Brexit - Should I stay or should I go now?

Re: Should I stay or should I go now?

Irrtum.
Ein Staat ohne Hoheitsgebiet ist keiner.
Missverständis, nicht Irrtum.

Natürlich ist das eigene Staatsgbiet wichtig, mir ging es eher darum, dass in Europa kein Krieg mehr um das Kohlevorkommen im Elsas geführt wird.
Es wird einfach die Kohle von den Franzosen gekauft.

Gleiches Gilt für ÖL in Nahost:
Die Usa haben den Irak nicht besetzt um das Öl zu annektieren.
Die kaufen es immer noch ein.

Die Schäden entstehen ja in einem fremden Staat.
Darauf wollte ich ja hinaus.
Es bleibt bei denen, es nicht unser.
Keine Landnahme, Warenannahme.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Doch, weil mit der Vereinigung die Regeln des Nordens auch für den Süden galten.
Das war der Grund warum sie in den krieg gezogen sind.

genau.
Nur ging es Nero nicht ausschließlich um den amerikanischen Bürgerkrieg.
Er formulierte seine Aussage wie immer global und allgemein geltend.
Die heilige neroistische These halt wieder.
Und das war halt falsch.
 
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  • #43
Re: Should I stay or should I go now?

Ja, der amerikanische Bürgerkrieg ist immer die erste geschichtliche Parallele, mit der man das EU-Referendum der Briten vergleichen sollte. Weiter abgeschlagen kommt dann das EU-Referendum der Briten von 1975, bei dem sich 67 Prozent der Wähler für einen Verbleib in der EWG ausgesprochen haben.
Die BBC hat sich die Positionen, aber auch die Befürchtungen und Versprechen von damals angesehen:
Ich verstehe aber immer noch nicht, wie man einem Boris Johnson unterstützen kann, der so einen Dummfug behauptet:
It is absurd we are told that you cannot sell bananas in bunches of more than two or three bananas.
Und dieser Lügner würde bei einem Austritt Großbritanniens auch noch sehr viel mehr Macht erhalten.
 
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Re: Should I stay or should I go now?

So, morgen ist es soweit. Die Briten stimmen ab: Brexit oder Verbleib in der EU. Die Wahllokale haben bis spät Abends offen. Das Ergebnis kommt dann wohl ein paar Tage später.

Es wird spannend.
 
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  • #45
Re: Should I stay or should I go now?

Die erste Prognose von YouGov ist da. 52 Prozent in, 48 Prozent out. Es bleibt also weiter spannend. Morgen um 6 Uhr wissen wir es genauer.

Edit:
Wow, die Wahlbeteiligung soll bei 83 Prozent oder höher liegen.
 
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Re: Should I stay or should I go now?

Es ist wohl durch, die Briten haben mehrheitlich für den Brexit gestimmt. Wobei, eigentlich nicht die Briten, sondern die Engländer. Sowohl in Nordirland als auch in Schottland haben sich die Wähler für ein "Remain" entschieden. Da das Referendum nicht bindend ist, und neben den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen eines Austrittes aus der EU für England, bei einem solchen auch zu befürchten steht dass sich nicht nur die Schotten, sondern auch die Nordiren unabhängig machen beziehungsweise das UK verlassen, könnte ich mir vorstellen dass die britische Regierung alles daran setzen wird das Ergebnis nur als Druckmittel einzusetzen um Zugeständnisse durchzusetzen.

Meine ganz persönliche und satirische Meinung zu dieser Wahl: Herzlichen Glückwunsch, Tommys. Da seid ihr nicht nur zu doof um kurz darüber nachzudenken was eigentlich bei einem Brexit so auf eure Wirtschaft zukommt, sondern auch zu kurzsichtig um darüber nachzudenken was eigentlich von eurem sowieso schon auf den Hund gekommenen Kingdom bleibt, wenn ihr auch noch die Schotten und die Iren verliert. Aber was will man auch von einem Volk erwarten, dass sich für teuer Geld eine Inzest-Familie als Maskottchen hält. In diesem Sinne: Farewell, Great Britain! ;)
 
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  • #47
Re: Should I stay or should I go now?

Ein schwerer Fehler der Britten. Aber sie haben so abgestimmt, dann sollen sie es auch bekommen. Es folgen ein weiteres Referendum der Schotten und jahrelange Verhandlungen mit der EU. Außerdem wird Cameron wohl zurücktreten.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Ich sehe hier mindestens zwei Länder.

brexit.png
 
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  • #49
Re: Should I stay or should I go now?

Nicht nur das, auch demografisch ist Großbritannien geteilt. Die Alten haben dafür gestimmt das zu zerstören, was sie aufgebaut haben, die Jungen waren zum großen Teil für einen Verbleib.
Ob Großbritannien diese Abstimmung überleben wird, weiß ich nicht.
 
