Brexit - Should I stay or should I go now?

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  • #81
Schottland möchte ein zweites Unabhängigkeitsreferendum auf den Weg bringen:
 
Ich seh den Austritt vorsichtig optimistisch für Europa.

Zum Einen haben die Briten sowieso die ganzen Jahre lang rumgemotzt. Jetzt waren sie endlich konsequent.
*.

ja, und in 5-10 Jahren wenn man GB dann runter gewirtschaftet hat wird man wieder in die Union aufgenommen und mit vornehmlich deutschen Steuergeldern gerettet.

Schottland möchte ein zweites Unabhängigkeitsreferendum auf den Weg bringen:

klar, so kommen die dann wieder leicht in die EU. Das einzig sinnvolle für Schottland.
 
War zu erwarten. Das letzte Mal blieben sie ja knapp drin, wenn ich mich recht erinnere. Die Weltkarte würde sich also ändern.

Interessante Zeiten.
 
Als wir in der Frühstückspause so vor uns hinkauten und hinsinierten, war alles sehr unaufgeregt.

Die ewig meckernden Engländern mit ihren VW-Bentleys und den BMW-Rolls Royces sollen es jetzt zügig durchziehen,
Schottland (und Nordirland?) ein neues Referendum starten und der EU beitreten.

Das Rosamunde-Pilcher-Südengland gibt die äußerst großzügigen EU-Tourismus-Fördermittel an Schottland weiter und gut ist.

Nur das, was kbn angesprochen hat mit: runtergewirtschaftet wieder beitreten wollen, das macht mir auch ein wenig Sorge.

(Ansonsten: ist Island jetzt automatisch in der EM weiter?)
:cool:
 
Re: Should I stay or should I go now?

Richtig, GB würde seinen Einfluss in der EU durch einen Austritt aus der EU verlieren. Gleichzeitig würde es einen riesigen Gewinn an Autonomie verbuchen, da es nun auch nicht mehr an EU Vorgaben, Regelungen, Gesetze gebunden ist. Ist es nun besser in der EU mitstimmen zu dürfen oder ist es besser vollkommen autonom und selbstbestimmt handeln zu dürfen?
Dass das nicht im Sinne der EU ist und auch gar nicht wirklich funktionieren kann, sollte eigentlich klar sein. Völlig isoliert kann kein Land der Welt mehr Leben, es werden also zwangsläufig Kompromisse eingegangen werden müssen. Das dann vielleicht mit einer gefühlten Selbstbestimmtheit - Großteil der Brexit-Befürworter wird sich aber vermutlich auch danach fremdbestimmt und übervorteilt sehen. Aus gutem Grund.

Lass uns erst mal über die Tabelle sprechen, damit wir das gleiche Verständnis haben. Zahlungen an die EU sind Geldflüsse von GB an die EU. Zahlungen von der EU sind Geldflüsse von der EU an GB. Bezahlt GB nun mehr in die EU, als es heraus bekommt oder profitiert GB davon, dass es mehr von der EU bekommt, als es einzahlt?
Dennoch hat GB in den letzten Jahren neben einigen Extrawürsten wohl auch noch einen British rebate erhalten.
 
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  • #86
Die Bank Morgan Stanley wird 2.000 Mitarbeiter im Investment Banking von London nach Frankfurt oder Dublin umsiedeln:
Solche Nachrichten werden wir wohl noch öfter hören.
 
Wieso? Weil die dann in der EU arbeiten werden? Das tun sie doch jetzt auch schon.
 
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  • #89
Morgan Stanley distanziert sich vom BBC-Bericht:
Morgan Stanley flatly denies reports that it has begun the process of relocation, saying: “The UK’s vote to leave the European Union is a very significant decision which will have a considerable impact, the extent of which will not be known for some time. There will be at least a period of two years before an actual exit takes place, so there will be time to implement any changes required to adjust our business to the new environment.
"Morgan Stanley will continue to monitor developments very closely and will adapt accordingly while prioritising the interests of our clients, our shareholders and our employees.”


