Einstellungen zu Religion in Deutschland

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Wenn du dich auf andere Wissensbegriffe stützt als den allgemeinen Begriff, dann darfst du nicht erwarten, ohne Erklärung verstanden zu werden. Dann müsstest du ihn nachvollziehbar so skizzieren, dass aus ihm hervorgeht, dass Wissen und Meinung / Glauben / Überzeugung Gegensätze sind (und deswegen auch Glauben in der Religion ein Gegensatz zum Wissen ist).

Solange du das nicht tust, wird dich niemand verstehen, der nicht zufällig zuerst an deinen Wissensbegriff denkt anstatt an denjenigen, der das Wort Wissen nun mal prägt.

@KaPiTN: Die Definition trifft genauso auf Wissen zu, das durch Beobachtung erlangt wurde.
 
Wenn dich Wissen als Begriff wirklich interessiert, wirst du dich einlesen müssen, es gibt auch recht brauchbare Einführungen. Ansonsten bleibt es beim Stochern im Dunkeln und vielen Verwechslungen und Verwirrungen.

Mit "Einlesen" und "Einführungen" wird es noch dunkler. Diese Methoden dienen gerade mal dazu, beim Small Talk nicht unterzugehen und zu signalisieren, dass man ncht von gestern sei. Das bleoibt oberflächliche Halbbildung, die den großen Nachteil besiitzt, den Weg zu wirklicher Bildung zu verstellen.

Wenn man sich was Gutes tun will, sollte man einenen einzigen Autor richtig durchackern, das reicht. Und es ist ganz egal, ob man sich anfangs Kants "synthetische Einheit der Apperzeption" vorknöpft, das Warenkapitel in Marxens "Kapital", oder Hegels "Phänomenologie des Geistes".

Alles ist gut, nur KEINE Einführungen.
 
Wenn das Ergebnis ist, dass ich dann wie du nicht einmal in der Lage bin, den Wissensbegriff, von dem ich rede, zu skizzieren, lese ich solche Bücher besser zumindest nicht deswegen.

Wo bleibt nun dein vollständiger Gedankengang zu deiner These von vor einigen Beiträgen? Ich bin doch offen für andere Begriffe, fast jedes Wort kennt viele Bedeutungen, denen verschließe ich mich auch beim Wissen nicht. Nur wenn jemand nicht kenntlich macht, dass der von der geläufigen Bedeutung abweicht, und sich so implizit auf diese bezieht, dann aber etwas behauptet, das mit diesem Begriff nicht vereinbar ist: das führt nur zu Missverständnissen. Dagegen helfen Einführungen dann sehr gut.
 
Wenn das Ergebnis ist, dass ich dann wie du nicht einmal in der Lage bin, den Wissensbegriff, von dem ich rede, zu skizzieren, lese ich solche Bücher besser zumindest nicht deswegen.

Genau darum sollst Du sie ja lesen, damit Du mal begreift, dass die hinstorischen Bedingugen für einen einheitlichen Wissenbegriff heute nicht mehr gegeben sind. Eigentlich waren sie schon in der Zeit nach der Infinitesimalrechnung entfallen.

Bis dahin ging man aus von der "Einheit des Wsissens in der Philosophie", und das hieß, dass ein Philosoph können musste, worüber er sprach. Kant unterrichtete sogar das Fach "Kinderpflege".

Diese Einheit haben Arbeitsteilung und Spezialisierung ein Ende gemacht, mit dem Resultet, dass für Naturwissenschaftler die Philosophie vollkommen überflüssig ist, und dass Du, wenn Du das Wissen definieren willst, nichteinmal ansatzweise weißt, worüber Du sprichst. Du hat doch von Molekularbiologie oder Teilchenphysik keine Ahnung, du wießt auch nur was in der Zeitung steht.

Vielleicht helfen Dir meine Erörterungen, Deine Unwissenheit wenigstens zu erkennen, denn beheben lässt sich sich objektiv nicht.
 

Schön, wenn Du da was gelesen hast. Aber das lassen wir jetzt mal einfach so stehen, weil 'Meinungen' da an dieser Stelle nichts sinnvolles beitragen.

