Die Energiewende - Traum oder Trauma?

Hier in Deutschland auf Solarstrom zu setzen ist eh am Thema vorbei. Das lohnt sich genau nur deshalb weil es subventioniert wird.
Sieh's doch mal so rum: Du kannst im Sommer deine Klimaanlage umweltverträglich mit Solarstrom betreiben. Die Sonne brennt -> Die Kühlung rennt. Es ist bewölkt und regnet -> Da brauchst du die Klimaanlage sowieso nicht.
Mal abgesehen vom Strom kannst du ja mit Sonnenenergie z.B. auch dein Warmwasser heizen (und brauchst deshalb weder Atomstrom noch Öl dafür). Da kommt in der Summe schon so einiges zusammen.
 
Reicht was aus der Zeitung?

oder

Ne, reicht nicht, die Artikel sind doch Schmuh.

Klar ist Solarstrom billiger, WENN die Anlage welchen produziert.

Das Dumme an diesem billigen Strom ist nur, dass er nicht immer zur Verfügung steht.

Kartoffel sind zur Erntezeit spottbillig. Aber man will nicht nur im Herbst welche essen, und dann wird's teurer.

Vollkommen okay, dass die AKWs mehr Geld für Strom bekommen als Solaranlagen, wegen der Liefergarantie.
 
Keine Ahnung, bin kein Fachmann auf diesem Gebiet. Vielleicht bei Kohle wegen CO2-Eimssion? Oder weil es für die keine Garantiepreise gibt, weil die Investition geringer ist als beim AKW und deshalb mehr Flexibilität besteht?

Aber vielleicht garantiert denen auch jemand den Preis, und es wurde in der Artikeln nur nicht erwähnt.
 
Nächstes Jahr wird wieder der Strom teurer. Und nein, das hat nichts mit der Energiewende zu tun, ...

BliblaBlubb, EEG Umlage sagt dir was? Genau deshalb wird der Strom teurer, und ja, das hat durchaus was mit der Energiewende zu tun...:rolleyes:

@boesmann
ja, ein Haus selbst versorgen ist eine Sache, den riesigen Strombedarf der Industrie und Infrastruktur zu decken ne andere...
 
Nero: also ich denke noch 10 Jahre CO² ist gegen 100.000 Jahre extrem schädliche Strahlung, das kleinere Übel

elgitarre: Selbst wenn wir nur 40% des komplett Bedarfes decken ist das schonmal besser als garnix.

Und sobald das ganze mal richtig ausgebaut ist und man wirklich alle kniffe ausgenutzt hat, dann schaffen wir es vielleicht auf 80% und die restlichen 20% zu erzeugen wäre dann auch weniger das Problem.

Hier mal ein interessanter Artikel:



Klar sind solche sachen nur Peanuts aber wenn genug solcher Dinge entstehen, wird irgendwann einfach nichtmehr soviel Energie gebraucht und damit kann auch ein größerer Anteil aus regenerativer Energie kommen.
 
Nero: also ich denke noch 10 Jahre CO² ist gegen 100.000 Jahre extrem schädliche Strahlung, das kleinere Übel

elgitarre: Selbst wenn wir nur 40% des komplett Bedarfes decken ist das schonmal besser als garnix.

Und sobald das ganze mal richtig ausgebaut ist und man wirklich alle kniffe ausgenutzt hat, dann schaffen wir es vielleicht auf 80% und die restlichen 20% zu erzeugen wäre dann auch weniger das Problem.

natürlich, das muss das Ziel sein.
Der Weg dahin aber, darum geht es ja hier.
 
Gibt ja nur die Möglichkeit in den sauren Apfel zu beissen und solange beides (konventionell und regenerativ) zu betreiben bis die konventionellen Kraftwerke nach und nach abgeschaltet werden können wenn die Versorgung durch die regenerativen Energien gesichert ist.

Oder siehst du einen sinnvolleren Weg?
 
ja, wenn die Welt nur so einfach wäre...
es geht doch aber um viel mehr, um Finanzierung, Subventionierung, Machbarkeiten, Effizienzen, uvm.
Einfach mal machen kann doch nicht die Lösung sein.

Wie soll denn der Strom gespeichert werden, und und und.
Kann der Energiebedarf der Industrie durch Pumpkraftwerke wirklich gedeckt werden, zu Zeiten an denen es keinen Solarstrom und keine Windenergie gibt?
usw.
 
Nein natürlich muss da geforscht werden.

Aber wenn wir nicht starten, dann kommen wir auch nie ans Ziel.

Solange der Markt keine (durch Gesetzte erzwungene) Nachfrage hat, wird er auch kein Angebot schaffen so ist es eben.
 
das stimmt.
Aber unrentablen Solarstrom zu subventionieren ist sicher auch keine Lösung.
Und von heute auf morgen den jahrzehntelang gehypten Atomstrom abzuschalten auch nicht.
Dahingehend finde ich es ein absolutes Armutszeugnis dass es immer noch kein Endlager gibt.
 
