US-Präsidentschaftswahlen 2016

Trump würde die Islamisten wieder bekämpfen, wo auch immer sie sich befinden.
So wie Bush? :m

Seine Präsidentschaft würde Europa sicherer machen, weil wir mehr Unterstützung aus den Vereinigten Staaten bekommen. Egal ob Überwachungsergebnisse, Verhöre oder die offensive Bekämpfung Verdächtiger in allen Ländern - unter Trump ist mit offensiverem Vorgehen zu rechnen.
Also Folter und Terror?

Zudem würden sich die Vereinigten Staaten schnell eine Auseinandersetzung mit den Dschihadis in einem arabischen Land liefern. Das nimmt den Druck von Europa. Die im Vergleich zu Europa deutlich wehrhafteren USA betonen ihre Rolle als der große Satan für alle konservativen Muslime.
Also ein finaler Kreuzzug gegen die islamische Welt? :T

Im Bereich der Wirtschaftspolitik könnte er die Erholung der US-Wirtschaft fortsetzen und somit positiv zur Weltkonjunktur beitragen.

Und zwar wie?

Selten so viel dummes Zeug in einem einzigen Post gelesen :eek:
 
Politische Gegner aus den eigenen Wahlveranstaltungen zu entfernen ist völlig normal. Wenn ich mit der AfD-Flagge beim Parteitag der Linken aufkreutze werd eich auch nicht willkommen sein. Das Kopftuch zeigt die politische Zuneigung zum konservativen Islam, die aus der Veranstaltung entfernte Person scheint daher auf den ersten Blick ein politischer Gegner zu sein. Man muss Protesten gegen einen keine Plattform auf eigenen Veranstaltungen bieten.

Trump würden den Kurs von George W. Bush in einer weniger christlich geprägten, sondern populistischen Version wieder aufnehmen. Nach 9/11 konnte Bush eine positive Sicherheitsbilanz für das Inland halten. Obama konnte diese Bilanz nicht halten und hat bisher keine Plänse präsentiert, welche Verbesserungen helfen könnten.

Die Wirtschaft in den USA erholt sich langsam. Alleine der Verzicht auf Wirtschaftsfeindliche Reformen (aka Nichtstun) schützt das zärtliche Pflänzchen der heimischen Wirtschaft. ZUdem wird er die konsumptiven Staatsausgaben von lähmenden Sozialausgaben zu aktivierenden und fortschrittsfördernden "zukunftssicheren" Rüstungsausgaben verlagern.
 
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  • #66
Politische Gegner und zwei ruhige Mitmenschen muslimischen Glaubens nur wegen ihres Glaubens von einer Veranstaltung zu entfernen sind ja wohl zwei unterschiedliche Paar Schuhe...
 
Nein das sind doch alles Terroristen, die es mit allen Mittelen zu bekämpfen und zu vernichten gilt. Kannst du nicht lesen? Phillipus arbeitet gerade an der Endlösung der Juden Muslimenfrage, und da hat er echt hier wie im Asylthread ein paar tolle Ideen!
 
Kopftuch ist schon mehr als muslimischer Glaube. Das Kopftuch zeigt nicht nur die religiöse Einstellung sehr deutlich. Ein Kopftuch entspricht gewissermaßem einem Verhalten, jedem ungefragt zu erklären, dass man ein konservativer Muslim ist und der Islam großen Einfluss auf den eigenen Alltag hat. Hinzu kommt, dass das Kopftuch den Träger in die Nähe der konservativen, möglicherweise radikalen Strömung des Islam rückt. Das Kopftuch ist damit gewissermaßen ein Äquivalent zur Konföderierten-Flagge, die ebenfalls mit gewissen Ansichten assoziiert wird. Auf einer politischen Veranstaltung mit Kopftuch aufzutreten ist daher durchaus ein politisches Statement. Die verwendeten Stern-förmigen Aufkleber könnten Betrachter zudem an einen Judenstern erinnern und negative Assoziationen auslösen. Ich halte das muslimische Paar daher durchaus für Protestler und keine offen an Trump interessierten potentiellen Wähler oder gar Anhänger, an die sich diese Veranstaltung richtet. Sie der Veranstaltung zu verweisen ist daher selbstverständlich.
 
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  • #70
Ja, ein Kopftuch ist echt DAS Zeichen des muslimischen Glaubens.



Diese ältere Frau wurde letztens ins Großbritannien gesichtet, komplett schamlos hat sie dabei ihr Kopftuch präsentiert.
 
Hältst du die beiden im Video echt für Trumps Zielgruppe? Trumps rhetorisch gut, aber ich traue ihm nicht zu die beiden zu überzeugen.
 
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  • #72
Nein, Trumps Zielgruppe sind die beiden sicher nicht, aber eben auch keine aufrührerischen politischen Gegner, die herumrandalieren oder Stunk auf der Veranstaltung machen wollten. Sie haben einfach nur dagestanden, aber nichts schlimmes gemacht.
 