Es ging darum, daß unbrauchbares verworfen werden kann, weil der Anspruch auf Wahrheit fehlt. In der Religion bleibt die Wahrheit ja bestehen, selbst wenn die Grundlage auf der sie beruht entfällt. Für den kath. Glauben z.B. würde sich nichts ändern, wenn sich herausstellen sollte, daß es einen historischen Jesus gar nicht gegeben hat.
 
Und das steht jetzt in welchem Verhältnis zu deiner vorigen These? (Unabhängig davon, dass ich dir in dieser fatalistischen Sichtweise nicht zustimme. Glücklicherweise gibt es ja häufig genug die Personalunion.)

Wir diskutieren hier doch nur deswegen darüber, weil du vorhin mal was meintest, und diese Meinung auf einer Vorstellung von Wissen basierte, die vom geläufigen Begriff abweicht. Würdest du deinen Bogen nun auch zu Ende spannen?

@KaPiTN:

Die "Meinung" ist in diesem Fall Begriffsdiskussion und die Frage, wie wir das Wort gebrauchen und was wir damit anfangen wollen. Du degradierst das Wissen auf etwas Wahrheitsunabhängiges und ignorierst damit natürlich das Problem der Wahrheit in empirischen Fragen. Wie eine "Wahrheit" nun aber bestehen kann, wenn sie, wie im Falle der Religion, erwiesenermaßen keine Wahrheit ist, bleibt vorerst dein Geheimnis. Ich würde da gar nicht erst von Wahrheit sprechen, die bestehen bleiben könnte. Von Wissen erst recht nicht.

Ich frage mich auch: Wenn Wissen nicht Wahrheit implizieren würde, wozu dann Wissenschaft? Nur, weil wir daraus nützliche Technik entwickeln können? Das wird dem Unterfangen nicht gerecht. Es ist ja schon das Wahrheitsstreben bzw. das Streben, sie zu erkennen und für den Menschen begreifbar zu machen.
 
Das mag ja für die Philosophie gelten. Aber wozu brauche ich in der Physik Wahrheit? Ich habe ein Model für die Erklärung und wenn es nichts taugt, brauch ich ein anderes.

Es gibt sicher Leute, die ihr Leben mit der Diskussion verbringen könnten, ob Licht aus "in Wahrheit" Teilchen oder Wellen besteht.

Der Physiker aber nimmt einfach jeweils die Vorstellung, die er gerade braucht. (Welle-Teilchen-Dualismus)

Das Ganze ist hier aber schon sehr OT.
 
Und das steht jetzt in welchem Verhältnis zu deiner vorigen These? (Unabhängig davon, dass ich dir in dieser fatalistischen Sichtweise nicht zustimme. Glücklicherweise gibt es ja häufig genug die Personalunion.)

Erstens ist die Personalunion nicht so häufig, und zweitens sind Geige und Mathe auch dann völlig verscheidene Fächer, wenn eine Person beides macht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Das ist Arbeitsteilung und Spezialisierung, dass beide Tätigkeiten objekttiv getrennt sind.

Wir diskutieren hier doch nur deswegen darüber, weil du vorhin mal was meintest, und diese Meinung auf einer Vorstellung von Wissen basierte, die vom geläufigen Begriff abweicht. Würdest du deinen Bogen nun auch zu Ende spannen?

Ich weiß jetzt nicht, von welchem Bogen Du sprichst. Ich tappe mal im Dunkeln: Dass ein Nicht-Naturwissenschaftler heute, anders als vor 150 Jahren, keine Ahnung hat, wenn er über Naturwissenschaften spricht, sollte klar sein. Um eine Wissenschaft zu kennen, muss man sie können. Und ein Nicht-Naturwissenschaftler kann die nicht.

Also kannst Du garnicht beurteilen, welches Wissen ein Naturwissenschaftler hat, wie es gebaut oder konstruiert ist. Andernfall wäre es ja möglich, innerhalb einer Woche mit einem populären Einführungsbuch Teilchenphysiker zu werden, so nach dem Muster "Der kleine Ingenieur" oder "Der kleine Detektiv."
 
Das mag ja für die Philosophie gelten. Aber wozu brauche ich in der Physik Wahrheit? Ich habe ein Model für die Erklärung und wenn es nichts taugt, brauch ich ein anderes.

Es gibt sicher Leute, die ihr Leben mit der Diskussion verbringen könnten, ob Licht aus "in Wahrheit" Teilchen oder Wellen besteht.

