Biotonne ab 2015 verpflichtend - notwendig oder nur Abzocke?

Ruby

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Da die Biotonne ab 2015 verpflichtend wird, wollte ich fragen, was Ihr davon haltet.

Worin seht Ihr die Vorteile und worin die Nachteile? Wisst Ihr überhaupt, was alles rein darf und was nicht?

Was in die Biotonne rein darf und was nicht, hier nachlesbar:

Wenn es bei euch bereits Biotonnen gibt, werden die regelmäßig abgeholt oder stapelt sich der Biomüll und ergibt es im Sommer gewisse Biotope?

Für meinen Wohnblock gibt es bereits eine Biotonne, die immer rappelnd voll ist, aber nur einmal im Monat abgeholt wird. Im Sommer ist es besonders übel, weil das Zeug darin stinkt, Maden herausgekrochen kommen, es viele Wespen gibt und von den Fliegen ganz zu schweigen. Wenn die Tonne überfüllt ist, fällt auch das eine oder andere daneben oder der Deckel bleibt offen, so dass auch allerlei Viechzeugs von Krähen bis zu Ratten da locker ran kommen.

Ich hoffe, dass unsere Vermietergesellschaft ab 2015 die Dinger zweimal die Woche abholen lässt. Weil es ist echt übel, wenn bei höheren Temperaturen (geht schon bei 18-20 Grad los) der Gestank echt übel ist und das Viechzeugs - auch die kleinen Krabbelviecher - echt ekelig sind.
 
Ich kann mich noch an den Aufklärungsunterricht in der Grundschule erinnern - für die neue Biotonne. Das war irgendwann Ende der 90er. Seither wird sie im Wechsel mit der Restmülltonne alle 2 Wochen abgeholt. Der Geruch ist im Sommer tatsächlich nicht besonders angenehm, daher sollte sie vielleicht nicht gerade unter dem Schlafzimmer stehen. Die Kosten sollten eigentlich nicht steigen, genau wie bei der Papiermülltonne, die es bei uns seit etwa 10 Jahren gibt. Aber natürlich sind die Müllgebühren für klamme Gemeinden immer eine Möglichkeit, den Haushalt zu entspannen.

Mit dem Gelben Sack, der Glastonne (nicht am Haus) und der Möglichkeit der Rückgabe von Pfandflaschen, mit der Papiermülltonne und der Biomülltonne... Eigentlich bleibt im Haushalt für die Restmülltonne nicht mehr viel übrig. So sollte es eigentlich auch sein, damit zumindest die Voraussetzung dafür geschaffen ist, dass möglichst alle Ressourcen bestmöglich verwertet werden können. Leider wird vieles am Ende doch nur verbrannt, aber das könnte sich ja noch ändern.
 
Hmm, bei uns gibt es die Bio-Tonne auch schon ewig, dachte die sei bereits Pflicht. :D
Wie oft sie geleert wird, kann ich nicht sagen, habe aber bisher auch nicht erlebt, dass die ständig überfüllt wäre.
Ab und zu kommt es vor, dass ein Beutel daneben steht.

Ansonsten setzen sich unsere Mülltonnen so zusammen: Papier/Pappe (1x), Gelbe Tonne (1x), Restmüll (2x), Biotonne (1x). Was nicht in der Biotonne landet, aber vllt. dort landen sollte, landet höchstwahrscheinlich eher im Restmüll. :unknown:
 
Bei uns ist die Biotonne auch Pflicht.
Aber die kostet natürlich auch Gebühren.
Es gibt aber Ausnahmen um keine haben zu müssen.
Man muss nur nachweisen, dass man selber kompostiert. Habe also einen Komposter im Garten gestellt, und habe die Biotonne abholen lassen.
Dadurch spare ich im Jahr doppelt so viel Geld wie der Komposter einmalig gekostet hat.
 
Gibt es hier bereits. Aber es gibt Pro Haus eine. Im Haus sind 20 Parteien. Somit reicht die im Leben nicht. Daher benutzt sie keiner.
Im Endeffekt wirft jeder seinen Müll einfach ohne Trennung in die großen Container.

Ich krieg meine Bude eh gerade so müllfrei gehalten. Wenn ich noch anfangen müsste, den Kram nervig und mühselig zu sortieren, würde es hier total schlimm aussehen, weil da so gar keinen Bock oder Zeit zu hätte.

Passt also so, wie es ist.
 
ZU sortieren gibt es nicht viel. Dank Papier- und Gelber Tonne habe ich eine 60Liter-Restmülltonne die alle 4 Wochen geleert wird.
Wäre ich in einem Mietshaus wo so Leute wohnen die sogar Babywindeln in die gelbe Tonne versenken, würde ich mir das Müll trennen auch ganz schnell wieder abgewöhnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe vor Jahren im Sommer Granat gepult und den Müll in die Biotonne geworfen, nach 3 Tagen hat die Tonne gelebt :D

Danach habe ich für solche Sachen immer Papiertüten benutzt, können auch problemlos in die Tonne rein.
 
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  • #8
Wegen der Papiertüten wird sich die Natur freuen, weil die müssen ja auch erst hergestellt werden.

Na ja und ob lebender Biomüll noch verwertet werden kann, keine Ahnung.
 
