Nicht die Rotationsmaschinen sind es, die in der Vorkriegszeit wirken, sondern es ist die Sprache. "Krieg beginnt nicht erst, wenn geschossen wird und Bomben fallen. Zunächst wird immer eine Sprache für den Krieg erfunden, eine Sprache in der christlichen Dichotomie des ‚Wir gegen die anderen', Gut gegen Böse, Licht gegen Finsternis. Präsident Bush, rhetorisch nicht übermäßig begabt, ersann also seine ‚Achse des Bösen'. Sobald eine solche hysterische Sprache erfunden ist, übernehmen alle dieses Vokabular, ohne die Folgen zu bedenken."(4) "Wir ertragen das Grauen des Krieges, das Grauen der Propaganda und den Mord an einer Sprache, die wir kennen und verstehen. Freiheit heißt jetzt Massenmord."(5) Karl Kraus: "Im Krieg geht's um Leben und Tod der Sprache."(6)