Was ist gute/schlechte Erziehung?

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Dennoch ist eine wirklich sehr pauschalisierende Aussage, wenn man die Behauptung aufstellt, dass es ein 'Klaps' noch niemandem geschadet habe. Sollte es ein Schutzmechanismus gegenüber einem selbst und der eigenen Eltern sein, ist es sicherlich irgendwo nachzuvollziehen, aber dann kann und sollte man das vielleicht anders ausdrücken, wo es doch offensichtlich mehr als einen Fall gibt, der diese Behauptung widerlegt, vielleicht sogar der eigene.

Der Verdacht, dass man seinen eigenen Kindern ganz bewusst einen Klaps geben würde, ohne im Affekt zu handeln, läge dann ebenfalls nicht mehr so nahe.
 


. . . . aber dann kann und sollte man das vielleicht anders ausdrücken, wo es doch offensichtlich mehr als einen Fall gibt, der diese Behauptung widerlegt, vielleicht sogar der eigene.

Der Verdacht, dass man seinen eigenen Kindern ganz bewusst einen Klaps geben würde, ohne im Affekt zu handeln, läge dann ebenfalls nicht mehr so nahe.

Hätte, sollte, würde, müsste . . . . :D

Wenn ich gefragt werde, warum ich bestimmte Dinge tue, sage, schreibe, dann habe ich auch erst mal eine oberflächliche Vermutung,m die ich dann als Rechtfertigung abgebe.
Aber letztendlich ist die wahre Antwort viel Komplexer und wird wahrscheinlich nicht mal nach langer Analyse und Reflexion alle Facetten umfassen.

Deshalb gehe ich bei den meisten Beitragsschreibern in diesem Thread auch nicht unbedingt von Gewalttätern aus, wenn ich weiß, wie und worüber sie in anderen Threads geschrieben haben.:coffee:
 
Ich habe in meiner Kindheit mal die ein oder andere Ohrfeige oder ein paar Schläge auf den Hintern bekommen und geschadet hat es mir nicht! Die Betonung liegt alllerdings darauf, dass es mir nicht geschadet hat. Andere Kinder erleiden dadurch u.U. Traumata oder werden für ihr weiteres Leben negativ geprägt!

Ich bin Erzieher und ich würde nie ein Kind schlagen, weder meine Schutzbefohlenen, noch meine eigenen Kinder (wenn ich welche hätte).

Es gibt genug andere Erziehungsmaßnahmen und "Strafen" und m.E. gehört Gewalt (vor allem im physischen Sinn) nicht zu einer guten Erziehung. Der Eine definiert einen Klaps als wirklich relativ harmlosen "Klaps" auf die Finger oder den Mund, für den Anderen ist eine gepfefferte Backpfeife noch "ganz normal".

Geht gar nicht! Man sollte seine physische Überlegenheit nicht ausnutzen, sondern sich fragen, wieso das Kind ein solches Verhalten an Tag legt und wie man dieses abstellen kann.

Das Abstellen von Verhalten muss nicht zwangsläufig über Strafen laufen, ich werfe da einfach mal den als Beispiel des operanten Konditionierens in den Raum. Einfach und effektiv. Das System funktioniert definitiv sofern man konsequent dran bleibt.

Und wichtig ist auch zu wissen: die maßgebliche Erziehung, Auf- und Abbau von Verhaltensweisen, läuft in etwa bis zum 3. Lebensjahr, danach wird es deutlich schwerer, wenn nicht unmöglich, Verhaltensweisen grundlegend zu verändern.

Egal wie man es angehen mag: Gewalt in der Erziehung ist ein NOGO! Punkt!
 
Ich habe in meiner Kindheit mal die ein oder andere Ohrfeige oder ein paar Schläge auf den Hintern bekommen und geschadet hat es mir nicht! Die Betonung liegt alllerdings darauf, dass es mir nicht geschadet hat....

nun wärst du aber nicht der erste Mensch der ne schlechte Selbsteinschätzung hat und gar nicht weiß was bei ihm psychisch wie und warum entstanden ist.

Von Gewalt bei der Kindererziehung sollte man prinzipiell absehen.
Nur sind wir aber halt alle auch nur Menschen, und ein Mensch kann in der Extremsituation auch mal austicken.
Wichtig ist wie man damit umgeht wenn einem mal die Hand ausrutscht.
Und, dass das nicht zu einem geplanten Mittel wird.
Also eben keine Erziehungsmaßnahme, sondern eine menschliche Verfehlung.

Sprich, durchaus kann ein Mensch in eine Situation geraten in der er etwas macht was er gar nicht wollte, aus dem Affekt raus.
Sollte einem bei einem Kind aber am besten nie passieren.
Als Erwachsener sollte man stehts die Kontrolle bewahren. Nur ist das sicher nicht jedem immer möglich.

Wer allerdings ein so schlechtes Nervenkostüm hat, dass ihm regelmäßig die Hand ausrutscht, dem sollte man das Recht Kinder zu bekommen entziehen können, wenn er nicht selbst so schlau ist keine in die Welt zu setzen.
 
nein. erstens paßt mir dein ton nicht, zweitens müßtest du nicht fragen, wenn du verstanden hättest. da ich mich außerstande sehe mich so auszudrücken, daß du es begreifst, machen wir hier nen punkt. den anderen konnte ich meinen standpunkt verdeutlichen, mir soll das reichen.

du fühlst dich anscheinend schon durch eine konversation so weit in die ecke gedrängt, dass du nicht mehr weiter schreiben willst. meiner meinung nach wegen fehlender argumente, aber das sei mal dahingestellt. fakt ist und entziehst dich.

diese möglichkeit hat ein kind zuhause nicht und noch viel schlimmer, es muss auch noch damit klarkommen, dass es körperlich gezüchtigt wurde, ohne auch nur die geringste möglichkeit, dem auszuweichen.

so positiv kann also dieser effekt gar nicht sein, wenn du es als erwachsener nicht mal schaffst dich einer diskussion zu stellen.

aber diese empathie fehlt wohl diejenigen, die meinen, dass eine hinter die ohren (was für eine tolle verniedlichung von gewalt) nicht zu solchen reaktionen führt. als würde ein kind nicht denken. was denkt wohl ein kind, welches gerade geschlagen wurde?

Ich habe in meiner Kindheit mal die ein oder andere Ohrfeige oder ein paar Schläge auf den Hintern bekommen und geschadet hat es mir nicht!

ich will nicht direkt auf dich antworten, weil es aus dem kontext gerissen ist von mir. aber im allgemeinen ist diese einstellung ja als pro-einen klaps hinter die ohren-argument immer wieder in benutzung.

aber kein schaden ist doch nichts positives?! wieso ist schlagen okay solange es keine schäden hinterlässt?! ohne durchweg positive ergebnisse ist das nicht mal im ansatz gut und diese kann niemand darlegen, weder in der theorie, noch in der praxis.
 
Eigentlich ist es doch nicht so schwierig, sich ein paar Grundregeln des zivilisierten Miteinanders zu merken.

Bis der Thread wieder offen ist, für alle einmal zum Wiederholen: "Ich beleidige keine Mitmenschen. Ich provoziere keine Mitmenschen."
 
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