[Technik] USA: Neues Atemanalysegerät deckt Cannabiskonsum auf

cheech-and-chong-up-in-smoke.jpg In den USA wird gerade ein Detektor getestet, der wie bei einen Alkoholtester die Konzentration von THC direkt im Atem feststellen kann. Entwickelt wurde das Gerät in der Washington State University. Die Forscher hoffen damit der Polizei eine sofortige Möglichkeit zu geben, dass Vorhandensein der Droge vor Ort zu erkennen. Damit könnten laut Polizeisprecher auch die falsch-positive Rate bei Verdachtsmomenten gesenkt werden. Seit der Legalisierung 2014 sind in den Staaten Washington, Colorado, Alaska und Oregon die Zahl der bekifften Fahrer um 25 Prozent gestiegen.

Das Konsumieren von Haschisch ist zwar in einigen US-Bundesstaaten erlaubt, jedoch nicht das Autofahren nach dem Konsum.

Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
...Die Forscher hoffen damit der Polizei eine sofortige Möglichkeit zu geben, dass Vorhandensein der Droge vor Ort zu erkennen....

äh?
was ist an diesem Satz falsch?
Ah richtig. Es gibt ja schon Wischtests die eben genau das leisten...
Ist das noch nicht bis ins Amiland durchgedrungen?
 
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  • #3
Ich weiß es nicht. Aber zeigt der Wischtest nicht nur an ob man, wie auch immer, damit in Berührung gekommen ist, ohne die Konzentration im Blut zu messen?:unknown:
 
Der Wischtest schlägt sogar an wenn man vorher ein Mohnbrötchen gegessen hat.
Wird Zeit das der abgelöst wird.
 
Ja der Wischtest schlug auch an wenn man bis zu 2 Tage vorher was konsumiert hatte, von daher gut das er endlich Vergangenheit ist/wird und nun hoffentlich nur noch Leute auf den Deckel kriegen die wirklich stoned Auto fahren.
 
Darum gabs (bei positiv) ja immer noch einen Bluttest. Den kann man sich dann hoffentlich sparen, genau so wie die Kosten dafür. Wichtiger wäre imho aber eine klare Konzentrationsgrenze im Blut wie beim Alkohol. Sowas gibt es m.W. ja noch nicht. Oder liege ich falsch?
 
Wie lange ist man denn stoned bzw. wie lange sollte man nach einem Joint kein Auto mehr fahren?
 
Habe ich auch noch nichts von gehört, aber das wird hoffentlich alles irgendwann noch kommen, ist ja in den USA noch " Neuland" :)
In Colorada mussten z.b extra Gesetzte erlassen werden weil einige Banken das nun legale " Drogengeld" gar nicht erst annehmen wollten.
Hat wer ne Ahnung wie das mit der Konzentration im Blut in den Niederlanden gehandhabt wird?
 
Kommt immer auf das "Zeug" an. Ist ja nicht wie bei Bier wo dann genau 4,8 Vol.- % Alkohol enthalten sind oder so. Je nach dem wie Stark das Zeug ist sollte man aber sicherlich 6 bis 7 Stunden kein Auto fahren. Danach sollte auch das stärkste Gras/Kanten nicht mehr die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bei schwachem Homegrow kann es aber auch "nur" 2 bis 3 Stunden dauern. Pauschal kann man das nicht sagen. Darum wäre eine Blutkonzentrationsgrenze ja auch so wünschenswert. Einem den Führerschein abzunehmen weil er am vorhergegangenen Tag was geraucht hat ist einfach albern und sicherlich nicht zeitgemäß.
 
Einem den Führerschein abzunehmen weil er am vorhergegangenen Tag was geraucht hat ist einfach albern und sicherlich nicht zeitgemäß.

Hängt aber trotzdem noch vom jeweiligen Fahrer und seinem Zustand ab. Ich selber hatte noch nie Cananbis konsumiert, jedoch kann ich mir vorstellen, dass jeder Mensch anders darauf reagiert wie bei Alkohol. Oder ist das nicht so? :confused:
 
Das ist definitiv nicht so! Wenn du heute einen, zwei oder auch 5 Tüten rauchst, davon merkst du am nächsten Tag nichts mehr. Man kann es auch übertreiben und 20 Köpfe durch die Bong rauchen, das ist aber dann gleichzusetzen mit einem totalabsturz mit Alkohol. Und selbst da wirst du wohl nach dem Kiffen eher fahrtüchtig sein als nach einem Vollrausch. Das ist meine Erfahrung. Daher wäre es ja auch wichtig eine Grenze im Blut abzustecken um bei Dauerkonsumenten einen Riegel vor zu schieben, dem Gelegenheitskiffer aber nicht gleich den Führerschein zu nehmen.

Jeder der schon mal etwas geraucht hat weiß das am nächsten Tag davon nichts mehr zu spüren ist. (wenn man mal von psychologischen Störungen durch Unverträglichkeit, die bei Alkohol genau so auftreten können, absieht).
 
Es hängt doch aber auch ab in welchem Zustand er aufgehalten wird und bereit war ins Auto zu steigen!

Ein Alkoholiker kann doch auch so viel Trinken wie er mag. Wenn er in seinem Vollrausch nicht ins Auto steigt, ist das doch kein Problem.
 


Das Problem ist, dass Canabis noch nachweisbar ist wenn du schon LANGE keine Wirkung mehr hast.

Und selbst wenn du nicht auto fährst und es nachgewiesen wird, dann ist dein Lappen trotzdem weg^^
 
Wie, Lappen weg als Fussgänger?
Man kannst auch im Keller seines Hauses hocken und futsch ist der Führerschein, wenn ein Gericht der Meinung ist, dass der Drogenkonsum einen zum Führen eines Kfzs disqualifiziert.


Besonders krasses Beispiel...
Die seltsame Verfolgung der nüchternen Kiffer

Wer kifft, gefährdet den Straßenverkehr. Auch ohne Rausch, jederzeit. Das glauben zumindest Behörden. Sie entziehen selbst nüchternen Taxikunden den Führerschein.

Diese Praxis könne jeden der geschätzt drei bis sechs Millionen Konsumenten treffen, sagt Pütz. "Alle Kiffer sind permanent gefährdet, durch bloßen Besitz oder auch nur durch gelegentlichen Konsum von Cannabis selbst fernab der Straße und des Verkehrs ins Visier der Führerscheinbehörden zu geraten." Das kann zu mehrere Hundert Euro teuren fachärztlichen Gutachten führen oder zu den berüchtigten Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen (MPU), dem "Idiotentest". Davor müssen mehrmonatige Abstinenznachweise stehen.

 
Es hängt doch aber auch ab in welchem Zustand er aufgehalten wird und bereit war ins Auto zu steigen!
Darum ist es momentan ja noch so dämlich geregelt. Kann sein ich kiffe heute was, werde am Freitag mit der Karre angehalten, Wischtest positiv -> Bluttest -> da keine festen Grenzen vorhanden kann es sein das ich den Führerschein entzogen bekomme weil irgend ein ahnungsloser Bürokrat meint ich wäre eine Gefahr für den Straßenverkehr. Das ist der ganze Witz dabei. Wer bekifft fährt dem gehört natürlich der Lappen weg, so ist es m.M.n. aber nur Schikane.

Der Führerschein kann in der Tat auch so entzogen werden. Die behaupten dann das du durch den Konsum große Gefahr läufst auch mal unter dem Einfluss von Cannabis dein Auto zu bewegen (Annahme von Eignungszweifeln an der Kraftfahreignung). Allerdings wäre mir da kein Fall bekannt. Kann dir übrigens mit Alkohol genau so passieren.
 
