F1 Diskussionsthread!

[...]Ging es unter Whiting nicht gesitteter ab?

Das gleiche hab ich mir auch gedacht - diese Saison war es schon heftig was die Strafen anging! Manchmal hatte man den Eindruck sie wären willkürlich ausgesprochen...nur mal als Beispiel anzugeben, in Brasilien als der Heckflügel vom Mercedes angeblich zu weit geöffnet war, könnte mir unter Charlie vorstellen dass der gesagt hätte, zieht die Schraube an und gut ist, nee, unter Masi gab´s gleich die Disqualifikation...:dozey:
 
Es ist doch offensichtlich um was es geht, nämlich um Schadensbegrenzung. Dadurch, dass es ein Testverbot und ein Budget-Cap gibt und Mercedes den mit großem Abstand besten Hybrid-Antrieb auf Jahre gebaut hat, schaut man denen nun zu granular auf die Finger um möglichst jedes Vergehen zu ahnden, weil man es anders nicht schafft, einen ausgeglichenen Wettbewerb zu liefern, denn die Vertragsregeln lassen sich im Nachgang nicht mehr aufweichen, sonst würde Mercedes sofort die F1 verlassen und dann hätten einige Teams sehr große Probleme.

Deswegen wird auch nicht mehr am Ergebnis dieser WM gerüttelt, weil sonst immer mehr Fans abspringen, was ich auch gut verstehen kann, weil nicht mehr der Fahrer bei Mercedes ausschlaggebend ist, sondern nur das Auto. Man kann nur von Glück sprechen, dass es einen fahrer wie verstappen diese Saison gab, der aus der Red Bull Dose den letzten Tropfen rausgequetscht hat um den Mercedes einmal mehr in Summe zu besiegen.
 
Auch gerade das Beispiel mit dem Heckflügel finde ich schwierig, denn gerade ist der von schorni angesprochene Unterschied zwischen den verschiedenen Beteiligten zu berücksichtigen. Die Rennleitung hat mit der Konformität der Fahrzeuge nicht so richtig was am Hut.

Auch wäre ein einfaches Schraube festziehen da nicht die Lösung gewesen. Die Regularien sehen vor, dass das Fahrzeug bestimmte Anforderungen erfüllt und das hat der Heckflügel nicht mehr getan. Das er jetzt nicht offensichtlich komplett im Arsch war, dass spielt ja keine Rolle. Da ist es auch nicht so einfach, mal schnell zu prüfen, ob das jetzt ein Vorteil war, oder nicht.

Insgesamt war die volle Saison geprägt von sehr inkonsequenten Entscheidungen, die halt einen roten Faden vermissen ließen und je nach Übertreter der Regel unterschiedlich hart bestraft worden sind. Das setzt sich sicherlich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen.

Die ganzen Diskussionen um Track-Limits und dem verschaffen von Vorteilen (und der damit verbundenen unklaren Sanktionslage) könnte man beispielsweise durch die Reduzierung dieser betonierten Auslaufzonen massiv verringern. Das war in Abu Dhabi, in Interlagos und dem einen Nachrennen, wo Verstappen außen an Hamilton vorbei ist um ihn dann wieder ziehen lassen zu müssen (Während Hamilton im Rennen mehr als 20 mal in dieser Kurve die Track-Limits verlassen hatte). Gerade weil es eben solche Auslaufzonen gibt, sind die Fahrer bereit mehr Risiko zu gehen, weil sie im Einzelfall dann eben nur die Strecke verlassen können. Ohne das hätte man die Hälfte der strittigen Situationen schon gar nicht gehabt, die dieses Jahr problematisch waren.
 
