Ist das Leben nur eine Illusion?

Vermutlich gibt es sowieso unendlich viele Varianten des Universum und in einigen entwickelt sich aus statistischen Gründen sowas wie menschliches Leben. Vielleicht gibt es auch ganz außergewöhnliche Lebensformen in Universen wo einige Naturkonstanten etwas anders sind und wir sind so 08/15 Kohenstoffbasierend wie im Mülleruniversum nebenan.

Ich finde vielmehr bemerkenswert das *überhaupt* irgendetwas existiert. Warum sollte es sowas geben wie Materie oder Energie? Das ist völlig unbegreiflich. Das, wenn wir voraussetzen, dass etwas existiert, dann auch Menschen existieren, halte ich verglichen damit für eine Nichtigkeit. Aber wo kommt das alles her??
Offensichtlich ist unsere lineare Vorstellung von Zeit oder unsere Vorstellung von Zeit falsch. Genau so wie offenbar unsere Vorstellung von Kausalität nur da existiert wo wir mit den Augen hingucken. Atoma verhalten sich offenbar nicht-kausal.
Aber wie ist das Universum beschaffen wenn solche Grundlegenden Dinge die wir überhaupt zum nachdenken benötigen, offenbar falsch sind??
 


Das mit dem Multiversum ist aber bis jetzt auch nur eine mathematische Spielerei. Das Multiversum hat ja auch einen Raum, indem die Universen entstehen und auch die "Multiversumsblase" hat dann auch sehr wahrscheinlich Naturgesetze und einen Anfang gehabt.

Was ist, wenn alle Universen im Multiversum, genau so sind, wie unseres, weil die Gesetze des MU es so bestimmen?
 
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  • #63
Wenn mein Gehirn die Illusion von Leben erzeugen kann, kann es auch die von Göttern schaffen. Oder die von "Daten". Jede beliebige Illusion eben.
 
Wenn mein Gehirn die Illusion von Leben erzeugen kann, kann es auch die von Göttern schaffen. Oder die von "Daten".
Na das sowieso, eher umgekehrt, wenn es schon Daten erschaffen kann dann vermutlich auch alles andere.

Den Mensch als eine große Besonderheit zu betrachten ist ebenso großer Narzismus wie eine gefestigte Meinung zu einem Gott zu haben. Wir sind viel zu klein und verstehen einen Scheiß.
 


Gegenfrage: Wenn das alles Narzismus ist und wir einen scheiß verstehen, dann ist doch das einzig vernünftige, was wir in unserer Lebenszeit tun können, wenn man sein Leben damit verbringt, eine Antwort zu suchen, die für einen so wahr wie möglich ist. (Gott etc.)

Alles andere ist ignorante Idiotie. Wer weiß, was uns erwartet!?
 
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  • #66
Ich hatte schon mal bemerkt, das Gehirn könne eventuell ausser der Realität noch für uns unverständliche "Dinge" (Objekte, Strukturen und Vorgänge) erschaffen. Unser Gehirn könnte ein Gott sein.
 
Naja was für dich wahr ist oder mich.. das ist ja alles nur eine Umschreibung dafür sich was auszudenken. Im Kern hast du allerdings recht, es muss aber fundamentaler sein als die Erfindung von "oben" und "unten".

Die Forschung behauptet ja, wir würden nur weniger als 30% unserer Hirnkapazität nutzen, wir wären zu mehr in der Lage.
Das ist falsch soweit ich weiß, wir nutzen nur nie viel auf einmal weil das Gehirn versch. Regionen für verschiedene Aufgaben hat.
 
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  • #68
Die 30% sind veraltet. Prinzipiell ändert das aber nichts. Die Frage ist, unabhängig von der Herkunft der Realität, warum erzeugt unser Gehirn so etwas kompliziertes wie einen Nicht-Existierenden-Gott? Ist so eine Illusion nützlich oder notwendig, vielleicht für einen bestimmten Entwicklungsschritt? :unknown:
 
Wäre vielleicht wirklich hilfreich wenn du dich erst ein mal etwas mit der Materie beschäftigen würdest Harley. Es kann durchaus etwas aus dem Nichts entstehen. Siehe z.B. . Das wir uns Wundern wieso es in dem Universum Leben geben kann ist außerdem auch kein Wunder - wer sollte sich denn Wundern wenn es keines geben könnte? Wir können uns nur wundern weil es Leben geben kann. Von einem Gott auszugehen nur weil wir seit ca 5000 bis 10000 Jahren Selbstreflektion betreiben ist doch etwas arg narzisstisch. Immerhin existiert das Universum schon seit ~13,8 milliarden Jahren. Das es etwas davor geben muss ist auch eine sehr menschliche Annahme. Was ist davor wenn es keine Zeit gibt?

Mal drüber nachdenken.
 


