[Politik und Gesellschaft] Verbot von Geldspielautomaten gefordert

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[td]Seitens des Deutschen Städtetags wird ein Verbot von Glücksspielautomaten in Kneipen und Gaststätten gefordert. Außerdem soll es in Spielhallen nur noch Unterhaltungsspiele geben, die keine Gewinnmöglichkeit bieten.

Helmut Dedy, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, erklärte gegenüber der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ), dass es in Deutschland aktuell etwa 500.000 Spielsüchtige gibt, von denen ungefähr drei Viertel angaben, mit Geldspielgeräten angefangen zu haben.

In Gaststätten könne zudem nicht sichergestellt werden, dass keine unter 18-Jährige die Automaten bedienen, was in einem Kasino anders sei.
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Bild: , Alin S,
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Quelle:
 
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Es wird zwar ständig direkte Demokratie gefordert, aber wenn es dann mal eine Abstimmung gibt, dann interessiert es keine Sau.
Wer nicht wählen geht, der muss eben damit leben dass er darauf keinen Einfluss hat.

Es ist nur gerecht dass es zählt, auch wenn nur 1/3 der Berechtigten wählt - sonst würde dass bedeuten, dass Nichtwählen eine Stimme für "aktuelles Beibehalten" ist und die politisch Desinteressierten würden jede Wahl "gewinnen" (Bei der Bundestagswahl sehe ich das anders, das ist aber auch keine ja/nein-Wahl).
Und 61% ist ein eindeutiges Ergebnis.


Zum Thema ansich: Es ist leider so, dass eine Gruppe mit 10 Personen - davon 1 Raucher - selbstverständlich im Raucherbereich sitzt...
Das dürfte auch der Grund für den Ausgang des Volksbegehrens gewesen sein, von Rauchern Rücksicht einzufordern ist nämlich gesellschaftlich nicht akzeptiert, auch wenn Raucher eine Minderheit sind.
 
Und mal ehrlich Nero, was soll das mit dem Volksbegehren? Wenn 3,5 Millionen in Bayern (lächerliche ~ 37%) sich überhaupt dafür interessierten, und von denen die sich dafür interessieren gerade mal 2,1 Millionen für ein Rauchverbot sind, was ist dann mit dem überwiegend großen Rest, dem Rest der alt genug ist sich seine Lokalitäten auch ohne Vormund auszusuchen und ein Volksbegehren für überflüssig hält?

Dieser Rest spielt keine Rolle. Er dürfte mehrheitlich FÜR das Verbot gewesen sein, aber nicht fanatisch genug, um dafür zu stimmen.

Du kannst das nicht beurteilen, weil Du Genuss- und Wochenendraucher bist. Deshalb kriegst Du von der Stimmungslage nichts mit.

Als Kettenraucher kenne ich sie und ihre Entwicklung besser. Das Rauchverbot fing nicht in den Kneipen, sondern in den Wohnungen an. Wenn man sieht, wie die Fanatiker sich selbst das Rauchen in der eigenen Wohnung verbieten und auch bei 10 Grad Kälte im Winter lieber bibbernd auf dem Balkon qualmen, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat.

Es kann dir passieren, dass du auf einer Parkbank sitzt und jemand setzt sich dazu, nur um dich zu mahnen, das Rauchen einzustellen, weil er den Qualm nicht verträgt oder seine Gesundheit schädigt.
 
Oh gott aus welchem Umfeld kommt ihr denn so? Also wenn hier einer nicht raucht dann setzten sich eher die anderen 9 in den Nichtraucherbereich und gehen eben ab und an mal eine rauchen. Alles andere wäre ja, egal ob Genuss oder Kette, einfach asozial (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich rede hier nicht von irgendwelchen gutbürgerlichen Restaurants (da durfte man doch sowieso nie rauchen!? weil kein Wirt das wollte) sondern von der Kneipe/Trinkhalle ums Eck! Das man nicht in öffentlichen Gebäuden, Restaurants o.Ä. rauchen muss kann ich nachvollziehen, dafür braucht es doch kein Gesetz!

