[Politik und Gesellschaft] Verbot von Geldspielautomaten gefordert

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[td]Seitens des Deutschen Städtetags wird ein Verbot von Glücksspielautomaten in Kneipen und Gaststätten gefordert. Außerdem soll es in Spielhallen nur noch Unterhaltungsspiele geben, die keine Gewinnmöglichkeit bieten.

Helmut Dedy, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, erklärte gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ), dass es in Deutschland aktuell etwa 500.000 Spielsüchtige gibt, von denen ungefähr drei Viertel angaben, mit Geldspielgeräten angefangen zu haben.

In Gaststätten könne zudem nicht sichergestellt werden, dass keine unter 18-Jährige die Automaten bedienen, was in einem Kasino anders sei.
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Bild: , Alin S,
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Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Was auch den Eindruck erweckt man selbst könnte mit Übung mehr gewinnen.
 
Rechne es mal durch, egal wovon du 40% abziehst es bleibt am Ende immer weniger übrig. Das tolle an Mathemetik ist das sie verlässlich ist und die heute gängigen Halbleiter in den Geräten sind fast ebenso zuverlässig, die Abweichung dürfte also unterhalb der 1% Grenze liegen.

das ist den asis wohl bekannt.. sie sind zwar asis, aber so blöd ja auch wieder nicht.. hier wird - wie auch an der börse - einfach darauf spekuliert, dass andere asis einem den gewinn bezahlen (zu 60% zumindest).. im statistischen mittel gleicht sich das natürlich aus, aber bei hinreichend kleinem N und hinreichend viel "glück" gehört man vielleicht ja zu den ausreißern.. man darf sich halt nur nicht darauf verlassen, dass mutti merkel einem aus der patsche hilft, wenn das mit dem glück dann doch mal nicht so hinhaut...
 
Du überschätzt Süchtige, ganz massiv jedes Wesen hat Ansätze von Intelligenz, mit Ausnahme des Junkies der sich seine Dröhnung holt. Wenn die wirklich was gewinnen hauen sie es solange wieder rein bis sie wieder Pleite sind und wie gesagt dürfte die Chance mittlerweile erheblich kleiner sein überhaupt was raus zu bekommen. Die Chance das da einer tatsächlich Geld mit verdient also über einen ganzen Monat Plus macht halt ich für bedeutend kleiner als die einen Blitzschlag zu überleben.

Du darfst Assis nicht mit Junkies in einen Topf werfen, der Junkie auf der Suche nach Dröhnung ist das dümmste Tier im Universum. Und Rational kann man an den Dingern aus genannten Gründen nicht spielen. Godlike hat eins der wenigen Non-Junikie beispiele genannt, den "Derp-Mode" im Suff.
 
ich hab doch nichts anderes gesagt ;) - darauf basiert doch unser ganzes wirtschaftssystem.. jemand muss verlieren, damit wer anders gewinnt und wenn man nicht rechtzeitig aufhört, gewinnt eben die bank..
 
Nichtmal das ist allgemeingültig, da kann man als konkretes Beispiel Müllentsorgung nennen, es gibt ja ne Menge Leute die holen bestimmten Müll kostenlos ab, nicht aus Nächstenliebe sondern weil sie es noch gebrauchen können. Bei großen Sachen kann das durchaus eine Dienstleistung sein, also die Abholung, eine Situation in der beide Seiten Gewinn machen. Ist halt alles eine Definitions und Organisationssache. Technologischer Fortschritt hat diese erwähnte Nische in den letzten Jahrzehnten massiv wachsen lassen, es lebe die Wegwerfgesellschaft.

Daher gibt mir die Psychologie im Sinne medizinischer Fakten auch recht das es sich bei Glücksspiel um Ausbeutung handelt, genau wie bei zugekoksten Zwangsprostituierten. Wobei letztgenanntes natürlich noch ne kleine Ecke schädlicher ist, aber es ist der selbe Sektor der wirtschaft mit starken Überschneidungen im psychologischen Bereich. Ich finde es interessant wo die Grenzen gezogen werden.
 