Vakuum ist nicht das absolute nichts. Auch in einem Vakuum gibt es Energie, Druck und kleinste Teilchen. Wie du siehst, hab ich mich damit bisschen beschäftigt.
 
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Und wenn das Universum nur etwas wie eine Seifenblase ist?
Sie entsteht und verschwindet auch irgendwann wieder.
Von innerhalb gibt es kein vor und kein danach.
 


Das Problem bleibt ja trotzdem bestehen.

Alles, was einen Anfang hat, hat eine Ursache. Die "Seifenblase" hat irgendwann angefangen zu existieren. Also hat die "Seifenblase" eine Ursache.

Was die Ursache ist, weiß man halt nicht.
 
Die Frage ist, unabhängig von der Herkunft der Realität, warum erzeugt unser Gehirn so etwas kompliziertes wie einen Nicht-Existierenden-Gott? Ist so eine Illusion nützlich oder notwendig,

Ein nicht existenter Gott ist einfacher auszudenken, als ein existierender.

Es gab mal ein Versuch mit Mäusen.
Die sollten einen Schalter drücken, dann gab es essen.
Der Schalter wurde mit einer Zeitverzögerung versehen.
So das die Maus 30 Sekunden Zeit zwischen Ursache:Schalter und Wirkung:Essen hatte.
In der Zeit begannen die Mäuse irgendwas zu machen.
Eine drehte sich z.B. zweimal im Kreis.
Dann wurde die Zeitverzögerung abgeschaltet.
Die Maus drehte sich trotzdem noch zweimal im Kreis.

Ritual, eine überflüssige Handlung, essen gab es auch ohne drehen.

Religion:
Übernatürlicher Placeholder für Ursache, die wir nicht kennen für Wirkung die wir kennen.
Wenn es regnet weinen Engel, weil ich das Konzept der Wolkenbildung noch nicht verstanden habe.
Das Universum wurde von einem Einhorn ausgeschissen, weil ich ich Universumsbildung noch nicht verstanden habe.


Das Hirn hat kaum überflüssige Kapazität, warum auch? Es würde unnütz Energie verbraten.
Wenn es aber freien Speicher haben "sollte", dann hat es ihn mal gebraucht und nun ist nur noch da, weil er nicht stört.

Wie alles in der Evolution, wird überflüssiges nur beibehalten, wenn es nicht stört.
Entwickeln sich aber nur dinge, welche Vorteilhaft sind oder mit vorteilhaften verknüpft.

--- [2015-05-09 13:22 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---



Vakuum ist nicht das absolute nichts. Auch in einem Vakuum gibt es Energie, Druck und kleinste Teilchen. Wie du siehst, hab ich mich damit bisschen beschäftigt.

So sehr, dass du dir selber widersprichst.
Entweder gibt es kein Vakuum oder drin ist nichts.
Außerdem ist Vakuum nicht, nichts. Vakuum ist nur die Abwesenheit von Materie.
Im täglichen Gebrauch ist es sogar nur ein Unterdruck von 1 Bar.

Wenn du dich damit beschäftigst, dann kontrolliere bitte deine Quellen sorgfältiger Axel Stoll ist auch Doktor.
 
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@BurnerR: Die 30% sind veraltet. Prinzipiell ändert das aber nichts. Die Frage ist, unabhängig von der Herkunft der Realität, warum erzeugt unser Gehirn so etwas kompliziertes wie einen Nicht-Existierenden-Gott? Ist so eine Illusion nützlich oder notwendig, vielleicht für einen bestimmten Entwicklungsschritt?
Die Möglichkeit einen Gott vorzustellen basiert auf der Psychologie von Menschen u.a. wie bei den Mäusen um auch komplexere oder nicht verstande Ursache-Wirkung beziehung zu speichern. Die Möglichkeit an einen Gott glauben zu können ist ein Nebenprodukt der Entwicklung unseres Gehirns.

godlike: Sicher das da Energie entsteht? Bin da nicht so firm, ich wüsste aber nicht, dass man davon weiß dass sich die Energiemenge in unserer Existenz vergrößern ließe und erst recht nicht ohne bereits vorhandene Energie.

Etwas aus dem nichts - weiterhin unvorstellbar.
 
