Warum werden AKW nicht unter Wasser gebaut? (6 Jahre alt)

Nö.
China und Russland (BN-800) planen (bauen/testen? bin ich grade nicht sicher) NextGen-Anlagen, bei denen quasi kein radioaktiver Abfall mehr entsteht.

wer sich mal mit der Materie beschäftigt wird erkennen das das kaum mehr als ein Werbeversprechen ist.
Atomenergie (ja, auch Kernfusion) geht eben nicht ohne radioaktiven Abfall zu produzieren.
 
@Pleitgengeier:

Kann dir nicht folgen. Heißt das, der Brüter ist ein Erfolgsmodell nur die Anderen merken es nicht? Ich sehe nicht, dass mit diesem Modell Gefahren oder Müll reduziert werden, nur das er effizienter arbeitet (mit den entsprechenden Gefahren).
Ich wollte damit hauptsächlich sagen, dass sich Forschung auf diesem Gebiet auf jeden Fall lohnt.
Wir können selbst derzeit nicht ohne Atomkraft - und wenn sich das E-Auto richtig durchsetzt dann wird der Leistungsbedarf enorm ansteigen.
 
Wir können selbst derzeit nicht ohne Atomkraft -
Sagt wer? Die Atomlobby ... nun ja.
Stichwort Japan:
Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wurden bis Anfang Mai 2012 und ab September 2013 alle 17 japanischen Atomkraftwerke heruntergefahren, was praktisch einem Atomausstieg gleichkam. Insgesamt waren bis vor der Katastrophe 54 Reaktoren in den 17 Atomkraftwerken in Betrieb.
Ging deswegen in Japan das Licht aus? Jemand was gehört davon, das Japan in der Steinzeit versank? Man mußte etwas Strom zukaufen. Das war alles. Ist natürlich teurer als eigenen Strom zu produzieren. Und ja, es kann sich bei dem zugekauften Strom auch um Atomstrom gehandelt haben. Das weiß man natürlich nie. Auch der grüne Ökofuzzie, der nur sauberen grünen Strom bei seinem Stromversorger kauft, verbraucht Atomstrom. Alles andere ist Wunschdenken.
Es gibt keine Kernkraftwerke ohne Atom-Müll. Wer was anderes glaubt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
Als die Bundeskanzlerin den Atomausstieg verkündete und auf einen Schlag sieben KKW stillgelegt wurde, orakelte die Atom-Lobby, das es in Deutschland zu Engpässen kommen würde. Es würde Black-Outs geben und der Strom würde alle werden ohne die KKW.
Was geschah wirklich?
Der Stromexport aus Deutschland erreicht im laufenden Jahr einen Rekordwert - trotz Atomausstieg. Deutschland exportierte, im Jahr der Stilllegung von sieben KKW auf einen Schlag, so viel Strom wie nie zuvor.
Wer also behauptet wir können nicht ohne Atomstrom, dem muß ich zurufen: Hausaufgaben nicht gemacht. 6, setzen!
 
Verschweig nicht die Hälfte!



Wir exportieren zwar eine Menge Strom, importieren aber auch eine Menge... Da geht es natürlich um die Gewinne der Energiekonzerne, aber leider wird dadurch auch wieder Atomstrom gefördert!
 
Man mußte etwas Strom zukaufen. Das war alles. Ist natürlich teurer als eigenen Strom zu produzieren.
Und wo soll der zugekaufte Strom herkommen, wenn die ganze Welt "aussteigt"? Interplanetarer Energiemarkt?
Das kennt man ja von den Grünen: Wir brauchen keine (Atom-/Kohle-/...-)Kraftwerke, denn der Strom kommt aus der Steckdose.

Welche Alternativen schlägst du denn vor?
Wasserkraft ist mal sauber und zuverlässig (und selbst da regen sich die Ökos auf wenn dafür Flüsse umgestaltet werden) - aber nicht unbegrenzt vorhanden.
Solar, Wind,... sind schön und gut, aber nicht steuerbar und bei Windstille in der Nacht hat man ein Problem
Dann können wir noch alles mögliche verheizen, verpestet die Umwelt auch ohne Unfälle...
 
Zuletzt bearbeitet:
Solar am Tag, Wind bei Wind, Elektroautos, Wasserkraftwerke/Staudämme und Hausakkus zum Zwischenspeichern.
 
Und wo soll der zugekaufte Strom herkommen, wenn die ganze Welt "aussteigt"? Interplanetarer Energiemarkt?
Das kennt man ja von den Grünen: Wir brauchen keine (Atom-/Kohle-/...-)Kraftwerke, denn der Strom kommt aus der Steckdose.
Welche Alternativen schlägst du denn vor?

Vielleicht solltest du dir meinen zweiten Beitrag zu diesem Thema noch einmal durchlesen. Der könnte die nötige Klarheit bringen.

Und das mit dem Strom Exportieren und Importieren :)

Es gibt nichts zu verschweigen. Wenn du deinen Kopf mal eine Sekunde anstrengen würdest, wüßtest du, warum das so ist.
Energie ist ein Markt! Damit wird GELD gemacht. Kaufen und verkaufen, Gewinn und Verlust.
Wir importieren keinen Strom, weil wir ihn brauchen sondern weil er gerade in dem Moment billig ist. Und verkaufen ihn teuer weiter. Das nennt sich Marktwirtschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es machbar wäre, der Ausstieg ist allemal besser und alternative Quellen wesentlich besser und sicherer. Deutschland hat es richtig gemacht, weg von dem Dreck, und der Abfall würde uns und andere Generationen erdrücken. Schlimm fand ich das Kernfusionsreaktoren im Dauerbetrieb so wie die Sonne funktionieren sollen, ohne den Nachschub von Brennstäben. Für mich ist dies ein Spiel mit den Göttern und bringt nur Probleme, Leid und den Tod.
 
