Coronavirus

@Seedy: @Trolling Stone:

Ich dachte erst das sich Seedy auf eine Diskussion über gefälschte Impfpässe ein paar Seiten zuvor bezog. Hab erst jetzt gemerkt das Seedy eigentlich das hier meinte:

@badboyoli:

Damit wird nen Wirtschaftlicher Anreiz zum Bescheißen geschaffen.

Das war quasi ein Missverständnis von mir.

Seedy hat natürlich recht. Es wird immer wieder Menschen geben die so versuchen das System zu umgehen.
 
Ah okay, jetzt macht das auch Sinn, danke.

Ja, wie gesagt ich kann es nachvollziehen, wenn man Leuten, die sich vorsätzlich asozial verhalten den Geldhahn abdrehen möchte.
Ich sehe halt nur die Gefahr, dass es eben genau sowas finanziell angereizt wird.

Leute sind zu vielem Fähig, wenn es um die Groschen geht,
dennoch bin ich mittlerweile der Ansicht, dass meine Angst da etwas überzogen ist und der unangenehme Druck vermutlich mehr Menschen zum Impfen bewegt, als zum Bescheißen.
 
Ich weiß nicht, stumpfe ich inzwischen so dermaßen ab? Ich hatte bis vor kurzem ja irgendwie innerlich noch die klitzekleine Hoffnung, dass sich die Impfbereitschaft doch noch ein klein wenig ins positive verschiebt.

Seit meine "Lieblingsverschwörerin" im erweiterten Bekanntenkreis vor ein paar Tagen aber nun anfängt "Werbung" für MMS als Wundermittel gegen Corona zu machen ...

Ich weiß nicht ... ob wir es schaffen, das noch irgendwie auszusitzen? Ich meine, meine Kinder sind geimpft, meine Liebsten ebenfalls (mit Ausnahme von einer Person, bei der der Arzt aus nachvollziehbarer, medizinischer Sicht aktuell starke Zweifel hat).
Wenn wir die Impfquote nicht auf aktive Weise in die sichere Zone bringen können - und man hat es nun lange und auf vielen Wegen versucht - warum dann nicht auf die passive Art?

Früher oder später wird auch der Impfverweigerer mal ins 2G-Muster fallen und das auf die ganz natürliche Weise. Und der "Ausschuss"? Naja, die wollten es doch nicht anders, oder?

Sorgen mache ich mir eigentlich nur noch um die, die nun wirklich auch noch auf den MMS-Zug aufspringen und damit mMn sogar noch aktiv versuchen das Gesundheitssystem über die Grenzen hinaus zu treiben :(
 
Die Verweigerer sollen gar nicht so viele sein. 5% stand letztens irgendwo. Die Mehrheit der Ungeimpften ist einfach unsicher oder zu bequem. Die dürften bei einem niederschwelligem Angebot sicher zugreifen, wenn dann noch etwas Druck über die Regeln kommt, und ihnen Teilnahme erschwert wird.
 
@Seedy:

Na ja, bis jetzt gilt diese Ungeimpft -> Quarantäne -> keine Lohnfortzahlung ja nur in ein paar Bundesländern. Ob sich da jetzt so viele vorher nen gefälschten Impfpass holen? :unknown: Die meisten Hardliner glauben ja nicht mal das es Corona überhaupt gibt.
 
Die Mehrheit der Ungeimpften ist einfach unsicher oder zu bequem. Die dürften bei einem niederschwelligem Angebot sicher zugreifen, wenn dann noch etwas Druck über die Regeln kommt, und ihnen Teilnahme erschwert wird.
Was in meinem (indirekten) Umfeld geholfen hat, war die Aufklärung, dass man sich auch ohne mRNA zeug impfen lassen kann.

Das scheint (anekdotisch) der Haupt-Angstfaktor zu sein und überraschenderweise wussten viele net,
dass es 3 unserer 5 Impfstoffe keine mRNA Impfstoffe sind.
 
Ich bin jedenfalls höchst unzufrieden damit, dass hier AN-Rechte aufgeweicht werden (sollen) und der AG Gesundheitsdaten direkt oder indirekt erhalten können soll. Solcherlei geht den AG nichts an.
 
Ich bin jedenfalls höchst unzufrieden damit, dass hier AN-Rechte aufgeweicht werden (sollen) und der AG Gesundheitsdaten direkt oder indirekt erhalten können soll. Solcherlei geht den AG nichts an.

Schön finde ich das ebenfalls nicht, also die Aufweichung der AN-Rechte, aber es ist halt ein schwieriger Spagat zwischen verschiedenen Faktoren. Ich habe als Arbeitnehmer ja auch das Recht auf Sicherheit am Arbeitsplatz und die könnte in gewissen Konstellationen durch nicht geimpfte Personen ja durchaus gefährdet sein. Ebenso verhält es sich, sofern bestimmte Arbeitnehmer nicht geimpft werden können/dürfen - die sind ja ebenfalls durch Ungeimpfte Kollegen gefährdet.

Es ist also eine gewisse Pat-Situation vorhanden. Der AG darf nicht fragen, kann dadurch aber auch seiner Pflicht nach dem Schutz seiner AN nicht nachkommen.

Es ist halt die gleiche Diskussion wie mit den Grundrechten und den Lockdowns usw. Es ist immer eine Abwägung zwischen verschiedenen Interessen und Belangen. Die sollte gerecht untereinander stattfinden.
 
Mir hat jemand aus einem Seniorenheim in BW gesagt, der Arbeitgeber dürfe mittlerweile fragen und eine korrekte Antwort erwarten. Also sowas scheinen dann halt die Sonderfälle zu sein, was ich ehrlich gesagt nicht wahnsinnig dramatisch finde.
 
Ich bin jedenfalls höchst unzufrieden damit, dass hier AN-Rechte aufgeweicht werden (sollen) und der AG Gesundheitsdaten direkt oder indirekt erhalten können soll. Solcherlei geht den AG nichts an.
Als ehemaliger BR, nun stink normaler AN (und nebenbei irgendwie aber auch im familiären Bereich AG) bin ich da echt noch ein klein wenig 'überfordert'.

Aber Buschfunk hat es ja schon ganz gut beschrieben. Was wiegt nun mehr? Die Sorgfaltspflicht des AG, oder doch das persönliche Recht jedes Einzelnen? Zum Glück bin ich da kein Jurist.
Aber sowohl aus BR, als auch AG-Sicht würde ich dennoch sagen, dass es sehr auf die Umstände ankommt. Hat der AN ein Einzelbüro, oder sitzt er im Großraum? Kundenkontakt? Wie groß ist die Anforderung an F2F-Kontakt zu Kollegen?

Irgend so ein 'Einzelgänger' in seinem eigenen Büro, ohne kontakt zur 'Außenwelt'? Da juckt mich doch sein Impfstatus nicht. Bekommt halt ein Maskenpflicht-Schild vor die Bürotür.

Großraumbüro, Teamfähigkeit und Teamarbeit fast schon Grundvoraussetzung? Da will ich natürlich schon wissen wie groß die Gefahr ist, dass der eine ganzes Projektteam 'auslöschen' könnte.

OK, spätestens bei direktem Kundenkontakt gäbe es bei mir allerdings keine Grauzonen mehr.
 
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