Dagegen scheint sich die BBC recht sicher zu sein. Warten wir es ab.
 
vielleicht versteht man nun endlich warum man die Bevölkerung NICHT über Fragen mit weitreichenden Folgen und komplexen Zusammenhängen entscheiden lassen darf.
 
eher RIP EU.
War vielleicht der Anfang vom Ende.
Einen großen Anteil daran hatte dann Merkels Politik.
Interessant. Der alte Dicke hat die EU aufgebaut und sich zwingen lassen die D-Mark abzuschaffen um die Wiedervereinigung durchziehen zu können, sein Zögling Angela zerstört die Union wieder.
 
And i am just sitting here und frage mich, ob ich auch weiterin problemlos Doctor Who sehen kann.... :D
 
Was kann man jetzt eigentlich noch fix günstig aus Großbritannien kaufen?
So mit meinem starken Euro. :cool:
 
Bitter, wenn man sich anschaut, wer hier für den Brexit gestimmt hat. Die, die von dieser zukunftsbestimmenden Entscheidung am wenigsten betroffen sind, die Alten.
 
Es ist tatsächlich bitter, man sollte sich das Folgende mal durchlesen und sich darüber Gedanken machen.

Secondly, the younger generation has lost the right to live and work in 27 other countries. We will never know the full extent of the lost opportunities, friendships, marriages and experiences we will be denied. Freedom of movement was taken away by our parents, uncles, and grandparents in a parting blow to a generation that was already drowning in the debts of our predecessors.
 
Autonomie?

Frag mal die Norweger! Die sind kein EU-Mitglied und zu nichts verpflichtet, setzen aber dennoch durchschnittlich jeden Tag eine EU-Verordnung um, weil es den Handel erleichtert.

Richtig, die Regelungen, die positiv für Norwegen sind, übernehmen sie. Sie sind aber eben nicht an Vorgaben gebunden, die schlecht für Norwegen sind. Auch GB kann bestimmte Richtlinien und Vorgaben der EU beibehalten/ übernehmen/ umsetzen, eben die, die ihnen gefallen. Trotzdem müssen sie künftig keine Vorgaben mehr umsetzen, die für GB negativ ausfallen. GB war eines der Länder, die mit die EU getragen haben, genauso wie Deutschland eines dieser Länder ist. Das ist ja eine der Ideen der EU, dass strukturärmere durch sturkturstärkere Länder unterstützt werden. Das bedeutet für die strukturschwächeren Länder, dass sie unterstützt (weniger belastet) werden und für die strukturstärkeren, dass sie mehr belastet werden. Diese zusätzliche Last, die GB im Rahmen der EU tragen sollte, entfällt nun aber auch.
Oder wie cokeZ schon sagte:

@KaPiTN: Sind aber halt nicht verpflichtet dies zu tun ;)

Sollten sich die Bürger von GB gegen die EU entscheiden, wird es auf jeden Fall große Auswirkungen haben.
Das steht noch aus. Oh jaa, für die Finanzbosse, Bänker und Politiker. Für die Großen hat es Auswirkungen, da geht es um Milliarden. Aber was betrifft dich der EU Austritt GBs? Vermutlich wirst du davon dauerhaft nichts zu spüren bekommen. Gut, vielleicht musst du demnächst ein bisschen mehr bezahlen, wenn du dir Waren aus dem Königreich importierst.. Wie häufig machst du das noch gleich? Und würden dir 2-3% Preisaufschlag auffallen?

Auf welches Argument von virtus soll ich beispielsweise eingehen? Da kam nur mehr Autonomie, was für GB weniger Einfluss in relevanten Fragen bedeutet
Ja, warte, mehr Autonomie bedeutet weniger Einfluss? Du meinst also, dass die Briten nicht mehr bei Handelsbestimmungen der EU mitwirken können? Dazu gibt es das Zollsystem. Das funktioniert übrigens auch ohne die EU. Außerdem kann GB auch bei einem EU-Austritt in der Handelsunion verbleiben.