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Zum Vakuum. Die Abwesenheit von Materie in einem Raum beschreibt ein Vakuum. Man muss bedenken das es ohne Universum auch gar keinen Raum gab. Dieser entstand ja erst mit dem Big-Bang. In der anfänglichen Singularität sind die uns jetzt bekannten Naturgesetze außerdem nicht mehr gültig. Es lässt sich auch nicht die Frage nach dem davor stellen. Welches davor wenn es keine Zeit gab? ( ) Wir sind hier selber einfach viel zu beschränkt da wir in einem Universum entstanden sind das einer Zeitlilie folgt. Was würde Gott oder ein Schöpfer für einen Sinn machen wenn es einfach kein davor gab?

godlike: Sicher das da Energie entsteht? Bin da nicht so firm, ich wüsste aber nicht, dass man davon weiß dass sich die Energiemenge in unserer Existenz vergrößern ließe und erst recht nicht ohne bereits vorhandene Energie.
Ja, diese Analogie war in der Tat schlecht gewählt. Ich wollte viel mehr darauf hinaus das aus einem Vakuum, also der Abwesenheit von Materie, durchaus auch ohne einen Schöpfer Materie entstehen kann. Virtuelle Teilchen dürfen laut der heisenbergschen Unschärferelation Imho den Energieerhaltungssatz verletzten solange die Summe von Energiemenge und Zeitraum nicht die das Planksche-Wirkungsquantum übersteigt. +

Ich empfehle dazu auch etwas über die Inflationstheorie, Branenkosmologie, Stringtheorie und Schleifenquantengravitation zu lesen. Mit letzterem sieht man evtl eine Chance den Flaschenhals des Urknalls zu überwinden (bei dem ja jede herkömmliche Information verloren ging falls es ein Universum davor gab, also einen Big-Crunch).

Noch mal. Wir sind Menschen, entstanden mit den hier herrschenden Bedingungen. Wir können gar nicht anders als uns um ein davor oder danach Gedanken machen. Das macht trotzdem alles nur Sinn wenn es Zeit gibt. Ohne Zeit oder Raum sind wir doch schon längst überfordert. Ohne Zeit ist ein davor unwichtig, und Raum ein drumherum (also was ist dahinter, darum). Wir gehen das einfach viel zu menschlich an. Es wird Imho nie jemand genau verstehen, auch wenn man so was irgendwann genau physikalisch berechnen und nachvollziehen kann.

:unknown:

Ein Gott oder Schöpfer ist in meinen Augen einfach die billigste Art sich aus der Affäre zu ziehen. Eine einfache Erklärung für alles.
 
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Eins der interessanten Themen überhaupt worüber man philosophieren kann. :)

Welche Frage ich mir immer und immer wieder stelle. Wenn vorher einfach Nichts im Sinne von Garnichts war, was war der Auslöser das aus Garnichts ein Etwas wird. Irgend ein Auslöser MUSS es geben. Aus Nichts an sich kann ja auch nichts entstehen, wie auch?
Es muss irgendwas da draußen geben, welches die Gefüge, ob Zufällig oder Gesteuert gestartet oder irgendwas in Gang gebracht hat.

Was ich mir aber durchaus Vorstellen kann, das wir für wieder anderes Leben einfach Winzig sind. Wie Atome es für uns sind und wir für die "größere" Lebensform einfach niemals zu sehen sind und wir Quasie wie Einzeller in einer Schimmelkultur einfach in einer Ihrer Schimmel leben, oder so. :D

Manchmal ist es schön nicht alles zu Wissen.
 
Wenn vorher einfach Nichts im Sinne von Garnichts war, was war der Auslöser das aus Garnichts ein Etwas wird.
Das ist ja das was ich angesprochen habe. Der Mensch will immer ein Davor. Wenn die Zeit aber erst mit dem Big-Bang entstanden ist kann es kein Davor geben. In wie weit es einen Auslöser ohne Zeit geben kann ist vielleicht einfach unfassbar. Falls es sich wirklich so abgespielt hat.

Wie oben erwähnt gibt es da ja noch viele Theorien. Ein vorhergegangener Big-Crunch, die Erzeugung durch kollidierende mit vierdimensionaler Raumzeit (siehe auch ), ein Quantenvakuum das aus einem Quantentunneleffekt unablässig Universen erschafft... wir sind aber noch sehr weit davon entfernt hier irgendwas gänzlich zu verstehe oder gar nachzuvollziehen. Wie auch? Unser Gehirn ist ja auch nur auf unser Universum ausgelegt.
 
also ich bin in der materie nicht wirklich drin, aber wenn die zeit mit dem big bang entstanden sein soll, hat es davor keine zeit gegeben. keine zeit ist aber stillstand. warum ist bei stillstand plötzlich etwas entstanden? das ergibt für mich keinen sinn.

Was ich mir aber durchaus Vorstellen kann, das wir für wieder anderes Leben einfach Winzig sind. Wie Atome es für uns sind und wir für die "größere" Lebensform einfach niemals zu sehen sind und wir Quasie wie Einzeller in einer Schimmelkultur einfach in einer Ihrer Schimmel leben, oder so.

das habe ich auch schon öfters gedacht beim anschauen von dokus, wo dann das universum in einer animation rausgezoomt wird und man quasi stränge erkennen kann, die zusammenhängende galaxien zeigen.
 
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