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  • #11
Obs dem Viechzeuch in dem Biomüll wirklich egal ist, wer weiß :D
 
Na ja und ob lebender Biomüll noch verwertet werden kann, keine Ahnung.

Naja, zum Beispiel Biogas-Anlagen wären ein Favorit für den Biomüll. Verbrennen wäre wohl eine Idee aber ich denke mal eher das es in Richtung Biogas herauslaufen soll/wird. Bin nur nicht sicher in wie weit das noch getrennt werden kann, wenn überhaupt möglich.. :unknown:
 
Ich finde den Biomüll recht sinnvoll. Wem der vergammelt, dem vergammelt auch der Restmüll ;)

Mein Vater hat so ne kleine "Tischmülltonne" zu Hause, in die Bio-Abfälle rein kommen. Die fasst ~2-3l und muss dementsprechend oft rausgebracht werden. Da er in das Teil so kleine Biomülltüten (ja, das gibt's, ist aus PLA) macht, gab es da noch nie Probleme mit irgendwelchen Viechern.
 
Da die Biotonne ab 2015 verpflichtend wird, wollte ich fragen, was Ihr davon haltet.
Müllwirtschaft ist auch Wirtschaft und da geht es immer ums liebe Geld. Mülltrennung durch Haushalte ist in der heutigen Zeit ein vollkommen unsinniger Kostenfaktor mit nahezu vernachlässigbarem Nutzen.

Innerhalb von Deutschland ist mir eine Mülltrennungsanlage bekannt, zu der wird der getrennte Müll gefahren und zusammen gekippt, um ihn anschließend durch die Anlage wieder trennen zu lassen. Die Anlage ist dabei äußerst sparsam und trennt Müll wesentlich besser, als das manuell möglich wäre.
Einziger Nachteil: Der Gewinn der Abfallindustrie, den man durch klassische Haushaltsmülltrennung erwirtschaften kann, kann von der Anlage nicht erreicht werden.
Das ist auch mitunter ein Grund, warum man nicht überall Anlagen dieses Typs baut. Lieber lässt man die Leute mehr schlecht als recht Müll trennen und macht auf Kosten der Umwelt ein Vermögen, als auf professionelle, automatisierte Mülltrennung zu setzen und dafür geringere Gewinne zu erwirtschaften.
Das ist absolut traurig und lässt mich mit ganz anderen Augen auf Mülltrennung blicken.

Zu der Bio-Tonne: Das Thema wurde hier afaik bereits schon mal besprochen, mit einem ähnlichen Problem, damals meinte ein Nutzer, man solle ... in die Tonne schütten. Ich glaube Kalk, aber sicher bin ich mir nicht mehr.
 
Also ich finde es gut. Wenn ich mir überlege wie viel Biomüll ich produziere den ich dann in den Restmüll kippen muss. Eigentlich bleibt nach der Biotonne wohl fast nichts mehr für mich für den Restmüll über. Anderes kommt ja eh schon zum Papier oder gelben Sack. Bei uns wird die (ab 2015) auch jede Woche geleert. Das ganze macht natürlich nur Sinn wenn dabei auch sinnvoll weiter verfahren wird. Mein Restmüll besteht auf jeden Fall meist zu 60% oder mehr aus Bioabfällen....
 
Ich hab den Vermieter neulich gefragt, wo die Tonne hinkommt und er meinte "Biotonne? Pflicht? Nix gehört" :D
Dachgeschoss gehört auch seit 2012 gedämmt, nix, und noch was "gesetzliches", was mir eben entfallen ist.

Ehrlich gesagt, ist es mir recht so, weil die Tonne nur in den Hausflur oder Keller könnte (wohne in der Innenstadt, da is nix mit Platz für Tonnen) und den Gestank brauch ich nicht auch noch :rolleyes:
Vielleicht müssen wir uns den ja aufn Balkon stellen?

Aber hey, ich freu mich, dass ich ab sofort alles Plastik und Aluzeugs in den gelben Sack tun darf... hab das noch nie verstanden, warum ein Plastikröhrchen ohne grünen Punkt kein GelberSackMüll ist :unknown:

P.S Bei mir bliebe auch kein Restmüll mehr über. Irgendwie ist das eh schon alles getrennt.
 
Im Gegensatz zur Normalen Restmülltonne finde ich eine Bio Tonne wirklich wichtig.

Zumal man oftmals Unterscheiden muss, denn in vielen Kommunen wird das Thema anderst gelöst.
Viele haben z.b. eine Gelde Tonne (für Kunststoff) und andere haben Gelbe Säcke, die manchmal Kostenlos sind und an anderen orten wieder Geld kosten.

Meine Meinung nach ist die Restmülltonne Absolut Überflüssig, da ich keinerlei Abfall habe, welchen ich in diese Tonne packen könnte.

In meinem Haushalt fällt kein Müll für eine Restmülltonne an, und alles andere wird doch Bestehende Tonnen / Säcke Abgedeckt.
 
Man müßte mal beim beauftragten Entsorgungsbetreiber nachfragen, wo er kompostieren läßt. Die nächste Verbrennungsanlage kenne ich, die ist auch schwer zu übersehen. Wo hier eine Kompostierungsanlage ist, kann ich per Internet nicht herausfinden.
Nicht ist ärgerlicher, als eine thermische Verwertung, nachdem man so toll getrennt hat, was ja bei der gelbe Tonne bereits vorkommt.
 
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