GDL Streik die 8.

Die GDL sagt auch, dass sie nur für die eigenen Mitglieder verhandelt, unter denen wohl eine ganze Menge Nicht-Lokführer sind. Zu diesem Zweck müssen eben die ganzen Lokführer herhalten, um deren eigenes Gehalt es aktuell bestenfalls am Rande geht (da gibt es ja auch schon Gegenangebote). Die sind aber nunmal ein super Druckmittel...
 
Nu ja was sie sagen und was sie denken mag noch mal zweierlei sein... Das ist es ja das die Lokführer ein super Druckmittel sind - aber wie ist das denn bei größeren Gewerkschaften, weiß das jemand?
Wenn eine Gewerkschaft 2 Berufsgruppen vertritt - und man für beide einen neuen Tarifvertrag möchte - für die eine Branche ein gutes Angebot gemacht wird, das gute Angebot dann ignoriert werden und sagen "solange das Gesamt-paket nicht stimmt interessiert mich das nicht"?

Für die Lokführer gibt es ja ein Angebot das wohl auch gar nicht so falsch ist.... aber die Lokführer streiken trotzdem im Interesse "aller".

Fiktiv: IT und Personalabteilung einer Firma werden von gleicher Gewerkschaft vertreten... beide sollen mehr Geld bekommen. Angebot für IT ist über dem was gefordert wurde - aber bei der Perso hapert es...
Nun streikt die IT mit dem Ergebnis das alle 100 Abteilungen des Hauses nicht mehr Arbeiten können... nur damit die in der Personalabteilung auch genug Geld bekommen?

Das finde ich nicht korrekt - dabei betrifft es mich nicht mal wirklich, meine Züge fahren alle Planmäßig trotz Streik ^^
 
Die BILD zahlt bis zu 250 € für wilde Streikgeschichten. Eine gewerkschaftsfeindliche Berichterstattung ist bestimmt von Vorteil :D

 
Wer dieses Kaeseblatt mit Geschichten versorgt - egal von welcher Seite -, gehoert mit der Neunschwaenzigen ausgepeitscht. Keine Diskussion und kein Erbarmen :D
 
Fazit: "Streikt soviel ihr wollt so lange ich davon nichts merke."
 
Ja lupo irgendwie kann man immer argumentieren - aber die Verhältnismäßigkeit spielt da irgendwie auch eine Rolle... um wieder zum Topic zurück zu kommen - die DB legt in dem Fall ja quasie den gesamten Pendlverkehr teilweise lahm....
 
Ja soll sie doch. Ich sehe da gar kein Problem drin. Man versucht hier Grundrechte zu nehmen und der kleine Michel jammert das er nicht zur Arbeit kommen kann.
Dann vebieten wir doch einfach kleine Gewerkschaften wie die GDL und lassen die EVG an der Macht. Dann brauch die Bahn auch nur einen Gewerkschaftsvorstand schmieren.
Was anderes wird nämlich nicht passieren.

Jede Gewerkschaft sollte froh sein wenn sie so einen wie Weselsky hätte.

Es sei gerichtlich geklärt, dass die GDL für ihre Mitglieder, also auch für Zugpersonal und Rangierführer, eigene Tarifverträge unabhängig abschließen dürfe. Dies wolle die Bahn aber verhindern

Zitat:
 
die DB legt in dem Fall ja quasie den gesamten Pendlverkehr teilweise lahm....

:D

Ja soll sie doch. Ich sehe da gar kein Problem drin.

Was mich stört, ist, daß Du durch mangelnde Empörung über die Streiks deren Wirkung entgegenwirkst.

Man leidet unter den Streiks, empört sich möglichst lautstark darüber, und unterstützt die Gewerkschafter durch offensichtlichen Unmut, den auch der Tarifpartner nicht ignorieren kann
 
Die Bahn wird der Gewerkschaft solange nicht entgegenkommen, bis sie einen Termin für das Gesetz hat.
Liegt doch alles in der Hand des Bundes. Wieso kümmert sich Pofalla nicht drum?

Man will Einheitsgewerkschaften wie in der DDR. Die waren Handzahm und leicht zu handeln. Die EVG droht doch ebenso mit Streik.

Was mich stört, ist, daß Du durch mangelnde Empörung über die Streiks deren Wirkung entgegenwirkst.

Man leidet unter den Streiks, empört sich möglichst lautstark darüber, und unterstützt die Gewerkschafter durch offensichtlichen Unmut, den auch der Tarifpartner nicht ignorieren kann

Hier wird ein dreckiges Spiel durch den Bund gespielt. Die Bahn will gar nicht verhandeln. Sie wartet nur auf das Gesetz, so das die kleine GDL Geschichte ist.
 
die DB legt in dem Fall ja quasie den gesamten Pendlverkehr teilweise lahm....
Das ist btw. korrektes deutsch und ist nicht widersprüchlich, genau so wie man Teile des Verkehrs vollständig lahm legen kann oder den gesamten Verkehr vollständig.

Hier wird ein dreckiges Spiel durch den Bund gespielt. Die Bahn will gar nicht verhandeln. Sie wartet nur auf das Gesetz, so das die kleine GDL Geschichte ist.
Das ist ja das dolle daran.
Die Menschen sind ja offenbar zufrieden mit der GDL, wieso soll die nun zwangsaufgelöst werden vom Staat? (darauf läuft es hinaus wie ich es verstanden habe - vllt nicht aufgelöst aber sie darf ja keine tarifverhandlungen mehr führen was afaik eine Kernaufgabe einer gewerkschaft ist).
 
