Coronavirus

Re: Coronavirus

Da sieht man es mal wieder. Auch während einer Pandemie mit zich tausend Toten, steht bei der Pharma-Industrie Gewinnmaximierung an erster Stelle.
Das es auch anders geht hat Volvo damals gezeigt. Die haben den Drei-Punkt-Gurt erfunden.
Aber nicht patentiert, damit alle anderen Hersteller ein sicheres Gurtsystem in ihre Fahrzeugen einbauen konnten. Sonnst hätten sich wohl noch Jahre später die Insassen anderer Fahrzeuge die Gurte um den Hals gelegt.
 
Re: Coronavirus

Die Grundannahme ist eben, dass eine Gewinnmaximierung letztendlich besser funktioniert als die Alternativen, namentlich staatlicher Zwang.



Wieso sollte es keinen Anreiz geben schnell zu sein, wenn nicht nur selbst produziert wird, sondern Lizenzen vergeben werden müssen?
Na wenn du weißt, dass der andere verkaufen *muss* kannst du selbstredend einen besseren Preis aushandeln. Übertrieben gedacht bieten alle einfach 1 Euro weil sie wissen, dass der andere in den Knast geht, wenn er nicht akzeptiert. So würde es natürlich nicht laufen, aber es kommt zu einer Verschiebung, dass du als Käufer wegen dem Zwang weit besser dastehst, d.h. du wirst eher vermeiden in die Verkäufer Position zu Rutschen, d.h. es gibt kein Rennen darum, schnell fertig zu sein mit einem Impfstoff.
 
Re: Coronavirus

Wieso muß jemand verkaufen?
Vielmehr ist das doch bei einer Pandemie ein Verkäufermarkt. Und es geht ja auch nicht zwingen darum, daß der Gewinn geteilt werden muß. Wenn Du die Nachfrage selber bedienen kannst, ändert sich nicht. Übersteigt die Nachfrage aber bei weitem das Angebot, müssen weitere Firmen mit die Produktion übernehmen. Dann bekommt die Firma halt nur Lizenzgebühren, statt des vollen Preises.
Wenn ihr das nicht gefällt, hat sie ja einen Grund selber für mehr Kapazitäten zu sorgen.

Und ich denke nicht, daß bei einem Milliardengeschäft der Anreiz weg ist, wenn es dann mal eine Milliarde weniger sein sollte.

Überhaupt sollte man nicht vergessen, daß für die Forschung enorm viele öffentliche Gelder verwendet werden, die gewinne aber bei Privatunternehmen bleiben.
 
Re: Coronavirus

Da die EU-Staaten den aller billigsten Impfstoff kaufen - obwohl eine einzige Woche "Lockdown" deutlich mehr kostet - anstatt den eines Hersteller der eine Zulassung sowie Produktionskapazitäten hat ist das doch alles irrelevant.


BTW: Sehr interessanter Artikel:
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Coronavirus

Ach, Du meinst Lizenzen verkaufen.

Wie gesagt, ob die das über Lizenzen machen oder selber die Kapazitäten hochfahren, bliebe ihnen ja überlassen.

Momentan bleibt die Produktion ja teilweise sogar hinter den zugesagten Mengen zurück. Vielleicht lohnen da Überlegungen was mehr einbringt, den Gewinn mit Subunternehmen zu teilen oder ihn durch evtl. Vertragsstrafen zu mindern.
 
Re: Coronavirus

Nein, es geht nicht um Lizenz, sondern darum, dass Zwang auf die Firma ausgeübt werden soll. Dieser Zwang auf den 'Ersten' verringert zukünftig den Ansatz, der 'Erste' zu sein.
 
Re: Coronavirus

15 Km Regel in Bayern vorläufig gekippt.
Impftempo geht zurück!
Es wird von der EU eingeräumt das zu wenig Impfstoff geordert wurde!
Werden die Alten wirklich geschützt?
Was für ein Chaos.
 
Re: Coronavirus

Ich erlebe gerade in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis, wie es ist, wenn man auf dem bayerischen Land einen Test haben will :m

Wenn wieder gelockert wird, geht das sowas von nach hinten los...
 
Re: Coronavirus

Erlebe gerade das meine 86 jährige Schwiegermutter in NRW immer noch keinen Termin hat.
Einen elenden Sauhaufen, hätte ich fast die Verantwortlichen genannt.
 
Re: Coronavirus

Wenn wieder gelockert wird, geht das sowas von nach hinten los...
Ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass es unsere Politik schafft, die Maßnahmen so aneinander zu reihen, dass sie möglichst einschneidend und abnervend aber dafür möglichst wenig effektiv sind. Das nervt.
 
Re: Coronavirus

Ich habe heute meine Abholscheine für die FFP2 Masken im Briefkasten gehabt. Das heißt ich werde offiziell als Teil der Risikogruppe geführt.
Hände hoch wer noch :T:rolleyes:
 
Re: Coronavirus

Hier, ich. Aber noch ohne, dass die Scheine da sind.
Aber ist nicht weiter schlimm, ich trage eh FFP3 ;)
 
Re: Coronavirus

passiert das nicht schon von Anfang an?
Nein. Anfangs war das Virus neu und es gab kaum Informationen dazu. Da ist es auch verständlich, dass nicht sofort alles so läuft, wie man sich das vielleicht vorstellen würde. Kann ja keiner zaubern.

