Was genau unterscheidet aber ein Schwein von einem Menschen?
die frage ist trivial zu beantworten, aber das hast du wahrscheinlich nicht gemeint.. wenn du mit biologie argumentierst, kann ich genausogut mit physik argumentieren - alles besteht aus protonen, neutronen und elektronen und deswegen dürfen gewisse ansammlungen von elementarteilchen andere ansammlungen von elementarteilchen nicht essen?
ansonsten - ich weiß nicht ob du es bemerkt hast - unterscheidet sich der mensch vom schwein durch philosophie, kunst, musik, raumfahrt und die fähigkeit, den verdammten planeten irgendwann vor einem katastrophalen asteroideneinschlag zu retten, der übrigens auch die schweine ausmerzen würde! und im übrigen erfreut sich ein schwein am suhlen in der eigenen scheiße wie sich jede zimmerpflanze an sonnenlcht erfreut.. wenn du schon anfängst, alle möglichen tiere zu antropomorphisieren, kannst du doch nicht vor pflanzen halt machen!?
Grundsätzlich falsch halte ich es nicht, aber ich halte es für falsch die Industrie nur im Ansatz zu verteidigen, zu rechtfertigen oder zu unterstützen, indem man einfach ganz 'normal' konsumiert. Ich akzeptiere es, wenn Menschen Fleisch essen und essen möchten, es geht mir wie schon so oft erwähnt um den nicht zu verachtenden Faktor des Wies.
das finde ich auch grundsätzlich in ordnung, angesichts der bereits erwähnten "unvernünftigen" prioritätenliste.. objektiv gesehen priorisiert man dadurch aber tierschutz vor menschenschutz, wenn man als veganer nicht genauso rigoros gegen die menschenausbeuter-industrie vorgeht, sondern "ganz normal" seine iphones, nikes & co. konsumiert - die allerwenigsten sind wirklich derart konsequent (und müssten eigentlich als einsiedler irgendwo in den bergen mit eigenem garten leben

), daher sehe ich hier als motivation in erster linie sentimentalität und das "gute gefühl" von aktionismus (was letztlich eine völlig egoistische motivation ist).. mag sein, dass es ausnahmen gibt, aber zumindest die große mehrheit der veganer (vor allem die jüngeren) macht auf mich genau diesen eindruck..
Es geht nicht nur um die Haltung, es geht genauso um den Schlachtungsprozess und die Veränderungen an Genpools bereits über viele Jahre hinweg. Es sind schon jede Menge Unterarten ausgestorben und neue wurden geschaffen, eben nur für eine effektivere Fleischproduktion. Nur "Haltung" würde sich doch etwas zu harmlos anhören.
klar, darüber kann man immer diskutieren - umwelt- und artenschutz sind langfristig natürlich vernünftig, aber seit wann sind politische entscheidungen vernunftgesteuert?

andererseits führte die wissenschaftliche und technologische entwicklung im agrarbereich (d.h. spezielle züchtungen und massenproduktion) erst zu dem jetzigen status quo, dass kein mensch auf der welt hungern
müsste (dass das nicht der realität entspricht, ist wieder eine sache der politik).. der mensch hat als gesellschaft bereits die wahl getroffen, diesen planeten zu beherrschen und sich (z.b. in der population) nicht einzuschränken - das hat zwangsläufig eine umgestaltung des planeten zur folge (nahrungsproduktion ist nur eine komponente davon), was natürlich mit vernunft passieren muss, aber immer mit dem wohl des menschen an vorderster stelle..
Bäume sind übrigens keine Tiere
und verdienen deshalb keinen schutz? - es sind ebenfalls lebewesen, die leben wollen, und in die man sich hineinversetzen kann (s.o.), oder?

außerdem gibt es auch eine menge grenzfälle zwischen "tier" und "pflanze" zu berücksichtigen (korallen?), daher ist eine grundsätzliche abgrenzung willkürlich und unvernünftig..
@alter_Bekannter: das mit den papieren ist nur bedingt richtig, denn grundrechte gelten zwangsläufig immer (d.h. bedingungslos) für jeden menschen, sowohl für den illegalen flüchtling ohne papiere, als auch für einen straftäter, und werden nur gegenüber den grundrechten anderer menschen eingeschränkt.. aber das nur am rande..