Coronavirus

Re: Coronavirus

Das Argument kam schon öfters. Diejenigen haben sich ihren Beruf selbst ausgesucht. Bereits vor Corona war es dort bei vielen Arbeiten erforderlich, Maske zu tragen. Ich habe mir das dagegen nicht ausgesucht.

Ich versuch dir das nochmal nett rüber zu bringen.

NIEMAND der Arzt oder Pfleger in dem Bereich ist beginnt den Beruf damit (und nun schilder ich dir mal die Situation einer Ärztin die als Anästhesistin in Berlin gerade Dienst schiebt),
- dass er 28 Tage im Monat Dienst, davon 21 Tage am Stück (den zweiten Monat in Folge)
- dauerhaft in 12 Stunden Schichten, dauerhaft mit Maske, Schild und in nem Ganzkörperkondom
- mit häufig gestrichenen Pausen
- in Notbesetzung
- mit erkrankten Kollegen
- quasi sozial isoliert, da nicht auszuschließen ist dass man trotz aller Schutzmaßnahmen nicht doch erkrankt und ansteckend ist

über Monate da Dienste schiebt.

Mal abseits davon sind deine Probleme die du jetzt mit ner Maske hast ne Kleinigkeit gegenüber den Problemen die du mit Übergewicht und scheinbar eingeschränkter Lungenfunktion bei ner Covid-Erkrankungh bekommst.
Die Reglungen und Bußgelder sind ausnahmsweise mal nicht zum Füllen der Stadtekassen oder ähnlichem gemacht sondern zur Eindämmung einer schweren Krankheit
 
Re: Coronavirus

Mal abseits davon sind deine Probleme die du jetzt mit ner Maske hast ne Kleinigkeit gegenüber den Problemen die du mit Übergewicht und scheinbar eingeschränkter Lungenfunktion bei ner Covid-Erkrankungh bekommst.

Whataboutism.

Im Übrigen hatte ich nicht den Eindruck, daß Thom, oder sonst wer, hier gegen Masken diskutiert.
Daß sie sinnvoll sind, verringert nicht die Probleme mit ihnen.
 
Re: Coronavirus

@thom53281:

Das sind wesentlich weniger arbeiten als du vielleicht glaubst. Gar nich davon zu reden ne FFP2 Maske den gesamten Tag zu tragen. Im laufe meines langen Berufslebens in der Pflege, kann ich das an den Fingern abzählen. Wir arbeiten schließlich nicht alle im Labor oder im OP. Oder hatte etwa dein Hausarzt, vor der Pandemie, wenn er dich untersucht hat, ne Maske auf?
 
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Re: Coronavirus

Ich versuch dir das nochmal nett rüber zu bringen.

NIEMAND der Arzt oder Pfleger in dem Bereich ist beginnt den Beruf damit (und nun schilder ich dir mal die Situation einer Ärztin die als Anästhesistin in Berlin gerade Dienst schiebt),
- dass er 28 Tage im Monat Dienst, davon 21 Tage am Stück (den zweiten Monat in Folge)
- dauerhaft in 12 Stunden Schichten, dauerhaft mit Maske, Schild und in nem Ganzkörperkondom
- mit häufig gestrichenen Pausen
- in Notbesetzung
- mit erkrankten Kollegen
- quasi sozial isoliert, da nicht auszuschließen ist dass man trotz aller Schutzmaßnahmen nicht doch erkrankt und ansteckend ist über Monate da Dienste schiebt.
Du reißt das jetzt aber ganz schön aus dem Kontext, was ich geschrieben habe. Es ging hier die ganze Zeit eigentlich rein um Masken und um nichts anderes. Wer heute Arzt wird, dem muss klar sein, dass er eine nicht unwesentliche Zeit seines Lebens mit Schutzmaske und weiteren Schutzmaßnahmen zum Eigenschutz verbringen wird. In meinem Beruf dagegen ist es eigentlich nicht normal, Maske zu tragen. Daher ist mein "Arbeitsalltag" auch nicht wirklich darauf ausgelegt, mit Maske zu arbeiten. Wie schon gesagt, ich bin gefühlt den halben Tag nur am Laufen, Treppen steigen, Werkzeug tragen, Auto ein-/aussteigen, etc.

Was sonst in den Krankenhäusern gerade abläuft, ist komplett kacke und das will ich auch gar nicht herunterspielen oder bezweifeln. Mir hat das schon gereicht, als ein Jahr lang unsere Wochenarbeitszeit um vier Stunden offiziell erhöht wurde und ich es trotzdem noch geschafft habe, massiv Überstunden aufzubauen, weil wir vor lauter Arbeit abgesoffen sind. Das zehrt sehr an der Kraft. Natürlich kann man ein kleines Problem immer herunterspielen, in dem man es mit einem viel größeren Problem vergleicht. Das schafft aber das kleine Problem trotzdem nicht aus der Welt, es bleibt trotzdem da.

Im Übrigen hatte ich nicht den Eindruck, daß Thom, oder sonst wer, hier gegen Masken diskutiert.
Daß sie sinnvoll sind, verringert nicht die Probleme mit ihnen.
So ist es.


Edit: Irgendwie hab ich die Antwort nicht gesehen.

