GDL Streik die 8.

die Schaden mir - und da hört der Spass nunmal auf

richtig, an vorderster front kämpfen wir alle für gerechtigkeit, aber den geringsten schaden hinnehmen? um gottes willen!

oder um das ganze mit den worten, die hier so gerne benutzt werden auszudrücken. es zwingt dich ja keiner so weit von deinem wohnort zu arbeiten. such dir eine stelle, die näher dran ist.
 
Ich hätt auch gerne mehr Gehalt und keine 40 Stunden Woche mehr. Solidarität bitte.

ich kämpfe grundsätzlich nicht für leute, die beim kampf anderer wegschauen. aber dank deiner aussage wissen wir zumindest, dass neid bei deinen aussagen ein nicht zu verachtender faktor ist.
 
Was bin ich froh, dass ich nicht auf Bus und Bahn angewiesen bin. Da ist diese Woche für viele Gruppenkuscheln im Bus angesagt. Mehr als sonst werden sicherlich nicht fahren. Und Taxis werden wohl die wenigsten bezahlen können. Habe mir gerade mal ausgerechnet was mich der Spaß kosten würde. Pro Tag mal eben mindestens 44 Euro.
 
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  • #45


Wenn ich mit Taxi fahren würde, dann wäre das pro Tag locker 70 € für 4 Tage wäre ich da mal eben bei 280 €!
 
Hier mal etwas, dass ich vor knapp über einem Jahr erstellt habe.

https://ngb.to/threads/7605-Verdi-Wirklich-sinnvoll

Wie man sieht, war ich zu Anfang nicht immer pro Gewerkschaft, aber es ist gut, dass es sie gibt.

Wie gesagt, bei einer Arbeitsniederlegung ist es (zumindest für mich) nun einmal Sinn und Zweck, dass diese wegfällt, um zu verdeutlichen, wie wichtig dieser Job ist - und er auch dementsprechend zu vergüten ist.
 
du verstehst es nicht, oder? Was sollen wir denn machen? Soll ich die Bahn boykottieren damit ihre Kundenzahlen zurück gehen und sie dann aufgrund von schrumpfenden Gewinnen Leute entlassen müssen?
Ich hätte auch genr mehr Gehalt, mehr Urlaub und garantierte Arbeitszeiten von 40 Stunden die Woche. Hab ich aber nicht - und das Pech in einer Branche zu arbeiten die keine Lobby oder Gewerkschafter hat. Es interessiert sich keine Sau für mich, und damit muss ich klar kommen. Ende. Und wenn du hier son tolles Argument bringst: arbeite doch näher an deinem Wohnhort. Super Lösungsanatz, wirklich, Dann sage ich: hört auf zu Flennen, arbeitet in einer Firma die euch ordentlich bezahlt. Es zwingt euch ja niemand bei der Bahn zu arbeiten. Merkst du was? Man kann nicht einfach Steine ins Getriebe schmeissen, weil einem was nicht passt - denn man ist Teil davon. Und genausowenig kann man situationsbedingt blitzschnell reagieren, also warum kommst du mit so einem realitätsfremden Argument? Umzug/Jobwechsel steht bei keinem zur debatte - und das ista uch richtig so. Das wäre nur herumdoktern an Symptomen, nicht aber an Ursachen.
Das die Bahn zu geizig ist Löhne zu zahlen ist wohl so. buhuuuu ein globaler Konzern ist ein Arschloch und beutet seine Mitarbeiter aus. Das ist ja noch niiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeee passiert. Ich bin total perplex.

Ich bin jetzt gespannt auf deinen Lösungsvorschalg wie ich dazu beitragen soll, den Lokführern zu helfen. Soll ich aus Solidarität auch zu hause bleiben? Die Arbeit niederlegen? Wird es das bringen? Was soll ich tun? Ändert sich etwas wenn ich mich NICHT darüber aufrege? sags mir.
 
Der Streik ist legal. Die Gesellschaft und die Kunden sind die Leidtragenden. Wenn die Metaller streiken merken das zunächst "nur" die Bosse, vielleicht verdienen Metaller deshalb besser als Lokführer. Ich verstehe das Gejammer nicht.
Ich hätte auch genr mehr Gehalt, mehr Urlaub und garantierte Arbeitszeiten von 40 Stunden die Woche. Hab ich aber nicht - und das Pech in einer Branche zu arbeiten die keine Lobby oder Gewerkschafter hat. [..] Es zwingt euch ja niemand bei der Bahn zu arbeiten.
Wer zwingt dich denn, dich in einer Scheiss-Firma ausbeuten zu lassen? Ändere das doch. Einfach. Mal!
 
