Petition 46483

@DJ Xtended:
Was dort abgeht - allein wie mit den HE umgegangen wird, spottet jeder Beschreibung! Es wird sich regelmäßig über geltende Gesetze, sowie aktuelle Rechtssprechung hinweg gesetzt; Nötigung und "Amtsmissbrauch" sind an der Tagesordnung usw.

Schon eigenartig so habe ich doch tatsächlich Freunde die auch mal HE waren, ich war auch mit auf den Ämtern. Aber diese Sachen die laut Dir auf der Tagesordnung sind habe ich nie erlebt. Immer konnte man mit den Leuten dort reden und es wurden Lösungen gefunden, echt abartig diese pöhsen Beamten.

Keine Ahnung von der Materie? Einfach mal die Fresse halten...
So begeisterst Du Leute für dein Anliegen, ich stelle nur Fragen und so wird darauf reagiert? :T Sehr nett.

Aber allein an deiner Reaktion sehe ich, das die Hartz4-Hetze immer wieder auf fruchtbaren Boden fällt! Aber genau so, ist das ja auch gewollt... Hartzer sind alles faule Säcke, Sozialschmarotzer und Penner.
Das wünscht man zwar keinem - aber sei es drum: Hoffentlich kommst du auch mal in den Genuss!

Richtig deswegen habe ich schon im ersten Posting differenziert. Vielleicht liest Du erstmal die Beiträge bevor Du sagst man solle die Fresse halten? Bitte lies nochmal meine Beiträge vielleicht verstehst Du dann den Inhalt.



Für den Hartz IV Empfänger ist es Wichtig diese Unterlagen dem Amt zu bringen, damit die diese dann bearbeiten können.
Man hat dann nur 1A Zeit verschwendet. :T

Und du meinst man hat als Hartz IV Empfänger, der bemüht ist Arbeit zu finden, nichts zu tun?
Nein, das meine ich nicht aber die Differenzierung ist Dir schon aufgefallen oder? Und 20 Bewerbungen in einem Monat ist nicht das Ding.

Und kein Arbeitgeber wird dir kündigen, weil du mal ne Stunde zu Spät gekommen bist.
Da gibts ne Abmahnung, passierts nochmal, gibts ne Zweite.

Richtig nur hat man dort bereits den Job, wie siehts aus wenn man sich um einen bemüht? Desweiteren hat der Arbeitgeber was vom Arbeitnehmer..

Fehler sind Menschlich, ob als Hartz IV Empfänger, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Privat oder sonstwo.
Aber nirgends wird so hart geahndet wie vom Amt.

Findest Du? Meines Erachtens gibt es andere Fehler die weitaus härter geahndet werden oder sterben die Leute dort? Manche Fehler haben auch tödliche Konsequenzen.
Schau doch in den Uli Hoeneß-Thread, allein schon der Name des Threads. Dort hat auch jemand einen Fehler gemacht aber das ist unverzeihlich!

Du bist sicher genau einer von denen die auch sagen, "Jeder findet Arbeit, wenn er nur will"!


Genau so einer bin ich, das sind meine Erfahrungen und die meines kompletten sozialen Umfeldes (wieso klappt da alles und bei anderen gar nichts? :unknown:) natürlich gilt dies nur bis zu gewissen Grenzen aber wenn wirklich so viele Leute arbeiten würden wie es offene Stellen gibt dann gäbe es auch mehr für die wirklich Unvermittelbaren, aus welchen Gründen auch immer, das trifft dann auch auf eine andere Bevölkerungsgruppe zu.
 
Also wenn man gerade mal 380 Euro im Monat zum Leben hat, sind über 100 Euro weniger pro Monat für 3 Monate lang eine immense Belastung, die existenzgefährdend sein kann, denn man muss ja nicht nur Lebensmittel davon kaufen, sondern auch die Rechnungen bezahlen: Strom, Versicherungen, Fahrkarten... und man muss auch Kosten für die Bewerbungen verauslagen.

Diese Bewerbungskosten werden teilweise erstattet, im Jahr 260 Euro. Wenn man aber 10+ Bewerbungen im Monat bringen soll, zahlt man kräftig drauf. Und selbst wenn man sich persönlich vorstellt, entstehen Kosten: Fahrkosten, Papier, Druckerpatronen, Kopien, Bewerbungsmappe... Online Bewerbungen kosten auch Geld: Internetkosten, Stromkosten und ein Gerät braucht man dafür auch. Internetcafe kostet auch Geld.

