Wie würdet Ihr auf einen Sexualstraftäter in eurer Umgebung reagieren?

[...]Ich sage aufgrund dieser Erfahrungen allerdings ganz klar: Sollte ich den oben erwähnten Menschen in Freiheit wiedersehen...ich würde ohne zu Zögern über sein "Vorleben" informieren, um zumindest ein gewisses Maß an kritischer Beobachtung sicherzustellen.
Wo das endet, wäre mir egal, dem Täter waren die Opfer auch egal.[...]

Na dann lass uns dein Beispiel doch mal kurz weiterspinnen. Sagen wir mal nach deiner "Info-Tour" bildet sich eine Bürgerwehr die den Mann lyncht und halb tot prügelt und irgendwo liegen lässt. Würdest du ihm dann helfen und Rettungskräfte rufen wenn du ihn findest oder ihn sterben lassen?
Da hier ja bereits das Beispiel mit dem suizid der Krankschwester durch einen "Scherzanruf" kam: man sollte mMn sich immer über die Konsequenzen bewusst werden die man durch sein eigenes Handeln erzeugt, denn genau dieses "nach mir die Sinnflut"-Denken hat man ja z.B. bei Straftätern verurteilt. :rolleyes:

MfG
Mr. J
 
@Destiny666: Ah, der Bezug war mir entgangen, Entschuldigung.
Gut - in dem Fall gleiche Vorgehensweise: Erst mal mit dem "Täter" sprechen.
Sicherlich werden viele Eltern darauf pochen ein "Recht" darauf zu haben, etwas über die Vergangenheit anderer zu erfahren, wenn diese Triebtaten beinhaltet.
Ist fraglich inwiefern der "Täter" da die Pflicht zur Aufklärung hat.
Vermutlich eher, als fremde Personen.

Schwierig da einen Mittelweg zu finden zwischen dem, was mich betrifft und dem was seine Sache ist und mich einfach nichts anzugehen hat.
Gerade, weil viele Menschen so irrational handeln in solchen Situationen.
 
Ach wäre sie das?

Die wäre. Wurde. Das ist formaljuristisch. 100% gibt es nicht.

Aber Du möchtest ja wohl am liebsten alle Asoziale, Gewohnheitsverbrecher und sonstige Volksschädlinge vorsichtshalber wegsperren.
Am Besten muß sich jeder Bürger einschätzen lassen und dann wird eine Prognose erstellt. Mal sehen ob wir ein Land ohne Verbrechen werden, wenn man alle wahrscheinlichen Täter wegsperrt, bevor sie straffällig werden können. :rolleyes:
 
Über Kastration als wirksame Methode gehen die Meinungen auseinander.
Das ist mir bekannt. :) Deshalb schrieb ich auch einschränkend "wenn es hilft" und "abzuschwächen". Ich sehe es einfach als Chance. Wenn es z.B. bei nur einem von 10 hilft, ist es trotzdem einer weniger.

Im Übgrigen scheint gerade eine Person im öffentlichen Licht zu stehen, die sich auch "angezogen" fühlt. Das alleine ist ja keine Straftat.

Alles in so eine Richtung bewerten die Leute als verwerflich. Als würden gerade pädophile Menschen das alle durch die Bank mit bösartiger Absicht tun (ohne Reue oder Gewissen). Deshalb werden sie ja dann auch "Monster" und so genannt. Soweit mir bekannt quälen sich die meisten von denen aber auch richtig übel.
Ich will sie dabei nicht als eigentliche Opfer hinstellen. Sie sind Menschen.
Das mag einigen vllt. sauer aufstoßen, aber ich finde es viel verwerflicher Geld mit dieser Form von Leid zu verdienen. Ich denke dabei an die Kinderhändler die selbst nicht pädophil sind und sich einfach eine goldene Nase mit jenen verdienen, die mit diesem Trieb leben müssen.
Oder jene, die Fotos von Kindern machen und verkaufen.

Sehr heikles Thema, zumal ggfs. Kinder involviert sind und da gehen bei vielen die Vernunftslichter aus. =/
 
Hat er ja nicht. Er schreit auf seinem Balkon. :m

Und in Deine Fall wurde die Gefährdung wohl ausgeschlossen.

Wer weiß ob der nicht schon andere Sachen gemacht hat, das weiß vielleicht nur keiner. ;)
Jedenfalls hat er ja laut dem Heizungsableser auch schon die Wohnungseinrichtung kaputt gemacht.
Ein Riegel mit Vorhängeschloss am Bad ist ja auch schon sehr seltsam.

Er wollte den Mann ja auch nicht ins Bad lassen warum auch immer.
 
Mir ist schon klar, dass meine Geschichte polarisiert.

Als zusätzliche Information kann ich noch hinzufügen, dass eines von lediglich drei Opfern, die schließlich die Scham überwanden und Strafanzeige erstatteten, dies erst 1 Jahr nach der verübten Tat vollbrachten und mir ebenfalls gut bekannt war.
Wer von euch dieses gebrochene Häufchen Mensch gesehen hätte, würde hier nicht von menschlicher Auseinandersetzung mit dem Täter sprechen oder deren Schuldgefühle berücksichtigen.

Und als weiterer Zusatz: Ich habe mit der Person während seiner Haftzeit gesprochen, weil ich wissen wollte, wie so etwas möglich ist.
Die Aussagen waren so abgrundtief, dass ich sie hier nichtmal ansatzweise wiedergeben möchte.

