[Politik und Gesellschaft] Wien: 54 Festnahmen, 150 Anzeigen bei Demos gegen Akademikerball von FPÖ und WKR

Ohne die erwarteten größeren Ausschreitungen gingen am Freitag die Demonstrationen gegen den rechten Akademikerball, der alljährlich in der Wiener Hofburg von der Freiheitleichen Partei Österreichs sowie dem Wiener Korporationsring abgehalten wird, zu Ende. kam es dabei zu 54 Festnahmen und 150 Anzeigen. Laut FM4 wurden jeweils sechs Polizisten sowie Demonstranten bei Auseinandersetzungen verletzt.

Der Ball zählte etwa 400 bis 900 Besucher, während an den zentralen Demonstrationen laut Polizei etwa 5000 Personen teilnahmen. Die Kosten für den Polizeieinsatz werden von Steuern bezahlt und belaufen sich nach Schätzungen auf 1,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurden von Demonstrierenden verursacht.

Nachdem es im Vorjahr zu teils massiven Ausschreitungen gekommen war, bei denen die Einsatzkräfte der Polizei in der Innenstadt für kurze Zeit die Flucht ergreifen mussten, war die Stadt Wien in diesem Jahr mit etwa 2.500 Beamten, 500 mehr als 2014, gerüstet. Im Vorfeld wurden bereits sechs der 20 angemeldeten Demonstrationen verboten. Darunter auch die Veranstaltung des NOWKR Bündnisses, dem ein paar Tage zuvor der Aufruf zu Gewalttaten unterstellt worden war.

Die NOWKR Veranstalter hatten Busreisen - unter Anderem aus vielen deutschen Städten - organisiert, um solidarische Demonstranten nach Wien zu bringen. Bei einer Durchsuchung eines Reisebusses aus Tschechien wurden , die laut Polizeisprecher mit Schlagringen, Messern und Feuerwerkskörpern ausgestattet waren.

Am Ende des Akademikerballs 2014 war es zu einer medienwirksamen und umstrittenen Verhandlung gegen den deutschen Staatsbürger gekommen. Ihm wurden Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung vorgeworfen wofür er in erster Instanz zu zwölf Monaten Freiheitsstraafe verurteilt wurde. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ein Video der Tageszeitung Heute (keine Qualitätszeitung, Anm. d. Red.) fasst die Demonstrationen 2015 zusammen:



Quellen:


(derzeit nicht erreichbar)
 
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  • #21
Du hast mehrfach geschrieben, daß die Polizeieinsätze aus Steuermitteln bezahlt werden. Was ist daran so bemerkenswert? Wer sollte die Polizei sonst bezahlen?

Freut mich, dass dir das aufgefallen ist. Das Bemerkenswerte daran ist nicht WER den Einsatz bezahlt, sondern die Haltung vieler Leute, vor Allem jener, die ein regelmaessiges Gehalt/Stipendium beziehen, zu dem Geld das sie tagtäglich für Steuern ausgeben. Für manche scheinen Steuern etwas total Abstraktes zu sein, "das Geld der Anderen", das ja nie am eigenen Konto war.

Aber so sehe ich das halt nicht. Stell dir einfach vor, Steuern würden nicht schon am Lohnzettel abgezogen, sondern du würdest monatlich deinen Brutto-Lohn aufs Konto bekommen. Und jedes Mal, wenn der Staat irgendetwas mit Steuergeld bezahlt, siehst du dazu einen Eintrag auf deinem privaten Kontoauszug. Ein Eintrag für die Parteienförderung, für die Dienstreise im Privatjet, für das Galadiner, die neuen Waffen fürs Bundesheer, die Schule, die Autobahn-Sanierung und eben auch für den Polizeieinsatz bei der Demo oder dem Fussballspiel.
Winzige Kleinstbeträge, Micro Payments so zu sagen, die am Ende des Monats die Hälfte deines erarbeiteten Geldes auffressen.
Und damit nicht genug. Wenn grade mal etwas wieder richtig schief gelaufen ist, dann musst du sogar noch einen Kredit aufnehmen um Geld in unseren gemeinsamen Topf ein zu zahlen, um damit wiederum Banken zu bezahlen, die im Spekulationswahn fehlinvestiert haben.

Und so läuft das auch jetzt schon, nur mit dem kleinen Unterschied, dass du es nicht so deutlich sehen kannst.


Erwartest Du, daß die Kosten auf die gewalttätigen Chaoten und Randalierer umgelegt werden?

