[Politik und Gesellschaft] Urbi schlägt Orbi - Das Schlagen für Kinder ist für den Papst ok

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Der Papst sorgte mal wieder für eine Wahnsinnsmeldung: Solange die Würde des Kindes behalten wird, ist das Schlagen von Kindern okay.

In einer Generalaudienz am Mittwoch machte der Papst diese Bemerkung. Thema der Audienz war die Rolle des Vaters in der Familie. Dabei erzählte der Papst folgende Anekdote:

"Einmal habe ich einen Vater bei einem Treffen mit Ehepaaren sagen hören: 'Ich muss manchmal meine Kinder ein bisschen schlagen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen.'" "Wie schön!," so Franziskus weiter. "Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter."

Thomas Rosica, der Mitarbeiter in der Vatikanen Pressestelle arbeitet sprach dem Papst auch noch zu, da er nicht davon redete grausam und gewalttätig gegenüber Kindern zu sein. Wer hat denn nicht schonmal seine Kinder so erzogen? Man solle sich aber beim Papst den Umgang mit Kindern genauer ansehen. Zitat von Thomas Rosica:

"Schauen Sie sich Papst Franziskus doch einfach an, wenn er mit Kindern zusammen ist und lassen Sie die Bilder und Gesten für sich selbst sprechen!"

Quelle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die künftige Vermeidung ist ein Lerneffekt zu dem Menschen und einige andere Tiere fähig sind.

Der primäre Zweck von Schmerzen ist aber, Verletzungen wahrzunehmen und Reflexe auszulösen.
 
@Harley Quinn:
Das Schmerzempfinden hat sich in der Evolution durchgesetzt (das ist die korrektere Aussage an dieser Stelle), weil es einen Überlebensvorteil erbracht hat. Konkret im Fall der heißen Herdplatte dahingehend, dass du die Hand schnell wegziehst um so die Schädigung deiner körpereigenen Substanz so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus hat es sich wohl bewährt, das Ganze mit einem Erinnerungsvermögen zu kombinieren, das Situationen und Gegenstände mit Schmerzen und der Abneigung davor verknüpft, um so eine zukünftige Schädigung des Gewebes bei Wiederholung der Situation vorausschauend zu vermeiden. Das läuft meist unterbewusst ab, muss aber nicht.

Was passiert, wenn einer dieser Mechanismen versagt (in diesem Fall die Möglichkeit des Schmerzempfindens), zeigen CIPA- und andere Patienten mit pathogenen Analgesien: Die Betroffenen verletzen sich oft unabsichtlich, bemerken dies aber aufgrund des ausbleibenden Schmerzes nicht. Selbst lebensgefährliche Schädigungen können völlig schmerzfrei ablaufen (und tun dies bei einigen dieser Patienten auch), so dass diese in ständiger Angst leben müssen, sich versehentlich quasi selbst ins Grab zu bringen. Andere (und da kennt meine Schwester jemanden) sind nur teilweise analgetisch, und entwickeln einen morbiden Spaß, sich selbst zu verletzen - ist das Wasser für die gesunde Hand zu heiß, nimmt man halt die analgetische (die Klassenkameradin meiner Sis hat so Geschichten getrieben). Zu dem Thema gibts auch ne Dr. House-Folge (S03E14 - Insensitive/Unempfindlich).
 
Was der Papst sagt, ist selbst für Katholiken nicht unbedingt verbindlich. Im südamerikanischen Gelände heiraten Priester, ohne dass sie exkommuniziert werden.
 
Ich halte einen Klaps schon für zuviel. man kann aber sogar noch weiter gehen.
In Bali verzichtet man in der Regel sogar auf das Nein, was ich angewendet habe.
Man verbietet nicht konkret den Gegenstand, den das Kind nicht anfassen soll, sondern man beginnt mit ihm ein Spiel mit einem anderen, erlaubten Gegenstand.

Sorry, aber was für ein Erziehungswerkzeug, total "Antiautoritär", so nach dem Motto "Vergess was du eben getanhast, wir fördern das nicht?" Fraglich was das Kind bei diesem Wechsel der Tätigkeit lernen soll...

Die Argumentation das Schmerz dem Hirn sagt "Stop" sehe ich auch als richtigen Ansatz. Auch kommt noch ein Aspekt meiner Meinung nach dazu, wenn man Schmerzen hat in Folge einer Handlung, bekommt man indirekt den Impuls darüber nachzudenken warum und oder das es einem weh tut. Der Gedankengang sollte ziemlich hilfreich sein, wenn es darum geht etwas zu tun oder zu unterlassen.

Der gleiche Reflex wird sich vermutlich auch in einem Kinderhirn abspielen, ob bewusst oder unbewusst - gerade um "diese Gefahr" für das spätere Leben, durch Anpassung, aus dem Weg zu räumen.
 