@thom53281:

Das sind wesentlich weniger arbeiten als du vielleicht glaubst. Gar nich davon zu reden ne FFP2 Maske den gesamten Tag zu tragen. Im laufe meines langen Berufslebens in der Pflege, kann ich das an den Fingern abzählen. Wir arbeiten schließlich nicht alle im Labor oder im OP. Oder hatte etwa dein Hausarzt, vor der Pandemie, wenn er dich untersucht hat, ne Maske auf?
Ist mir schon klar, dass die Zeit, die man die Maske nun in diesen Berufen tragen muss, zugenommen hat. Trotzdem gibt es dort wenigstens halbwegs klare und verständliche Regeln für alles (auch zum Tragen von Masken), die sich wenigstens nicht täglich ändern (können). Man wechselt als Arzt oder Pfleger, denke ich zumindest, nicht ständig die Einrichtung und muss sich an ständig wechselnde Regeln halten.

Ich hab da auch grundsätzlich kein Problem damit, eine Maske zu tragen, wo ich durch Vorschriften (oder meinen gesunden Menschenverstand) dazu angehalten werde. Dort wo es mir keine Vorschrift vorschreibt und ich auch keinen Vorteil dadurch erkennen kann, trage ich auch keine Maske. Auch mit den anderen Vorschriften habe ich kein Problem. Nur ist es tatsächlich sehr schwierig geworden, den ganzen Vorschriften noch irgendwie zu folgen, weil eben jeder sein eigenes Süppchen kocht, wenn man vom einen Landkreis in den nächsten fährt und sie auch nicht unbedingt dem entsprechen, was mein logischer Verstand mir sagt.
 
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Re: Coronavirus

Ich muss noch kurz einwerfen, dass wohl die meisten Menschen, die da sagen, sie haben nun Probleme, weil sie eh schon kaum die Treppe hochkommen, ihre Probleme selbst gemacht haben. Die wenigsten werden einen unerkannten Tumor mit sich rumschleppen oder von Geburt an Lungenerkrankungen haben, etc. Also im Prinzip braucht man sich da nicht über die Masken beschweren, sondern über die eigenen Entscheidungen wie zuviel essen, zu wenig Sport, Rauchen, Sauferei, etc.

Da soll sich nun keiner angegriffen fühlen, aber das bitte auch bedenken, wenn man dann sagt "der und der hat sich das ja selber ausgesucht und wusste, was kommt", denn das andere Zeug war zuerst das Problem und ist auch noch immer das eigentliche und eben -in aller Regel- bewusst selbst gemachte Problem. Davon abgesehen, dass die genannten Berufsgruppen in der Regel eben nicht mit Maske rumrennen.
 
Re: Coronavirus

@MSX:
Darfst auch nicht vergessen das es deutsche sind,
wir jammern und beschweren uns sowieso gerne.

Denke den meisten macht die Maske nix aus, die freuen sich nur das sie mal wieder was zum Jammern haben.
 
Re: Coronavirus

Dann holt man sich halt Abstandshalter.
Aus eigener Erfahrung (bei uns herrscht im Betrieb seit Monaten Maskenpflicht für das komplette Werksgelände):

Enganliegend lässt es sich auf Dauer deutlich einfacher atmen, da man kein so grosses Totvolumen vorm Gesicht hat, das durchaus Merkmale der Pendelatmung mit sich bringt.
 
Re: Coronavirus

Naja, ich komme bei Stoffmasken mit den Abstandshaltern extrem viel besser klar.
Bei Einmalmasken nutze ich die nicht. Die sind steif genug um sich nicht anzusaugen.

Das mag bei mir aber auch gesundheitlich bedingt sein.
 
Re: Coronavirus



Damit drückst Du dann auch aus, daß Menschen, die mit/an Covid versterben, weil die Krankheit durch z.B. Übergewicht oder durch Rauchen geschädigte Lungen einen schweren Verlauf genommen hat, dafür selber verantwortlich sind.

Also im Prinzip braucht man sich da nicht über das Virus beschweren, sondern über die eigenen Entscheidungen wie zuviel essen, zu wenig Sport, Rauchen, Sauferei, etc.
 
Re: Coronavirus

Wir nutzen OP Masken.

Und trotzdem gerade folgende Meldung einer Arbeitskollegin erhalten, mit der ich vorgestern noch 3 Stunden lang Dokumente durchgeackert hatte.
c19.png
 
Re: Coronavirus

@KaPiTN:
Nein, sagt er nicht.
Das ist nur deine böswillige Interpretation.

Was er sagte ist eher:
Wenn du mit ner Maske nicht richtig atmen kannst, dann ist ui 95% nicht die Maske daran schuld,
sondern, dass du dir die Lunge mit Rumsitzen und Ketterauchen zerdeppert hat, dass schon ein kleines Stück Stoff ausreicht um die umzuhauen.
 
Re: Coronavirus

@Seedy:

Exakt das.
Was ich immer wieder vor Krankenhäuser sehen muss bringt mich immer wieder zum schmunzeln. Das ist meiner Meinung nach geiler schwarzer Humor.

Halskrause, Gips an beiden Füßen, Kopfverband, im Rollstuhlsitzend dann erstmal raus in den Raucherbereich und die Fluppe anzünden.
 
Re: Coronavirus

@Sibi:
Hatte während meines Zivis glaube ich die witzigste geschichte ever.
Typ bekommt neue Hüfte und kann nach Wochen endlich wieder laufen,
steht vor dem Krankenhaus bei Glatteis, rutscht aus und... naja wenn er schon mal da ist, können wir die andere Seite ja auch gleich machen.
:rolleyes:
 
Re: Coronavirus

Das fand ich im Zivildient auch immer irre. Der Raucherbereich ist bei den meisten Kliniken ja auch immer direkt am Haupteingang und was man da immer für Gestalten gesehen hat, das war der Wahnsinn.
 
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