Amerikanisches Idyll (7/10)
Amerika in den 60ern. Auf einem Klassentreffen erfährt einer, dass der früher so angesehene Sportler "Der Schwede" nicht kommen wird und so wird im Film im Rückblick erzählt, warum. Der gute Mensch und Leiter einer Textilfabrik hat gegen den Willen seines jüdischen Vaters eine nicht-Jüdin geheiratet und eine Tochter gezeugt, die sich einer Anti-Kriegsgruppe angeschlossen hat, was dann etwas ausuferte. Groß viel mehr über die Handlung würde ich gar nicht erzählen wollen.
Auf jeden Fall ein schön gemachter Film irgendwo zwischen Drama und teils Komödie mit bissle Krimi-Elementen angesiedelt, der eine interessante Geschichte in teils äußerst schönen Bildern erzählt. - Kann ich wirklich empfehlen.
Mojave - Die Wüste kennt kein Erbarmen (8/10)
Ein eher durchgeknallter Regisseur fährt auf einem kurzen Selbstfindungstrip raus in die Wüste, trifft nach einem Unfall auf einen ebenso durchgeknallten Typen, mit dem er sich unterhält und dezent streitet. Er flüchtet zurück zu seinem Haus in sein Leben, aber genau dieses will ihm der Mensch aus der Wüste nun aufs Äußerste ruinieren.
Zwei sehr coole Charakter in einem sauber gemachten Thriller mit relativ überraschendem Ende.
My Father Die (7/10)
Zwei junge Brüder in irgendeinem total abgefuckten Teil der USA am Arsch der Welt leben mit ihrem gewalttätigen Vater und der Mutter zusammen. Eines Tages bringt der Vater den älteren Bruder um, der jüngere Bruder verliert beim Kampf sein Gehör und der Vater kommt ins Gefängnis. Jahre später wird der Vater frühzeitig wegen Überfüllung entlassen und der verbleibende Sohn will ihn in einer Form der Notwehr und Hass töten.
Etwas vorhersehbar und teils fehlender Tiefgang bei den Figuren, aber trotzdem sehenswert. Absolut düster inszeniert und ebenso brutal von Anfang bis Ende wird in der Erzählform und der Stimme des jungen Kindes der Rachefeldzug aller Beteiligten kommentiert. - Gemacht von Sean Brosnan.
Sacrifice (7/10)
Ein bisher trotz Bemühungen kinderloses Paar zieht auf eine Insel in Schottland, um dort ein Kind zu adoptieren. Die Frau macht in ihrem Garten eine Entdeckung, die der Aufklang einer Kriminalgeschichte ist und mit der Zeit immer mehr Menschen im vermeintlichen Idyll in ein sehr schlechtes Licht rückt.
Eher simple Kriminalgeschichte mit mythischem Hintergrund, die ich aber trotzdem recht cool fand und ein paar Überraschungen mit sich bringt.
The Night Watchmen (7/10)
Vorab: Ich hasse Zombiefilme und kann dem Hype rein gar nichts abgewinnen, aber der Film war noch ok und vor allem umso lustiger.
Simple Story: Drei total beknackte und faule Nachtwächter bekommen einen Neuling dazu. In dieser Nacht wird eine Kiste mit der Leiche eines durchgedrehten Clowns bei ihnen im Geschäft deponiert und sollte eigentlich am nächsten Tag abgeholt werden. Der Clown ist dann aber nicht mehr in der Kiste und dafür hats lauter Zombies überall. Entsprechend endet es in einer Splatter-Komödie mit teils sehr lustigen Gags.
Why him (9/10)
Eine dieser künftige Schwiegerelterngeschichten und -komödien. Die Eltern (Bryan Cranston als Vater) einer verliebten Tochter sollen ihren neuen Freund kennenlernen und fahren mit ihr zu seinem Haus, welches sich als völlig anders herausstellt, als erwartet. Der Typ ist ein komplett durchgeknallter Silicon Valley 2.0-Startup-Chef und lebt dort mit seinem Berater und Trainer, wo er auf alle nur erdenklichen Arten probiert, das Wohlwollen seiner zukünftigen Schwiegereltern zu gewinnen.
So im Stil von Hangover, total überdreht und äußerst amüsant, auch wenn natürlich Grundgeschichte und manch anderes schon öfter da waren. Witzige Kurzauftritte von Steve Aoki, Elon Musk, Gene Simmons, Paul Stanley, und Peter Criss (in Form von Kiss natürlich) sorgen ebenso wie diverse Anspielungen zusätzlich für einen sehr unterhaltsamen Film.