Nun ja, neidisch bin ich auf die DB-Mitarbeiter nicht. Allerdings hab ich auch keinen jeh gezwungen da zu arbeiten. So wie sich das anhört geht es denen noch gar nicht so schlecht mit dem Job. Da gäbe es doch zig andere Branchen die es nötiger hätten mehr Geld zu bekommen. Ganz objektiv kann ich bei dem Thema aber leider wohl auch nicht bleiben. So viel miese Laune, missmuit und unfreundlichkeit die man als Bahnfahrer von den Mitarbeitern täglich erntet lässt einen auch einfach an dem ganzen Konstrukt dieses "Dienstleisters" zweifeln. Bei 4 von 5 ICE-Fahrten kommt das Teil doch eh wieder 20 Minuten zu spät, der halbe Zug fehlt, der reservierte Platz ist am Arsch, der Bahnbegleiter, wie man ihn vornehm nennt, kann einem natürlich nie weiter helfen, im Gegenteil, man soll den nur in Ruhe lassen... Meine Sympathien halten sich hier wirklich in Grenzen.

Naja, sei es drum, Fahr ich die Tage halt mit dem Auto, gibt wirklich schlimmeres. Großartig Sympathischer wird mir der Verein dadurch aber trotzdem nicht.
 
Deine Erfahrungen mit Puenktlichkeit und Hoeflichkeit / Effizienz des Bahnpersonals kann ich nur zu 100 % unterschreiben. Die ganze Diskussion hier ist - gleich hagelt es vermutlich Steine - von Seiten der DB / deren Mitarbeitern / der Gewerkschaften sehr sehr seeehr deutsch. Man wuerde sich wuenschen, die Herrschaften DB-Mitarbeiter mal ein halbes Jahr in ein komplett anderes, serviceorientiertes, sozial weit weniger abgesichertes Arbeits- und Gesellschaftsumfeld verfrachten zu koennen, damit sie einen Blick ueber ihren kleinen Tellerrand hinaus werfen koennen.

Bin grade vor 2 Wochen 2 Tage mit der AMTRAK laengere Strecke unterwegs gewesen ... Servicewueste DE.
 
Was hat das mit dem Streik der Lokführer zu tun? Waren die unfreundlich zu euch? :unknown: :m

Seit wann muss jemand freundlich sein, um streiken zu dürfen?
 


Das sind aber auch immer persönliche Erfahrungen die das persönliche Bild prägen. Bei mir hat es in der letzten Zeit echt gut geklappt. 8 von 10 Fahrten waren pünktlich und die zwei Verspätungen waren jetzt nur 5 Minuten, dabei handelte es sich immer Fernverkehrsreisen mit ICE und IC. Dabei war das Personal jedes Mal recht freundlich und zuvorkommend und auch die vier Anliegen die ich im letzten halben Jahr im Reisezentrum hatte wurden schnell und unbürokratisch gelöst.

Einzig im Nahverkehr auf dem Weg zum ICE/IC hat es öfter mal gehakt, aber auch hier liegt das eher an den Begleitumständen als am Personal. Es ist also falsch von eigenen Erfahrungen, oder dem Hörensagen auf das Gesamtbild zu schließen.

Gerade das mit den Verspätungen ist ja nun auch nichts, was man den Lokführern vorwerfen kann, weil ein Großteil der Verspätungen kommt ja nicht dadurch zu Stande, dass ein Lokführer
 
Ich persoenlich betrachte hochgradige Unpuenktlichkeit (AR: Lokfuehrer und anderes Bahnpersonal) sehr wohl als grobe 'Unhoeflichkeit'. Vor allem, wenn ich einen Anschlusszug oder ein Flugzeug erwischen muss.
 
Und daran sind Lokführer schuld??????? Weil sie den Güterzug nicht einfach mal eben überholt haben? Nachdenken ist auch erlaubt!
 
