Fragen zu Gott

Eines Tages wird die Menschheit elendiglich verrecken. Und der Grund wird sein, daß sie sich für die Krone der Schöpfung gehalten hat.

So wird es in den Geschichtsbüchern der Riesenameisen als Warnung vermerkt sein. :p
 
Und hinsichtlich Aliens zitiere ich jetzt mal einen, den hier so ziemlich jeder kennen dürfte:
Da wir uns für intelligent halten - worüber sich streiten lässt - neigen wir dazu, Intelligenz als unvermeidliche Konsequenz der Evolution anzusehen, eine Auffassung, die in Frage gestellt werden kann. Es steht keineswegs fest, dass Intelligenz einen großen Überlebenswert hat. Bakterien kommen sehr gut ohne Intelligenz zurecht und würden selbst dann überleben, wenn uns unsere sogenannte Intelligenz eines Tages dazu veranlassen sollte, uns in einem Atomkrieg auszulöschen. Wenn wir die Milchstraße erkunden, dann werden wir vielleicht auf primitive Lebensformen stoßen, aber wahrscheinlich nicht auf Wesen wie uns.

So, wer hat jetzt recht? Der intelligenteste Mensch derzeit auf dem Planeten oder dein Prof, der ganz offensichtlich davon ausgeht, dass wir die einzige lebendige Spezies auf der Welt sind?

* Zur Erklärung, weil du ja offensichtlich leichte Probleme damit hast, zu verstehen, worauf wir rauswollen: Wir Menschen sind die DERZEIT dominante Spezies auf dem Planeten. Davor waren es die Dinosaurier, und davor andere Amphibien. Die Fähigkeit, den Weltraum zu erkunden, ist keine evolutionär bevorzugte Fähigkeit, denn der Flug allein bringt gar nichts, wenn man elendiglich in seiner Wiege an einem Virus verreckt. Außerirdische sind für dich Wesen mit Raumschiffen - das ist im Grundgedanken schon falsch: Außerirdisch ist erstmal alles, was nicht von der Erde kommt. Und angesichts dessen, was hier auf der Erde rumwuselt, können wir ja davon ausgehen, dass andere Planeten auch nicht nur eine Spezies hervorgebracht haben, oder irre ich mich da jetzt gewaltig?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das der selbe Stephen Hawkings?



Da geht er sogar ein Schritt weiter und vergleicht Aliens mit amerikanischen Kolonialisten. :coffee:
 
Und zur Mehrheitsaussage: Ich bekomme in JEDER Biochemievorlesung fünfmal gesagt, dass Evolution kein gerichteter Prozess ist, also die evolutionären Wege völlig unvorhersehrbar sind. Das sehe ich auch in Experimenten, wie etwa der gerichteten Evolution von Proteinen - von Milliarden verschiedenen möglichen Kombinationen wird so lange gesiebt, bis man die hat, welche die gewünschte Eigenschaft hat. Das kann Jahre dauern.

Ja, das ist derselbe Stephen Hawkings. Liest man das Buch, versteht man auch diese Aussage - die auf der Webseite wohl mehr als Lächerlich dargestellt ist, abgesehen von der unzulässigen Verkürzung:
Hawking sagt aus, dass WENN es fortschrittlichere Zivilisationen da draußen gibt, welche die Technologie haben, uns in angemessener Zeit zu erreichen, ist es sinnvoller, sich auf eine Spezies einzustellen, welche egoistisch denkt, als auf eine, die völlig selbstlos handelt. Das ist in zweierlei Hinsicht sinnvoll: Erstens macht man Fehler in dieser Hinsicht nur einmal (danach ist man stolzes Mitglied der Liste der ausgestorbenen Tierarten), zweitens wäre das genau unser Vorgehen - Planeten erobern, Bevölkerung auslöschen oder versklaven, Ressourcen selbst verwenden. Und genau das haben die ersten Siedler in den USA gemacht. Natürlich haben die Indianer nicht rübertelefoniert, um besucht zu werden, aber wir machen das derzeit - und das kann ins Auge gehen, da hat er völlig recht.
 
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Ist das der selbe Stephen Hawkings?



Da geht er sogar ein Schritt weiter und vergleicht Aliens mit amerikanischen Kolonialisten. :coffee:

Deine geistige Nahrung scheint vorrangig aus Blogs zu stammen.

Im Übrigen machen die intelligenten Eliten der Menschheit nicht ihr lebenlang nur richtige Bemerkungen; selbst Einstein nicht.