Ohne eigene Erziehungserfahrung vieler hier Schreibender ist dieser Faden wenig ergiebig. Die Herren haben keine Ahnung, und die Damen nicht viel mehr. Was sollte der Papst zur Kinder-Erziehung beitragen können?
 
Seine Idee von "würdevoller Gewalt" wenn keine Schläge ins Gesicht erfolgen ist ebenso schwachsinnig.

Erinnert mich stark an die Storys, die mir ein Freund immer von der Bundeswehr erzählt... Inhumanes töten ist verboten und sowas.

Würde mich ja mal stark interessieren warum jemand zu dem Schluss kommt, dass angewandte Gewalt gerechtfertigt sei, solange man nicht an Stellen, wie dem Gesicht, zuschlägt die jeder sehen kann. Scheinen einige Amerikaner mit dem Waterboarding ähnlich zu handhaben.
 
Ich halte Gewallt für Das Wirkungsvollste und Wichtigste Erziehungsmittel.
Ich hab von meinen Eltern in meiner Jugend genau 3 mal eine Ohrfeige bekommen.
alle 3 taten nicht weh, und alle drei mal hab etwas so dummes gemacht, dass meinen Eltern die Worte ausgingen.

Es ging dabei auch nie darum mich zu verletzen, es ging darum das ich beinah mich selber oder andere verletzt habe.
Es war alle drei mal ein Akt der Verzweiflung meiner Eltern.

Aber eine höhere Autorität, wie es der Der Sekten Führer Past leider ist, darf sowas NIEMALS gut heißen.
Denn wer Gewalt gut heißt, grade als anführer von von Blinden, der ist einfach nur falsch, dumm scheiße.

deswegen, sah ich den Teufel, er baute sein Thron mitten ins Herz von Rom.
 
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Zusatz:
Auch wenn sie dich misshandeln und missbrauchen
 


Das ist doch der kulturelle Witz in dieser Sektenssache, die "heilige"-Schrift enthält Reihenweise
Rechtfertigungen für Gewalt, über Folter, bis zur Tötung, ja sogar konkrete Aufforderungen dazu
aber die PR Mitarbeiter behaupten einfach "das habe nicht damit" zu tun obwohl es weiter munter
praktiziert wird.

Die Kernaussage bleibt immer:
Wenn ich es tue ist es gerecht weil Gott es wollte, der "Ungläubige"* handelt nur für sich selbst und
nicht für Gott, daher ist er ein Wilder und muss beseitigt werden.

*hierfür haben sie alle tolle Worte um das ganze zu abstrahieren. Damit man im normalen
Sprachgebrauch nicht zugeben muss munter zu töten wenn einer pfeift.
 
1. wer Gewalt gut findet ist falsch
2. Gewalt darf NUR eingesetzt werden um ein größeres Unheil zu verhindern UND NUR DANN.
3. Gewalt ist keine Erziehung.

Ich halte Gewallt für Das Wirkungsvollste und Wichtigste Erziehungsmittel.

Ich lese dort einen klitzekleinen Widerspruch heraus.

Gewalt mag durchaus wirkungsvoll sein und über die Wichtigkeit lässt sich streiten, nicht aber darüber, dass sie grundsätzlich unangebracht und falsch ist. Wenn man so etwas gutheißt und propagiert ist das immer falsch, dumm und scheiße, ob das nun vom Heiligen Geist kommt oder von Tante Erna aus der Waldhofstraße.
 

Die Angst vor Gewalt, ist gute Erziehung "warte bis Papa nach hause kommt"
Aber Gewalt an sich; ist falsch und nur in extrem fällen entschuldbar

--- [2015-02-08 12:26 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---


Es geht um die latente Drohung und das tatsächliche ausführen...
 
Als ich zum Sportunterricht gefahren bin, mit der Klasse, war ich auf einem Fahrrad und habe einem fremden Opa die Zunge ausgestreckt, beim vorbeifahren und habe ihn erschreckt. Er hat als Reaktion seinen Stock genommen und gegen mein Rücken geschlagen. War das ungerechtfertigt?

Ich hab auf jeden Fall meine Lektion gelernt und lasse Opis mit Stock in Ruhe.
 


Antworte doch mal auf die Frage, ob die Gewaltausübung des Opis, in meinem konkreten Fall ungerechtfertigt war. :D

Kann mich noch erinnern, wie viele das toll fanden vom Opa, als ich diese Story zum ersten mal im Forum erzählte.

Möchte keine Namen nennen, aber einige die hier so für gewaltfreie Welt kämpfen, waren da an vorderster Front.

Man vermutet Doppelmoral.
 

1. Gewallt ist immer Falsch
2. Wenn deine Eltern Gewalt aus üben,
ist nicht die Gewalt die Erziehung, sondern das Symbol, dass deine Eltern nicht mehr weiter wissen
als Kind von normalen Eltern musst du doch so intelligent sein, zu erkennen wann deine Eltern nicht mehr weiter wissen.
 
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