Und mal ehrlich, wenn mich was so tatal stört dann bewege ich auch meinen Arsch zum Volksbegehren, kann mir also keiner erzählen das er es so unhaltbar ohne dieses Gesetz gefunden hätte. 61% von 37% ist doch eher lächerlich als eindeutig. Und wieso spielt der Rest keine Rolle? Aber gut, wenn ihr euch bei jedem scheiß bevormunden lassen wollt, gut. Ich für meinen Teil hätte es lieber wenn jeder etwas nachdenkt und danach handelt. Ich laufe auch lieber quer über die Wiese, suche mir meinen Blickpunkt auf die Dinge selber aus, anstatt den schön vom Gesetzgeber vorgefertigten Weg entlang zu trotten :coffee:
 
Oh gott aus welchem Umfeld kommt ihr denn so? Also wenn hier einer nicht raucht dann setzten sich eher die anderen 9 in den Nichtraucherbereich und gehen eben ab und an mal eine rauchen. Alles andere wäre ja, egal ob Genuss oder Kette, einfach asozial.

Reine Modesache.

Früher war es eher asozial, nicht zu rauchen. Und mir geht es noch heute so, dass ich mich nicht von jeder Zimperlichkeit terrorisieren lasse.

Aber gut, wenn ihr euch bei jedem scheiß bevormunden lassen wollt, gut. Ich für meinen Teil hätte es lieber wenn jeder etwas nachdenkt und danach handelt.

Du plädierst eher für den Konformitätsdruck: "Alles andere wäre asozial."

Ein ehrliches Gesetz ist mir lieber als die Mischung aus Naserümpfen, Ächtung und Diskriminierung.
 
Noch mal, ich rede von den Kneipen an denen ich meine Zeit an den Wochenenden totzuschlagen pflege. Da geht das Gesetzt wirklich JEDEM auf die Eier. In den Restaurants, welche ich auch häufig besuche, gibt und gab es sowieso nie eine Erlaubnis zum Rauchen. Maximal einen kleinen Raucherbereich. Wenn man dann aber von der Polizei ermahnt wird, doch nicht draußen zu stehen, vor der Kneipe wo seit eh und jeh eh alle zum Bier geraucht haben, dann fühlt man sich doch etwas verarscht und besucht beim nächsten mal evtl gleich eine Kneipe, die die Größe hat, einen Raucherbereich anzubieten. Das freut die Wirte der kleinen Kneipen sicherlich ungemein, da bin ich sicher! Seltsamerweise sind die Lokalitäten, in denen geraucht werden darf, dann zum Bersten gefüllt. Wieso das wohl so ist weiß wohl keiner...

Aber mir kanns ja auch egal sein, ich hab zum Glück keine Kneipe. Zur Not bleib ich daheim und sauf da mein Bier :unknown: :D
 
In den Restaurants, welche ich auch häufig besuche, gibt und gab es sowieso nie eine Erlaubnis zum Rauchen.

Du bist eben noch zu jung, um "nie" sagen zu können. 1965 gab es KEIN Restaurent mit Rauchverbot, in jedem Restaurant durfte geraucht werden, und in jedem Hotelzimmer auch.

Damals hatte auch die vornehme Gesellschaft noch Stil. Das Beste an einem guten Essen ist doch die Havanna danach.
 
Du bist eben noch zu jung, um "nie" sagen zu können. 1965 gab es KEIN Restaurent mit Rauchverbot, in jedem Restaurant durfte geraucht werden, und in jedem Hotelzimmer auch.
Dann ist es ja um so besser das du, als wohl Älterer, meine These hiermit bestätigt hast - es regelt sich alles von alleine. Ganz ohne Gesetze :) In den Restaurants die ich meine und besuche darf man nämlich schon lange vor diesem Gesetz nicht mehr rauchen. Ebenso wie in Zügen, im Kino usw. Alles ohne ein Gesetz.
 
Dann ist es ja um so besser das du, als wohl Älterer, meine These hiermit bestätigt hast - es regelt sich alles von alleine. Ganz ohne Gesetze :)

Bedeutet im Umkehrschluss: Gesetze sind nicht das Problem.

Und das bestätigt wiederum meine These, dass man als Raucher heute vor allem die ganze Meute am Hals hat und nicht nur ein paar verlorene Ordnungshüter.
 
