[Sonstiges] Offenbar Schüsse im Münchner Olympia-Einkaufszentrum

Im Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) sollen Schüsse gefallen sein. Augenzeugen berichten von Toten und Verletzten, offiziell wurde dies jedoch nicht bestätigt.

Die Einsatzkräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Angeblich soll der Täter noch im Gebäude sein, die Meldungen darüber weichen allerdings voneinander ab. Die Süddeutsche Zeitung berichtet von mehreren Verletzten und beruft sich dabei auf die Polizei.

Nach Angaben der Presseagentur AFP soll es einen Toten und zehn Verletzte geben. Die Hintergründe sind derzeit völlig unklar.



Bild: Gamsbart, cc-by-3.0-de, via Wikipedia
Quellen: ,
 
Naja, vielleicht lebe ich in meiner kleinen Filterbubble, aber das Thema Killerspiele wird imho (außerhalb Bayerns) von den Lesern oder Zuschauern mittlerweile eher belächelt. Die Diskussion sollte seit 10 Jahren bei den meisten durch sein.....
 
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  • #82
Aber das beste sollte wohl sein, sich aus dem Staub zu machen.

Prinzipiell stimmt das wohl, auf der anderen Seite bist Du dann aber - hängt natürlich davon ab, wie weit Du vom Täter entfernt bist - auch möglicherweise ein leichtes Opfer...

Ich persönlich weiß nicht, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde, da ich glücklicherweise noch nie in der Lage war (und es auch keinem Wünsche). Als Außenstehender ist es immer leicht, hier nun irgendwelche Ratschläge zu geben. Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, sind diejenigen, die schön mit der Handykamera die Toten gefilmt haben und die Bilder und Videos direkt ins Netz gestellt haben. So sensationsgeil kann man doch eigentlich gar nicht sein, zumal zu dem Zeitpunkt noch davon auszugehen war, dass drei Täter weiterhin auf der Flucht sind :m
 
Bei den Älteren zieht's aber noch. Die verstehen nur: Ballern und Töten.

Ich gehöre zwar auch schon zu den Älteren, aber ich werde meinem netten, zuverlässigen Mann Uncharted 4 nicht verbieten :T
Auch das Hören von Heavy Metal werden wir nicht einstellen.

Es hat sich in den letzten Jahren zwar relativiert, aber ich vermute, dass das daran liegt, dass von den IS-Kämpfern so was nicht bekannt wurde.
 
Ich persönlich weiß nicht, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde, da ich glücklicherweise noch nie in der Lage war (und es auch keinem Wünsche).

Ich habe mal einen eine geladene Pistole, mit 5 Schuss im Magazin, direkt vorm Bauch gehalten. Wundere mich heute noch wie ruhig er geblieben ist und gebeten hat die Waffe ganz langsam abzulegen.
 
Ich persönlich weiß nicht, wie ich mich in so einer Situation verhalten würde

Das wird wohl niemand wissen. Man kann nur hoffen niemals in eine solche Situation zu kommen.

Als Außenstehender ist es immer leicht, hier nun irgendwelche Ratschläge zu geben.

So ist es. Wenn man selbst betroffen ist wird man wohl anders reagieren. Ich möchte denjenigen sehen, der da ruhig und besonnen handelt.

Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, sind diejenigen, die schön mit der Handykamera die Toten gefilmt haben und die Bilder und Videos direkt ins Netz gestellt haben.

Das ist leider eine traurige Entwicklung. Schau dir nur im Netz die Videos von Unfällen an. Ich weiß auch nicht was solche Menschen dazu treibt so etwas zu filmen.
 
@Lokalrunde: Dann sollen sie auch Pokémon Go verbieten, bevor die Leute anfangen Hunde, Katzen usw. zu jagen :rolleyes:

@Troll: Es war ein Versehen, der sehr übel hätte enden können. Ich hatte die Waffe legal in der Hand und wurde ungünstig abgelenkt.
 
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  • #90
[OT] Würdest Du mir bitte nicht klauen ;) [/OT]

Ich habe ja ehrlich gesagt damit gerechnet, dass die Diskussion über die sogenannten Killerspiele nach so einer Tat wieder losgeht. Obwohl es mittlerweile jedem klar sein sollte (und das sagen ja auch Psychologen), dass das eben keinen Einfluss hat.
 
Das mit dem Einfluss ist so ne Sache.
Was für einen Einfluss virtuelle Gewalt in Filmen oder Spielen auf kranke Menschen hat weiß ich nicht genau.
Kann mir da aber gut einen Einfluss vorstellen (sagen auch einige Psychologen).
Nur, auf kranke Menschen halt.
Und die Amoktat wäre so oder so verübt worden.
Aufgrund eines gewissen Einflusses auf eine extrem kleine Anzahl von kranken Menschen darf es aber auch keine Konsequenzen für die breite Masse geben finde ich.
Zumindest nicht in dem Fall.