Die schlechten Chancen sprechen nicht gegen das Glücksspiel, sondern dafür.

Um trotz schlechter Chancen zu gewinnen, muss man Glück haben, und diesen Moment wollen die Menschen erleben. Manche bringen sich dafür sogar in Lebensgefahr und gehen hohe Risiken ein, die überhaupt keinen materiellen Profit abwerden. Oder Menschen machen das, die den möglichen materiellen Gewinn überhaupt nicht nötig hätten, weil sie sehr reich sind.

Einer meiner Bekannten verdient als DJ 2.000 Euro im Monat schwarz und steckt das Geld schon während der Veranstaltung in den Automaten, wenn es in der Kneipe einen gibt. Er macht das schon jahrelang und weiß ganz genau, dass er dabei arm wird und nicht reich. Seine Lebensgefährtin und ein Kind leiden sehr darunter, ebenso jeder, der ihm Geld leiht.

Aber für den einen Glücksmoment, wo der Automat Geld ausspuckt, opfert er alles. Sonst hat er im Leben nicht viel Glück gehabt.
 
ja, für den Glücksmoment... :rolleyes:

sicher ist er nicht süchtig, uns sicher hat er auch nicht die Absicht damit Geld zu verdienen...
 


Dein Beispiel zeigt keine schlechten Gewinnchancen. Die Gewinnchancen bei Automaten sind überdurchschnittlich. Aber das Glücksgefühl Deines Bekannten hält nicht lang. Automaten bieten Kurzeitbefriedigung wie Zigaretten und sind deshalb genauso gefährlich für Suchtanfällige.
Die Chancen sind überaus hoch, müssen doch 60% des Einsatzes wieder in Gewinnen ausgezahlt werden. Aber Einsatz und Gewinn sind pro Spiel relativ überschaubar, so daß ein Spieler nicht nur bis zum Jackpot spielt, sondern anschließend weiter. 60% Auszahlung bedeutet langfristig aber , daß 40% einbehalten werden. Der Spieler hat gar keine Chance , seinen Verlust wieder rein zubekommen.

Bei Lotto ist die Wahrscheinlichkeit auf 6 Richtige + Zusatzzahl ca. 1:140.000.000 : Da lohnt sich das Spielen eigentlich nicht, ist es eher eine Steuer auf Dummheit. Die Suchgefahr ist aber nicht so hoch, weil der Kick ausbleibt.
 
Ich kann euch mal was aus meiner Erfahrung erzählen.

Bin mal eines Tages in eine Spielo am Vorabend gegangen und hab mir von meinem Nachbarn zeigen lassen wie man an dem Automaten spielt.
Gesagt, getan - ich hab abgefangen zu spielen.
Bin mit 50 Cent da reingegangen und mit 100€ wieder rausgekommen (in 2€ Stücken versteht sich) und das hatte keine Stunde gedauert. Das Spiel funktionierte ziemlich simpel, man musste einfach 50:50 Risiko drücken und so lange im richtigen Moment den Knopf ebenfalls drücken bis die Anzeige ganz oben geblinkt hat.
Für mich war's ziemlich einfach, muss ich ehrlich zugeben.

Das war auch das einzige Mal dass ich in der Spielo verbrachte, denn mein guter Nachbar hat an dem Automaten bereits sehr viel Geld verloren.
 
Für Dich war dies einmaliges Glück, aber für andere der Einstieg in den Abstieg.

Denn wie Duglauben sie, daß System erkannt zu haben. Im Gegensatz zu Dir werden sie aber durch Weiterspielen eines Besseren belehrt werden.
 
Ne, eben nicht. Das ist ja das Problem.
Viele bleiben jahrelang süchtig, bringen fast alles an Geld in die Spielhallen.