Dann ist es ja um so besser das du, als wohl Älterer, meine These hiermit bestätigt hast - es regelt sich alles von alleine. Ganz ohne Gesetze :) In den Restaurants die ich meine und besuche darf man nämlich schon lange vor diesem Gesetz nicht mehr rauchen. Ebenso wie in Zügen, im Kino usw. Alles ohne ein Gesetz.

eben! Soll jeder Betreiber einer Lokalität oder anderen Betriebes selbst entscheiden, ob der das Rauchen erlauben möchte oder nicht- Er wird selber entscheiden können ob es gut für sein Geschäft ist oder nicht, jeder Betrieb hat sein eigenes Klientel.

Und jeder Mensch kann sich dann genauso überlegen, ob er solch eine Lokalität besuchen will oder nicht.

Ich verstehe wirklich nicht, warum so etwas gesetzlich reguliert sein muss. Es gibt Sachen, die kann man wirklich "unter sich" regeln, meine Güte!
 
Ich verstehe wirklich nicht, warum so etwas gesetzlich reguliert sein muss. Es gibt Sachen, die kann man wirklich "unter sich" regeln, meine Güte!

Davon habe ich nichts, wenn die Regelung immer zu meinen Ungunsten erfolgt.

Ich verlange Minderheitenschutz.

Wir starken Raucher sind heute mehr benachteiligt und diskriminiert als vor 50 Jahren die Homosexuellen. Sogar auf dem Woohnungsmarkt hat man als Raucher ganz miserable Karten.
 
Wieso sollte man Minderheiten die sich dazu entschieden haben sich selbst und anderen gesundheitlichen Schaden zuzufügen auch noch Minderheitenschutz zuschreiben? Kann doch jeder aufhören zu rauchen wenn er sonst keine Wohnung findet.
 
Wieso sollte man Minderheiten die sich dazu entschieden haben sich selbst und anderen gesundheitlichen Schaden zuzufügen auch noch Minderheitenschutz zuschreiben?

Weil sie einen Beitrag zur Entlastung der Mehrheit leisten.

Raucher leben statistisch 6 Jahre kürzer als Nichtraucher.

Also 6 Jahre weniger mit Alzheimer und höchster Pflegestufe im Heim.
 
Andererseits finde ich es eine Frechheit den Eigentümer einfach so zu bevormunden. Wenn es wirklich so dermaßen viele Leute gestört hätte, wäre die Läden doch von alleine bankrott gegangen, weil keiner mehr hingegangen wäre.

es geht hier auch um seine Angestellten.

Klar, du kannst ein Rauchercaffee eröffnen, da gehen dann nur Raucher rein, kein Problem.
Aber spätestens wenn du Angestellte einstellst und als Kriterium nur Raucher suchst ist das illegal da diskriminierend.
Und egal ob du Nichtraucher oder Raucher anstellst, du verstößt massiv gegen Arbeitsschutzbestimmungen.
Das Rauchverbot hat schon nen Sinn und ist teilweise auch eben Arbeitsschutz.

Oder wie würdest du es finden wenn man in einer Firma nur Menschen einstellt die kein Problem damit haben sich täglich giftigen Substanzen in schädlichen Dosen auszusetzen?
Wenn du nur Kranke einstellst weil die durch deine Arbeitsbedingungen eh nicht kränker werden können?
 
rauchverbot hat etwas damit zu tun, dass raucher durch das abfallprodukt ihres "genusses" die gesamte umgebung belästigen - genau davor muss der öffentliche raum geschützt werden und dazu gehören auch kommerzielle einrichtungen, die prinzipiell allen zugänglich sind, wie geschäfte, restaurants und kneipen (es sei denn, die kneipe verkauft in erster linie keine getränke, sondern substanzen zum rauchen, wie in holland ;)).. alkohol wäre genauso verboten, wenn dessen konsumenten jedem in 20m umkreis ins gesicht kotzen würden (so als abfallprodukt ihres "genusses").. es ist völlig legitim, das vergnügen einer minderheit einzuschränken, wenn dadurch eine andere minderheit belästigt wird (gleiches gilt übrigens für lärmschutz in der nacht), selbst wenn es der mehrheit scheinbar egal ist oder sie sich nicht traut das maul aufzumachen.... aber hey, fürs raucherkneipenfeeling kann man sich immernoch nach draußen setzen (z.b. in den biergarten), da ist die luft fast genauso undurchsichtig wie in der kneipe früher ;)..

glücksspiel (wie auch alkohol) beeinträchtigt die umgebung zwar nicht so unmittelbar mit ihrem abfallprodukt, dafür aber mit der anwesenheit von lauter vollasis in meinem dönerladen :D - und jedes verbot, das die asiquote im dönerladen reduziert, ist von grund auf richtig, die dürfen ja immernoch gern bei sich zuhause ihr geld verspielen und asozial sein :D..
 