Mercedes hat es sich inzwischen wieder bequem in der Opferrolle gemacht... die armen Saubermänner und Lulu, der ja angeblich ein viel fairerer Fahrer gewesen ist. Die Wahrheit ist doch, dass wenn man ein so überlegenes Auto hat, dann kann man es sich einfach viel häufiger leisten "zurückzustecken", weil man einfach nur bis zur nächsten Gelegenheit warten kann um dann zu überholen. Hört sich banal an, aber so erklärt es sich, wenn man über die letzten 7 Jahre ein Image aufbaut, was einzig auf eine materielle und nicht auf eine fahrerische Überlegenheit gestützt wird.

Um so höher muss man die Leistung von Verstappen bewerten, dass Er den Mercedes paroli bieten konnte.
 
Es jetzt aber nur auf das Auto zu schieben, dass ist zu einfach. Hamilton ist ohne Zweifel auch ein sehr guter Fahrer, denn was nützt dir das beste Auto, wenn du es nicht bewegen kannst bzw. es für deinen Fahrstil vielleicht nicht passt. Man konnte halt erkennen, dass die Überlegenheit des Autos immer weiter nachgelassen hat und im Zweifel hat Verstappen halt auch draufgehalten. Dieser "Kampfgeist" fehlt Hamilton, oder er ist etwas verlorengegangen, weil man die Jahre 2014 bis 2020 einfach alles und jeden im Handstreich überholen konnte. Das führte dann halt zu einigen Fehlern seitens Hamilton (Baku) oder schlechten Entscheidungen vom Team (Portimao, Abu Dhabi vielleicht auch).

Damit scheint Mercedes bzw. Toto Wolf in Summe nicht so recht klarzukommen und die Opferrolle ist dabei recht hilfreich.
 
Ja, voll das Überauto... Hat man an Bottas Leistungen dieses Jahr ja gesehen ^^
Max ist sehr aggressiv unterwegs. Oft zu sehr. Er hält einfach drauf und geht davon aus, dass der Gegner zurück zieht und dadurch den crash verhindert. Das mag ich nicht an ihm.
 
@schorni ...da geb ich vollkommen Recht - die Art & Weise wie der Holländer oftmals durch das Feld gepflügt ist mag ich auch nicht....:dozey:...ich hab nichts gegen Rad an Rad Kämpfe aber wenn man die rote Linie überschreitet geht´s doch zu weit - da hätte die FIA mal eingreifen müssen! Ich würde mal sagen wenn der Lewis nicht so oft zurückgezogen hätte, hätte es mehr als einmal gekracht...er handelte nach dem Motto: der Klügere gibt nach!
 
Das seh ich anders. Gerade diese aggressive Fahrweise muss man an den Tag legen, besonders, wenn man das schlechtere Auto hat. Damit muss man die fehlenden Prozente gutmachen, die das eigene Auto nicht liefern kann. Das hatte Rosberg in seinem zweiten Jahr auch gemacht bzw. machen müssen. Nachdem er im ersten Jahr recht zaghaft unterwegs war, hat er im zweiten Jahr auch mal gegengehalten. Das führte dann natürlich auch zur ein oder anderen Reiberei, aber wenn man Imme der Anständige ist und zurückzieht, dann gewinnen die anderen. Das hat Lewis ja jetzt ebenfalls gemerkt. Vielleicht entfacht das bei ihm auch wieder ein Feuer.

Ich denke immer noch, dass es beide verdient hätten, die WM zu holen, freue mich aber riesig für Max und für die Formel 1 im Allgemeinen. Das war endlich mal ein Jahr, wo wirklich Spannung drin war und nicht schon zur Halbzeit feststand, dass Hamilton wieder Weltmeister ist und sich die anderen 19 Fahrer um die Reste kloppen können.

Nächstes Jahr werden wir sehen, wo alle stehen, denn da kommen die neuen Autos mit den großen Reifen. Ich bin gespannt.
 