... die DB legt in dem Fall ja quasie den gesamten Pendlverkehr teilweise lahm....
Komisch, ich habe gehört, dass noch 1/3 der Verbindungen fahren... Somit ist das schon mal nicht der ganze Pendlerverkehr.

Ich schnall auch irgendwie gar nicht, wie man die Meinung vertreten kann, dass die ihren Scheiss machen sollen, solange man davon nicht betroffen ist. Das ist genau das Problem, oder die Einstellung, die es den Politikern ermöglicht in diesem Land zu wüten, wie es ihnen in den Kram passt. Fast alle finden ÖKO-ÖKO BIO-BIO voll geil, nieder mit Atomkraft und so... Aber wehe man baut ein einziges Windrad in 20km Umkreis um den Wintergarten, dann schießen Bürgerinitiativen wie Pilze aus den Böden und die Leute stehen mit gewetzten Messern in den Einfahrten... Irgendwie eine ganz schöne Doppelmoral, oder? Macht mal alle euren Scheiss, solange ihr mich nicht nervt...
Total weit hergeholtes BSP:
Russland greift die Ukraine an, dann greift Russland Polen an, und alle anderen angrenzenden Länder, die absolut keine Chance alleine haben.
Wenn sich jetzt die anderen Industrienationen raushalten würden, weil es sie ja nicht direkt betrifft, wird im Fall das Russland eine Weltherrschaft anstrebt ( Was ein Aggressor meistens tut (( im übertragenden Sinne )) ) irgendwann das Problem vor Jedermans Tür stehen... Wenn man die Augen KOMPLETT vor fremden Problemen schließt, werden diese irgendwann auf einen selbst zurückfallen, weil man sich selbst damit beschäftigen muss oder mit ihnen konfrontiert wird.

Der Streik ist ja gerade das Druckmittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Otto-Normalo-Michel kann jetzt in der Sekunde nicht viel machen, aber er könnte sich vielleicht ein wenig politisch beteiligen, und ein wenig Solidarität zeigen!
Ich glaube wenn 10.000 Michis aus dem ganzen Land an Mutti einen Brief schreiben würden, hätte das eine Wirkung, wäre also nicht ganz umsonst.
Wenn die Masse, die angepisst ist groß genug wird, kann sie einen gewissen Druck ausüben.
Dieses Phänomen versucht ja auch gerade die Presse gegen die Beteiligten dieser Szene zu nutzen.
Dies wird auch in der Demokratie genutzt, das nennt sich indirekt Wahlen.

Wie war das mit den Veggies? Wenn sich keiner mehr bei MC die Wampe vollpumpt, braucht man keine Kühe mehr in Masse halten?
Irgendwie ist das ein doofer Spruch, aber irgendwie ist da auch was dran. Klar bei der Bahn sind viele viele viele darauf angewiesen, und können nicht einfach wählen, aber man kann doch wenigstens versuchen seinem Unmut Luft zu machen, indem man sich sinnvoll damit beschäftigt.
 
Sie wartet nur auf das Gesetz, so das die kleine GDL Geschichte ist.

Das klingt wie
a) Die Bahn hat speziell etwas gegen die GDL.
b) Ein eine Gewerkschaft für Lokführer, die nur für Lokführer ist, ist nicht überlebensfähig.

Ist dem so?
 
a) nein. Es ist ein dreckiges politische Manöver durch den Bund. Die Bahn ist zZt Handlanger
b) das Gesetz würde dafür sorgen, das die grösste Gewerkschaft nur verhandeln darf
 
Was soll die Motivation des Bunds sein?

Größte Gewerkschaft wäre des öfteren auch die GDL, oder? Die Bahn setzt sich aus diversen Töchtern zusammen.
 
http://de.wikipedia.org/wiki/Tarifeinheit schrieb:
Am 28. Oktober 2014 stellte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles einen „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Tarifeinheit (Tarifeinheitsgesetz)“ vor. Darin heißt es u.a.: „Soweit sich die Geltungsbereiche nicht inhaltsgleicher Tarifverträge verschiedener Gewerkschaften überschneiden (kollidierende Tarifverträge), sind im Betrieb nur die Rechtsnormen des Tarifvertrags derjenigen Gewerkschaft anwendbar, die zum Zeitpunkt des Abschlusses des zuletzt abgeschlossenen kollidierenden Tarifvertrages im Betrieb die meisten Mitglieder hat.“Das Vorhaben stieß u.a. bei den sog. Spartengewerkschaften auf Kritik, da diese ihren Einfluss und die im Grundgesetz garantierte Koalitionsfreiheit gefährdet sehen. Auch der ehemalige Bundesinnesminister Gerhart Baum äußerte entsprechende verfassungsrechtliche Bedenken.

Zu den betroffenen zu entmachtenden gehören auch Cockpit und der Marburger Bund. Es wird interessant, was dieses Tarifeinheitsgesetz vor dem Verfassungsgericht für eine Figur macht.
 
Man will Einheitsgewerkschaften wie in der DDR. Die waren Handzahm und leicht zu handeln.

So ein Geschichtsblödsinn. "Offiziell" bestand kein Gegensatz zwischen der Leitung und den Arbeitern/Angestellten. Gewerkschaften hatten daher in der Zone niemals tatsächliche Macht oder Entscheidungsgewalt bei wichtigen Sachen, genau wie die Volkskammer. Die haben sich eher um den staatlich gesteuerten Massenurlaub gekümmert, Stichwort FDGB Heime, um Kantinen und Versicherungen und sind daher kaum als Gewerkschaft im klassischen Sinn zu verstehen.
 
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