Volksverhetzung: Facebook-Nutzer zu 1.980 Euro Strafe verurteilt

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Auch Facebook ist kein rechtsfreier Raum. Bildquelle: & , thx! ( ).

Vergangenen Montag musste sich ein 43-jähriger Facebook-Nutzer vor dem LG Leipzig verantworten. Ihm wird vorgeworfen, er habe Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verbreitet. Außerdem wurden dort Bilder verbreitet, die der Volksverhetzung dienen. Das Berufungsverfahren endete mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen á 22 Euro.

Wer in sozialen Netzwerken öffentlich gesetzwidrige Beiträge, Bilder oder Videos verbreitet, muss mit einer Strafverfolgung rechnen. Diese Erfahrung machte auch ein arbeitsloser Industriemechaniker aus Leipzig, der auf seinem Facebook-Profil mehrere Bilder fremder Quellen verbreitet hat. Eine von ihm zwar nicht selbst erstellte aber geteilte Bild-Collage zeigt den Eingang des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald. Das Foto wurde mit der Überschrift „Wir nehmen alle Flüchtlinge!!! Ihr Team vom Krisenflüchtlings-Zentrallager Weimar-Ettersberg.“ überschrieben.

Auf einem anderen Foto wird ein Mann mit nacktem Oberkörper und tätowiertem Hakenkreuz dargestellt. Der Titel dieses Bildes lautet „Wir warten“. Zwar ist dies der Screenshot eines US-amerikanischen Films, allerdings wurde zur wahren Quelle im Posting kein Bezug hergestellt. Zwar dürfe man sich nach Aussage des Gerichts kritisch über die deutsche Flüchtlingspolitik äußern. Die Verwendung der Insignien der Nazis seien aber verboten. Richter Bernd Gicklhorn begründete sein Urteil damit, die Menschenwürde der Flüchtlinge wird mit derartigen Postings angegriffen. Deswegen seien die Äußerungen auch nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Das Amtsgericht Leipzig hatte den Mann in der ersten Instanz zu insgesamt 1.500 Euro Geldstrafe schuldig gesprochen. Im Berufungsverfahren, welches die Staatsanwaltschaft angestrengt hatte, wurde vom Landgericht geurteilt, der Angeklagte müsse jetzt insgesamt fast 2.000 Euro Strafe bezahlen. Ausgangspunkt für die strafrechtliche Verfolgung des Facebook-Nutzers war ein anonymer Hinweis.

In den Leipziger Gerichten wurde schon häufiger wegen derartiger Vergehen geurteilt. So musste beispielsweise im Vorjahr ein 45-jähriger Leipziger 2.250 Euro bezahlen, weil er nach der versuchten Selbstverbrennung eines Flüchtlings öffentlich gefragt hatte, ob die Suizidgefährdeten nicht warten könnten, „bis der Winter kommt?“.

Alleine im Jahr 2015 wurden 31 Personen wegen Volksverhetzung angeklagt. Zudem ergingen im gleichen Zeitraum 79 Strafbefehle. In den Jahren zuvor gab es laut den Angaben des sächsischen Justizministeriums durchschnittlich nur etwa 10 bis 20 Verfahren pro Jahr.




Autor: Lars "Ghandy" Sobiraj
 
Wenn Du rassistischen Vorgehensweise als folgerichtig ansiehst, dann gibt es da für Dich ja keinen Widerspruch.
 
Gabriel ist nun auch ein Rassist wie die Bundesregierung?

Preisrätsel: Finde den kleinen, aber ganz entscheidenden Unterschied zwischen Dobrindts und Gabriels Aussagen.

Wenn die Bundesregierung rassistisch wäre, säße Gabriel automatisch mit im Boot. Doch zum Glück ist nur mal wieder einer der "Voralpen-Taliban" (Priol, treffend wie immer) ausgerastet.
 