Nach solchen Taten ist es zudem womöglich müssig alles verstehen zu wollen und alles nachvollziehen zu wollen (auch wenn das in der Natur des Menschen zu liegen scheint).
Man wird sich (ein Glück) nie in solche kranken Geister reinversetzen können.
 
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  • #92
Keine Frage, dass so etwas auf psychisch kranke Menschen möglicherweise einen ganz anderen Einfluss hat als auf gesunde. Nur wenn es dann keine Killerspiele sind, ist es eben etwas anderes, das diese zusätzlich beeinflussen kann, ein Film, Nachrichten, was auch immer. Und verhindert hätte das die Bluttat in der Tat nicht, insofern ist es in meinen Augen Blödsinn, nun wieder solch eine Diskussion zu starten; dennoch habe ich mit solch einer Nachricht gerechnet. Genau wie bei irgendwelchen Terroranschlägen die Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung in den Vordergrund rückt, sind es bei Amokläufen nun mal die Killerspiele.
 
Dabei war afaik nicht mal die Rede davon, daß der bei dem Täter Spiele gefunden wurden.
 
Keine Frage, dass so etwas auf psychisch kranke Menschen möglicherweise einen ganz anderen Einfluss hat als auf gesunde.

Sorry, wenn das der Fall wäre, wäre ich schon lange selbst Amok gelaufen. Tue ich aber dennoch nicht weil ich selbst im Wahnsinn noch weiß was ich tue, auch wenn manche Handlungen fern von gut und böse sind.

Jeder andere Mensch kann genau so gut durchdrehen, dazu Bedarf es nicht einer Krankheit... und Beweggründe wie Hass auf seine Mitmenschen oder das man sein Leben nicht in den Griff bekommt oder ähnliches sind keine waschechten psychologischen Probleme, sondern können ein soziologisches Problem sein. Also ein Resultat was seine Mitmenschen aus ihm gemacht haben bzw. das der Täter damit so nicht mehr umgehen konnte in/mit seinem Leben und labil war.

Sind Probleme die jeder von uns mal mehr oder weniger kennt eigentlich...
 
Ja, ja, die ph0esen ph0esen Killerspiele und Gewaltvideos... :m

Ich hab irgendwie das Gefühl, das hier einfach nur de Maizières Beißreflex zugeschlagen hat, als ob er 2 Minuten den Erklärungen der Polizei zugehört hat und dabei einfach nur zu den passenden Stichworten Schalter im Kopf umgelegt werden, wo er dann irgendwelche Standardschwafeln von sich lässt.

Genauso wie sein letztes öffentliches Statement heute Abend bei n-tv

+++ 20:30 De Maizière will mehr Videoüberwachung +++
Innenminister Thomas de Maizière fordert mehr Videoüberwachung im öffentlichen Raum. DieTäter würden intelligenter, "deshalb brauchen wir mehr Polizei" und "intelligentere Technik", sagt er bei n-tv. Zugleich beklagt er, dass das gesellschaftliche Klima rauer werde. Mit letzter Sicherheit ließen sich Anschläge und Terrorläufe nicht verhindern.


Wessen Bullshit-Bingo ist schon voll?
 
Na, bei der Videoüberwachung hat er aber eindeutig Recht. Da war ja die Ausbeute diesmal echt mager, und nicht mal von Überwachungskameras, sondern von Handies.

Das war bei der EM viel besser, da konnte man im Internet selber bestimmen, aus welcher Perspektive man das Geschehen verfolgen mochte.
 
Das mit dem Einfluss ist so ne Sache.
Der zum Glück seit Jahren sehr gut untersucht wird - weswegen dieses Argument aus der Versenke zu hohlen einfach schwachsinnig ist.
Es ist genau wie Rock'n'Roll verdirbt unsere Jugend...

Was für einen Einfluss virtuelle Gewalt in Filmen oder Spielen auf kranke Menschen hat weiß ich nicht genau.
Leider kann ich dir spontan keine Quelle nennen, es gab allerdings mal eine Untersuchung zur psychischen Belastung von Drohnenpiloten.
Die sehen ihre "taten" ja auch nur auf dem Bildschirm - das hat eine Ähnliche Optik wie Hubschrauber/Flugzeug Missionen moderner Shooter.


Das Ergebnis war:
Wenn das Gehirn "weiß" das real/fiction ist, reagiert es entsprechend darauf.
Das Stresslevel von Drohnenpiloten während tötungseinsätzen ist ähnlich dem von normalen Piloten.
Während es bei Computerspielen sich nicht von anderen Spielen unterscheidet.
COD und BF werden im Kopf ausgewertet wie NFS und Pokemon.
Trotz Geballer

Das Gehirn kann also Fiktion und Realität auch über Computerbildschirm auseinander halten - auch der Realismus moderner Spiele ändert daran nix.

Kann mir da aber gut einen Einfluss vorstellen (sagen auch einige Psychologen).
Nur, auf kranke Menschen halt.
Halte ich persönlich für unwahrscheinlich.
Also, nicht den Einfluss, sondern das der Einfluss eine gravierende Rolle spielt.