Verstehe beide Seiten. Wenn jemandem mehr Geld in Aussicht gestellt würde, wer würde da nicht versuchen auch da ranzukommen? Traurig aber wahr, wir die von den Öffis/Bahnen abhängig sind, sind die, die jeden Cent gebrauchen können. Eigentlich müssten wir es doch am besten verstehen.
Mich stört es so betrachtet nicht, dass die Leute streiken - was mich stört ist, dass wir, die auf die Bahn/S-Bahn angewiesen sind, damit stehen gelassen werden, selbst Probleme bekommen zu unserer Arbeitsstelle zu kommen und ggfs. unseren Job damit riskieren, nur damit andere mehr Geld bekommen. Finde in solchen Fällen sollte es Ersatzlinien geben - und wenn es nur mehr Straßenbahnen und Busse sind, die fahren - Überlandbusse die in solchen Fällen maybe das Geld von der Bahn einklagen dürfen etc. Denn es soll ja der Bahn wehtun und nicht uns.
Kann das Geld für Monatskarten, die ja so zu einem Viertel nicht genutzt werden konnten bzw. wo noch Taxikosten obendrauf kamen etc. wieder eingefordert werden? Also, dass die Bahn diese Kosten zusätzlich tragen muss?
Denn das wäre mal ein fairer Ansatz.
 
Nachdenken ist erlaubt, genaues Lesen auch. Weswegen ich schrieb: Lokfuehrer und anderes Bahnpersonal. Ich habe im Lauf der Zeit auch schon reichlich Erfahrungen gesammelt, bei denen sehr wohl die Lokfuehrer das Problem waren - und dies auch entsprechend von der DB so freimuetig kommuniziert wurde. Eine lange Liste.

Krassestes Beispiel: Lokfuehrer hat verschlafen, kein Ersatz vorhanden, Verspaetung Berlin ==> FFM: 1 volle Stunde.
 
Wenn die Feuerwehr streikt, wird trotzdem gelöscht. Wenn die Krankenschwestern streiken, wird trotzdem jeder Notfall versorgt. Bahnfahren ist kein Notfall. Die Bundeswehr könnte ja die Ersatzbusse fahren. Tut sie mal was sinnvolles.
 
ich arbeite ja nicht in einer Scheissfirma. ich hab nur niemanden der meine Interessen vertritt ausser mir selbst. Und wenn ich Cheff wäre und ein Mitarbeiter kommt und sagt zu mir: mehr Geld oder ich höre auf zu arbeiten, dann sage ich: da ist die Tür.

Wie ich eingangs sagte - das Ganze dreht sich doch gar nicht wirklich ums Geld. Aber wir: die Masse an unbeteiligten Menschen kann daran absolut nichts ändern. warum sollen wir dsa ganze 8 in Worten ACHT mal ausbaden? Damit erreicht die GDL absolut nichts.
UND: Wenn ich jemal eine Entschädigung für nicht erbrachte Leistung seitens der Bahn bekommen hätte, wäre ich denen schon wohlgesonnener. Aber nein - was ich an Ausfällen, Kosten oder Verspätungen hinnehmen musste, das ist unter aller Sau. hab ich mich beschwert? Nein! bringt eh nichts. Will sagen: für den Service den ich geboten kriege, möchte ich eigentlich mein Geld zurück, weil es eine Frechheit ist. und trotzdem - bin ich natürlcih sofort dafür das Menschen für ihre Arbeit ordentliches Gehalt und Gute bedingungen bekommen. Grundsätzlich. Jeder! Nicht nur die Lokführer sondern jeder Arbeitnehmer. Von mir aus, herzlich gerne.

Aber ich will da nicht mit reingezogen werden. Ich kanns nicht ändern, und sehe auch nicht ein darunter zu leiden. Meine Zeit ist für mich kostbar - und ich werde von niemandem für den Verlust Entschädigt. Stattdessen gibst noch Frust und untragbare Zustände obendrauf. Sauber!
 
Feuerwehrleute und Polizisten sind Beamte. Die dürfen nicht streiken.

Früher waren bei der (staatlichen) Deutschen Bundesbahn auch alle Beamte. Damals, als die Züge noch pünktlich waren :dozey:
 
Ich schlage vor, Du wirsft diesen ueberaus konstruktiven Vorschlag mit der Bundeswehr in die offizielle Verhandlungsrunde :D - damit dort endlich etwas vorwaerts geht. Die Kunden der DB werden Dich auf Haenden tragen.

Mit den Krankenschwestern koenntest Du Dich schwer im Irrtum befinden: es soll auch schon Faelle gegeben haben, wo es im Streikfall zu argen Verzoegerungen mit entsprechenden negativen Konsequenzen fuer die Patienten kam. Quelle: OP-Schwester aus meinem (DE-) Bekanntenkreis, taetig in einem staedtischen Grossklinikum Muenchens.
 
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