Naja, sie haben halt still und leise protestiert. Kann die Stimmung trüben, kritische Fragen produzieren und schaut nicht gut aus im Fernsehen/am Pressebild. Auch friedliche Proteste kann man problemlos mit dem Hausrecht unterbinden. Dafür ist das Hausrecht unter anderem auch da.
 
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  • #74
Wie die Aktion in den Medien ausgesehen hat, hat man gesehen. Irgendwie haben die wenigsten über die phösen Islamisten geschrieben, sondern nur, wie dumm Trump auf die beiden stillen Protester reagiert hat.
Ein wahrer Glanzpunkt in Trumps Wahlkampf. Aber zumindest wurde wiedermal gezeigt, was Trump genau vorhat.
 
Man darf nicht vergessen, dass Trump auch ein erfolgreicher Autor ist grade "the art of the deal" gilt als Standardwerk für Verkäufer.
Das findet sich auch stark wieder in seiner Art von Wahlkampf:
Bezeichnend ist, dass er TRUMP als Marke verkauft, deswegen auch von sich in der 3. Person redet.
Er halt kaum Inhalte sondern eher Stammtischparolen verkauft.

Bei den Debatten hat er fast alle anderen in die Tasche gesteckt, da er eben King of Sales ist.

Unterschätzen darf man ihn auf keinen Fall, der ist schlauer als man denkt.

Zu Wirtschaft: USA geht es so gut wie lange nicht mehr unter Obama.
Die Republikaner behaupten gerne gegenteiliges, aber die Zahlen sprechen für sich.

So wie Rubio es ausdrückte:
"Die demokraten wollen die USA mehr wie den Rest der Welt machen, wir wollen aber lieber die USA sein"
 
Wie die Aktion in den Medien ausgesehen hat, hat man gesehen. Irgendwie haben die wenigsten über die phösen Islamisten geschrieben, sondern nur, wie dumm Trump auf die beiden stillen Protester reagiert hat.
Ein wahrer Glanzpunkt in Trumps Wahlkampf. Aber zumindest wurde wiedermal gezeigt, was Trump genau vorhat.
Ich habe die Berichte und ersten Kommentare auf Fox News zum Vorfall leider nicht gesehen. Ich glaube aber nicht dass das der Trump Kampagne für die Vorwahl geschadet hat, für das Duelle mit den Demokraten könnte es ein Angriffspunkt sein. Der dem Vorfall folgende Protest der Islamverbände könnte der Trump-Kampagne derzeit eher Rückenwind geben. Sein aktueller Gegner heißt zunächst einmal Ted Cruz und noch nicht Hillary Clinton. Kritik islamischer Verbände stört die Wirkung auf die Zielgruppe sicher nicht. Trump nimmt allgemein wenig Rücksicht auf den Islam und das kommt bei einem beachtlichen Teil der Wähler gut an. Wenn man den Sumpf trocken legen will bringt es wenig, die Frösche zu befragen. Ich persönlich habe den Vorfall erst recht spät mitbekommen und muss ihm gratulieren, die Debatte sehr schnell wieder auf seine Themen gebracht zu haben. Bis ich das hier in Deutschland mitbekommen habe war der konkrete Vorfall lediglich mehr Anlass für eine Debatte um den Islam sowie islamische und nicht-islamische Zuwanderung sowie Terrorismus.

Trump hat das große Talente, die öffentliche Debatte auf die Bereiche zu verschieben, bei denen er besonder stark präsent ist. In New Hampshire könnte er heute Nacht den ersten Sieg einfahren. Bei den Demokraten könnte Sanders das Rennen machen. Sanders ist für Trump der Idealgegner für die Endrunde.

Die US-Wirtschaft steht ganz ordentlich da, das wird aber nicht Obama angerechnet. Die Erholung der deutschen Wirtschaft wurde auch nicht Schröder gedankt, sondern mit Merkel verbunden. Ein Präsident Sanders wäre allerdings ein ernstes Konjunkturrisiko. Seine Ausrichtung gegen die Wall Street würde sicher die Kapitalmärkte verunsichern. Dann ist erstmal Schluss mit Wachstum.
 
Trump erzählt den Leuten, daß Amerika nicht mehr gewinnt, weil es die falschen Führungspersonen hat.
Würden sie einen professionellen Gewinner wählen, dann würde auch Amerika wieder gewinnen.

Aber Iowa hat diesen Ruf angekratzt.

Der Lack ist ab.

Programmatisch hat er auch nicht glaubwürdig anzubieten. Bei vielen Positionen hat er auch schon einmal das Gegenteil vertreten.
Wirklich konservative Republikaner werden nicht vergessen haben daß er zwischenzeitlich bei den Demokraten war.
Am schlimmsten aber könnte sein, daß er nicht glaubhaft religiös ist und die Bibel nur aus Erzählungen kennt.
Seine Idee, man könne Islamisten mit Bomben bekämpfen, könnte auch nur Idioten beeindrucken.
 

vergiss nicht das es Amerikaner sind.