Ja, voll das Überauto... Hat man an Bottas Leistungen dieses Jahr ja gesehen ^^
Max ist sehr aggressiv unterwegs. Oft zu sehr. Er hält einfach drauf und geht davon aus, dass der Gegner zurück zieht und dadurch den crash verhindert. Das mag ich nicht an ihm.
Bottas wurde doch sehr deutlich gemacht, dass Er von Beginn an neben Lulu die klare Nummer 2 ist! Maximale Rolle war lediglich der Wasserträger für den Fahrer Nr. 1 im Team zu sein, sicherlich wurde auch 1-2 Siege pro laufender Saison genehmigt, aber Bottas hat zum Ende auch sicher nicht das selbe Auto wie Lulu gehabt, denn das Lulu auf eine Runde 7-Zehntel den Fahrer Nr. 2 abnimmt liegt mehr an einen besseren Motor, als an Talent.
 
@schorni ...da geb ich vollkommen Recht - die Art & Weise wie der Holländer oftmals durch das Feld gepflügt ist mag ich auch nicht....:dozey:...ich hab nichts gegen Rad an Rad Kämpfe aber wenn man die rote Linie überschreitet geht´s doch zu weit - da hätte die FIA mal eingreifen müssen! Ich würde mal sagen wenn der Lewis nicht so oft zurückgezogen hätte, hätte es mehr als einmal gekracht...er handelte nach dem Motto: der Klügere gibt nach!
Das kann man nur so aus der Perspektive eines überlegenen Autos sagen. Dann kann man natürlich häufiger zurückstecken und auf die "aggressive" Fahrweise der anderen Finger-pointen. Was passiert, wenn man nicht mehr die überlegene Hardware hat, konnte man an Lulu ja gegenüber von Rosberg sehen. Da war es aber recht schnell vorbei mit dem "Klügeren der imme rzurücksteckt"! Das Argument ist also Quatsch. Lulu ist da nicht besser oder schlechter als andere Fahrer im Feld, was Fairness angeht. Eher schlechter, weil die Heuchler-Strategie und die versteckten kleinen Lügen machen ihn unsympatisch.
 
Ich hätte noch ein weiteres Beispiel:

Vettel damals im unterlegenen Ferrari, der fuhr manchmal auch wie eine gesengte Sau, weil er musste, ansonsten hätte er gegen Lewis kein Land gesehen. Da fragtest du dich auch manchmal, was macht der Vettel da.:eek:
 
@Che1607 ...du fragst dich wie der Vettel das gemacht hat um überhaupt mit dem Mercedes mithalten zu können - nun, das kann ich dir sagen, weil er einen Motor drin hatte der nicht ganz konform war....🙄...sonst hätte die Roten in der 2. Saisonhälfte keine Rennen gewonnen. Jetzt wo alles dem Reglement entspricht, sehen sie kein Land - kommen manchmal mit 30 - 40 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel...nun ja...soviel dazu!
 
@Che1607 ...du fragst dich wie der Vettel das gemacht hat um überhaupt mit dem Mercedes mithalten zu können - nun, das kann ich dir sagen, weil er einen Motor drin hatte der nicht ganz konform war....🙄...sonst hätte die Roten in der 2. Saisonhälfte keine Rennen gewonnen. Jetzt wo alles dem Reglement entspricht, sehen sie kein Land - kommen manchmal mit 30 - 40 Sekunden nach dem Sieger ins Ziel...nun ja...soviel dazu!
Ich glaube der Motor bei Ferrari war damals der gleiche, nur hatten Sie Öl mit verbrannt, was zu einer Leistungssteierung geführt hat. Ja, aber das Beispiel von Che1607 ist ja absolut zutreffend. Auch damals war der Ferarri dem Mercedes Antriebstechnisch komplett unterlegen und dann konnte man sehen, dass wenn man auch nur annährend auf Augenhöhe mithalten wollte, man sehr schnell im Grenzbereich war und dort passieren eben häufiger Fehler! Lulu hatte das überhaupt nicht nötig (außer damals bei Rosberg).
 
"Streit bschäftigt das Image" - FIA kündigt Untersuchung an....:dozey:...na da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen! Da bin ich mal gespannt was bei raus kommt!!!!