Re: Should I stay or should I go now?



Genau, die Briten sind einfach zu doof. Denen fehlt ein Seonendseounli, damit sie die Dinge erkennen, wie sie sein müssen. :m

Kannst ja rübermachen und den Briten erklären, warum sie jetzt scheiße dran sind. Dass sie sich von Merkel & Co nichts mehr diktieren lassen wollen, kannst du ja weglassen. :D

Ich bin ja auch gegen den Brexit, aber es gibt auch Nicht EU Länder, denen es ohne die Mitgliedschaft gut geht: Schweiz und Norwegen. Aber wahrscheinlich sind die auch alle doof.

In UK wird es Gewinner und Verlierer des Brexit geben. Aber sie haben entschieden (sofern es dabei bleibt) und das sollten wir - ja, auch du! - akzeptieren!
 
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  • #51
Re: Should I stay or should I go now?

Aber sie haben entschieden (sofern es dabei bleibt) und das sollten wir - ja, auch du! - akzeptieren!
Was für eine lahme Phrase. Natürlich muss man das akzeptieren, was soll man sonst tun? Sich hinstellen und sagen "Nööö, die sind gar nicht raus aus der EU"?

Aber auch demokratische Entscheidungen können scheiße und dämlich sein. Und nun folgen für Großbritannien jahrelange Verhandlungen mit der EU. Und die hat es nicht eilig.
 
Re: Should I stay or should I go now?



Man muss nicht den Oberschlaubi geben und halb GB als dumm und blöd hinstellen.

Ja, es wird jetzt hart werden für GB und den Rest Europa. Für uns ist das auch nicht gut.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Denen fehlt ein Seonendseounli, damit sie die Dinge erkennen, wie sie sein müssen.
Klar, nur ich sehe das so.
Falls das Vereinigte Königreich (UK) die EU im Jahr 2018 verlassen sollte, würde dies die Exporte des Landes reduzieren und Importe verteuern. Je nach Ausmaß der handelspolitischen Abschottung wäre das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner in UK im Jahr 2030 zwischen 0,6 und 3,0 Prozent geringer als bei einem Verbleib in der EU. Werden die dynamischen Effekte berücksichtigt, die die wirtschaftliche Integration auf das Investitions- und Innovationsverhalten hat, könnten die BIP-Einbußen auf bis zu 14 Prozent steigen.


Als Beispiel führt er den Finanzplatz London an. Mit einem Wertschöpfungsanteil von acht Prozent an der Gesamtwirtschaft kommt der Finanzbranche eine große Bedeutung zu. Alle namhaften US-Banken - sei es Goldman Sachs, JPMorgan, Morgan Stanley oder die Bank of America - haben ihre Europazentralen in London. Noch. "Eine ganze Reihe von Finanzinstituten will raus aus London, wenn es tatsächlich zum Brexit kommt", sagt Petersen. Der Grund: London wäre von der EU und den dortigen Regeln abgeschnitten, daher zögen es die Banken vor, einen Großteil ihrer Aktivitäten künftig von Kontinentaleuropa aus zu steuern.


Übereinstimmend sieht die Mehrheit der Ökonomen mittelfristig vier Nachteile:
[...]
Diese Nachteile würden sich über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren voll entfalten und die Wirtschaftskraft Großbritanniens nachhaltig schmälern.


Im Falle eines Brexit würde die zweitgrößte Volkswirtschaft die Europäische Union verlassen. Die Konsequenzen für die Wirtschaft Großbritanniens wären enorm. Erste Auswirkungen zeigen sich schon jetzt


Einer aktuellen Studie der Confederation of British Industry (CBI) zufolge sind sie alles andere als positiv. Wie die Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag der CBI zeigt, droht Großbritannien in dem Fall bis zum Jahr 2020 der Verlust von 100 Milliarden Pfund Wirtschaftsleistung. Das sind rund fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bis zu 950.000 Jobs seien in Gefahr, sollten sich die Briten für einen EU-Austritt entscheiden.

Das Land könnte in diesem Fall bis ins Jahr 2030 unter großer wirtschaftlicher Unsicherheit leiden, ein "schwerer Schock für die britische Wirtschaft", sagte CBI-Generalsekretärin Carolyn Fairbairn.


Und so weiter und so fort. Der Pfund ist ja jetzt schon abgestürzt.

Dass sie sich von Merkel & Co nichts mehr diktieren lassen wollen, kannst du ja weglassen. :D
Was diktiert Merkel & Co den Briten denn? Und wer ist "& Co"?

Ich bin ja auch gegen den Brexit, aber es gibt auch Nicht EU Länder, denen es ohne die Mitgliedschaft gut geht: Schweiz und Norwegen. Aber wahrscheinlich sind die auch alle doof.
Und die schweizerische wie norwegische Wirtschaft ähnelt der britischen inwiefern? Ganz davon abgesehen dass diese Länder zahlreiche Verträge mit der EU haben, die zumindest stand jetzt die Briten bei einem Ausstieg nicht bekommen würden.