Mich nervt halt vor allem, dass wir jetzt nach fast einem Jahr Pandemie immer noch genauso arbeiten, wie zu Anfang. In dem Punkt gibt es keinerlei offensichtliche Verbesserung obwohl das durchaus in einigen Punkten möglich ist.

Wir hätten beispielsweise in der Zeit Schulen besser ausstatten können um besseres Homeschooling zu ermöglichen oder die Hygienebedingungen in Klassenzimmern zu verbessern. Wir hätten in der Zeit Anreize für mehr freiwilliges Homeoffice schaffen können. Stattdessen wurden die Menschen im Sommer nach und nach zurück ins Büro geholt. Man hätte in Firmen Anreize für einen temporären Schichtbetrieb schaffen können, dass nicht mehr so viel Personal auf einmal da ist (wo möglich). Stattdessen kommt jetzt nur wieder der "Wir sperren wieder alles zu, zaubert binnen einer Woche wieder was Unmögliches. Hier die Regeln, das ist ab morgen verboten."-Vorschlaghammer.

Das mit der Arbeit ist sowieso ein Punkt, der mich massiv stört. Sobald irgendwo Gewerbe dran steht, kann man gefühlt immer noch tun und lassen, was man möchte. Für mich ist es immer noch unverständlich, warum private Zeit nun weniger wert ist als Arbeitszeit. Hier werden massiv die Grundrechte der Menschen eingeschränkt und in der Arbeit hocken nachwievor teilweise fünf oder mehr Haushalte gemeinsam den ganzen Tag in einem Büro. Die jetzt neue Forderung von Abtrennungen und Lüftungsmaßnahmen, ist aus meiner Sicht ein Witz. Was soll das bringen, wenn man den ganzen Tag aufeinander sitzt? Wird ja wohl kaum jemand im Winter das Fenster den ganzen Tag offen lassen.

Wenn, dann sollten die Beschränkungen auch 1:1 für Gewerbe gelten. Zwei Haushalte privat "treffen" - zwei Haushalte maximal in einem Büro. Natürlich Ausnahmen für systemrelevante Berufe wo es nicht anders geht. Das wäre tatsächlich fair und dann dürften auch tatsächlich die Zahlen rapide nach unten gehen. Noch besser wäre aber immer noch ein richtiger Lockdown und kein halber.
 
Re: Coronavirus

Gewerbe und Privat gleich zu behandeln, würde die Ausnahmenschubser auch eher eindämmen. Will gar nicht wissen, bei wie vielen privaten Aktionen aktuell Gewerbe vorgeschoben werden. Die, die eines haben, machen so weiter wie bisher, die anderen schauen in die Röhre.
 
Re: Coronavirus

Habe von diversen Unternehmen gehört, dass sie Corona schlicht ignoriert haben soweit es ging. Selbstredend kein HomeOffice, auch Meetings ganz normal, etc.
Die HomeOffice Pflicht kam viel, viel zu spät.

Schulen, digital... da hat man halt 20 Jahre geschlafen und gespart, das rächt sich jetzt. Infrastruktur und Wissen hätte man sich z.B. von Unis holen können, die ja alle seit Jahren schon "LMS" (Learning Management Systems) laufen haben für 10.000+ Menschen. Man hätte das ganze auch endlich mal professionalisieren können in Schulen, Landkreise bündeln und für diese einheitliche Lösungen einkaufen (afaik nicht geschehen) und nicht so wie sonst Flickenteppich jede Schule für sich organisiert vom einzigen Informatik-Lehrer in seiner Freizeit.
 
Re: Coronavirus

Ja, so kommt mir das in vielen Unternehmen auch gerade vor. Heute kam die Anweisung, dass man ein Vier-Mann-Büro zukünftig nur noch mit einer Person benutzen darf. Und das, nachdem man die verbleibenden Personen, wo es nicht anders geht, mittels Desksharing im Dezember zusammen komprimiert hat um Büroplatz zu sparen. Echt tolle Idee. Konzepte fehl am Platz. Jeder darf sich jetzt wieder selbst was aus den Fingern saugen.

Man hätte das ganze auch endlich mal professionalisieren können in Schulen, Landkreise bündeln und für diese einheitliche Lösungen einkaufen (afaik nicht geschehen) und nicht so wie sonst Flickenteppich jede Schule für sich organisiert vom einzigen Informatik-Lehrer in seiner Freizeit.
Ja, jetzt kostet der Lockdown wesentlich mehr Geld als wenn man einen Teil dieses "verlorenen" Geldes vorher in Schulen und andere Konzepte investiert hätte. Aber Schulen und Pflegeheime dürfen ja nix kosten! :m
 
Zurück
Oben