 
Das stand gestern auch schon bei Motorsport-Total. Ich glaube das wird, wenn überhaupt, nur in die Richtung laufen, dass man jetzt an bestimmten Regeln schraubt um sowas in Zukunft zu vermeiden. Da könnte man sich ja die DTM als Vorbild nehmen, wo bei einer Safety-Car Phase einfach 3 Runden addiert werden können. So kann man dann auch das Rennen unter grün beenden.
 
Ja, e nur darum was man zukünftig macht

Zum neuen Motorenreglement:
"Eines der Herzstücke des künftigen Motorenreglements ist, dass die Formel-1-Antriebe der Zukunft wesentlich nachhaltiger werden sollen, ohne dass das auf Kosten der Leistung gehen wird. Konkret wird die Performance der Elektrokomponente des Hybridsystems (ERS) von derzeit 120 auf künftig 350 kW (475 PS) fast verdreifacht."

wo komm denn der Strom dafür her? Können die überhaupt so viel Energie wieder zurück gewinnen um das permanent zu leisten?
 
Ich denke, es wird schon passen. Soweit ich das verstanden habe, kann die Rekuperationsleistung im Ideallfall gleich der Leistung des Motors sein. Die Energie, die dann rauskommt, die muss der Akku dann auch noch aufnehmen können. Selbst in normalen PKW, wie dem Audi etron wird aktuell von einer Rekuperationsleistung in der Spitze von 220 kw geschrieben. Und das ist Technik aus dem Massenmarkt, die viele Jahre halten muss. Der Kram in der Formel 1 muss ja im schlimmsten Fall ein Jahr halten und wenn das jetzt kein Teil der MGU-K ist, dann kann man die sogar unbegrenzt wechseln.

Auch ist die Bremsenergie bei einem Formel 1 Auto einfach unglaublich. Wer noch nicht in einem Renn- oder Sportwagen gesessen hat, kann sich das anhand der 0815 Karren im Straßenverkehr nur ansatzweise vorstellen, wie stark ein solches Auto verzögern kann.

Dann ist es ja auch so, dass die Energieabgabe reglementiert ist und die Teams die Autos so einstellen, dass nach Kruve X eben über einen Zeitraum von x Sekunden dann eine bestimmte Menge Strom abgegeben wird. Im Qualifying, ist das dann wiederum anders, so dass die Power anders als im Rennen fast dauerhaft anliegt.
 
Das stand gestern auch schon bei Motorsport-Total. Ich glaube das wird, wenn überhaupt, nur in die Richtung laufen, dass man jetzt an bestimmten Regeln schraubt um sowas in Zukunft zu vermeiden. Da könnte man sich ja die DTM als Vorbild nehmen, wo bei einer Safety-Car Phase einfach 3 Runden addiert werden können. So kann man dann auch das Rennen unter grün beenden.
Das wird aber kaum gehen, weil die Spritmenge, dann a) immer für solche Fälle mit einkalkuliert werden müsste oder b) die Autos dann ohne Sprit auf der Strecke liegen bleiben oder c) noch ins Ziel fahren, dann aber zu wenig Sprit im Tank ist und eine Diskalifikation droht.
 
Das kann man ja alles regeln. Die in der DTM fahren ja jetzt auch nicht immer auf dem letzten Tropfen rum. Außerdem verbraucht man hinter dem SC ja auch signifikant weniger Sprit als im Renntempo. Ist ja auch nur ein Ansatz. Solange mich die FIA nicht für ein abschließendes Konzept bezahlt, werd ich mir da auch nicht weiter den Kopf zerbrechen. Man muss das Rad ja auch nicht neu erfinden, denn in anderen Serien hat man das ja auch irgendwie gelöst bekommen.

Mercedes hat übrigens angekündigt, nicht weiter zu protestieren. Damit bleibt alles wie es ist und Max ist und bleibt der verdiente Formel 1 Weltmeister der Saison 2021.
 
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