[Politik und Gesellschaft] Berliner Bezirksparlament plant Coffeshop zur Eindämmung des Drogenhandels

Das Berliner Bezirksparlament Friedrichshain-Kreuzberg möchte mit dem bundesweit ersten den Drogenhandel im angrenzenden Görlitzer Park reduzieren.

Zur Realisierung des Vorhabens wird seitens der Grünen-Bezirksfraktion ein Antrag zur Genehmigung für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
erarbeitet. Man hofft, dass das eine Ausnahmegenehmigung zur kontrollierten Abgabe von Cannabis aus öffentlichem Interesse erteilt.

Quellen:


 
Uruguay hat den Besitz, Anbau und auch den Verkauf in Apotheken von Cannabis legalisiert!

 
hab ich gestern auch schon im radio gehört und finde das eine interessante sache.
aber hier wird man, selbst wenn es dort zur senkung der kriminalitätsrate führt, irgendwas finden um es weiterhin verboten zu halten.
 
Ich kann mir grade auch nicht vorstellen, dass die deutsche Regierung grade Uruguay als Vorbild bei Gesetzesvorhaben nimmt :unknown:
 
Ist doch egal in welchem Land das ist; der Punkt ist, dass (positive Ergebnisse vorausgesetzt) niemand mehr argumentieren kann, dass eine Legalisierung nichts bringen würde :T
 
Ist doch egal in welchem Land das ist; der Punkt ist, dass (positive Ergebnisse vorausgesetzt) niemand mehr argumentieren kann, dass eine Legalisierung nichts bringen würde :T

:D:D
Da musst du mal aufpassen was Politiker in Deutschland und EU allgemein so alles können. Da sieht "argumentieren" ganz anders aus als man das in der Schule lernt.
 
:D:D
Da musst du mal aufpassen was Politiker in Deutschland und EU allgemein so alles können. Da sieht "argumentieren" ganz anders aus als man das in der Schule lernt.
Oh ja. Das sah man 1997 (?) sehr gut, als die Grünen im Parlament eine Cannabislegalisierung initiieren wollten.
SPD: "Uns liegen Studien vor, dass der Cannabiskonsum steigt. Es wäre völlig falsch, hier eine Liberalisierung zu fordern, weil das noch mehr Kiffer bedeuten würde."
CXU: " Uns liegen Studien vor, dass der Cannabiskonsum fällt. Es wäre völlig falsch, hier eine Liberalisierung zu fordern, weil man damit die gute Arbeit der Strafverfolgungsbehörden zerstören würde, die sie bis jetzt geleistet haben."
Tja, jetzt denke man mal scharf nach, was nach deren Logik zu einer Liberalisierung führen könnte.
 
@1Bratwurstbitte:
Was habe ich daran missverstanden?
Es las sich so, als hättest du die intravenöse Applikation gemeint :D.

Ich kann euch noch zu dem Thema letale Dosis von Cannabis eine Geschichte aus meiner Jugend ca. 16-17 erzählen.
Wir hatten damals schon ein Schoko-Ticket, das ist ein Ticket für den Nahverkehr und damals auch bedingt für den DB-Verkehr, da konnte man z.b von Bochum aus fast bis direkt nach Köln fahren, ohne was dazu zahlen zu müssen.
Wenn man pro Fahrt einen 5er dazugezahlt hat, konnte man direkt bis nach Venlo fahren. So konnten wir damals nach Venlo und zurück für einen 10er fahren.
So sind wir ab und an manchmal mit einer 3er - 5er Gruppe am Wochenende dahin gefahren.
Der Eine wollte in Deutschland indizierte CD's kaufen, ich wollte Energy-Drinks und Süßigkeiten und der eine Kumpel, um den sich die Story gleich drehen wird, wollte immer Ganja kaufen und hierhin bringen ( Hat er dann auch meistens gemacht )...

So begab es sich dann bei der 4.ten oder 5.ten Tour, dass er fast einen ganzen Gefrierbeutel ( Ich tippe heute, dass es bestimmt 15-20 Gramm gewesen sein müssen ), mitbringen wollte.
Wir sitzen im Abteil, jeder begutachtet so seine Einkäufe und ist stolz drauf. Der besagte Kumpel packt seinen Beutel mit dem Ganja aus und kriegt voll die Funkelaugen.

Plötzlich vernehmen wir ein sehr lautes und dumpfes Hundegebell ca. 4-5 Abteile von uns entfernt. Wir machen das Abteil auf und gucken auf den Flur.
Der Zoll war gerade während der Fahrt dabei und hat den Zug durchsucht, ob nicht Jemand was schmuggelt :D:D:D. Das Gebell kam von einem riesigen Schäferhund, der wohl ein Spürhund war.
Der Kumpel kriegt dann voll die Panik, da die Fenster in unserem Abteil abgeschlossen waren, er hätte das Zeug auf dem Flur, wo die Beamten standen aus dem Fenster werfen müssen.
Hätte er es in den Müll-Eimer geworfen, hätte er es genau so gut den Beamten in die Hand drücken können...

