[Sonstiges] Germanwings Flug 4U 9525 von Barcelona nach Düsseldorf abgestürzt

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Am heutigen Morgen ist ein Flug der Lufthansa-Tochter Germanwings in den französischen Alpen abgestürzt. Die 24 Jahre alte A320 mit der Flugnummer 4U 9525 und insgesamt 150 Menschen an Bord sollte ursprünglich um 11:35 UHR in Düsseldorf landen. Nach einem Notsignal um 10:47 ist diese dann aber vom Radar verschwunden. Auch wenn der Unglücksort nur sehr schwer erreichbar ist, gehen die Behörden davon aus das es keine Überlebenden gegeben hat. Bei den Opfern soll es sich vorwiegend um deutsche Staatsbürger und 45 Spanier handeln.

Ein terroristischer Hintergrund wird bisher ausgeschlossen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht hat er Antidepressiva genommen, die seine Depression beseitigt haben, so dass er den Entschluss zur Selbsttötung fassen konnte. Es wird etwas verworren ... :coffee:

 
Wiederlich diese sensationsgeilen Spekulationen. Offenbar haben sie auch schon Aufnahmen von seinem Haus gezeigt, auch dem der Eltern. Super in was für einer Gesellschaft wir leben. :buh:
 
Der Focus hat sich in dieser Berichterstattung nicht gerade als moralisch einwandfrei erwiesen. Ist schon echt ekelhaft und makaber, mit was für Theorien/Spekulationen und Titeln die da Klicks auf Kosten der Opfer und Angehörigen generieren wollen.

Guckt euch mal die anderen "News" an. Das ist kaum zu toppen
 
Vielleicht hätte die Arzt-Diagnose das Ende seiner Pilotenlaufbahn bedeutet. Er verheimlicht die Krankmeldung und setzt seinem Leben unter großem medialen Aufsehen ein Ende.
 

So einen Selbstmord kann wohl kaum als unbeabsichtigen Unfall bezeichnen.
Sollte ein gesundheitliches Risiko eintreten kann der zweite Pilot immer noch per Code reinkommen, ergo ist hier schon mal eine weitere Maßnahme unnötig.
Sollte der Pilot Selbstmordabsichten bzw. terroristische Absicht haben dann kann ihn auch ein Flugbegleiter(der eben in den meisten Fällen weiblich ist) auch nicht davon abbringen, da weder fliegerisches KnowHow besteht (noch Körperkraft, wenn es sich um eine Frau handeln sollte.
Einzig und allein der Affekt in dem ein Pilot überlegt oben genannte Absichten plötzlich zu verfolgen könnte evtl. damit unterbunden werden, aber da sollte eher ein Psychologe befragt werden...
 
Er müßte gleichzeitig das Türöffnen verhindern und den Absturz initiieren, bei gleichzeitig vermuteter höherer Hemmschwelle.
Wie gesagt, keine Sicherheit, aber deshalb keine unnütze Maßnahme.
 
Vor allem ist es eine Maßnahme die sofort ohne zusätzlich Aufwendungen durchgeführt werden kann und keine Nachteile mit sich bringt.
 

Ich bezweifle, dass eine Flugbegleiter verstehen wird was ein Pilot in den Autopiloten eingibt.

Vor allem ist es eine Maßnahme die sofort ohne zusätzlich Aufwendungen durchgeführt werden kann und keine Nachteile mit sich bringt.
Stimmt, aber auch nur mit einer Sicherheitssteigerung im Promilebereich.
 
Wenn es bei dem jetzigen Kenntnisstand bleibt, dann lässt sich die Frage nach den genauen Beweggründen doch gar nicht mehr abschließend klären, wenn jetzt nicht noch ein Abschiedsbrief auftaucht. Weil eine Nachfrage ist nicht mehr möglich und auch wenn psychische Erkrankungen mehr oder minder behandeln kann, so gibt es ja anders als bei "richtigen Erkrankungen" kein wirkliches Ursache-Wirkung-Prinzip. Es gibt zwar bestimmte Verhaltensmuster, aber mir würde keine Erkrankung einfallen, die sich darin äußert vorsätzlich sich und mehrere Menschen zu töten um das mal überspitzt zu formulieren.
 

