[Entertainment] Stefan Raab beendet zum Jahresende seine TV-Karriere

Am Mittwoch Abend gaben Stefan Raab und ProSieben in einer gemeinsamen bekannt, dass der bekannte Show-Moderator zum Jahresende einen Schlussstrich unter seine TV-Karriere setzen werde. Sein wohl beliebtestes und bekanntestes Fernsehformat "TV total" moderierte er bislang in 2180 Sendungen. Doch auch weitere Shows wie "Die TV total WOK-WM", "Schlag den Raab", "Das TV total Turmspringen", "Die TV total Stock Car Crash Challenge", das TV-Duell bei der letzten Bundestagswahl, sowie sein Coaching von Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest 2010, dürften den meisten Fernsehzuschauern bekannt sein. Somit geht eine durchaus beeindruckende TV-Karriere zu Ende, die jedoch auch immer mehr an Quoten verlor und dafür immer mehr Kritik erntete.

Als Gründe nannte Stefan Raab, der seine Karriere einst Anfang der 90er auf Viva begann, sich nicht vorstellen zu können, mit 50 Jahren noch immer TV-Shows zu moderieren. Seine Entscheidung beruhe auf reiflicher Überlegung und Überzeugung. Das Verhältnis zwischen ProSieben und ihm sei jedoch noch immer in bestem Zustand. So wurde ihm von Seitens des Senders eine mehrjährige Verlängerung angeboten worden, die er allerdings ablehnte. Daher werde er nach der dreimonatigen Sommerpause noch bis Ende 2015 weiter auftreten und kann dann damit auf über 16 Jahre Entertainment zurückblicken, in denen er Jung und Alt begeistern konnte.

Wolfgang Link, ProSieben-Senderchef und Vorsitzender der Geschäftsführung der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, äußerte sich dahingehend, dass mit dieser Entscheidung "eine TV-Ära zu Ende gehe". "Stefan Raab hat ProSieben und das deutsche Fernsehen geprägt. Er hat uns viele neue Shows und unzählige magische Momente geschenkt." Dieser Erfolg manifestierte sich auch in der Verleihung mehrerer Auszeichnungen, darunter den Adolf-Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis, den Comedy-Preis, als auch den Bayerischen Fernsehpreis. Auch sprachen die Quoten nahezu bis zum Schluss für ihn, die in Form eines Marktanteils von 60 Prozent bei den 14- bis 29 -Jährigen lagen.

Nun wird die Zeit zeigen, ob und in welcher Form Stefan Raab noch weitere Ideen umsetzen wird, oder sich in sein wohlgehütetes Privatleben zurückziehen wird.

Quellen:

 
Gerade so Dinge wie WOK WM, Stockcar Crash Challenge, Turmspringen, Autoball, etc. fand ich genial - unabhängig davon, dass die Formate mehr als abendfüllend waren, egal, lief ja immer samstags ;)

Natürlich gab es auch ein paar Dinge, bei denen man sich nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat (ich denke da beispielsweise an Bimmel-Bingo oder Lisa Loch). Aber alles in allem waren die Formate großartig und haben ohne Zweifel die Fernsehlandschaft bereichert :)

Wenn ich da an die Kritiker denke, die die Show gedanklich schon vor 15 Jahren abgehakt haben oder spätestens, als man sich entschlossen hatte, die Sendung viermal pro Woche auszustrahlen, deren Ende prophezeit haben... Die alle hat Raab Lügen gestraft ;)
 
ach mei raab.. das beste an raab war schon seit 15 jahren die band, die leider immer viel zu kurz kam :)..
die letzten ca. 10 jahre waren eigentlich nur noch unerträgliche werbenutterei, insbesondere die "sport"-events - genau genommen seit er aufgehört hat eigene clips zu produzieren (raab in gefahr & co.) und das elton und anderen debilen überlassen hat.. nicht falsch verstehen, er beherrscht schon das handwerk als entertainer, aber ich kann mir unmöglich eine 50-minütige werbesendung für 5 minuten originellen content anschauen, dann doch lieber böhmermann, die zwangsgebühren-pissnelke :D..

edit:

:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Trotz allem, fand ich es schön zu sehen, dass Raab seine letzte Sendung TV Total nahe ging. Die Tränchen die er am Ende verdrückt hatteen lassen darauf schliessen, das er persönlich auch viel in die Show investiert hat. Schön war auch zu sehen, das Elton nicht zu kurz kam. Er hat als Nebenroll wesentlich zum Format beigetragen und man hatte das Gefühl, dass die Beiden sich nahe stehen und wertgeschätzt haben.