:m

--- [2016-06-24 08:50 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Man muss nicht den Oberschlaubi geben und halb GB als dumm und blöd hinstellen.

Man darf aber.
 
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  • #54
Re: Should I stay or should I go now?

Mit "Merkel muss weg" durchs Land ziehen, aber jetzt ist eine demokratische Entscheidung plötzlich unkritisierbar.
Just Rechtspopulisten things.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Ein Gutes hat das jetzt allerdings: jetzt sollte man schön beobachten können, wohin die rechtspopulistischen Anti-EU-Bewegungen führen können.

Denn das sich GB schnell erholen, und sogar wirtschaftlich verbessern kann (wie von den rechtspopulistischen Brexit-Bewegungen versprochen), sehr ich auch nicht.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Ich bin gespannt ob dies nun einen Dominoeffekt auslösen wird bzw. ob nun andere Mitgliedstaaten ähnliche Referenden abhalten werden, in jedem Land gibt es ja EU-Kritiker/Skeptiker die nur darauf warten.
 
Re: Should I stay or should I go now?



Und wie oft haben sich diese Wirtschaftsökonomen schon geirrt. Die haben nämlich keine Glaskuller, mit der sie die Zukunft voraussagen können.

Vielleicht kommt ja alles anders als man denkt?! Die Zukunft wird es zeigen, wie es überhaupt weitergeht.



Da du anscheinend mich meinst: Schwachsinn. Ich ziehe weder mit Merkel muss weg durchs Land, noch bin ich unkritisch der Entscheidung gegenüber. Aber mach mal... du hältst ja auch alle Briten, die für den Brexit gestimmt haben, für blöd.
 
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  • #58
Re: Should I stay or should I go now?

Cameron tritt gerade zurück.
 
Re: Should I stay or should I go now?

Was ich nun schreibe, ist nur meine rein subjektive Meinung und sind meine persönlichen Gedanken. Da erhebt nichts konkret Anspruch darauf richtig, wahr oder sinnvoll zu sein.


Also...
Ich bin unentschlossen, was ich bezüglich des Brexits fühlen soll. Ich kann die Briten verstehen, halte diese Entscheidung aber dennoch eher für einen Fehler.
Das Konzept EU ist sehr vielschichtig. Einiges ist gut, einiges ist schlecht.
Ein unbestreitbarer Fakt ist, dass die EU (direkt oder indirekt) zur längsten Periode des Friedens auf diesem Kontinent beigetragen hat. Diesen Verdienst, kann man eigentlich nicht hoch genug hängen. Reisefreiheit & Co. sind für uns inzwischen selbstverständlich, auch wenn man nichts als gegeben hinnehmen sollte.
Auch wirtschaftlich (also rein von den Zahlen her) ist die EU ein Gewinn - gerade für Deutschland, aber auch GB wird dies seeehr bald merken.
Andererseits ist die EU ein bürokratisches Monster. Anonym, schwerfällig und anti-demokratisch. Ich brauche niemanden, der mir vorschreibt, wie viel Watt mein Staubsauger haben darf, weil sie sich an "echte" Themen nicht ran trauen.
Und ja...natürlich ist das sehr kurz gefasst, aber machen wir uns nix vor: Genau dieses Bild haben viele Menschen inzwischen von der EU. Die hocken da zu tausenden in irgendwelchen Sitzungen und Räten und beschäftigen sich mit Glühbirnen und Gurken.
Und es ist halt völlig irrelevant, ob das so überhaupt der Realität entspricht. Die EU schafft es schon seit Jahren nicht mehr, die Menschen abzuholen, weil man sich in der eigenen Selbstherrlichkeit so lange gesonnt hat, dass man die Sicht auf die Möglichkeit wie das was nun in GB passiert ist, völlig verloren hat.
Anstatt Probleme wie Flüchtlingskrise, Griechenland und Finzanzchaos zu lösen, passiert....gar nichts. Nichts. Null. Ein Gipfel nach dem anderen, ohne Ergebnis.


Für mich stellt sich die EU-Frage nun wie folgt dar:
Als Wertegemeinschaft souveräner Einzelstaaten und als wirtschaftliche Freihandelszone: Gerne und jederzeit.
Aber als Vorstufe zu den VereinigtenStaatenVonEuropa: Nein Danke.
Zumindest so lange nicht, wie ich die Entscheidungsträger nicht DIREKT wählen kann.


"Offizielle" Ergänzung:

Habe den Threadtitel mal um "Brexit" ergänzt, damit es von außen etwas besser nachzuvollziehen ist, worum es hier geht.
 
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