Sagen wir es mal anders. Basierend auf den aktuellen Forschungsergebnissen ist nicht zu erwarten, dass mRNA Impfstoffe nicht vor einem schweren Verlauf durch Omikron schützen und die aktuellen Ergebnisse zeigen das man selbst gegen eine Infektion zu bis zu 70% geschützt ist.
Sagt wer? Mir fehlen für deine Licht-am-Ende-des-Tunnels-Aussagen noch immer die Quellen. Und nein, Zeitungen und Politiker sind keine Quellen.
Weder ist in irgendeiner Form gesichert, wie viele schwere Verläufe es mit Omikron gibt (dazu sind die Zahlen viel zu gering, wir reden hier schließlich vom Gesetz der großen Zahlen, das erstmal greifen muss, um statistisch irgendwie Aussagefähigkeit herzustellen), noch ist eine Minderung der Ansteckungsgefahr durch Impfungen aktuell irgendwie bewiesen. Das heißt, die aktuellen Ergebnisse zeigen gar nichts, sondern geben
höchstens vorsichtige Hinweise, dass dem so sein
könnte. Gerade Cieseks Ergebnisse jedoch sind eher ernüchternd als hoffnungsvoll, und das sagt sie auch.
Die Erfahrung mit anderen Varianten gibt
vorsichtigen Grund zur
Hoffnung, dass die angehäuften Mutationen den bisherigen Trend der Mutanten fortsetzen. Gesichert ist da erstmal gar nix. Wir bauen gerade erst Wissen auf, und das ist aktuell Laborwissen, d. h. nur sehr bedingt auf die Realität übertragbar, insbesondere weil in vivo Dinge völlig anders laufen als in vitro. Ersteres hat tausende Unbekannte, Letzteres idealerweise nur eine. Das ist ein ziemlich hartes Problem für die Wissenschaft, und zwar schon immer.
Versteh mich nicht falsch, Hoffnung ist ja hübsch und nett, aber sich die Welt zurechtlügen, nur weil man verzweifelt nach Hoffnungsschimmern Ausschau hält... naja, ich sag mal so: Das Licht am Ende des Tunnels, auf das man so freudig zuläuft, weil es die Dunkelheit vertreibt, ist meistens ein Zug.