Er sitzt da 10 Sekunden, was mach ich jetzt, was mach ich jetzt, das war voll teuer, die finden das jetzt bestimmt, was mach ich jetzt...
Plötzlich reißt er sich den Beutel aus der Jacke, greift voll rein und stopft sich eine ganze Hand voll Ganja in den Mund, kaut und leert nach und nach den ganzen Beutel.
Nach dem letzten Bissen hat er sich aus meinem Rucksack einen Energy-Drink genommen und das runtergespült.

Wir sitzen da, gucken uns an und waren voll verdutzt. Als er dann fertig war haben wir total angefangen zu lachen.
Er hat keinen Ton mehr danach gesagt, von ihm wurde nur noch die Tüte ordentlich im Mülleimer ausgeklopft, welche dann in seinem Rucksack verschwand.

Ca. 30 Sekunden später geht bei uns das Abteil auf, ein älterer Beamter mit grauem 3 Tage-Bart guckt rein, mustert uns sehr genau, sagt kein Wort und schließt die Tür des Abteils wieder.
Als die Tür wieder geschlossen war, haben wir dann noch lauter gelacht und hatten richtig Spaß an der Situation.

2-3 Stationen weiter konnten wir dann am Bahnhof sehen, wie die mit ihrem Hund ausgestiegen sind und wieder in in Gegenrichtung zurück gefahren sind.

Der Kumpel hat wirklich keinen Mucks mehr gesagt. Bis er dann ungefähr 20-30 Minuten später plötzlich angefangen hat zu lachen. Er lachte und lachte, dass er schon ganz aus der Puste war.
Plötzlich springt er auf, rennt aus dem Abteil. Kommt nach 2-3 Minuten wieder und setzt sich kreidebleich mit Pupillen groß wie Untertassen mir gegenüber auf den Platz.
Ich: "Alles okay bei dir?" ... Er: "HHHmmmmm... *schnauf*". Das schnaufen war eher so ein Verständigungslaut, den man macht, wenn man gerade aufgestanden ist und die Augen noch nicht geöffnet hat :).

Danach war er die letzten 30 Minuten der Fahrt nicht mehr ansprechbar, es kam mir so vor, als wäre er in einem Wachkoma. Er konnte aber weiterhin verhindern um zu kippen, oder zur Seite zu schwanken, von daher hatte man noch irgendwie den Eindruck das er anwesend war.

Als wir dann in Bochum ankamen, mussten wir ihn aus dem Zug auf eine Bank am Bahngleis tragen. Nach einer hitzigen Diskussion entschlossen wir uns nach gründlichem Abwegen gegen einen Rettungswagen und riefen seine Mutter an, die ihn dann auch recht schnell vom Bahnhof und der Bank abholte. Wir haben ihn dann ins Auto getragen und gesagt, dass er sich den Magen verdorben hat, weil er zuviel Energy-Drinks und Süßigkeiten gegessen hatte :D, er hätte im Zug schon 2 mal gekotzt...

In der Schule haben wir ihn danach eine GANZE WOCHE nicht gesehen :D:D:D. Er hat später erzählt, dass er 2 Tage voll drauf war und 5 Tage brauchte, um wieder einigermaßen klar zu kommen.
Gestorben ist er daran nicht.
 
Da THC fettlöslich ist, kann er wohl froh sein, dass er die Tüte nicht vorher mit Butter angemacht hat :D
Aber schöne Story jedenfalls.

Meine Mutter erzählte mal was von ihrer Israelreise mit 18. Da haben sie Shit bei sonem Typen gekauft. Dann kam leider (behauptete er) die Polizei auf den Campingplatz. Weiß nicht wies heute ist, aber damals waren die da wohl ziemliche Faschos, auch nicht nur, was Drogen angeht.
Jedenfalls hat er dann wohl auch sämtliches Hasch, was die da so hatten, aufgegessen. Aber keine Ahnung, was nachher aus dem geworden ist. Nehme an, er wollte einfach das schon bezahlte Zeug von den Mädels wiederhaben ;)
 
Finde das auch eine schöne Geschichte 1Bratwurstbitte.
Zeigt sie doch, dass nicht der normale Konsum gefährlich ist, sondern die Repression zum Unsinn führt.
Hier hat wieder die gesäte Angst über Mündigkeit gesiegt und das finde ich beschämend.
 
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