Die Bedenken gegen Besucher aus dem All werden auch von deutschen Astronauten vertreten.
 
wenn wir als vorlaeufigen sinn des lebens mal das ueberleben annehmen, dann ist es auf laengere sicht unbedingt notwendig, neue planeten besiedeln zu koennen, da kein planet ewig existiert oder lebensfreundlich bleibt. ob dann in den weltraum geschleuderte bakterien, die sich an alle moeglichen umgebungsbedingungen anpassen koennen, die besseren chancen haben, oder der mensch, der luft, wasser, lebensmittel und 22,47 °C braucht, wird sich dann zeigen.
 
@Dummkopf:

Ich bin nicht besonders pessimistisch, aber ich denke nicht, dass wir das mit der neuen Heimat für uns Menschen erleben werden. Es gibt so viele Dinge, die das hier alles sehr schnell beenden können: Kometen oder besonders große Asteroiden, dann wird uns uns irgendwann noch der Yellowstone um die Ohren fliegen, Viren und Bakterien machen uns außerdem das Überleben nicht einfacher... wir selbst könnten uns auch auslöschen.

Und wohin sollten wir flüchten? Hier ist nicht viel in der Nähe wo man mal mit nem Generationenschiff hinfliegen könnte. Proxima Centauri ist zu klein und zu kalt (ob er einen Planeten hat weiß ich nicht, aber gut wirds da auch nicht aussehen), die beiden Alpha Centauris sind ein Doppelsternsystem und das könnte auch etwas chaotisch werden... also wohin? Ein Leben als Weltraum-Nomaden kann ich mir jedenfalls nicht so gut vorstellen.

Was das langfristige Überleben angeht, würde ich mein Geld auf die einfach zusammengebauten Lebewesen setzen. Komplexe und an sehr spezifische Gegebenheiten angepasste Lebewesen werden es (wie schon in der Vergangenheit) schwer haben sich Veränderungen zu stellen.
 
Oder einfach mal etwas freundlicher zur Erde und unserem Umwelt sein, dann brauchen wir uns nicht so viele Gedanken ueber baldige Lebensfeindlichkeit machen.
 
B3n schrieb:
Und wohin sollten wir flüchten? Hier ist nicht viel in der Nähe wo man mal mit nem Generationenschiff hinfliegen könnte.

Unsere Spezies scheint vom eigenen Genom so überzeugt zu sein, daß es unter allen Umständen erhalten werden müsse. Ein tiefer Blick in unsere Psyche. :D

Wenn es tatsächlich zu einer Flucht mit Generationenraumschiffen käme, dürfte für 99,99999 Prozent der Bevölkerung nur übrigbleiben, zum Abschied zu winken. :p

Diese Generationenraumschiffe würden also nur unsere Erbmasse retten und irgendwohin ins Universum bringen. Da fragt man sich doch, wozu und was für Gedanken stecken dahinter?
 
Uns rettet niemand. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Menschheit, die Erde nie längerfristig verlassen wird. So lange halten wir nicht durch. Jede Sekunde könnte uns ein Gammablitz treffen und dann ist vorbei mit Chillen.
 
Jede Sekunde könnte uns ein Gammablitz treffen und dann ist vorbei mit Chillen.

Weils grad so lustig ist und in die allgemeine Weltuntergangsstimmung passt:
Schonmal ausgerechnet, wie lange es jetzt Leben auf der Erde gibt, OHNE dass es von einem Asteroiden oder Gammablitz oder explodierender Sonne ausgelöscht worden wäre? Ich würde sagen, die Chancen sind schon recht groß, dass wir den extraplanetarischen Tod unserer Spezies nicht erleben werden, in den putzigen 80 Jahren, die wir hier auf dem Planeten vielleicht noch leben (als Individuum). Ich denke eher, dass wir uns selbst zu Tode intelligenzen, sei es mit Sagrotan oder Deuterium/Litihium bei ein paar Millionen Grad.