Auf einem anderen Foto wird ein Mann mit nacktem Oberkörper und tätowiertem Hakenkreuz dargestellt. Der Titel dieses Bildes lautet „Wir warten“. Zwar ist dies der Screenshot eines US-amerikanischen Films, allerdings wurde zur wahren Quelle im Posting kein Bezug hergestellt. Zwar dürfe man sich nach Aussage des Gerichts kritisch über die deutsche Flüchtlingspolitik äußern. Die Verwendung der Insignien der Nazis seien aber verboten. Richter Bernd Gicklhorn begründete sein Urteil damit, die Menschenwürde der Flüchtlinge wird mit derartigen Postings angegriffen. Deswegen seien die Äußerungen auch nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Das kam mir, als ich die News zum ersten mal gelesen habe , irgendwie bekannt vor. Da es heute noch mal im schwarzen Humor gepostet wurde, fiel mir ein, es genau da schon mal gesehen zu haben. 17.10.2015
 


Über Gabriel möchte ich mich nicht äußern. Das ist für mich ein Mann ohne Eigenschaften. Da kann ich ihn jetzt nicht plötzlich zu irgend etwas machen.
 
Sagen wir mal so: Gabriels Eigenschaften prädestinieren ihn nicht unbedingt zum Kanzlerkandidaten oder gar mehr.

@Ruby: Auch du darfst dich gerne an der Lösung des Preisrätsels (siehe oben) versuchen. :)
 


Mir geht es nicht um Dobrindt auch nicht um Gabriel, denn die Liste derer die sich bei der Polizei für ihre Arbeit bedankt haben reicht bis zur Kanzlerin. Die Behauptung die Polizei hätte rassistisch gehandelt ist schlicht und ergreifend Bullshit, denn es wurden nicht nur Menschen mit dunkler Hautfarbe kontrolliert noch wurden alle Menschen mit dunkler Hautfarbe kontrolliert.

Preisrätsel? Was ist denn der Preis? Erinnere Dich doch zurück an das vorige Silvester, da war genau dass die Frage die viele Leute dort beschäftigt hat. Aber nur weil jemand bei der Linken "Nafri" hört und "Nigger" denkt ist dies noch lange nicht der Fall, zeigt eher dass manche Leute kein Stück rational denken können.
 

Pegida und dergleichen regen sich doch auf immer über "Nazi" auf. Ist doch auch nur eine Abkürzung. ;)
 
Joah...und so kann man sich über einfach Alles aufregen, weil Pegida und "Dergleichen" machen es ja auch, ich frage mich halt nur warum ausgerechnet Pegida in diesem Kontext als Maßstab dient?!
 
ich frage mich halt nur warum ausgerechnet Pegida in diesem Kontext als Maßstab dient?!

Die Antwort ist erschreckend einfach und einfach erschreckend zugleich: Weil es sich in diesem Thread um Volksverhetzung dreht.



Mir geht es nicht um Dobrindt

Mir ging es allein um das, was Bundesminister Dobrindt wortwörtlich gesagt hat. Mittlerweile ist es mir allerdings egal, ob du es nicht verstehen kannst oder willst.
 


Aber er lobt doch die Arbeit der Polizei und verwendet ebenfalls den Nafri Begriff.

Also doch entweder Welpenschutz oder man misst mit zweierlei Maß: Sagt ungemochte Person A dasselbe wie gemochte oder tolerierte Person B - in dem Fall, dass die Polizei einen guten Job gemacht hat - ist es noch lange nicht dasselbe.
 
Welpenschutz finde ich keinen passenden Ausdruck.

Aber selbst wenn. Nenne ihn ruhig einen Rassisten, ich werde nicht widersprechen.
 


Hab ich Leute, welche die Arbeit der Polizei gelobt haben, als Rassisten bezeichnet? Da solltest du dich an andere User und Mods in diesem Thread wenden.
 


Na warum soll ausgerechnet ICH ihn als Rassisten bezeichnen?

Ich hätte das von den anderen hier erwartet, für die es rassistisch ist, was die Polizei gemacht hat und auch alle, die das befürwortet haben, als Rassisten bezeichnen bzw. es so durchblicken lassen. Siehe auch Dobrindt.


Aber wie du meinst... oder die anderen halt auch. Es war sehr interessant zu diskutieren.
 
Ja, dankefein. Macht das gerne im P&G.

Gruß
Baer
 
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