@wachtelei
Du hast dich ganz sicher noch nie mit dem Funktionsprinzip eines Kernfusions-Reaktors beschäftigt, oder? Sonst wüßtest du das der Kernfusionsreaktor das Ende aller Energieprobleme auf der Erde wäre. Drei oder vier dieser Geräte in entsprechender Größe strategisch in den Weltmeeren verteilt könnten die ganze Erde mit Energie versorgen.
Erste Versuche mit der Kernfusion gibt es schon seit den 50er Jahren in der damaligen UdSSR. Google mal nach Tokamak. Es ist jedoch trotz ständiger Forschung bis heute nicht gelungen, eine stromtechnisch verwertbare Anlage zu erbauen. Falls Kernfusionsreaktoren die technische Reife zur Stromerzeugung erreichen sollten, ist ein erster kommerzieller Reaktor nach heutigem Erkenntnisstand nicht vor 2050 zu erwarten.
Diese Energiequelle wäre de facto unerschöpflich. Und nun kommen wieder die Energiekonzerne in`s Spiel. Wie sich jeder vorstellen kann werden jene ihre Gelddruckereien nicht so ohne weiteres aufgeben wollen. Es kann also nicht in ihrem Interesse sein eine Kernfusion zu begrüßen.
Und sicherer als herkömmliche KKW sind sie um einen sehr hohen Faktor. Brennstoffe sind Deuterium und Tritium. Deuterium liegt faktisch in unbegrenzter Menge vor und Tritium mit einer Halbwertzeit von etwa 12 Jahren kann sich der "Reaktor" aus Lithium-6 selber "erbrüten". Zumal man von Tritium nur sehr kleine Mengen benötigt.
Aber ich will hier nicht den Aufbau und die Funktionsweise eines Kernfusionsreaktors erklären. Da kann man sich selber belesen, falls man das möchte. Ich wollte nur darauf hinweisen das man KKW und Kernfusion in keinster Weise miteinander vergleichen kann.
 
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  • #50
Nun ist ja doch eine interessante Diskussion entstanden, größtenteils, wenn auch sogar schon abschweifend in andere Richtungen.

Vorab: Ich hatte beruflich schon mit verschiedenen Instituten des KIT zu tun (als Dienstleister nicht als AN) und kenne daher ein par Ansprechpartner die man über eine Telefonzentrale wohl nicht so schnell zu sprechen bekommt. So konnte ich recht schnell den passenden Ansprechpartner finden ;)

Ich habe bislang nur ein Telefonat geführt, dies selbst war aber schon sehr aufschlussreich. Also: Einige Länger haben an einer AKW unter Tage / unter Wasser Lösung geforscht, es gab angeblich auch Prototypen aber nix offiziell bestätigtes. Selbst am KIT wurde dahingehend wohl schon geforscht in Verbindung mit der immer noch aktiven Entsorgungsforschung (Stichwort Endlager wurde nur 1x benutzt :D) und das Atom-Forschungsprogramm was bereits eingestellt wurde am KIT Nord sollte vielen ja eh bekannt sein.

Es sprechen, neben den Kostengründen vor allem auch technische Gründe eine Rolle. Wie einige hier schon gesagt haben: Thema Wartung spielt eine sehr große Rolle, egal ob das AKW geflutet betrieben werden würde oder in einer "Luftkammer" und von Wasser umschlossen. Der Wasserdruck und der Schutz der Kammer vor eindringendem Wasser wäre wohl nicht mal das Problem in den ersten 20-30 Jahren aufgrund aktueller Techniken und Möglichkeiten. Aber dann... und das ist der Knackpunkt.

Und das eigentliche Problem was in der Forschung aktuell eine viel größere Rolle spielt... die Entsorgung wird damit auch nicht umgangen. Daher fließen die zur Verfügung stehenden Forschungsgelder eigentlich nur noch in diesen einen Topf -> Entsorgung oder eben dafür zu sorgen das nix mehr entsorgt werden muss.

Ich wurde eingeladen mit meinem Sohn mal am KIT-Zentrum für Energie vorbei zu kommen damit man ihm das Prinzip eines AKW/KKW mal genauer erklären kann und er sich die anderen Forschungsbereiche für erneuerbare Energien anschaut.
 
@Logma:

Danke für die aufschlussreichen Antworten. Viel Spaß dort mit deinem Sohn, ist sicher spannend mal hinter die Kulissen zu schauen.
 
Ich wurde eingeladen mit meinem Sohn mal am KIT-Zentrum für Energie vorbei zu kommen damit man ihm das Prinzip eines AKW/KKW mal genauer erklären kann und er sich die anderen Forschungsbereiche für erneuerbare Energien anschaut.

Ganz tolle Sache. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß. Eine Rückmeldung, wenn ihr zurück seit, wäre nicht uninteressant.
 
Falls sich jemand dafür interessiert, dann gäbe es hier noch einen reddit-Thread dazu, den ich gerade gefunden hab. Fand ich ganz amüsant, dass da auch jemand diese Frage stellt:
 
Wenn das alles komplett unter Wasser ist, wie kommen dann die Mitarbeiter zur Arbeit?
 
U-Boote, Tauchglocken, Teleportation und Nydus-Kanäle wären ebenso eine Option um AKWs unter Wasser zu erreichen. Bei einem Fusionsreaktor muss man nur den Zufluss an spaltbaren Material stoppen um die Fusion zum Erliegen zu bringen.
 
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