Re: Coronavirus
Meinungen der Politiker und Virologen werden selektiert nach Gefallen.
Nein. Hier sehe ich das Problem, daß die Medien und sicher auch die Politik die Meinungen der Virologen stark verkürzen und pauschalisieren. Da kann manschwer sagen, ob sie das aus Bequemlichkeit machen oder selber nicht erkennen.
Es wird vermittelt, als gäbe es da eine klare Wahrheit und alle wären sich einig.
Dabei ist, wenn man da mal verschiedene Interviews liest, selbst die Meinung von Christian Drosten wesentlich komplexer und durchaus vorsichtiger, als das in den Nachrichten so rüberkommt.
Ich werden das jetzt nicht aussuchen, auch falls da jemand Zweifel hat, aber vor 2 Wochen war bei Spiegel ein Bericht, wo in einem Video Sachen über Corona zusammengefaßt wurden. Das war ohne Sprecher, sondern mit Untertiteln, während dann Ausschnitte von Drosten aus der PK im Hintergrund liefen, um den Text zu bestätigen.
Das war übelst zusammengeschnitten, mitten in den Sätzen.
Weil das natürlich stark den Verdacht weckt, daß das allenfalls sinngemäß sein kann, hab eich dann nach der gesamten PK gegoogelt.
Der Hammer war, daß Spiegel da nicht einfach Sachen rausgeschnitten hatte, sondern sogar die Chronologie verändert hatte.
Wenn alle das gleiche sagen, sollte man besonders skeptisch sein.
Er sagt, was ich gelesen hab, nirgendwo, dass Menschen im höheren Alter unnütz sind und ruhig krepieren können. Er sagt einzig, dass diese Leute ein erhöhtes Risiko haben und dass ein Tod mehrere Gründe haben kann, wobei nun einige Tode Corona zugerechnet werden, auch wenn dies nicht unbedingt der ausschlaggebende Grund gewesen sein muss. Also, so hab ich das verstanden.
Genau. Es gibt mit den vielen verschiedenen Daten Indizien, aber zuviele Faktoren spielen eine Rolle, als daß man die Zahlen belasten könnte, und auch nicht zwischen denn Ländern einfach vergleichen. Momentan können alle nur vermuten und frühstens 2021 kann man 2020 beurteilen.
Die Presse und die Politik haben sich darauf festgelegt daß das Vius gefährlich ist. Die Virologen scheinen mir da nichz nicht einig zu sein, wobei die für Ungefährlich plädieren in ihrem Urteil sicherer sein können, als die, die einfach nur unsicher sind. Da ist man halt vorsichtiger.
Also sollte niemand so tun, als gäbe es jetzt ein festes richtig oder falsch.
Auch wenn ich von dem Maßnahmen nicht überzeugt bin, ist es zu diesem Zeitpunkt müßig da zu debattieren, weil bis Mitte April ist der Plan abgesteckt und da wird auch keiner das Rad zurückdrehen. Davon ist jedenfalls nicht auszugehen.
Aber es sollte doch eine offene Diskussion spätestens
jetzt darüber beginnen, wie es in 5 Wochen weitergeht, je nach der dortigen Lage.
Greifen die Maßnahmen und wenn, haben wir dann etwas gewonnen oder nur eine Verschiebung?
Und wenn es nicht gereicht haben wird, wie weit sind wir dann bereit zu gehen?
Und damit meine ich nicht (alleine) die Politik, sondern die Bevölkerung.
Jetzt, wo viele vor Angst gelähmt sind, ist die Bereitschaft noch vorhanden mit Einschränkungen zu leben.
Aber welchen Preis ist man bereit für welchen Nutzen zu zahlen. (Momentan sagen viele noch, das wäre Zynismus).
Aber wenn in ein paar Wochen keine Explosion der Todeszahlen stattfindet, es zunehmend in der eigenen Umgebung Geheilte und mild verlaufende Fälle gibt, wie groß ist dann das persönliche Risikoempfinden und wie groß die Angst vor wirtschaftlichen Problem auf der anderen Seite.
Auf das Auto verzichtet auch keiner, trotz mehreren Tausend Toten im Jahr.
Und was passiert, wenn die wirtschaftliche Angst überhand nimmt?
Keine Nudeln, kein Klopapier, sondern Geld könnte gebunkert werden. Die Leute räumen ihre Konten leer, sind nicht mehr bereit zu konumieren und horten das Geld unter der Matratze. Da sind die Auswirkungen durch das momentane Runterfahren nichts dagegen, wie das die Wirtschaft in den Keller bringen wird.
Noch ein Gedanke: Momentan scheint es Dinge wie Hysterie und Panik zu geben, aber bei einem rechten Risikobewußtsein scheint es zu fehlen.
Da gibt es Übersprungshandlungen, wo Nudeln und Klopapier gehamstert werden, wo es sicher wichtigeres gäbe, aber die Empfehlungen Kontakte einzuschränken, zeigen nach meiner Beobachtung wenig Wirkung und sonderbarer Weise gerade von denen, die als Riskogruppee oft zu erst genannt werden. Kinder und Jugendliche sieht man mangels Schulwegen derzeit weniger, aber Ältere und Alte scheinen sich durch Schuldschließungen geschützt zu fühlen und vielleicht verbieten sie ihren Enkel auch zu Besuch zu kommen. Aber in der Stadt rumzulaufen will man sich nicht nehmen lassen?
einkehren, wenn, ich rechne mal mit nächsten Jahr, der Impfstoff einsatzbereit ist.
Schnelltests wären schon einmal eine große Hilfe.