Baut Volkswagen wirklich die besten Autos?

Nur hat Pablo Escobar Menschen getötet. VW hat bei Abgasnormen beschissen. Kein Grund, dass tausende Menschen arbeitslos werden und die gesamte Deutsche wirtschaft leiden sollte.
 
Klar. Und genau deswegen finde ich den Vergleich auch unpassend. Sicher sollte der Konzern dafür bezahlen. Nur nicht so, dass das langfristig Arbeitsplätze kostet.
 
Das Problem ist, dass solche Konzerne derartige Verluste auf den Arbeitnehmer abwälzen. Sei es in Form von "betriebsbedingten" Kündigungen oder Lohnkürzungen. loopzone hat es imho treffend beschrieben: Sobald ein Konzern zu groß wird, passieren die unmenschlichsten Dinge.
 
Ist halt die Frage, wer wusste Bescheid von dem Beschiss und wen kann ich da zur Rechenschaft ziehen? Das kannst du halt wohl kaum jemanden nachweisen und nachher zahlt eben der große Konzern für Fehler von einzelnen Leuten die eigentlich die Schuld tragen müssten mit ihrem eigenen Geld und nicht dem Geld des Konzernes.

Ich betreib so ein ähnliches Spielchen wie VW was die Abgasnorm meines Autos angeht. Nur wenns bei mir rauskommt werde ich richtig gef****. Die Anzugsleute verschwinden aus der Öffentlichkeit und entziehen sich einfach mal ihrer Strafe. Aber das ist ja mittlerweile überall so.

Mimimimimi :D
 
Das hätte sich die Konzernführung früher überlgen müssen in solch einem Außmaße zu bescheißen. . Aufkommen muss eh der Steuerzahler, hauptsache kurzfristig Gewinne einfahren :T
 
Sicher sollte der Konzern dafür bezahlen. Nur nicht so, dass das langfristig Arbeitsplätze kostet.

Findest du es nicht etwas eigenartig, dass nun schon darüber spekuliert wird, ob durch diesen Vorfall die gesamte deutsche Industrie in Verruf geraten könnte?

VW ist zu groß. Das spüren die Zulieferer, die Kunden und nun auch die Allgemeinheit. Es ist nicht gesund wenn ein Unternehmen derartig bestimmend wird über Politik und Wirtschaft.
 
Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Wenn ein Unternehmen so gut wirtschaftet, dass es so groß werden kann ist das imho gut so. Die Produkte müssen ja auch entsprechend stimmen, sonst würden sie nicht gekauft werden.

Ich sehe da gerade einen riesen Hype. Klar war das scheiße. Ist aber ja auch nicht so, dass andere Firmen nicht auch ähnliches machen.
 
Dass man sich Messergebnisse aus irgendwelchen Prüfzyklen sonstwohin schieben kann (da nur darauf optimiert wird und auf nichts sonst) ist ja ein offenes Geheimnis. VW hat dem ganzen jetzt halt die Krone aufgesetzt :D
Man ist definitiv einen Schritt zu weit gegangen, die kriminelle Energie bei der Umsetzung kann man einfach nicht leugnen. Schockiert bin ich davon jetzt allerdings nicht, das Verhalten von VW passt sehr gut zu dem sonstigen Auftreten des Konzerns. Ich hatte in meinem beruflichen Leben bisher mehrmals das Vergnügen mit VW zusammenarbeiten zu dürfen, und es ist definitiv mehr als einmal vorgekommen, dass "Augen zuhalten & unter den Tisch kehren" als Problemlösungsstrategie gewählt wurde. :coffee: Ausbaden dürfen sowas in der Regel eben die Kunden, da man es vorzieht, ein Problem gut zu verkaufen anstatt es einfach zu lösen.

Mit Sicherheit machen auch andere Hersteller ähnliche Sachen (ob mit derselben Dreistigkeit sei mal dahingestellt), VW hatte jetzt eben das 'Pech', dass sie als erstes überführt wurden. Ist sehr schade, dass man durch diese Aktion das Ansehen des 'German Engineering' schwächt (wobei... die Umsetzung war ja eigentlich gut :D).
 
Das nennt sich freie Marktwirtschaft. Wenn ein Unternehmen so gut wirtschaftet, dass es so groß werden kann ist das imho gut so. Die Produkte müssen ja auch entsprechend stimmen, sonst würden sie nicht gekauft werden.

Ich sehe da gerade einen riesen Hype. Klar war das scheiße. Ist aber ja auch nicht so, dass andere Firmen nicht auch ähnliches machen.

Ach so, weil andere Firmen auch so handeln, macht es das Verhalten von VW wieder wett?
Und weil freie Marktwrtschaft herrscht, können sich Unternehmen alles erlauben? Interessante Auffassung, die du da hast.
Ich bin der Meinung, dass Firmen eine bestimmte Größe gar nicht erst erreichen und niemals die Macht haben dürfen, die Politik massiv zu beeinflussen wie es z.B. seitens VW hier passiert.
 
Ach so, weil andere Firmen auch so handeln, macht es das Verhalten von VW wieder wett?
Und weil freie Marktwrtschaft herrscht, können sich Unternehmen alles erlauben? Interessante Auffassung, die du da hast.

Das habe ich so nicht geschrieben und du interpretierst das in meine Worte rein.

Ich bin der Meinung, dass Firmen eine bestimmte Größe gar nicht erst erreichen und niemals die Macht haben dürfen, die Politik massiv zu beeinflussen wie es z.B. seitens VW hier passiert.

Ob Unternehmen die Politik beeinflussen hängt erstmal nur sekunder von deren Größe ab. Wenn du Unternehmen vorschreiben willst wie groß sie werden dürfen schwächst du damit den Wirtschaftsstandort Deutschland gewaltig. Nichts was man gerne möchte. VW ist nun mal eines der bedeutensten Unternehmen für Deutschland. Ich sage nicht, dass sie eine Sonderstellung haben sollten, allerdings ist es nicht verwerflich Gewinne zu erwirtschaften und genauso braucht man sich nun nicht dran aufgeilen, dass es einen so großen Konzern getroffen hat. (wie es scheinbar manche machen)
 
Ich geh einfach mal davon aus, dass VW einfach nur die ersten sind, die man erwischt hat. Die anderen Hersteller haben sicherlich auch noch massig Leichen im Keller. Die Einführung von Kleinstwagen um den Schadstoffaußstoß der Flotte zu senken. Merkwürdige Rechnereien um zumindest den angezeigten Spritverbrauch im Boardcomputer zu beschönigen und all so Späßchen.

Das Problem ist halt in diesem speziellen Fall das dieses "Made in Germany" irgendwie leiden wird und wenn da Strafen auf VW zukommen werden, dann werden diese in den Kaufpreis neuer Modelle oder der Entlassung von Mitarbeitern wieder eingepreist. Es gibt also nicht wirlich ein Mittel um so große Konzerne zu bestrafen, die Rahmen aktueller Gesetze anwendbar ist. Die Bundesregierung ja auch von den Machenschaften, aber selbst das führt zu nichts.
 
Ein guter Anfang wäre es schon mal den Winterkorn ohne Abfindung rauszuwerfen. Einen Konzern als Kollektiv zu bestrafen heißt auch immer die Angestellten und Kunden zu bestrafen, das macht imho nicht viel Sinn. Die Entscheidungsträger sollten haften.
 
Und wenn ich mir dann dieses PR geblubber durchlese könnt ich kotzen. "Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen." Deswegen verarscht man die Kunden und setzt die Arbeitsplätze der eigenen Arbeiter und auch die der Auftragsfertiger aufs spiel :T
 
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