Über kurz oder lang werden wir sicher irgendwie ins All vorstoßen; allein schon, weil uns die Rohstoffe ausgehen. Erst wirds wahrscheinlich der Mond sein, danach Mars und eventuell schaffen wir es, die Jupitermonde zu terraformen oder Venus und Merkur. Alles, was weiter rausgeht, wird schon ziemlich belastend werden (aber immerhin wird die Influenza dann dort ausgestorben sein ;)). Wenn die Physik bis dahin noch keinen Quantensprung hinsichtlich Beschleunigung und/oder gezielter Raumverzerrung gemacht hat, werden wir wahrscheinlich in unserem Sonnensystem vermodern. Ansonsten - hey, was kostet das Universum? Alles natürlich unter der Prämisse, dass nicht irgendein Geistesgestörter die Bombe fallen lässt oder irgendeine dumme Hausfrau es schafft, eine unaufhaltsame Biowaffe zu entwickeln - gibt ja genug, die es täglich probieren.
 


Hier eine Quelle, dass uns ein Gammablitz wohl vor 1.200 Jahren getroffen hat. Die Chance soll übrigens bei 1 zu 100 liegen. Ich habe letztens eine Doku dazu gesehen. Das ist gerade mal eine Woche her. Bei dem 1 zu 100 bin ich nicht sicher. Kann mich da verhört haben.
 
Na dann fargen wir doch mal Wikipedia. :D

Am 27. Dezember 2004 wurde die Erde kurz vor Mitternacht (21:30 UTC) von einem Gamma- und Röntgenstrahlen-Ausbruch getroffen. Ein Neutronenstern hatte in Sekundenbruchteilen mehr Energie freigesetzt als die Sonne in 100.000 Jahren. Die Wellenfront in etwa 50.000 Lichtjahren Entfernung von der Quelle war intensiver als der stärkste jemals gemessene Strahlungsausbruch unserer Sonne. Forscher in Australien berichteten, die Riesenexplosion des Neutronensterns SGR 1806-20 habe ihn für eine Zehntelsekunde heller als den Vollmond gemacht. Der Ausbruch von GRB 041227 am 27. Dezember 2004 dauerte nur 0,2 Sekunden.[4]

Es gibt also durchaus direkte Treffer. 50 000 Lichtjahre sind immerhin etwa die Hälfte der Milchstraße.

Für eine Gefahr für die Erde müßte die Quelle wohl ein wenig näher sein. Aber die Wahrscheinlichkeit einer Zerstörung des Lebens ist sehr gering.
 
Unsere Spezies scheint vom eigenen Genom so überzeugt zu sein, daß es unter allen Umständen erhalten werden müsse. Ein tiefer Blick in unsere Psyche. :D

Wir haben ja nicht so die Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Spezies, aber ich würde das unter "romantisierter Selbsterhaltungstrieb" abheften. Es ist halt nicht so leicht daran zu denken, dass wir irgendwann einfach aussterben, dass andere Lebewesen unseren Platz hier einnehmen oder dass es für das Leben auf der Erde generell auch irgendwann wieder vorbei ist und wir mit unseren tollen Gehirnen und den Daumen und dem ganzen anderen Überlegenheitsblödsinn absolut nichts dagegen tun können. Da kann einem so eine Idee wie der vom Generationenschiff schon Hoffnung geben. Du hast vollkommen Recht: Diese Gedanken sagen mehr über uns und unser Selbstverständnis aus, als uns lieb sein kann.

Wenn es tatsächlich zu einer Flucht mit Generationenraumschiffen käme, dürfte für 99,99999 Prozent der Bevölkerung nur übrigbleiben, zum Abschied zu winken. :p

Das haben wir ja beim Film 2012 schon gelernt. Wichtig für unser Überleben als Spezies ist nur, dass Nick Cage es irgendwie auf dieses Raumschiff schafft.:D
 
Der *vermutete* Gammablitz war aber zu schwach um nachhaltigen Schaden, besonders in Form einer Apokalypse, zu bewirken.

Des weiteren aus deiner Quelle:

Wissenschaftler haben geschätzt, dass Gammablitze in einer gefährlichen Nähe zur Erde etwa alle 2,3 bis 6 Millionen Jahre entstehen. Bleibt zu hoffen, dass die Erde in den nächsten Millionen Jahren von weiteren und intensiveren Gammablitzen verschont bleibt.

Hört sich schon anders an, wie *jede Sekunde*. Wahrscheinlicher sind da eher lokale Katastrophen oder eine wie auch immer geartete Selbstauslöschung.


p n
 
Es gibt ja nicht nur Gammablitze.
Die Erde läuft durchgehend Gefahr von einem großen Alten verschlungen zu werden. Und wenn er sich aus der Tiefe erhebt bleibt nur ein Echo des Wahnsinns, dass wir dachten, die Menschheit sei mehr gewesen als ein kleiner Funke in unendlicher Dunkelheit.
 
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