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Stimmt, aber auch nur mit einer Sicherheitssteigerung im Promilebereich.

Ich glaube die gesteigerte Hemmschwelle wird zu stark unterschätzt. Natürlich ist es möglich, dass Flugzeug auch mit dem Piloten auf dem Nebensitz oder der Stewardess im Cockpit zum Absturz zu bringen, aber die bloße Anwesenheit einer anderen Person führt schon zu sehr starken Veränderungen des eigenen Verhaltens.

Spekulation: Nehmen wir mal an das war eine "spontane" Entscheidung des Co-Piloten das ganze Ding zu schrotten, weil der Pilot aus dem Cockpit raus ist und er sich gedacht hat, er nutzt die Chance, weil das gerade zusammenpasst mit den Gedanken die er für sich hat, so ändert ein weiteres Augenpaar die Situation schon erheblich.
 
@bevoller: Ich zahl gern 100€ mehr wenn solche Situationen dann vermieden werden.
Ich erinnere dich daran, wenn es so weit ist.
Nicht dass ich hier jemandem etwas unterstellen will. Aber gerade wenn es ums liebe Geld geht, sind so etwas doch recht häufig Lippenbekenntnisse. ;)

Die Anwesenheit erzeugt eine höhere Überwindungsschwelle. Die Person muß nur die Türe öffnen.
Das überfordert niemanden, so lange man nicht bereits außer Gefecht gesetzt wurde.
Natürlich gilt hier die Einschränkung einer erhöhten Hemmschwelle. Als potentieller Selbstmörder müsste ich schließlich die Flugbegleiterin überwältigen/handlungsunfähig machen. Das dürfte aber kein Ding der Unmöglichkeit sein. Wenn der Kapitän dann vom Thron zurückkehrt, hätte ich immer noch 30 Sekunden Zeit, die Türöffnung von außerhalb zu blockieren.

Nehmen wir mal den ungünstigsten günstigen Fall an, würde die Flugbegleiterin den Co-Piloten überwältigen, nachdem der bspw. den Autopiloten abgeschaltet hätte und den Sinkflug eingeleitet hat. (Eher hätte sie ja keinen Grund dazu.) Dann müsste die Stewardess das Flugzeug so lange fliegen, bis der Kapitän wieder im Cockpit sitzt - und dabei auch noch den Sinkflug beenden und das Flugzeug in eine stabile Fluglage zu bringen. Traue ich ihr jetzt erst mal nicht so ohne Weiteres zu. Wobei ich leichte Zweifel habe, dass sie (oder auch ein Mann) einen Kampf in so einer Situation schnell genug gewinnen könnte. Und dann wäre immer noch der Kapitän, der während es Sinkflugs erst mal wieder zum Cockpit zurückkehren müsste.

Das was hier diskutiert wird, trägt ganz einfach nur zu einer Erhöhung der gefühlten Sicherheit bei. Das mag für den einen oder anderen Passagier vielleicht hilfreich sein, bringt aber in einem tatsächlichen Notfall nichts. Letztendlich legt man sein Leben aber immer in die Hände des bzw. der Piloten.

Vielleicht hätte die Arzt-Diagnose das Ende seiner Pilotenlaufbahn bedeutet.
Welche Diagnose hätte der Arbeitgeber denn erhalten? Üblicherweise erfahren die doch nur von einer Krankschreibung (Arbeitsunfähgikeitsbescheinigung), nicht aber von der Ursache (Diagnose).
 
Der Arbeitgeber hätte die Information bekommen, dass er nicht tauglich ist, ein Flugzeug zu fliegen. Und dass die Prognose, dass er jemals wieder dazu in der Lage sein wird, schlecht ist.
 