@Munro: Ich zitierte die wörtliche Aussage zweier Gutachter inkl. der Anmerkung der "tickenden Zeitbombe".

Ich betone allerdings nochmals den realen Einzelfall.
Würde ich lediglich über ein "Was-wäre-wenn" Szenario ohne persönlichen Bezug nachdenken, wäre ich der rationalen Denkweise zugeneigter, als der emotionalen.

Nur in diesem Falle kommen die Bilder einfach wieder hoch, Sorry.
 
[...]Und als weiterer Zusatz: Ich habe mit der Person während seiner Haftzeit gesprochen, weil ich wissen wollte, wie so etwas möglich ist.
Die Aussagen waren so abgrundtief, dass ich sie hier nichtmal ansatzweise wiedergeben möchte.[...]

Wieso? Möchtest du mit dieser Aussage einfach nochmal unterstreichen, dass es sich, deiner Meinung nach, um eine besonders schlimme Person handelt? Entweder lässt du solche Anmerkungen sein oder schreibst was gesagt wurde, denn so hinterlässt es den Eindruck billiger Polemik.

MfG
Mr. J
 
Wenn ich mitbekommen würde das ein mehrfach verurteilter Kinderschänder in die Nachbarschaft gezogen ist, würde ich erstmal alle anderen Nachbarn warnen. Immerhin sollten sie wissen das dieser Nachbar nicht mal eben als "Babysitter" geeignet ist.
Ich würde ihn zwar nicht überwachen, aber auf Besonderheiten achten. Zum Beispiel ob er sich oft in der Nähe von Kindergarten, Spielplatz, etc... aufhält, oder fremde Kinder sogar anspricht.

Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist ja gut und Recht, allerdings ist die Rückfallquote bei Sexualstraftätern sehr hoch.
 
Falls das wirklich der Fall sein sollte, bin ich sehr froh, dort nicht zu wohnen.

Einen Menschen zu töten... Dazu noch freigesprochene. Pfui!
 
Als jemand der aus Gelsenkirchen kommt, muss ich sagen: Davon hab ich hier noch nichts gehört! Und dabei halten meine Verwandten mich bei solchen Themen immer auf dem laufenden :dozey:
 
Die Aussage von SnoopyBG halte ich auch für äußerst unwahrscheinlich!

Komme zwar nicht aus GE, aber aus einer direkten Nachbarstadt. Und wenn dem so wäre wie SnoopyBG es beschrieben hat,
dann wäre das mit 100%iger Sicherheit hier bekannt...
 
Wir wissen doch alle, wie die Antwort auf die Frage im OP laut gewissen Individuen lauten müsste:

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Den dämlichen Beitrag habe ich entsorgt. Bitte geht nicht weiter drauf ein.
(So'n Scheiß will ich nicht noch mal lesen. Egal aus welcher Stadt...;) )

Und es gilt weiterhin die Ansage vom Bad Boy!
 
Wer weiß ob der nicht schon andere Sachen gemacht hat, das weiß vielleicht nur keiner. ;)

Ach und wegen Vermutungen soll man Menschen wegsperren?

Bei diesem Thema sind viel zu viele emotional. Ein Staat muss neutral sein und alle Menschen müssen die selben Rechte und Pflichten haben.

Mal funktioniert das Recht und manchmal nicht. Ihr müsst euch mal von der Idee verabschieden, immer alles in Sicherheit zu bringen.

Es gibt keine Sicherheit. Es kann jederzeit alles mögliche passieren. Lasst euch euer Leben nicht durch Ängste kontrollieren und genießt den Moment.

Das ist der Preis, den man für die Freiheit zahlen muss.
 
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  • #77
Na das kann man ja dann den Opfern erzählen, wenn der Täter, der seine Strafe abgesessen hat, rückfällig wird. Die werden sich bestimmt freuen.
 
Na das kann man ja dann den Opfern erzählen, wenn der Täter, der seine Strafe abgesessen hat, rückfällig wird. Die werden sich bestimmt freuen.

Ein Arzt versucht auch alle Menschen zu retten. Das gelingt aber nicht immer und auch nicht um jeden Preis. Macht ihn das zum schlechten Arzt, wenn die Angehörigen zurecht traurig sind?

Es gibt so viele Eltern auf der Welt, die um ihre Kinder weinen. Das ist doch kein Leben, wenn man so paranoid ist, andauernd in angst und terrorgedanken lebt.
 
So wie hier viele Argumentieren ist es anscheinend besser, wenn sich jemand auffällig verhält einfach wegzusehen.
Aber sich dann nachher wundern wenn doch etwas passiert.
 
So wie hier viele Argumentieren ist es anscheinend besser, wenn sich jemand auffällig verhält einfach wegzusehen.[...]

Falsch. Wenn jemand sich nach vorheriger Straftat wieder auffällig verhält dann kann man natürlich angemessen darauf reagieren. Aber grundsätzlich davon auszugehen, dass sich der Mensch nicht mehr ändern kann steht in direktem Gegensatz zu unserem Strafsystem, das gerade darauf baut. Die "Reintegration" in die Gesellschaft mit gesellschaftlicher Ausgrenzung führt mMn früher oder später auf jeden Fall zum Unglück.
Wenn wir solche Leute nicht mehr in unserer Gesellschaft haben wollen, dann können wir das nur effektiv erreichen wenn wir sie permanent aus der Gesellschaft entfernen. Allerdings stelle ich hier nochmal den Gedanken in den Raum ob man in einer solchen Gesellschaft wirklich leben möchte. :rolleyes:

MfG
Mr. J
 
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