU Ebene gekippt. Was wäre wohl los, wenn man versuchen würde, mit so einer Richtlinie zB Kohlekraftwerken europaweit den Gar aus zu machen?
 
Was wäre wohl los, wenn man versuchen würde, mit so einer Richtlinie zB Kohlekraftwerken europaweit den Gar aus zu machen?

Der Teufel natürlich.

Aber man muss so eine Diskussion doch mal bisschen strukturiern und nicht alles durcheinanderwerfen.

1. Was ist technisch überhaupt machbar? P2G ist eine praktikable Lösung der Speicherfrage. Abgehakt.

2. Was ist politisch und wirtschaftlich nötig, um diese Lösung zu realisieren? Simultaner Aufbau von Speicherkapazität und EE. Jedes Windkraftwerk hat nur Sinn, wenn es einen Reaktor oder ein Kohlekraftwerk ersetzen kann.

3. Welche Alternativen gibt es, um den Aufbau durchzuziehen? Freie Wirtschaft oder Staatsbetrieb.

4. Mit welchem Widerstand muss man rechnen, um die eine oder andere Alternative durchzukämpfen? Was ist im Augenblick politische machbar? Welche politischen Veränderungen sind nötig?

Man muss wissen, was man will. Und dann kommt vielleicht die Chance, es auch durchzusetzen. Fukushima II?

Klar gibt es immer eine Lobby. Aber gegen den Atomausstieg haben die übermächtigen Energiekonzerne sich nicht durchsetzen können, weil die Merkel die Gunst der Stunde zu nutzen wusste. Die TRantüten von der SPD hätten die einmalige Gelegenheit verpennt.
 
LOL, YMMD. Merkel hat die Gunst der Stunde zu nutzen gewusst?
Merkel stand unter enormen Druck und nur deshalb wurde gehandelt.
Wäre Fukushima nicht gewesen, würde sie immer noch vorn stehen und uns erklären wie sicher die Kernkraft doch ist.... IIRC war es nicht die SPD die noch wenige Monate zuvor die Laufzeitverlängerung durch gewunken hat.

Und staatliche EE sind konkurrenzlos, wenn die Betriebsgenehmigungen für konventionalle Kraftwerke erlösche.
Da ist nicht die Lobby das Problem, sondern internationale "Regeln" zur Liberalisierung des Marktes.

Und wenns nur Geld geben soll,wenn Dauersicherheit herrscht, dann aber bitte die bekannten 99,9% Lieferfähigkeit, womit wir gleich alle rausgeworfen hätten (auch KKW brauchen Wartung und Co.)
Ein grosser Vorteil des EEG ist doch gerade, dass man die Energieversorgung, Stück für Stück, aus dem Hoheitsgebiet der 4 Grossen bekommt.
 
LOL, YMMD. Merkel hat die Gunst der Stunde zu nutzen gewusst?
Merkel stand unter enormen Druck und nur deshalb wurde gehandelt.
Wäre Fukushima nicht gewesen, würde sie immer noch vorn stehen und uns erklären wie sicher die Kernkraft doch ist.... IIRC war es nicht die SPD die noch wenige Monate zuvor die Laufzeitverlängerung durch gewunken hat.

Natürlich wäre ohne Fukushima alles anders. Bestenfalls noch mal der gleiche feige Mist wie bei Rot/Grün, Einstieg in den Ausstieg, Ausstieg in den Einstieg etc. Das ist eben das Tolle an der Merkel, dass sie zum einzigen Zeitpunkt, wo dies möglich war, ihre CDU hinter den Atomausstieg brachte, zum einzigen Zeitpunkte auch, wo die Atomindustrie wie der Hase in der Furche lag und sogar die Ohren eingezogen hatte, weil der Volkszorn bereit war, sich auf sie zu stürzen.

Auf die richtigen Reflexe kommt es beim Politiker an, wie beim Rennfahrer.

Und wenns nur Geld geben soll,wenn Dauersicherheit herrscht, dann aber bitte die bekannten 99,9% Lieferfähigkeit, womit wir gleich alle rausgeworfen hätten (auch KKW brauchen Wartung und Co.)

Sorry, das ist doch wirklich tendenziöser Unsinn. Man braucht für das einzelne Kraftwerk keine Sicherheit von 99,9 Prozent, um 99,9 Prozent bei der gesamten Kraftwerkskapazität zu erreichen, weil die Wahrscheinlichkeint, dass mehrere gleichzeitig wegen technischer Defekte ausfallen, sehr gering ist. Ganz anders bei der Abhängigkeit von Wind und Sonne, wo taglelange Windstille bei bedecktem Himmel die komplette Stromversorgung in die Knie zwingen würde, sofern keine Speicherkapazitäten vorhanden sind.

Ein grosser Vorteil des EEG ist doch gerade, dass man die Energieversorgung, Stück für Stück, aus dem Hoheitsgebiet der 4 Grossen bekommt.

Ach ja. Als ob die neuen Kleinen automatisch besser wären und bei einem qualitätslosen Gut wie Strom nicht ganz fix neue Preiskartelle und Gebietskartelle entstehen würden.

Diesen naiven Glauben verstehe ich wirklich nicht, weil früher jede Gemeinde ihr eigenes Elektrizitätswerk hatte und die Herausbildung der großen Monopolisten bei qualitätslosen Gütern wie Strom, Zement, Steinkohle oder Zucker im Kapitalismus der natürliche Gang der Dinge ist.

PS: Ich habe als Verbraucher einfach keine Lust, horrende Einspeisevergütungen für lächerliche und zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit obendrein völlig überflüssige Strommengen zu bezahlen. Von der gegenwärtigen Regelung profitierst Du und profitieren andere Eigenheimbesitzer mit Garage und Kollektoren auf dem Garagendach, die Verbraucher aber nicht, die müssen den Spaß nur bezahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben