Demokratie - Nur ein Konzept?

Direkte Demokratie ist in Deutschland gefährlich. Ködert auf magischer Art und Weise Populisten an. Gibt's genug Zombies...braainn... uhmm ausläahhndaa....
 
;)

Weil mir Direckte Demokratie besser gefählt ;)

Bezweifele ich.

Wenn Dir jeden Tag neue Unterlagen für das nächste Volksbegehren ins Haus flattern und Du entscheiden sollst, ob die Kita hier gebaut wird oder dort, dann hängt Dir der langweilige Papierkrieg bals zum Hals heraus.
 
Sowas Flattert einem bestimmt nicht ins Hause ;)

Weil das beispiel schwachsin ist ;)


Und für den Rest kann man ja wohl eine Digitale befragen machen ;) bevors sowas lossgeht ;) das da auch genug leute zusammen kommen ;)
 
Und für den Rest kann man ja wohl eine Digitale befragen machen ;) bevors sowas lossgeht ;) das da auch genug leute zusammen kommen ;)

Na prima, jetzt hast Du nur noch ein Problem: Du musst eine Mehrheit der Bevölkerung von Deinen Vorstellungen überzeugen.

Viel Spaß!
 
Das Volk herscht dan über sich selbst ... ;) wo ist das Problem ...

Bei den Alten Grischen hatt das auch super funktioniert ... da waren die "Länder" zwar noch nicht so gross aber genutzt hatt es jeden dort ;)

Naja, wenn man davon ausgeht, dass Frauen im alten Griechenland nix zu sagen hatten, "Ausländer" und Sklaven ebenfalls nicht und wenn man hinzunimmt, dass die griechischen Stadtstaaten aus ein paar 10000 Leuten bestanden und nicht aus Millionen wie heute, dann hat das ganz gut funktioniert, ja. Sparta war aufgrund seiner von den Bürgern gewollten Ansichten zur Römerzeit nur noch ein Kuhdorf z.B.. Ich bin selbst durchaus Fan von direkter Demokratie, aber ich bin nicht so blauäugig zu glauben, das man Millionen von Meinungen zu diversen Themen problemlos unter einen Hut bringen könnte, geschweige denn das dann alles gut werden würde, was sich wohl mancheiner schönträumt.
 
Ich bin selbst durchaus Fan von direkter Demokratie, aber ich bin nicht so blauäugig zu glauben, das man Millionen von Meinungen zu diversen Themen problemlos unter einen Hut bringen könnte, geschweige denn das dann alles gut werden würde, was sich wohl mancheiner schönträumt.

Die Millionen sind gar nicht das Problem, und es ist auch nicht dras Poblem, Meinungen unter einen Hut zu bringen.

Das Problem besteht darin, dass die Gesellschaft heute eine Kombination von Gruppen mit sehr verschiedenen und oft gegensätzlichen Interessen ist. Die Schwerindustrie, das verarbeitende Gewerbe, die Exportindustrie, der Berbau, die Großagrarier, die Kleinbauen, die Unternehmer, die Lohnabhängigen, die Großstädter, die Landbevölkerung etc, etc. Es geht also nicht einfach um "Meinungen", sondern um materielle Interessen, um Kohle.

Das bedeutet:

Es müssen Kompromisse ausgehandelt werden, und das war schon immer ein Job für Delegierte, Unterhändler, Schlichter, Richter. Also für Profis. Ein "Ich bin dafür" oder "Ich bin dagegen" hat vielleicht, vielleicht ausgereicht, als die Bevölkerung hinsichtlich ihrer materiallen Lage homogen gewesen ist und ausschließlich aus Bauern bestanden hat, die alle den gleichen Mix aus Viehzucht und Ackerbau betrieben. Aber schon dann, wenn die einen Bauern sich auf Viehzucht und die anderen auf Ackerbau spezialisieren, fangen die Interessengegensätze an.
 
Und können dann schnell ausufern. Lincoln County War etc..
 

Wir haben die Technik dazu es ist machbar / Res. haben wir auch genug ... versucht man es nicht, ist man ein Versager ... oder idiot ! Schlechter wie jetzt kann es nicht werden ;)

zur zeit der griechen lebten gerade mal 5% der menschen .....

Süss ? du hast in Geschichte aufgepasst ;)

Das Problem besteht darin, dass die Gesellschaft heute eine Kombination von Gruppen mit sehr verschiedenen und oft gegensätzlichen Interessen ist. Die Schwerindustrie, das verarbeitende Gewerbe, die Exportindustrie, der Berbau, die Großagrarier, die Kleinbauen, die Unternehmer, die Lohnabhängigen, die Großstädter, die Landbevölkerung etc, etc. Es geht also nicht einfach um "Meinungen", sondern um materielle Interessen, um Kohle.

Das bedeutet:

Es müssen Kompromisse ausgehandelt werden, und das war schon immer ein Job für Delegierte, Unterhändler, Schlichter, Richter. Also für Profis. Ein "Ich bin dafür" oder "Ich bin dagegen" hat vielleicht, vielleicht ausgereicht, als die Bevölkerung hinsichtlich ihrer materiallen Lage homogen gewesen ist und ausschließlich aus Bauern bestanden hat, die alle den gleichen Mix aus Viehzucht und Ackerbau betrieben. Aber schon dann, wenn die einen Bauern sich auf Viehzucht und die anderen auf Ackerbau spezialisieren, fangen die Interessengegensätze an.

und das war schon immer ein Job für Delegierte, Unterhändler, Schlichter, Richter. Also für Profis

Schau an wo uns diese Profies hingebracht haben ... die Geselschaft wird immer mehr Zersetzt ... LohnSklaven ... Monsanto will uns vergifften .. Andauernde Kriege ... usw.

Also schlechter kann es wohl kaum werden ;)

Ich Frage mich wo es dort Interessengegensätze geben sollte ... ? Wir reden hier von Marktwirtschaft und die wird sich wohl kaum ändern lassen ... ;) Und dazu kommt das eigentlich genug für alle da ist ;)

Also wen man es nicht Versucht ... kann auch nix bei rauskommen ... ;)

 
Zuletzt bearbeitet:
Wahrscheinlich hast Du nicht erkannt, daß es nicht um eine tolle neue Theorie oder Methode geht sondern um die Natur des Menschen.

Wenn Menschen eine Gelegenheit finden werden sie immer andere Menschen versklaven egal wie hübsch ihre Gesellschafts-Theorie klingt.

Und genau das ist Politik: Der mühsame alltägliche Kleinkrieg die Leute zu erwischen, die sich mehr nehmen als ihnen zusteht.

Da hilft auch kein noch so klug erdachtes System und das weiße Rauschen im Internet schon gar nicht. :D
 
Wenn Menschen eine Gelegenheit finden werden sie immer andere Menschen versklaven

Falsch.

Keiner kauft sich den ganzen Menschen, wenn er auch seine Arbeitskraft separat haben kann. Im Vergleich zum Lohnarbeiter ist der Sklave viel zu teuer. Für ihn muss sein Herr nämlich sorgen, er ist ja sein Eigentum, den Lohanarbeiter kann er entlassen.

Und genau das ist Politik: Der mühsame alltägliche Kleinkrieg die Leute zu erwischen, die sich mehr nehmen als ihnen zusteht.

Falsch. Die Dauerfahndung nach Übeltätern ist Polizeiarbeit.

Damit aus dem Fahndungsaufruf keine Hexenjagd werden kann, muss definiert werden durch Gesetze, WAS genau jemand zusteht.

Die Verabschiedung dieser Gesetze ist Aufgabe der Politik.


Nachtrag

Auch diesen Satz sollte man kommentieren, weil er zu den gängigen Gemeinplätzen gehört:

Wahrscheinlich hast Du nicht erkannt, daß es nicht um eine tolle neue Theorie oder Methode geht sondern um die Natur des Menschen.

Die Natur des Menschen ist extrem widersprüchlich. Wenn er andere Menschen nicht als Subjekte, sondern als Sache behandelt, dann deshalb, weil er selbst der Sklave seiner Bedürfnisse ist, vor allem der Sklave seines Magens. Für den Magen ist das Subjekt eine reiner Nahrungsbeschaffungsmaschine, und er führt ein strenges Regiment. Extremer Hunger kann das Verhältnis des Menschen zum anderen Menschen so weit versachlichen, dass er als als ein Stück Fleisch behandelt, also aufgegessen wird.

Würden die Menschen ihren Nahrungsbedarf hauptsächlich durch das Verzehren anderer Menschen decken, hätten sie freilich einander ausgerottet und als Gattung nicht überlebt, Sie haben aber als Gattung überlebt, und zwar deshalb, weil sie einander nicht aufgegessen haben. Der Mensch war für sie was anderes als ein Schnitzel auf zwei Beinen. In dieser Hinsicht sind alle Menschen gleich, auch Herr un Sklave.

Was unterscheidet die Sklaven von einer Herde Rinder? Zum einen, dass man die Sklaven nicht schlachten und essen darf. Zum anderen, dass der Herr ihnen seinen Willen aufzwingen kann, wenn sie ihn als Herrn akzeptieren. Sie sind dann viel leistungsfähiger als Rinder. Von einer Kuh bei Tisch bedient werden möchte man lieber nicht, mit einem Sklaven kann man sogar philosophiesche Diskussionen führen.

An dieser Stelle ist es ganz interessant, sich einmal mit der "Dialektik von Herr und Kaecht" zu befassen, einen kleinen Vorgeschmack gibt Wikipedia:

Hegel betrachtet die Dialektik von Herr und Knecht als Quelle des Selbstbewusstseins, der Identität. Die Elemente des Selbstbewusstseins werden als „Für-sich-sein“ (Herr) und „Für-andere-sein“ (Knecht) erschlossen. Der Herr bezieht sein Selbstbewusstsein aus der Tatsache anerkannt zu werden; dafür, dass er sein Leben riskiert hat. Er arbeitet nicht. Der Knecht jedoch arbeitet für den Herrn. Er bezieht sein Selbstbewusstsein im Laufe der Zeit nicht mehr nur aus der Tatsache, für jemand anderen zu sein und zu arbeiten, sondern durch seine Arbeit gelangt er zur Herrschaft über die Natur.

Hegel macht deutlich, dass Herr- und Knechtschaft interdependent sind. Der Knecht ist zwar Knecht kraft seiner erzwungenen Unterordnung, jedoch ist der Status des Herrn von der Anerkennung seiner Herrschaft durch den Knecht abhängig.


Aber man kann das Problem auch anders angehen. Jeder Mensch will geachtet, respektiert, gemocht, geliebt, geschätzt werden. Für Schmeicheleien ist er deshalb empfänglich. Aber der Genuss wird getrübt durch den Argwohn, der Schmeichler habe nicht seine wahren Empfindungen mitgeteilt. Man möchte deshalb keine Speichellecker um sich haben, die kränken den Menschen eher als dass sie ihm schmeicheln.

Ein freier Mensch kann nur unter freien Menschen glücklich werden. Und diese Bestreben konterkarriert das Bedürfnis nach Sklvenhaltung. Sklaven können nützlich sein, angenehm sind sie nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Regierung und Politik die menschliche Natur um so vieles verbessert, warum rüstet die Welt gerade wieder auf?
 

Denkst du denn, ohne Regierung gäbe es kein Aufrüsten und keine Konflikte? Das ist ein Trugschluss, finde ich.
 
Diese Schlussfolgerung kommt nicht von mir, die hast du dir aus dem Hut gezogen.

Trotzdem kannst du darüber nachdenken: Was für Konflikte führen wir in der Welt und in wessen Interesse liegen sie? Das Interesse einer Regierung ist es Geld aus der Bevölkerung zu schöpfen, um sich damit am Leben zu halten und eventuell zu wachsen. Wir "brauchen" sie dann dafür, um Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten.

Das ist der Grund aus dem man als normaler Angestellter 50% oder mehr seines Einkommen als Steuern abtreten "darf". 19% Steuern zahlt man schon auf fast alles, was man mit stark versteuerten Lohn kaufen kann. Diese Steuer zahlt man, damit die Regierung z. B. massive, die Wirtschaft verzerrende Subventionen zahlen kann. Die Schere zwischen Arm und Reich wird Größer, weil unsere Regierung Clientelpolitik betreibt und dabei deine und meine Gelder verteilt. Die Konflikte, die daraus entstehen und die Probleme sind die Schuld der Regierung und werden durch die Mittel der Regierung nicht gelöst.

Das ist auch der Grund, aus dem Griechenland pleite ist. Griechenlands Marktwirtschaft würde es gut gehen, hätte sie nicht eine viel zu große Wasserkopfregierung tragen müssen, die Geld verschenkt. Die massiven Konflikte, die Gewalt und die Probleme dort sind die Schuld einer Regierung, die ihren Bediensteten (also sich selbst) das Leben versüßte. Leider konnte die Regierung die Lösung die sie kannte (Geld verschenken) nicht unendlich lange fortführen. Die Folgen tragen die armen Griechen.

Was haben haben wir noch an Konflikten in der Welt? Wie wäre es beispielsweise mit unserem Militäreinsatz Afghanistan, in wessen Interesse liegen solche Einsätze, in deinem? Regierungen sind die einzigen Entitäten in der Welt, die solche Kriege führen können.


Nur Regierungen können riesige Mengen Geld sammeln, gigantische Kredite aufnehmen und dieses Geld dann (an sich selbst) verschenken, oder damit Kriege führen. Regierungen müssen dafür nicht arbeiten, sondern die Bürger und für die Kredite kommen die zukünftigen Generationen auf. Gleichzeitig kann eine Regierung nichts Leisten, was man nicht auch ohne sie erreichen könnte. Du bist trotzdem gezwungen deine Steuern zu zahlen, weigerst du dich, wirst mit Gewalt dazu gezwungen.

Ohne Regierungen hätten wir natürlich auch Probleme, aber es wären unsere Probleme und keine gigantischen Multimilliardenprobleme.
 
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