Die Show hab ich mir persönlich auch nur noch sporadisch angesehen, wenn ich mal später wach war und nichts besseres um diese Uhrzeit lief. Es war aber doch schön zu wissen, dass man die Möglichkeit hatte, sich die Show anzusehen, auch dann, wenn man darauf nicht gewartet hatte.

Herr Raab sieht m.m.n auch etwas in die Jahre gekommen aus, obwohl er gar nicht so alt ist. Ich glaube schon, dass solche Shows Kräfte zährent sind und das wenn man schon so lange im ´´Game´´ ist, es gesehen hat.

Vermissen werden ich die Show auf jedenfall, aber eine Welt bricht für mich nicht zusammen. Sorgen mache ich mir nur um die Sendequalität von Prosieben. Ich weiss nicht, wie Pro7 diesen Wegfall kompensieren will. Wichtig wäre es mir, wenn kein billiger Abklatsch/Kopie dieser Art von Format folgen würde. Ich kann mir vorstellen, das vorwiegend die zwei Idioten Joko und Klaas das Sendergeschehen auf Pro7 übernehmen werden. So hat sich doch in den letzten Monaten deren Popularität im Vergleich abgezeichnet. Wie auch immer, wir werden sehen..
 
Ich würde Schmidt auch mehr Niveau bescheinigen als Raab. Aber während Raab auf dem Höhepunkt seines Erfolges (nein, nicht TV Total) geht, hat Schmidt halt seine Talk Show ausgequetscht, bis gar nichts mehr ging. Und sogar Sky hat ihn dann abgesägt.

Wenn wir dabei sind: Ich hatte mal eine seiner Sendungen auf Sky angesehen. Gott, war die grottenschlecht. Das war ganz weit von dem Niveau entfernt, das er mal zu seinen besten Zeiten bei Sat 1 hatte. Ich würde sogar fast behaupten, dass er damit die Witze von TV Total unterboten hatte.

Soweit ich das mal gehört hab, soll der Schmidt im Theater wohl ziemlich gut aufgehoben sein. Seine Talk-Show-Ära scheint zumindest lange vorbei zu sein.
 
wenige Worte nur...

Als großer Raab Fan, mögen die Kritiker morgen gern tadeln, ich sage jedoch bewusst, Danke für diesen sehr versöhnlich gepannten Abschied.

Danke, dass ich mich all die Jahre gut Unterhalten fühlte durfte.
 
War auf alle Fälle ein netter Abschluss, reichte aber natürlich von der Dramatik her nicht an die anderen Folgen heran, allein deshalb, weil es nicht bloß ein Kandidat war, mit dem man mitfiebern konnte.

Aber darum ging es hier letztendlich auch nicht mehr.
100.000 ist schon ein stattliches Sümmchen für ein Spiel und die 900.000 dazu fürs Klackern am Ende einfach verrückt, aber den Typ selbst kannte man nicht, wurde nur geringfügig vorgestellt. Nur in einem war sich das Publikum einig: dieser Fußballer durfte es nicht gewinnen. :D
 
Die Idee, für jedes Spiel einen neuen Kandidaten aus dem Publikum zu nehmen, fand ich gut, hatte was Erfrischendes - auch wenn es sicher nicht ganz so spannend war wie andere Folgen, bei denen ein einziger Kandidat beweisen musste, dass er Raab schlagen kann. Aber es war ein gelungener Abschluss. Nun ist es also soweit, eine Ära Fernseh-Deutschland ohne Stefan Raab bricht an...
 
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