Das Arbeitslosengeld II soll das ExistenzMINIMUM darstellen - laut Grundgesetz. Was ist jetzt, wenn das ExistenzMINIMUM gekürzt wird? Da passiert was? Selbst Leute mit wenig Mathekenntnissen sollten wissen, was ein Minimum ist und was eine Kürzung des Minimums bedeutet.

Wegen der Verspätungen und der daraus resultierenden Sanktionen: Ich hab noch nie einen Arbeitgeber erlebt, der einem gleich das Gehalt gekürzt hat, wenn man einmal zu spät kam. Warum darf das also mit Erwerbslosen gemacht werden und dann noch über den Zeitraum für 3 Monate?

Es wurde auch noch nie Gehalt gekürzt, wenn man einen Fehler auf Arbeit gemacht hat. Und bei einem Erwerbslosen werden gleich knapp 1/3 des Geldes gekürzt - für 3 Monate.

Was die Anzahl der Bewerbungen angeht: Was nützt es denn, sich 20 mal bewerben zu müssen pro Monat, wenn gar nicht so viele auf einen passende Stellen vorhanden sind? Quantität über Qualität? Dass daraus nix wird, ist doch absehbar und das frustriert zusätzlich. Lieber 2-3 ordentliche Bewerbungen, die vielleicht fruchten, als 20 Bewerbungen, die nur 08/15 sind und nur Geld und Zeit und Nerven kosten.

Übrigens hat man gar nicht den ganzen Tag für sich, wie hier manche so schön behaupten: Bewerbungen schreiben, nach Stellen suchen, an irgendwelchen Trainings teilnehmen, an Maßnahmen wie 1 Euro Jobs teilnehmen, zu Meldeterminen rennen, Formulare ausfüllen und abgeben... das alles kostet auch seine Zeit.

Speziell wenn man auf Stellensuche z.B. im Internet ist. Das kann schon mal Stunden dauern inkl. Anrufe und Bewerbungsschreiben.

Dazu sollte man sich als Erwerbsloser regelmäßig über Änderungen informieren, denn eine vernünftige Aufklärung gibt es von Seiten der Amtsmitarbeiter ja nicht.

Ach ja, Klagen vorbereiten und vor Gericht ziehen, dauert auch seine Zeit, wenn es mal wieder ungerechtfertigte Sanktionen gehagelt hat. Denn eigentlich ist jede Sanktion rechtswidrig, weil sie das Existenzminimum untergräbt.

--- [2013-11-22 18:31 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Schau doch in den Uli Hoeneß-Thread, allein schon der Name des Threads. Dort hat auch jemand einen Fehler gemacht aber das ist unverzeihlich!

Straftaten setzt du also gleich mit Termin vergessen? :m
 
Ist dir aufgefallen, dass ich die ganze Zeit schon differenziere?
Und sicher sind 20 Bewerbungen im Monat nicht das Ding, vollkommen Richtig.
Dennoch ist das nicht die einzige Aufgabe eines, sich um Arbeit bemühendem, HE.

Jeder Amts MA kann anhand der Aktivitäten neben den -nur- 20 Bewerbungen erkennen, ob der HE bemüht ist oder nicht.
Und ja, da kann man tatsächlich mal ein Auge zudrücken, wenn es denn so ist.
Bei solchen Sachen kommt es manchmal nur darauf an ob der MA nen guten Tag hat oder nicht und das, im schlimmsten Fall, auf Kosten des HE.

Und der Uli Hoeneß vergleich stinkt ja so dermaßen :m
Der Herr Hoeneß wird nicht von einer Einzelperson nach Ermessen bestraft, sondern wenn, dann nach klaren gesetzlichen Vorgaben.


Und auch sehr schön, dass es in deinem sozialem Umfeld allen gut geht und man schnell eine Anstellung finden kann, das meine ich ehrlich.
Aber DE ist nunmal größer als das Umfeld das du kennst.
Arbeitslosenzahlen der einzelnen Bundesländer sprechen doch da für sich.
Du glaubst im ernst der Große Teil hat einfach nur keinen Bock? whoo!


Gut, für mich ist aber Heute auch schluss.
Ich kenne jetzt deinen Standpunkt, das ist ok.
Und du nun meinen.
Ich starte jetzt in den Freitag.


@Destiny666: :T
 
Mal (wirklich) ganz nüchtern am Rande: Wie viel Zeit beansprucht das wöchentlich, wenn man alle geforderten Pflichten und Lasten einhält?
 