Absolut nicht. Ich stehe politisch auf der Seite, die Demonstrationsrecht als etwas Schützenswertes sieht und Demonstrierende NICHT als Chaoten und Randalierer bezeichnen würde. Wenn eine Veranstaltung solche Sicherheitsmassnahmen erfordert, dann muss sich der Staat das eben leisten. Trotzdem, wer eine Fensterscheibe kaputt macht und erwischt wird, der soll sie dann auch bezahlen.
Es ist schade, wenn bei einer Demo mit 10.000 Leuten eigentlich nur 200 durch ihr Verhalten solche riesigen Polizeiaufgebote überhaupt erst notwendig machen. Also wenn 2 % der Beteiligten für 70 % der Kosten verantwortlich sind und alle Anderen es schaffen, dass sie friedlich demonstrieren. @welle: Bitte nagel mich nicht an den Zahlen fest, die sind eher rhetorisches Stilmittel! ;P

Mir ist es einfach nicht egal was mit dem Geld passiert, für das wir so viel Freizeit opfern, es mühsam erarbeiten und dann in einen gemeinsamen Topf werfen um damit unsere Lebensqualitaet zu verbessern. Dass von dem Geld an einem einzigen Abend 1.500.000 Euro ohne erkennbaren und bleibenden Mehrwert rausgeschmissen wird, das find ich einfach nicht sinnvoll.
 
Mann könnte auch einfach die "gegen" Demo auf nen Tag davor oder danach verlegen ....

Das sollte den nichtsnutzen die nur Krawal machen wollen und Menschen Schaden wollen wohl so ziemlich den Wind aus dem Segeln nehmen ... Denke ich mal ...

Und wen nicht abgrenzen und einsacken und alle schön bezahlen lassen ... die nicht der Friedlichen Demo gefolgt sind ... sollte ja wohl heutzutage möglich sein ...
 
Mann könnte auch einfach die "gegen" Demo auf nen Tag davor oder danach verlegen ....
Mit welcher Begründung?
Die Polizei ist nicht in der Lage 2 Demos zu handhaben?
Bis jetzt hats ja funktioniert. Die können 2 Gruppen voneinander getrennt halten.

Und wen nicht abgrenzen und einsacken und alle schön bezahlen lassen ... die nicht der Friedlichen Demo gefolgt sind ... sollte ja wohl heutzutage möglich sein ...
Wird doch schon alles lange gemacht. Auch friedliche Demonstranten müssen ab und an löhnen, wenn sie den Anweisungen der Behörden nicht folge leisten und sie beamtshandelt werden.
 
Mit welcher Begründung?
Die Polizei ist nicht in der Lage 2 Demos zu handhaben?
Bis jetzt hats ja funktioniert. Die können 2 Gruppen voneinander getrennt halten.

Es geht nicht um das Getrennt halten es geht darum das es Friedlich bleibt ...

Wo ist da das Problem die Versetzt zu machen ?!

Ich sehe da nur einen Sin drinen ... die Leute noch mehr gegenseitig aufzuhetzen ... das noch weniger über dinge gesprochen wird ;)
 
Wo liegt der Sinn in einer Gegendemonstration wenn sie nicht zur selben Zeit bzw. an selbem Ort stattfindet?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht nicht um das Getrennt halten es geht darum das es Friedlich bleibt ...
Dafür hat die Polizei zu sorgen, so wie sie es die letzten Jahrzehnten auch getan hat.

Wo ist da das Problem die Versetzt zu machen ?!
Das wäre eine einschränkung des Demonstrationsrechtes. Jeder kann Demos machen, wann und wo er will, es sei denn gewichtige Gründe sprechen dagegen. Das wird dann eben vor Gericht geklärt. Alle Nase lang wollen die Behörden Demos verbieten, werden aber dann vor Gericht abgewatscht.

wellen schrieb:
Wo liegt der Sinn in einer Gegendemonstration wenn sie nicht zu selben Zeit bzw. an selbem Ort stattfindet?
Verdammt gute Frage, die das Problem im Kern trifft!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo liegt der Sinn in einer Gegendemonstration wenn sie nicht zu selben Zeit bzw. an selbem Ort stattfindet?

Naja eigentlich nur dadrinen das es Friedlich bleibt ;) Macht ja auch keinen Sin wen nur in der Presse steht die haben sich die Köpfe eingeschlagen und die Argumente werden garnicht Thematisiert ... :)



Das wäre eine einschränkung des Demonstrationsrechtes. Jeder kann Demos machen, wann und wo er will, es sei denn gewichtige Gründe sprechen dagegen. Das wird dann eben vor Gericht geklärt. Alle Nase lang wollen die Behörden Demos verbieten, werden aber dann vor Gericht abgewatscht.

Naja Verbieten is nicht ... mir gehts halt nur darum das es Friedlich bleibt ... ;)
 
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  • #28
Heute ists wieder so weit und die rechte Elite trifft sich zum feierlichen Tanz, während die Innenstadt zum Schutz der "ehrenwerten" Prominenz mit Platzverboten belegt wird:

 
Die einen tanzen, die anderen demonstrieren und mitten drin steht der Mann mit dem Knüppel.
Same procedure as every year.
 
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