Ich bin für den Brexit, weil dann
Deutschland größeren Einfluß in der EU hat.
Dazu fallen mir spontan zwei Dinge ein:
- Lass uns ein neues Großdeutsches Reich.. :rolleyes:
- Ich weiß nicht, ob ein größerer Einfluss Deutschlands positive Auswirkungen auf Deutschland und die EU hat. Solange eine derart inkompetente Regierung an der Macht ist, sollte Deutschland eigentlich jegliche innen- wie außenpolitische Mündigkeit aberkannt werden.

Die Britten sollen sich aus dem Staub machen, solange sie noch können.
Wir übrigens Ebenfalls.
Merkel bleibt wenn es sein muss als letzte in der EU. Der Kapitän sinkt mit seinem Schiff.

Deutschland könnte, zusammen mit Frankreich, eine bessere Politik für Europa machen.
Das klingt optimistisch, aber was ist denn eine objektiv bessere Politik für Europa?
Die Flüchtlingspolitik ist im Hinblick auf die innere Sicherheit sicherlich keine bessere Politik und die Flüchtlingspolitik wird maßgeblich durch Deutschland und allen voran Frau Merkel getragen. Auch ob die Flüchtlingspolitik positive wirtschaftliche Aspekte hat, ist noch nicht gesagt. Zumindest Kurz- und Mittelfristig ist sie ein Mrd. Euro Grab. Ob sie sich langfristig lohnt, steht in den Sternen. Da kannst du dich nur nach den Aussagen der Experten richten, die uns ungefähr alle 10 Jahre in eine Finanzkrise führen und entschuldige, wenn diese selbsternannten Experten nicht mal auf 10 Jahre hoch rechnen können, wie wollen sie das dann für 30-40 oder noch mehr Jahre machen?
Und die Flüchtlingspolitik ist nur einer von vielen Aspekten. Wir könnten auch noch Vorratsdatenspeicherung, TTIP, CETA, ACTA, etc pp anführen, hinter all diesen Dingen steht Frau Merkel ebenfalls und ob das wirklich Dinge sind, die gut für Europa sind, wage ich mal ganz stark zu bezweifeln.

Ob Großbritannien diese Abstimmung überleben wird, weiß ich nicht.
Polemik, bestimmt verfällt die Insel plötzlich ins Mittelalter, wird von Pest und Cholera regiert, ein Komet schlägt in GB ein und danach versinkt die ganze Insel im Meer - und das alles einzig wegen dem EU Austritt!

Klar, nur ich sehe das so.
Nein, nicht nur du, sondern auch die Leute, die uns schätzungsweise alle 10 Jahre in eine Finanzkrise führen. Die so zukunftssichere Entscheidungen und Aussagen treffen. Die ungefähr 1 Tag in die Zukunft planen können, bestenfalls. Das sind auf jeden Fall alles Experten auf ihrem Gebiet und die haben bestimmt auch die Expertise die Folgen eines EU-Austritts von GB abzusehen.

Und so weiter und so fort. Der Pfund ist ja jetzt schon abgestürzt.
Und was hast du davon bisher gespürt? Sind deine Mrd Aktien plötzlich wertloses (digitales) Papier geworden?
Das betrifft zu aller erst erst mal nur die Eliten und die dem Durchschnittsbürger mal herzlich egal.
 
Das wird auch mit der Flüchtlingspolitik jetzt lustig, denn ich bin mir sicher, dass Merkels "Wir schaffen das!" der Sargnagel war, der dem Brexit die Stimmen zur Mehrheit gebracht hat.
Die Engländer werden nun nämlich auf ihrer Insel hocken und alles was über den Eurotunnel oder sonst wie vom europäischen Festland kommt, einfach zurück schicken. Die kratzt sowas nämlich nicht und die werden das durchziehen.
 
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