Ach wie toll diese Atemschnelltests doch sind... da wurde ich tatsächlich mal angehalten... aus reiner Kontrolle und sollte in son Gerät pussten. Und das zeigte an das ich Akohol getrunken habe. Der Wert war zwar niedrig. Aber da ich mein Leben lang schon Straight Edge bin habe ich son Scheiss nie auch nur angefasst. Ich esse nichtmal Süßigkeiten wo Alkohol drin sein könnte wie Mon Cheri. Und da ich geistig total klar und von dem Ergebnis sichtlich verwirrt, glaubten mir die Kontrolleure wohl und ließen mich weiter...
 
Darum gabs (bei positiv) ja immer noch einen Bluttest. Den kann man sich dann hoffentlich sparen, genau so wie die Kosten dafür. Wichtiger wäre imho aber eine klare Konzentrationsgrenze im Blut wie beim Alkohol. Sowas gibt es m.W. ja noch nicht. Oder liege ich falsch?

Soweit ich weiß nicht. Liegt allerdings wohl auch daran, dass es keine so guten Untersuchungen dazu gibt, wie beim Alkohol. Zumindest war das die Aussage, die ich zuletzt darüber mitbekommen habe.
Eventuell kann man auch nicht so einfach sagen: "Ab einer Konzentration von x mg/ml ist eine Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben", weil der eine sich 5 Jonnys reinzwitschern kann und danach noch fährt wie 'ne Eins und der andere schon vom bloßen Ansehen des Joints umkippt. :unknown:

Die Atemalkohol-Tester sind auch verdammt ungenau. Deshalb rät es sich immer an auf einen Bluttest zu bestehen, mal abgesehen davon, dass bis der gemacht ist, auch immer noch etwas Zeit vergeht, für die, die sich wirklich etwas vorwerfen müssen.
 
Liegt allerdings wohl auch daran, dass es keine so guten Untersuchungen dazu gibt, wie beim Alkohol
Das würde mich nicht wundern. Schließlich kann man beim Alkohol deftig Steuern kassieren :coffee: Darum muss gesetzlich ja auch gewährleistet sein das man das auch ohne schlechtes Gewissen tun kann wenn man sich an gewisse Regeln hält.

Eventuell kann man auch nicht so einfach sagen: "Ab einer Konzentration von x mg/ml ist eine Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben", weil der eine sich 5 Jonnys reinzwitschern kann und danach noch fährt wie 'ne Eins und der andere schon vom bloßen Ansehen des Joints umkippt.
Ist beim Alkohol ja nicht anders. Direkt danach darf man eh nicht fahren (hier ist man beim Alkohol ja [seltsamerweise] noch gnädig. Alkohol ist meiner Erfahrung nach da noch viel nachtragender. Hier kannst du selbst am nächsten Tag teilweise noch nicht fahren. Beim Kiffen ist mir sowas noch nie untergekommen.

Ist imho wie bei den Waffengesetzen in den USA. Es scheitert bei manchen Gesetzen einfach am wollen, nicht am können.
 
Es gibt eine Grenze.


Zitat aus dem von TBow verlinkten Artikel:

Besonders verwirrend für Betroffene ist das getrennte Spiel von Ordnungs- und Verwaltungsbehörden. Wird ein Autofahrer kontrolliert und ein THC-Gehalt von mehr als einem Nanogramm pro Milliliter Blutserum (ng/ml) festgestellt, gilt die Fahrt als "Drogenfahrt". Egal, ob der Fahrzeuglenker gerade eben oder vor drei Tagen an einem Joint gezogen hat. Den Grenzwert hat eine Grenzwertkommission festgelegt, nicht der Gesetzgeber. Er beschreibt keine Wirkungsgrenze, sondern ist eine mechanische Festlegung. Dabei ist THC viel länger nachweisbar – auch über seine Abbaustoffe – als es wirksam ist. Zum Vergleich: In der Schweiz gelten umgerechnet 3 ng/ml, im USA Bundesstat Colorado darf man noch mit 10 ng/ml ans Steuer (umgerechnet, weil sich Schweizer und US-Werte von 1,5 und 5,0 jeweils aufs Vollblut beziehen).
 
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