Der Physiker aber nimmt einfach jeweils die Vorstellung, die er gerade braucht. (Welle-Teilchen-Dualismus)
Wellen-Teilchen nennen sich Quanten.

Ja, Natürlich nehmen Wissenschaftler, dass was grade passt.
Da es eben die Realität abbildet, man also das Nimmt, welches die richtigen Ergebnisse liefert.

Edit:
Es gibt auch eine Menge, die sich Wissenschafter nicht genau erklären können.
Der Unterschied ist:
Sie suchen nach einem passenden Model und Stellen nicht einfach einen "Gott" in de Lücke.

Aber ich will seit 7 Seiten eher auf die Soziopolitischen Themen.
Denn die sind das, was eigentlich interessant ist.

Denn Das Wissenschaft kein Dumfug ist, beweist so viel was wir dank Wissenschaft und ihrer dreckigen Schwester (das gefällt mir übrigens) der Technik haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Quanten braucht man ja niemanden verschrecken und bleibt der Einfachheit bei der Schulphysik. Man nimmt halt die Wellen für die Spalten und die Teilchen für den Photoeffekt.

Schön, daß dies noch jemand für natürlich hält.
 

Im Bett behandle ich meine Freundin ja auch wie eine Schlampe.
Beim Essen gehen wie eine Lady.
und beim Feiern wie ein guten Freund.
Sie ist nicht alles davon, aber ich benutze mein Bild von ihr, für die richtigen Momente....
Würde ich sie beim Essen wie ne Schlampe behandeln.
Und im Bett wie ein Kumpel.

Hätte ich schelchten Sex und den Wein im Gesicht.

p.S.
Ich glaube viele haben hier den Gedanken, das Wahrheit einen Absolutismus ist.
Wahrheit ist aber nur ein temporärer Zustand, auf der Grundlage des Erkenntnisstandes.

Wahrheiten werden abgelöst durch genauere und bessere Wahrheiten.
Ein Abolutismus gibt es in meinem Nihilistischen Weltbild sowieso nicht.
Es gibt auch in der Ethik und Politik, nur Bilder, die generisch richtige Ergebnisse erzeugen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Einstellung der Deutschen zur Religion hat das ganze Gelaber hier ja wohl nichts mehr zu tun. Oder wollt ihr vielleicht aus der Wissenschaft doch eine Religion machen? Die Einstellung der Deutschen zur Religion lässt sich auch ohne ein einschlägiges Hochschulstudium feststellen. Es ist eine sehr pragmatische. Und daran ändert auch euer Armdrücken um die spitzfindigsten Gedanken nichts. Ich jedenfalls kann pseudointellektuelles Geschwurbel erkennen wenn es mir begegnet. Mein Hochschulstudium hat mich dafür hinreichend qualifziert.
 
Noch so viel Grundsätzlichem und Erkenntnistheoretischem möchte ich auf die praktische Bedeutung der Religion heute zu sprechen kommen. Ich meine damit den starken Zusammenhang zwischen Frömmigkeit und Verlogenheit.

Ein Moslem muss heute seinen Gott bescheißen, weil kein moderner Beruf es gestattet, mehrmals täglich seinen Gebetsteppich auszurollen, sein Abrakadabra zu murmeln und den Gebetsteppich wieder wegzupacken. Früher bei der Feldarbeit war das kein Problem, aber der Pilot einer Passagiermaschine kann sich den Hokuspokus bestimmt nicht leisten, und in den meisten Berufen kann man das heute auch nicht.

Was tun? Eben dies, den Gott mit allerlei Ausreden und Tricks bescheißen. Er habe es, als er es dem Propheten diktierte, nicht so ernst oder nicht wörtlich gemeint. Flugzeuge kannte er, obgleich allwissend, doch gar nicht, und wer weiß, was er entschieden hätte.

Die Religion ist also eine permanente Aufforderung zu Lüge und Betrug, und das schult den Verstand ungemein. Denn platterdings einfach die Wahrheit zu sagen ist intellektuell sehr viel anspruchsloser, als eine glaubwürdige, intelligente Lüge zu erfinden. Eine weitere Fähigkeit wird dabei trainiert, nämlich die, sich zu verstellen und den anderen Leuten etwas vorzuspielen. Die Muslime sind Experten in dieser Disziplin, ihr „Killing & Kissing“ ist berüchtigt.