Kenne einen, der lebt ohne Strom, ohne Warmwasser...der geht nur zocken, für alles andere hat der kein Geld.
Wie der seine Miete bezahlt, ka.
 
Troll, Du mißverstehst mich, denke ich. Mit "eines Besseren belehrt" meine ich nicht, daß sie nicht mehr spielen, sondern daß ihnen gezigt wird, daß sie nicht den Automaten beherrschen können. (sondern andersherum)
 
Daran sieht man mal wieder, mit welchen billigen Tricks man die menschliche Psyche überlisten kann.
Um ehrlich zu sein, hab ich mich nicht so richtig amüsieren können beim Sitzen am Automaten, denn simples Knöpfe drücken im richtigen Moment hab ich auch als Kind an der PlayStadion getan.
Ebenso ist mir das Geld zu schade.

Die 100€ in 2er Münzen hab ich übrigens immer noch in einer Schale mit dem anderen Kleingeld im Regal liegen ;)
 
und da frage ich mich jetzt, brauchen wir die Automaten wirklich?
Damit ein paar Leute mal ihren Spaß haben und mal was gewinnen dafür aber andere ihr Leben ruinieren?

Klar, wenn es keine Automaten gibt dann verzocken sie vielleicht ihr Geld woanders. Vielleicht hindert es aber trotzdem ein paar Leute daran sich das Leben zu zerstören.
Das wäre es dann doch schon wert.
Das Problem ist die leichte Zugänglichkeit.
Überall hängen die Teile.

Zudem, schauen wir uns doch mal Spielhöllen an in denen man nur um Geld zockt.
Doch, echt top Geschäftsmodell. Die Sucht anderer ausnutzen, weil andere ihren Lohn verzocken verdient man selbst Geld.
Das finde ich auch moralisch nicht ok.
Man kann (und wird) jetzt natürlich wieder tausend andere Dinge finden die schlimmer sind oder ähnlich laufen.
Egal, hier geht es um Spielautomaten.

Ich finde es einfach nicht ok mit der Sucht Anderer und auf Kosten anderer Geld zu machen.
Anders funktioniert so ne Spielhalle ja nicht.
Wenn da nur Leute reingehen würden die in der Woche einmal reingehen um 2€ zu verzocken, dann würde diese Läden sich nicht halten können.

Genau wie die Kneipe an der Ecke.
2 Leute Personal, jeden Abend 5 Alkoholiker an der Bar mit denen man Kasse macht.
Ohne diese "Stammkundschaft" aka arme süchtige Menschen würde man sich nen anderen Job suchen müssen.

Ne, wenn die Menschheit schon von alleine keine Empathie für andere aufbringen kann und noch schlimmer, den Untergang anderer in Kauf nimmt nur damit es einem selbst besser geht, dann muss man halt Verbote aussprechen.
Die ganzen Sportwettenläden alle auch gleich mit verbieten.
Das ist kein Spaß mehr, da drin verzocken monatlich süchtige Menschen die da nicht alleine rauskommen ihren Lohn.
Daran darf man einfach nicht verdienen.
Oder Alternative, die Hälfte der Einnahmen müssen für soziale Projekte gespendet werden.
 


Dein Beispiel zeigt keine schlechten Gewinnchancen. Die Gewinnchancen bei Automaten sind überdurchschnittlich.

Hast mich bei einem Denkfehler erwischt.

Wie bei gefährlichen Extremsportarten, was das Glück darun besteht, dass man überlebt: Mir erscheint das Risiko gigantisch, wenn ein Extremkletterer in der Wand hängt. Aber so hoch ist es gar nicht, sonst könnte er das Vergnügen nicht so oft haben.

Aber das Glücksgefühl Deines Bekannten hält nicht lang. Automaten bieten Kurzeitbefriedigung wie Zigaretten und sind deshalb genauso gefährlich für Suchtanfällige.