Kann der Energiebedarf der Industrie durch Pumpkraftwerke wirklich gedeckt werden, zu Zeiten an denen es keinen Solarstrom und keine Windenergie gibt?
Wenns 50 mal so viele davon gibt mag das klappen. Deshalb brauchts Alternativen.
Sind diese Alternativen einmal vorhanden, und dazu müssen nicht unbedingt neue Hochleitungen quer durch Deutschland gezogen werden, steht dem Umschwung nichts mehr im Wege. Und genau das ist auch der
Tenor der Zeitungsberichte zum im Vergleich mit Solarstrom relativ teuren Atomstrom.
Selbst wenn die neuen Speichertechniken nicht den Wirkungsgrad von PSW haben, so spielt das in Tagen an denen man für die Abnahme! des Stroms 4Ct/kWh bekommt keine Rolle.
Und gerade in der Übergangszeit, weg von konventionellen Kraftwerken hin zu regenerativ, wird es solche Tage immer mal wieder geben.

Und seien wir mal ehrlich:
Es ist schon ein wahnsinniger Erfolg für Solar-Betreiber, entgegen aller Verlautbarungen seitens der Politik und Energiewirtschaft, geschafft zu haben auch nur einen Tag günstiger zu sein als Atomstrom.
 

Es ist schon ein wahnsinniger Erfolg für Solar-Betreiber, entgegen aller Verlautbarungen seitens der Politik und Energiewirtschaft, geschafft zu haben auch nur einen Tag günstiger zu sein als Atomstrom.

Es besteht eine Abnahmepflicht von Strom aus erneuerbaren Energien, daher die Menge die darüber hinaus in konventionellen Kraftwerken gewonnen werden muss, da man z.B. AKWs und Kohlekraftwerke nicht mal so eben von 100 auf 0 fahren kann, wird zu höchst Spitzen sogar zu einem negativ Preis ins Ausland verkauft, sprich die Franzosen, Österreicher usw kriegen auch noch Geld dafür, dass wir den Strom zu ihnen leiten dürfen. Allein wegen diesem Gefüge wird EE-Strom extremst billig an und zugleich Strom aus konventionellen Kraftwerken extrem teuer, daher lohnt es sich auch für viele Energieversorger immer weniger konventionelle Kraftwerke zu betreiben, weil man an sonnigen Tagen gerne in Kauf nimmt, dass diese nur einen minimal Teil ihrer erzeugbaren Leistung fahren und so hohe Verluste machen, obwohl diese Leistung dann gerne in Anspruch genommen wird, wenns mal nicht so läuft beim EE-Strom.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ist diese garantierte Einspeisungsvergütung für EE-Strom ein Skandal.

Sie führt nämlich logischerweise dazu, dass dass immer neue Anlagen für Wind- und Solarstrom hochgezogen werden und Investitionen in Speicherkapazitäten unterbleiben.

Die Regel müsste sein, dass eine garantierte Einspeisungsvergütung nur für Versorgungssicherheit gezahlt wird.

Nur für die Menge Energie, die beständig liefern kann, sei es direkt als Strom, sei es auf dem Umweg von Gas für Gaskraftwerke, darf der Erzeuger Geld bekommen.
 
Die Regel müsste sein, dass eine garantierte Einspeisungsvergütung nur für Versorgungssicherheit gezahlt wird.

Nur für die Menge Energie, die beständig liefern kann, sei es direkt als Strom, sei es auf dem Umweg von Gas für Gaskraftwerke, darf der Erzeuger Geld bekommen.

Der Gedanke ist richtig, nur wieso sollte dann überhaupt jemand auf regerative Energien setzen wenn ich auch noch jedes Watt Strom das ich produziere bezahlt bekomme? Wieso nicht 300 verschiedene, Gas- Kohle- oder Atomkraftwerke in die Landschaft kloppen?

Weil wir das ja nicht wollten.

Wir wollten das in Solar-, Wasser- und Windkraft investiert wird.

Lässt du die garantierte Einspeisevergütung auslaufen, bevor es entsprechende Zwischenspeicher Möglichkeiten gibt, fällt alles zurück auf den Stand vor 15 Jahren.
 
Wir wollten das in Solar-, Wasser- und Windkraft investiert wird.

Aber doch nur, wenn sie nutzbaren Strom produzieren.

Und dann ist die Speicherkapazität zur Überbrückung von Flauten ein essentieller Bestandteil jeden Windkraftwerks.

Die Erzeuger von Kartoffeln müssen schließlich auch für Lagerkapazität sorgen, um im Winder lieferfähig zu bleiben. Wenn sie das unterlassen und im Herbst die Ernte wegen Überangebots unterpflügen müssen, haben sie den Schaden.

Absoluter Irrsin, wegen Kartoffelmangels im Winter die Bauern mit Garantiepreisen zur Vergrößerung der Anbaufläche zu ermuntern.
 
Zurück
Oben