@Alle die gegen Sanktionen sind
Was würde denn passieren, wenn es keine Sanktionen geben würde ? Ich könnte genauso gut Zuhause bleiben, dass Geld anstatt für Bewerbung lieber für andere Sachen raus schmeißen, mir nen schönen Tag machen (das Beispiel Arno Dübel zeigt sehr gut, dass man zufrieden leben kann wenn man die Ansprüche runter fährt) und das Geld der Steuerzahler, also der Leute die Arbeiten gehen, mal so richtig "investieren"...
 
Und mit Sanktionen gehen die Leute arbeiten? :rolleyes:
 

Aber sie bewerben und engagieren sich und dies ist immer noch fünfmal besser, als stupide auf dem Sofa zu sitzen...
 
Es ist stupide sich sinnlos zu bewerben. Nimm den Leuten die Existenzängste und bis auf wenige Ausnahmen werden sie sich Beschäftigung suchen. Und damit meine ich nicht (unbedingt) Lohnarbeit.
 
@Alle die gegen Sanktionen sind
Was würde denn passieren, wenn es keine Sanktionen geben würde ? Ich könnte genauso gut Zuhause bleiben, dass Geld anstatt für Bewerbung lieber für andere Sachen raus schmeißen, mir nen schönen Tag machen (das Beispiel Arno Dübel zeigt sehr gut, dass man zufrieden leben kann wenn man die Ansprüche runter fährt) und das Geld der Steuerzahler, also der Leute die Arbeiten gehen, mal so richtig "investieren"...

Was dann passiert:

Dein Arbeitsplatz wird für jemanden frei, der gerne arbeiten gehen möchte.


Was noch passiert:

Weniger Klagen vor dem Sozialgericht.

Weniger Kranke, weil der Stress mit den Ämtern und die Sorgen, dass man sanktioniert werden kann, sehr aufs Gemüt gehen.

Weniger Obdachlose, weil die Leute nach 2 x Miete nicht zahlen können aus den Wohnungen fliegen.

Man kann gezielter Bewerbungen schreiben, weil die Quanität wegfällt.


Wenn du es so toll findest, auf Arbeitslosengeld II angewiesen zu sein und solche Überlegungen schon von dir gibst, kannst das gerne mal ausprobieren und deinen Arbeitsplatz räumen.

Ach ja, Nebenwirkungen auch ohne die ständige Angst vor Sanktionen:

- Freundeskreis wird zunehmend kleiner
- du musst sparen, sparen, sparen
- Besuche der Tafeln
- Besuche von Kleiderkammern und Second Hand Läden
- sinnlose Maßnahmen besuchen
- sinnlose Massenbewerbungen schreiben
- wenn was kaputt geht wie z.B. Kühlschrank, überlegen, wie du an Geld für einen neuen kommst
 

Ändert trotzdem nichts da dran, dass man ein Leben auf Kosten der Gesellschaft führen könnte ohne auch nur einen Finger krumm machen zu müssen...

Btw. mich würde mal interessieren was dich zu deinem Hartz 4 Lebensabschnitt geführt hat, dass du so emotional und subjektiv argumentierst
 
Es ist stupide sich sinnlos zu bewerben.

Das stimmt. Und entmutigend und miserabel für die Moral ist es dazu.

Nimm den Leuten die Existenzängste und bis auf wenige Ausnahmen werden sie sich Beschäftigung suchen. Und damit meine ich nicht (unbedingt) Lohnarbeit.

Diesen Optimismus teile ich nicht. Man muss ein ziemlich harter Knochen sein, um als Arbeitsloser nicht zu vergammeln. Der Doppelbelastung, in einer Person Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu sein, sind viele nicht gewachsen.
 

Ändert trotzdem nichts da dran, dass man ein Leben auf Kosten der Gesellschaft führen könnte ohne auch nur einen Finger krumm machen zu müssen...

Dann müssten genug Arbeitsplätze frei sein und auch angeboten werden. Aber es fehlt an allen Ecken und Enden Arbeitsplätze und somit wird es immer Erwerbslose geben.

Übrigens arbeiten viele Erwerbslose ehrenamtlich oder in 1 Euro Jobs. Oder sind Aufstocker. Somit ist dein Argument wieder ad absurdum geführt, dass sie ja alle keinen Finger krumm machen müssen.

Ich habs dir ja schon angeboten: Wenn du die Aussicht darauf so toll findest, gib deinen Arbeitsplatz für jemanden frei, der gerne arbeiten möchte.
 