Nur im Grab ist man vor den lästigen Ausschweifungen lasterhafter Mitmenschen sicher und scheidet auch als Verursacher aus.
 
@elgitarre:

Die Molekularverbindung Tetrahydrocannabinol ist absolut kein Suchtstoff wie Nikotin oder Opiate. Es kann kein Chemischerprozess im Hirn entstehen welcher eine Sucht auslösen könnte so wie der bei Spielautomaten auch. Was das jetzt aber mit dem Verbot von Automaten zu tun hat ist mir schleierhaft. :unknown:
 
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Ist jetzt nicht representativ, aber ich kenne einige die ab und zu mal an Automaten zocken (seit sie unter 18 sind) und nicht spielsüchtig sind. Im Endeffekt hält sich bei denen unterm Strich auch die Wage: Heute bisschen was gewonnen, morgen was davon verloren, dann wieder was gewonnen usw.

Das ist totaler Blödsinn, die Automaten dürfen vom Gesetz her 40% von dem was reingeworfen wird fressen, also werden die das auch tun, denn die Kunden der Hersteller sind die Leute die das behalten was drin bleibt. Rechne es mal durch, egal wovon du 40% abziehst es bleibt am Ende immer weniger übrig. Das tolle an Mathemetik ist das sie verlässlich ist und die heute gängigen Halbleiter in den Geräten sind fast ebenso zuverlässig, die Abweichung dürfte also unterhalb der 1% Grenze liegen.

Die 22Uhr Grenze für ALk gibts auch in RLP in ähnlicher Form, wurde mir auch vor ein paar Jahren mal ein einer Tankstelle an den Kopf geknallt. Weiss nur nicht mehr für welche Stunden das hier gilt.
 
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Ich kenne auch einen der viel spielt. Der gewinnt auch wohl mal an einem Tag seine paar Hundert Euro. Da bekommt man schnell den Eindruck das er Glück hätte und mehr gewinnt als er investiert. Die 5 mal 50€ verzockt klingen natürlich nicht so heftig wie 200€ gewonnen.
 
Zumal die Verluste ja auch nirgends vermerkt werden, das ist ja die Psychologie dahinter, verlieren macht keinen Mucks beim Gewinn machts einen riesen Zirkus. Unter anderem deswegen zeigen die Dinger auch keine Statistiken, der zweite große Grund ist das sie irgendwann einfach spucken müssen wenn sie ihre 40% selbstbehalt zu stark überschreiten. Man will ja nicht das mal kontrolliert wird und dann kommt raus das er 50% gefressen hat. Was wiederum der Grund dafür ist das Mitarbeiter nicht spielen dürfen.:p

Alles eine Frage des Designs.

Edith meint sogar das es seit 2005 keine gesetzlich vorgeschrieben Auszahlquote mehr gibt, was wohl heißen dürfte das sie jetzt von der Anzahl der Automaten im Raum abhängt, je mehr Automaten desto weniger, einfacher Logik, den Junkies muss es ja nur so vor kommen als würde dauernd einer gewinnen, bei 20 Automaten in Benutzung ist alles über 5% kein Thema! Wie gesagt,m man sollte bedenken wer die Kunden des Herstellers sind, und das sind nunmal die Betreiber, nicht die Spieler.
 
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Dann haben diese Automaten noch die Risiko-Funktion.
Wo der typische Spieler aus seinen 50Cent-Gewinn die jetzt gesetzlich fällig sind in einen 50 Sonderspiele-Gewinn umwandeln kann. (wenn er viel Glück hat)
So frisst der Automat dann auch meistens die restlichen 60%.
 
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