Glück ist immer "Kurzzeitbefriedigung", und alle Befriedigung ist "Kurzzeitbefriedigung".
 
Zudem, schauen wir uns doch mal Spielhöllen an in denen man nur um Geld zockt.
Doch, echt top Geschäftsmodell. Die Sucht anderer ausnutzen, weil andere ihren Lohn verzocken verdient man selbst Geld.
Das finde ich auch moralisch nicht ok.

Ich finde es einfach nicht ok mit der Sucht Anderer und auf Kosten anderer Geld zu machen.
Anders funktioniert so ne Spielhalle ja nicht.

was du moralisch okay findest oder nicht, ist völlig egal. ich arbeite seit über 2 jahren in einer großen wie von dir bezeichneten "spielhölle" , dessen name nicht unbekannt und in ganz deutschland vertreten ist. klar verdient man durch andere sein geld, aber es ist schließlich auch eine arbeit und ich bekomme geld zum leben. und ich hab auch kein schlechtes gewissen oder skrupel wenn jemand 500 euro an einem tag verzockt. muss doch derjenige selber wissen wie viel er reinstecken will. die entscheidung liegt bei jedem selbst. gute moral kann man sich in unserer welt sonst wo hin stecken. du redest nur so weltenverbesserlich daher, weil dich das alles scheinbar nicht betrifft. aber an die tausenden menschen die ohne casinos ohne job und geld dastehen würden denkst du nicht. kannst du das wirklich mit deinem moralischen gewissen in einklang bringen?
 
Die Argumente würden auch Krieg als Legitimierung für den Erhalt des Militärs rechtfertigen, eine Berufsarmee kann viele Familien ernähren. Wo zieht man die Grenze? Wo Dritte Geschädigt werden? Tja, dann müssten Spielhallen dichtmachen, Süchtige schädigen Dritte.
 
Reine Spekulation.

Villeicht nützen Spielhallen den Nutzern UND Dritten.

Wer weiß denn ,was sie Spieler sonst für einen Glücksmoment machen würden.

Vielleicht spielen sie dann Russisches Roulett oder sie gehen an die Börse. Und in der Unterwelt sind Glücksspiele immer möglich.
 
@endorphin:

Mit deiner Art zu Argumentieren - keiner wird gezwungen dort zu Arbeiten, ihr könnt euch ja einen anderen Job suchen. Und damit seid ihr in eurer Entscheidungsfindung freier als jeder Süchtige - denn der muss Spielen.

Ob eine Verbot den Süchtigen hilft bezweifle ich auch. Wahrscheinlich gibt es dann eine Suchtverlagerung. Die Ursachen werden mit dem Verbot nicht behoben.

Und um dich persönlich zu beruhigen, es wird mit Sicherheit kein Verbot geben. Dazu ist die Lobby um dieses Geschäft zu groß, gibt es auch eindeutige zu CDU und FDP.

Es wird schon seit Jahren versucht diese Branche zu reglementieren, mit Einsatzhöhe, Gewinnmöglichkeit, Spieldauer etc. und nun mit Ausweispflicht von jedem Gast.

All diese Maßnahmen haben keinem Süchtigen geholfen. Seit neuestem können sich diese zu mindestens Sperren lassen, was aber kein Ersatz für eine vernünftige Therapie ist.

Und hier krankt das System, denn diese Sucht wird zwar inzwischen anerkannt, aber der Weg zu stationären Therapieplätzen ist mehr als steinig und diese sind zudem nicht in ausreichender Menge vorhanden.

Gerade pathologische Spieler haben schwere psychologische Probleme von Depressionen über Psychosen, oft begleitet von Suizidversuchen.

Von daher halte ich diesen Versuch den Kranken zu helfen auch nur für einen populistischen Versuch sich mit einer vermeintlichen guten Tat ins Gespräch zu bringen, einen Wert wird diese Aktion für die Süchtigen keinen haben.



p n
 
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