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  • #34
@DJ Xtended:


Schon eigenartig so habe ich doch tatsächlich Freunde die auch mal HE waren, ich war auch mit auf den Ämtern. Aber diese Sachen die laut Dir auf der Tagesordnung sind habe ich nie erlebt. Immer konnte man mit den Leuten dort reden und es wurden Lösungen gefunden, echt abartig diese pöhsen Beamten.
Nur weil sich diese - im Bezug auf SGB I bis VII - schlecht ausgebildeten Möchtegern-Götter, gern als Beamte bezeichnen, sind es noch lange keine! Aber immer schön nachplappern was die BILD schreibt.
Ansonsten: Du hast Recht... :rolleyes: Solange du den FM`s in den Arsch kriechst, sind die sehr nett. Sobald du als HE dir erdreistest, auf deine Rechte zu bestehen, ändert sich der Tonfall recht zügig. Aber du hast Recht denn der Weg zum Erfolg, funktioniert wirklich ab besten durch Arschkriechen. Weiterhin viel Spaß dabei... Es gibt aber eben auch Menschen mit Stolz. :p
Genau so einer bin ich, das sind meine Erfahrungen und die meines kompletten sozialen Umfeldes (wieso klappt da alles und bei anderen gar nichts? :unknown:) natürlich gilt dies nur bis zu gewissen Grenzen aber wenn wirklich so viele Leute arbeiten würden wie es offene Stellen gibt dann gäbe es auch mehr für die wirklich Unvermittelbaren, aus welchen Gründen auch immer, das trifft dann auch auf eine andere Bevölkerungsgruppe zu.
Falls in deinem komplettem, sozialem Umfeld einer ist, der rechnen kann, lass dir mal folgende Aufgabe erklären: Auf (geschätze) 5 Millionen Arbeitssuchende, kommen ca. 1,5 Millionen offene Stellen. Frage: Warum geht die Rechnung nicht auf?

Mal (wirklich) ganz nüchtern am Rande: Wie viel Zeit beansprucht das wöchentlich, wenn man alle geforderten Pflichten und Lasten einhält?
Mindestens ein Jurastudium um die ganzen Rechtsbrüche zu erkennen und zu bekämpfen. Ich kenne HE`s die seit Hartz 4 nichts anderes machen als sich gegen die amtliche Unterdrückung und Schikane zu wehren. Die würden lieber arbeiten gehen...
Nur wird Unrecht nicht zu Recht, nur weil man es gebetsmühlenartig wiederholt!
Und ganz ehrlich: Wenn man das was alles gefordert wird, ohne es in Frage zu stellen, wirklich einhalten würde, wäre das ein Fulltimejob.
 
Das ist das Problem:

Bewerbungsscheiben schaffen keine Arbeitsplätze. Und irgendwann vergeht auch dem Geduldigsten die Lust, bei diesem sinnlosen Ritual mitzumachen.
 
Falls in deinem komplettem, sozialem Umfeld einer ist, der rechnen kann, lass dir mal folgende Aufgabe erklären: Auf (geschätze) 5 Millionen Arbeitssuchende, kommen ca. 1,5 Millionen offene Stellen. Frage: Warum geht die Rechnung nicht auf?

Rechne mal mit ungefähr 500.000 offenen Stellen (viele davon fluktuieren, etwa bei Callcentern und Zeitarbeitsfirmen).

Viele Stellen von Zeitarbeitsfirmen existieren nicht. Die Scheinstellen sind nur dazu da, um den Mitarbeiterpool zu vergrößern.
 
Ganz neutral gefragt: Warum Sanktionen abschaffen? Offenbar scheint das Problem in deren Umfang und Umsetzung zu liegen. Spricht etwas dagegen Sanktionen für wirklich offensichtliche Fälle beizubehalten und dafür Dinge wie Zwangsbewerbungen abzuschaffen?
 
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  • #38
@ Destiny666

Zeitarbeit bitte komplett außen vor. Das ist staatlich geförderte Sklaverei! Wer dort hingeht, hat sich nicht informiert und verdient es nicht anders.
 


Ja, da spricht etwas dagegen. Es ergibt keinen Sinn Menschen dafür zu bezahlen, andere Menschen zu schikanieren, weil sie sich nicht um Jobs bemühen, die, falls es sie gibt, von ihnen gar nicht gewollt sind und sie diese dann denen, die sie wollen wegnehmen würden.
 
Schade, dass niemand beantworten kann, wie viel Zeit das in der Woche fordert, wobei doch der halbe Thread schon Hartz 4 bezogen hat und nur Probleme hatte...
 
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