Ich stecke da nicht so drin, aber gab es nicht mal solche Unfähigkeitsbescheinigungen, wo die Diagnose mit drinsteht? Vielleicht irre ich mich da auch.

Vielleicht gibts gerade bei Airlines auch Sonderregelungen - da für den Betrieb eines Flugzeuges außerordentliche körperliche und psychische Fähigkeiten notwendig sind - nach denen man immer die Diagnose angeben muss (rechtlich möglich?).


Aber spätestens wenn ich sehe das die Unfähigkeitsbescheinigung von einem Psychologen gestempelt ist, dann würde ich auf jeden Fall nachbohren und ihn nochmal durch die psychologische Prüfung schicken als Airline, was mir ja zusteht als Arbeitgeber.
 
bringt aber in einem tatsächlichen Notfall nichts.

Nein. Es soll die Wahrscheinlichkeit eines notfalls verringern.
Wenn man beobachtet wird, oder sich beobachtet fühlt, handelt man anders.
Aufgeklebte Augen in der Nähe eines Urinals und schon wird weniger daneben geschifft.
 

Aber spätestens wenn ich sehe das die Unfähigkeitsbescheinigung von einem Psychologen gestempelt ist, dann würde ich auf jeden Fall nachbohren und ihn nochmal durch die psychologische Prüfung schicken als Airline, was mir ja zusteht als Arbeitgeber.

Die muss ja nicht zwingend vom Psychologen kommen. Du gehst einfach zu deinem allgemeinen Arzt, der setzt die Krankschreibung auf und die Überweisung zum Psychologen.

Das Problem liegt doch nicht daran, dass irgendwelche Prüfungen fehlten. Wenn jemand psychisch krank ist, weiß er in der Regel auch sehr gut, wie er das verstecken kann. Wenn du dann die Angst hast, durch diese Diagnose deinen Traumjob zu verlieren, dann wird halt die Maske aufgesetzt. Das wird dann weder das Team mitkriegen, noch der Psychiater bei dem man sich mal ne Stunde hinsetzt. Die Hemmschwelle muss einfach sinken, wie öffentlich mit einer depressiven Krankheit umgengangen wird. Aber wenn ich mir so anschaue wie die Medien auf den Kerl einprügeln, wird das in Zukunft sicherlich nicht mehr Arbeiter in solchen speziellen Jobs geben, die ihre Maske vor dem Arbeitgeber fallen lassen, ganz im Gegenteil.
 
Die Hemmschwelle muss einfach sinken, wie öffentlich mit einer depressiven Krankheit umgengangen wird. Aber wenn ich mir so anschaue wie die Medien auf den Kerl einprügeln, wird das in Zukunft sicherlich nicht mehr Arbeiter in solchen speziellen Jobs geben, die ihre Maske vor dem Arbeitgeber fallen lassen, ganz im Gegenteil.

Völlig korrekt.
Sinnvoll wäre eventuell, dass die Krankschreibung direkt an den Arbeitgeber(zumindest bei Jobs mit hoher Verantwortung) gehen muss.
 
Am besten sollte man Piloten gleich einen RFID Chip implantieren, mit medizinischen Daten und die müssen durch so einen Scanner und wenn der piept, darf er nicht fliegen.
 
Wäre eine Möglichkeit. Was ich mich frage ist ja, warum er sich in Behandlung begibt, sich sogar krankschreiben lässt, aber trotzdem zur Arbeit geht. Kein Arzt kann dir ja eine Krankschreibung aufzwingen. Wenn ich selber sage, ich fühle mich in der Lage zu arbeiten, dann krieg ich keine Krankschreibung, auch wenn ich weiterhin in Behandlung bleibe.
 

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine ein Arzt muss in besonderen Fällen sogar krankschreiben(eher arbeitsunfähig...).

@Harley
Ja wir haben jetzt alle ganz herzlich gelacht /Ironie off
 
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