Das einzige was einen bösen mit einer Waffe stoppt, ist ein guter mit einer größeren Waffe...
Bei vielen zieht das.

Und Sanders wie Trump ziehen eine menge nichtwähler an, die sich vorher nicht vertreten sahen.
Ich hab irgendwo gelesen, dass dieses Jahr die Zahl der Parteieintritte während des Caucus in Iowa (man kann an dem Abend noch der Partei beitreten um mit abzustimmen) extrem hoch gewesen sein soll....ich wünschte ich hätte die Quelle noch parat.

Edit:
Sanders ist besonders interessant, da er einerseits die Gruppen mit geringster Wahlbeteiligung animiert, allerdings auch die konservativen Demokraten eventuell zu den Republikanern treiben könnte.

Trump v.s. Sanders würde das gewohnte Wahlverhalten wohl völlig über den Haufen schmeißen.
Es würde "alle bloß nicht XY" Wähler raus treiben und viele von ihrer Stammwahl abbringen.

Wobei Trump den Vorteil hat, dass er nicht wirklich was versprochen hat, dass er durch den Congress bringen müsste.
Sanders hingegen hat das Risiko einer desaströsen Präsidentschaft ~ wenn man sich überlegt wie viele von Obamas Ideen vom Kongress abgeschwächt oder abgelehnt wurden, könnte es extrem hart werden. (Obamacare und Waffengesetze sind die beiden besten Beispiele dafür, genau wie das schließen von Guantanamo)
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute morgen noch mal einen interessanten Bericht gesehen, wie sich die Wahl verändert hat.
Dabei ging es um das sogenannte Flip-Flopping
Dürfte uns deutschen wohl als "umfallen" im Bezug auf SPD bekannt sein;)

These war es, dass Social Media Kandidaten wie Trump und Sanders eine Chance gibt.
Wenn man sich die drei großen Socialmedia Plattformen anschaut:
Youtube (2005)
Facebook (2004)
Twitter (2006)

Die Präsidentschaftswahlen dazu:
'01 bis '09 Bush
'09 bis '16 Obama

Mit dem kleinen Hinweis, dass ein Präsident nur zwei Amtszeiten (auch nicht aufeinander folgend) haben darf.

Somit währe dies die erste Wahl bei der Socialmedia eine große Rolle spielt:
Zwar war bereits zu Obamas Wahl ein Internetauftritt Pflicht und Social Media spielte eine Rolle.
Doch nicht so stark wie heute.

Doch wo liegt nun der Einfluss von Socialmedia:
Die Möglichkeit des direkten Feedbacks.
Schon Obama hatte eine PR-Team, was sich die Stimmung auf den Plattformen angeschaut haut.
Er hatte sogar einen eigenen Twitteracc seit 2013 (@POTUS) und seit 2007 (@BarackObama).

Dies gab ihm nicht nur die Möglichkeit direkt auf Volksanfragen zu reagieren sondern auch die Themen mit zu bekommen, die ihn sonst nur "gefiltert" erreicht hätten.

Man kann die Reaktionen auf seine Worte quasi in Echtzeit bekommen und muss nicht auf die Kommentare in Zeitungen und die Umfragewerte warten.

Im Gegenzug birgt Facebook wie Twitter natürlich (kennen wir aus deutschland) auch große gefahren ins Fettnäpfchen zu treten.

Sowohl Trump als auch Sanders sind in den Socialmedias extrem stark vertreten, auch ihre Anhänger rühren dort mächtig die Werbetrommel.
(@realdonaldtrump, @SenSanders)
besonders #Feelthebern sollte man sich mal anschauen, als beispiel, wie socialmedia Wahlkampf so abläuft.

Die Sonderrolle Youtube:
Youtube bietet die Möglichkeit sich die Reden und Debatten anzugucken, man muss sich also nicht darauf verlassen, was man einmal gesehen hat, oder die Essenzen daraus aus der Zeitung nachlesen.

Auch sind dort Reden zu finden, die nicht im Fernsehen ausgestrahlt wurden.
Das führt wieder zum Flipflop: Man kann nicht mehr vor dem einen Publikum etwas anderes Behaupten, als vor einem anderen ~ ohne das es auffliegt.

Zuletzt ging es Clinton so:
Die in der Pre-Iowa debatte sagte, das Wahlkampfspenden nicht wirklich ein Problem sei.
Nachdem positiven Feedback auf Sanders aussage, dass er das Geld aus der Politik verbannen möchte, jedoch den Kurs geändert hat und plötzlich auch gegen Großspender ist.

Man kann also sehen, dass socialmedia einen Vorteil für "extremere" Kandidaten ist; jedoch ein Nachteil für die "typischen" Politiker.

Ob Trump und Sanders jetzt nur möglich deswegen sind, bleibt jedoch offen.
 
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