In der gleichen Disziplin haben es aber auf christlicher Seite aber auch die Mafiosi weit gebracht, vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an den Film „Der Pate“. Mit den Moslems verbindet die erzkatholischen Mafiosi eine tief empfundene Religiosität. Der Pfaffe muss ihre Geschäfte segnen, und exkommuniziert zu werden ist für einen Mafiosi fast wie die Todesstrafe. Als Exkommunizierter kann er auch nicht mehr Mitglied der Mafia sein, das ist sein sozialer Tod.

Man sollte bei den Religionen also immer damit rechnen, dass man von ihnen hereingelegt wird, sie spielen nie mit offenen Karten. Auf diese Idee hat mich, unabsichtlich natürlich, Harley Quinn gebracht. Sie zeigt uns, wie trickreich die Lösung von einem Glauben funktioniert. Hier spiel sie die Rolle eines Vorkämpfers für den Islam, aber indem sie das tut, beerdigt sie ihn zugleich. Sie beerdigt ihn, indem sie eines seiner Dogmen zum Einsturz bringt. Laut islamischer Lehre müsste ihr Auftreten , da es sich um eine Frau handelt, uneitel und bescheiden sind, es ist aber das genaue Gegenteil. So tragen die Kontroversen um den Islam zu seinem Absinken in die Bedeutungslosigkeit bei, gerade weil er von Frauen verteidigt wird.

Ich das nicht echt tricky?
 

Nur zwei kleine Nachträge:
Im Islam gibt es eine Klausel, die besagt:
Wenn du die Regeln aufgrund widriger Umstände nicht einhalten kannst.
Dann ist es deine Pflicht, ihnen so gut es geht nach zu kommen, dass reicht völlig aus.
Das ist kein Freibrief zum nicht einhalten, es ist Fallback Instanz, falls es mal nicht deine eigene Schuld ist, dass du es nicht kannst.

Ähnlich wie Katholiken ihre Beichte haben, die nur funktioniert, wenn du ehrlich bereust.


Und das Gott bescheißen, hat in allen 3 Monotheistischen Religionen lange Tradition.

Passt einfach irgendwas nicht mehr, wird es uminterpretiert.
oder in einem anderen Kontext gemeint.

p.S.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Götter bes.. betrügen ist nicht Alleinstellungsmerkmal der Monotheisten ^^
 
Im Islam gibt es eine Klausel, die besagt:
Wenn du die Regeln aufgrund widriger Umstände nicht einhalten kannst.
Dann ist es deine Pflicht, ihnen so gut es geht nach zu kommen, dass reicht völlig aus.
Das ist kein Freibrief zum nicht einhalten, es ist Fallback Instanz, falls es mal nicht deine eigene Schuld ist, dass du es nicht kannst.
So what :unknown:

Diese pragmatische Regelung haben auch die Zeugen Jehovas. Das ist kein islamistisches Alleinstellungsmerkmal :p
 

Du reist das aus dem Zusammenhang.
Das war eine Antwort auf die Aussage von jemand anderen.

hast du in deinen wissenschaftlichen Arbeiten aus so Zitiert, macht dein Abschluss bald den Guttenberg...
 
Im arabischen gibt es ein Sprichwort. "Das Gebet ist wichtig, aber binde erst dein Kamel an."

Im Islam ist Gott der Allerbarmer und Barmherzige.

Er wird dich nicht in die Hölle schmeißen, weil du dein Gebet aufgrund von Arbeit verlegst. Ist alles total easy. Aber man sollte es natürlich so gut es geht versuchen einzuhalten.


Im Gegenteil mag Gott im Islam Menschen nicht, die den ganzen Tag beten, aber nichts produktives für die Gesellschaft tun. Helfen, Arbeiten, gutes tun. Aktiv sein. Geld spenden, den dürftigen helfen.

Gibt sogar Hadithe, wo Gott das Gebet von Muslimen nicht annimmt, wenn sie außer Beten nichts anderes tun
 
Bloße Provokationen habe ich gerade entsorgt. Tragt wenigstens irgendetwas inhaltlich zu diesem weiten Themenfeld bei. Mehr als "du bist doof".
 
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