Re: Coronavirus
Hier könnte man sicher noch einiges optimieren. Soweit ich das aus den Medien verstanden habe, bekommt zunächst jeder vor der Impfung ein persönliches Beratungsgespräch.
Bei der Anmeldung im Impfzentrum gleicht das medizinische Personal die Daten ab. Dabei muss unter anderem ein Aufklärungsbogen ausgefüllt werden. Der Arzt bespricht mit dem Impfwilligen die medizinische Vorgeschichte und informiert ausführlich über die Impfung. Für das persönliche Gespräch soll genug Zeit bleiben. Nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung wird der Impfwillige geimpft.
Ich find das zwar schön, dass jeder ein Beratungsgespräch bekommen soll, aber das zieht es imho unnötig in die Länge und bindet viele Personalkapazitäten. Vor allem, wenn das auch noch ein Arzt machen muss, von denen wir aktuell sowieso zu wenig haben. Warum stellt man da nicht einfach einen PC hin, der ein -sagen wir mal- dreiminütiges Video abspielt, welches die wichtigsten Punkte bereits erklärt und abcheckt? Dann geht es weiter zum Spritzenmann, der lässt die Einverständniserklärung unterschreiben und falls es tatsächlich berechtigte Einwände und Fragen des Patienten nach dem Video gäbe, könnte er immer noch den Patienten zu einem persönlichen Gespräch zu einem Arzt übermitteln. Ich mein, der Arzt erzählt vermutlich sowieso bei jedem Patienten zu 95% das selbe. Ich glaub jetzt nicht, dass in Israel jeder ein ausführliches Beratungsgespräch bekommt. Ampulle rein und fertig. Drum sind die viel schneller.
Auch frage ich mich gerade, ob man nicht die Corona-Impfung irgendwie mit dem Antikörpertest kombinieren könnte bzw. sollte. Gibt ja mittlerweile, so wie ich das sehe, bald zwei Millionen bestätigte Infektionen in Deutschland. Mit der angenommenen Dunkelziffer des vier- bis sechsfachen haben wir also so ganz grob acht bis zwölf Millionen Menschen, die eine Infektion bereits hinter sich haben. Vorausgesetzt, dass diese Zahlen korrekt sind, vielleicht liegt sie ja noch höher. Alle diese Menschen brauchen, denke ich, aktuell keine Impfung mehr, da sie bereits Antikörper haben sollten. Also ist der Impfstoff "verschwendet", wenn ihn so eine Person erhält.
Man könnte also theoretisch z. B. Personen mit negativem Antikörpertest priorisieren. Also alle beispielsweise aus der jeweils aktuellen Zielgruppe, die einen negativen Antikörpertest vorlegen, bekommen den Impfstoff vor denen, die keinen Antikörpertest haben. Die Menschen, die einen positiven Antikörpertest haben, haben zwar durch die Ungenauigkeit dieser Tests eine Restunsicherheit, aber man müsste sie nicht zwingend sofort impfen, da viele dieser Gruppe immun sein dürften. Antikörpertests könnten Arztpraxen abseits der Impfzentren durchführen, man könnte alle Personen also vorab ohne Probleme überprüfen (solange man genug derartige Tests hat).