H
hasennase
Guest
@TheHSA
Es ist völlig unerheblich, ob Janukowitsch noch rechtmäßiger Präsident der Ukraine ist nach dem ukrainischen Verfassungsrecht. Denn hier greift der sogenannte Effektivitätsgrundsatz - das heißt, völkerrechtlich kommt es darauf an, ob die neue Regierung effektiv Herrschaftsgewalt in der Ukraine ausübt. Das heißt, selbst wenn der Umsturz verfassungswidrig war, dann sind wir doch zumindest jetzt an einem Punkt, an dem die neue Regierung eindeutig die Ukraine nach außen vertritt. Das ist bestimmt nicht Janukowitsch, der sich außer Landes befindet. Dementsprechend kann ein abgesetzter Präsident, niemals einen befreundeten Staat einladen, dieses Land zu besetzen, um ihn wieder als rechtmäßigen Herrscher zu installieren.
Pro. Jasper Finke Bucerius Law School - Hochschule für Rechtswissenschaft in Hamburg. Schwerpunkt Völker- und Europarecht sowie Öffentliches Recht und Staatstheorie.
Die Absprache vom 21. Februar hatte vorgesehen, dass das ukrainische Parlament, Werhowna Rada den Inhalt des Staatsverfassung von 2004 als neue Verfassung bestätigen sollte. Die Bedingungen des Agreements waren, dass damals noch Präsident Janukowitsch eine entsprechende Gesetzesänderung binnen 24 Stunden öffentlich bekannt geben und dafür Sorge tragen musste, dass die Gewalt (auf dem Maidan-Platz in Kiew) beendet wird. Doch Janukowitsch wollte seine Pflichten nicht erfüllen. Statt dessen hatte er seine Beute eingepackt und ist aus der Ukraine geflüchtet.
@Endstille
stell eine sachliche frage oder halt dich geschlossen.
Nach seiner Flucht aus der Ukraine hatte sich sogar Janukowitsch´ eigene Fraktion, die Partei der Regionen, gegen ihn gestellt indem die Parteifreunde ihn im Parlament entmachteten und die neue (Übergangs)-regierung unterstützten. Die neue Regierung wurde von dem demokratisch gewählten Parlament bestätigt, dafür stimmten 371 Abgeordnete. Die Abstimmung bedeutete, dass 82 Prozent der Abgeordneten der Werhowna Rada für die neue Regierung waren.
ich fände es unerträglich wenn wieder in einem hinterzimmer 2 großmächte beschließen was für eine verfassung ein land haben darf oder soll oder ob isch eine großmacht bedienen darf und teile annektiert sofern es bereit ist einen preis zu zahlen. das ist ist leider putin denke.
Es ist völlig unerheblich, ob Janukowitsch noch rechtmäßiger Präsident der Ukraine ist nach dem ukrainischen Verfassungsrecht. Denn hier greift der sogenannte Effektivitätsgrundsatz - das heißt, völkerrechtlich kommt es darauf an, ob die neue Regierung effektiv Herrschaftsgewalt in der Ukraine ausübt. Das heißt, selbst wenn der Umsturz verfassungswidrig war, dann sind wir doch zumindest jetzt an einem Punkt, an dem die neue Regierung eindeutig die Ukraine nach außen vertritt. Das ist bestimmt nicht Janukowitsch, der sich außer Landes befindet. Dementsprechend kann ein abgesetzter Präsident, niemals einen befreundeten Staat einladen, dieses Land zu besetzen, um ihn wieder als rechtmäßigen Herrscher zu installieren.
Pro. Jasper Finke Bucerius Law School - Hochschule für Rechtswissenschaft in Hamburg. Schwerpunkt Völker- und Europarecht sowie Öffentliches Recht und Staatstheorie.
Die Absprache vom 21. Februar hatte vorgesehen, dass das ukrainische Parlament, Werhowna Rada den Inhalt des Staatsverfassung von 2004 als neue Verfassung bestätigen sollte. Die Bedingungen des Agreements waren, dass damals noch Präsident Janukowitsch eine entsprechende Gesetzesänderung binnen 24 Stunden öffentlich bekannt geben und dafür Sorge tragen musste, dass die Gewalt (auf dem Maidan-Platz in Kiew) beendet wird. Doch Janukowitsch wollte seine Pflichten nicht erfüllen. Statt dessen hatte er seine Beute eingepackt und ist aus der Ukraine geflüchtet.
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@Endstille
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Nach seiner Flucht aus der Ukraine hatte sich sogar Janukowitsch´ eigene Fraktion, die Partei der Regionen, gegen ihn gestellt indem die Parteifreunde ihn im Parlament entmachteten und die neue (Übergangs)-regierung unterstützten. Die neue Regierung wurde von dem demokratisch gewählten Parlament bestätigt, dafür stimmten 371 Abgeordnete. Die Abstimmung bedeutete, dass 82 Prozent der Abgeordneten der Werhowna Rada für die neue Regierung waren.
ich fände es unerträglich wenn wieder in einem hinterzimmer 2 großmächte beschließen was für eine verfassung ein land haben darf oder soll oder ob isch eine großmacht bedienen darf und teile annektiert sofern es bereit ist einen preis zu zahlen. das ist ist leider putin denke.




Der Prof sagt ja - der Umsturz war verfassungswidrig. Man kann sich nicht die Teile in einer Verfassung rauspicken, die man einhalten muss und welche, die man nicht einhalten muss. Entweder halten sich alle an die Regeln, oder keiner.
Und nur darum gehts. Theoretisch wären so viele Aktionen so vieler Gruppen oder Staaten illegal. Praktische Konsequenzen müssen sie aber nicht durch die Verletzung theoretischer Verträge fürchten.