Der Gedanke des Tages

Bisher im Vergleich zu den üblichen Kriegen eher ein Kriegchen (noch).

Achja; Krieg is übrigens immer irgendwo *anmerk*
 
Die wenigsten hier, werden mitten in einem Kriegsgebiet gewesen sein. Egal ob gerade geschossen wurde oder relative Ruhe war.

Solche Eindrücke vergisst man sein ganzes Leben nicht mehr.
 
Erst dachte ich, Putin wollte nur die russischstämmige Bevölkerung in der Ostukraine schützen, daher ein Einmarsch in die Ukraine, als ''Friedensmission'' proklamiert, er sprach von Genozid, welche von vielen westlichen Politikern als Blödsinn dargestellt wurden ist. Ich bzw. wir können das nicht verifizieren, könnte natürlich als Vorwand verwendet worden sein, um einen Einmarsch in der Ukraine zu legitimieren. Ich denke, der folgende Satz ist bekannt - ''Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit'' - siehe auch USA Interventionen im Irak (Saddam hat Massenvernichtungswaffen, Brutkastenlüge - Einmarsch des Iraks in Kuwait). Dies hat sich nachfolgend als falsch herausgestellt.

Aber warum greift dann Putin Kiew an, auch wenn augenscheinlich ''nur'' militärische Einrichtungen sind, das sieht für mich nach Sturz der prowestlichen Regierung aus, um dann im folgenden eine russlandfreundliche Regierung zu installieren. Ist ne Menge Geopolitik im Spiel, Putin fühlt sich vom Westen, von der Nato, bedroht, der Westen verneint das natürlich, andererseits, wenn der Russe vor der Haustür der Amis steht, wären diese wohl auch nicht erfreut. Es fällt mir schwer, für mich eine der beiden Seiten zu entscheiden. Wenn es nur eine ''Friedensmission'' geworden wäre, er schütz russische Minderheiten im Donbass, dann könnte man das noch nachvollziehen, aber es sieht ja nach einem Sturz der Regierung aus. Ein neutraler Staat am Ende wäre wohl das beste.
 
Ein neutraler Staat am Ende wäre wohl das beste.
Das wird nie passieren. Neutraler als es die Ukraine in den letzten Jahren war wird es sie nicht geben.
Entweder Putin Marionettenregime oder so weiter wie bisher. In XX Jahren dann vielleicht mal Nato Mitglied.
Wenn es bis dahin die Nato und die heutige Welt in der Art noch gibt.

Es fällt mir schwer, für mich eine der beiden Seiten zu entscheiden.
Mir nicht so sehr. Die Bedrohung durch die Nato Osterweiterung konnte ich (zumindest in der Denkweise der Russen) vielleicht noch nachvollziehen.
In einem anderen Land einzumarschieren wird über kurz oder lange genau diese Nato Osterweiterung voran treiben.
Bedenkt man die toten Zivilisten und auf Jahre traumatisierten Menschen in der Ukraine fällt es mir noch leichter Partei zu ergreifen.
Wenn ein (faktischer) Diktator in einem Land eimarschiert um die dort regierende, demokratische Regierung zu stürzen um eigene machtpolitische Interessen durchzusetzten, dann fällt es mir nicht schwer Partei zu ergreifen.
 
Im Krieg befindet sich nur das Fußvolk an der Front, weil, braucht man nicht mehr.:rolleyes: Etwas zynisch, aber ist so.
 
Mal sehen, wie es mit der Solidarität mit der Ukraine aussieht, wenn sich abzeichnet, welche Kosten dies für unsere Wirtschaft bedeutet.

Man erinnere sich an die Sanktionen, von denen 2014 gesprochen wurde.

Das sieht doch dann sehr gut aus. Man beleuchtet Gebäude in den Farben der Ukraineflagge.
Die Ukrainer werden das zu schätzen wissen und sehr dankbar sein.
 
Es fällt mir schwer, für mich eine der beiden Seiten zu entscheiden.
Ob dir die Entscheidung noch immer schwer fallen würde, wenn der Russe bei dir an den Wohnungstür klopfen würde nur weil Putin meint, dass dies sein legitmes Interesse ist, weil er sich von Deutschland bedroht fühlt?
Dann spendiere ich Kaffee und Kuchen für ein gemeinsames Kaffeekränzchen.

Offenbar wird vergessen wieso die Krim de facto nicht mehr zur Ukraine gehörte.

Und wenn Bayern sagt, wir machen jetzt unser eigenes Ding und spalten sich von Deutschland ab und gründen das Großbayrische Königreich, dann wäre das auch OK? Warum soll Bayern den Rest von Deutschland mitschleppen?

Ein für mich wahrscheinlichste Szenario ist, dass die Ukraine geteilt wird. Die Demarkationslinie wird dann links von Kiew gerade nach unten verlaufen. Kiew und der größere Rest von der wird dann so wie die Krim russisch werden bzw unter russicher Marionettenkontrolle stehen.

Der kleinere linke Teile (ca. 1/3 vom offiziellen ukrainischen Staatsgebiet) der verbliebenen Ukraine, der dann an Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien stellt dann einen Puffer zur Nato dar und wird neutral sein MÜSSEN und "darf " sich westlich orientieren.
So wird das großzügige Angebot von Putin lauten und die EU / Amis / Nato werden zähneknirschend zustimmten (müssen), so wie es bei der Krim schon der Fall war. Ich denke nicht, dass jemand wirkliches Interesse am 3. Weltkrieg haben wird? Putin agiert und der Rest kann nur reagieren.

Eines der unerklärlichen "Ziele" von Putin ist, dass er ERNST genommen werden will, mit ihm nicht zu spaßen ist und ihn nicht wie mit einem Schuljungen behandeln kann. Dass hat er wohl jetzt schon erreicht, allerdings nicht weil er so ein großer Staatsmann ist sondern ein völlig unberechnbarer Despot ist , der dem Finger am roten Atomknopf hat und dem man kein Wort mehr glauben wird.
Putin ist unnahbar. Und das zeigt er allen wie z.B. beim Besuch von Scholz

oder beim Nationalen Sicherheitsrat
 
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