Und die Amoktat wäre so oder so verübt worden.
Das ist der springende Punkt.
Jemand der so drauf ist, sucht effektiv nach einem Ventil.
Er wird sich vermehrt Shooter Suchen zum spielen.
Da diese Shooter eben keine Befriedigung bringen wird er woanders hin ziehen.
Es ist nicht so, dass ihm die Shooter auf das nächste Level befördern (Einstiegsdroge)

Es ist eher so, dass es ein Punkt auf der "probier ich aus" Liste ist, der allerdings nichts bringt.

Das ist das gleiche wie mit TorturePorn.
Solange du weißt, dass es gestellt ist, bringt es dir keine Befriedigung.
Nach solchen Taten ist es zudem womöglich müssig alles verstehen zu wollen und alles nachvollziehen zu wollen (auch wenn das in der Natur des Menschen zu liegen scheint).
Man wird sich (ein Glück) nie in solche kranken Geister reinversetzen können.
Die Psychologen machen grade auf diesem Gebiet massive Fortschritte.
Nach heutigem Kenntnisstand muss eine Vorbelastung vorhanden sein.

Einfach ausgedrückt:
Man sucht nach einer Form von Befriedigung, die man durch fiktive Werke nicht bekommt.
Es herrscht eine innere Abstumpfung, die es verhindert ein normales Level an Glück bzw. Unglück zu empfinden.
Es müssen also starke Impulse her, um den gewünschten Effekt zu haben - welche zu starken Taten führen.

Meist ausgelöst durch irgend eine Art Trauma.
Grade der Bezug zu Mobbing ist interessant.
Echtes Mobbing (nicht das was heute alles als Mobbing bezeichnet wird :rolleyes: )
Sorgt eben für jenes Abstumpfen - es ist eine Art Schutzmechanismus. (Abhärtung = Abstumpfung)
Dieses führt allerdings zu eine Reizunterforderung - was eine Art Suchtverhalten in Gang setzt.

Während es mir reicht dumme Menschen im Internet zu beleidigen brauchen die Eben härteren Stoff.
Welchen den man Fiktional nicht bekommt.


Zu dem Thema Psychopathen empfehle ich die beiden Bücher von Lydia Benecke.

Die ist hauptberuflich Therapeutin von eben solchen Menschen.
Die Bücher sind zwar eher Populär geschrieben, basieren jedoch fundiertem Fachwissen.
Sie sind ein wesentlich angenehmerer Einstieg, als sich durch Facharbeiten und Aufsätze zu quälen.
(Psychologen können einfach nicht gut schreiben #isso)


p.S.
Nicht direkt an Dich gerichtet:
Du hast halt nur grade den perfekten Aufhänger für das Thema geliefert. ;)
 
Sorry, wenn das der Fall wäre, wäre ich schon lange selbst Amok gelaufen. Tue ich aber dennoch nicht weil ich selbst im Wahnsinn noch weiß was ich tue, auch wenn manche Handlungen fern von gut und böse sind...

dir ist sicher bewusst, dass es unterschiedliche psychische Erkrankungen gibt und ich keinesfalls gemeint habe das jeder psychisch kranke durch virtuelle Gewalt zum Killer wird.
Ich meinte einfach nur, der Einfluss virtueller Gewalt auf Menschen mit gewissen Krankheitsbildern ist sicher größer/schädlicher als auf "gesunde" Menschen.

Eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr posten da es mir widerstrebt in solch einem Zusammenhang überhaupt wieder über sowas zu sprechen, das überlasse ich lieber unserem "kompetenten" Innenminister.
Allerdings musste ich das klarstellen.

@seedy
das mit dem "Nachvollziehen" bezog ich eher auf den normalen Durchschnittsmenschen.
 


Genau Seedy, das meinte ich eigentlich auch, nur nicht so wissenschaftlich fundiert erklärt - der Mensch kam auf gut Deutsch nicht mehr mit seinem Leben in dieser Form klar und hat dann ein, das letzte für ihn scheinbar mögliche, Druckventil gesucht um seinem "Frust/Hass" Luft zu machen. Anders kann ich es mir nicht vorstellen wie man sonst zu so einer Handlung fähig wäre.

Aber die Schuld nicht allein beim Täter zu suchen ist auch verdammt ungemütlich - aber eines folgt dem anderen und als Mensch lebt man ja innerlich nicht isoliert auf einer einsamen Insel - also komplett ohne Faktoren von außen.

Damit will ich das aber nicht schön reden, ich will nur aufzeigen das es für manch "arme Seele" Beweggründe gibt die ganz "Menschlich" und logisch nachvollziehbar sind, nur das jeder Mensch anders damit umgeht, auch nicht sonderlich rational wie wir es kennen und auch anderes darauf reagiert - auch wenn wir zu 80% einem festen Schema folgen, sonst könnten Psychologen nicht ihren Job machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
War aber mehr oder minder klar, dass sowas jetzt kommen musste. Irgendwas muss man ja "verbessern" können um sowas in Zukunft zu vermeiden. Waffe war eh illegal, ja da bleiben dann nur die Computerspiele.
 
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