Star Trek: Discovery

Zeitreisen mit veränderter Geschichte: Faule Drehbuchschreiber. So brauchen sie keinen Kanon einhalten, sondern erschaffen einfach einen neuen.
 
Der Drehbuchautor, Regisseur und nebenbei auch Hauptdarsteller/ Captain der orville ist bekennender trekki und wollte immer mal in einer der Serie mitspielen.
 
The Orville ist ja auch ganz nett als scifi Serie wenn man auf sowas steht, trotzdem kein Star Trek, nicht im ST Universum und sieht für viele daher auch ziemlich nachgemacht aus.
Von der Machart ähnlich, aber halt nicht original.
Allerdings natürlich von der Machart ja auch näher an TOS als Discovery es ist.
Retro halt.
 
Auf netflix gibt es von DSC übrigens 4 Kurzfilme:

Runaway (kleine Story mit Tilly)
Calypso (die wahrscheinlich beste Episode)
The Brightes Star ("Origin" von Saru)
Houdini (was witziges um Harry Mudd)

Findet man unter "Trailer und mehr". :T
Ist wohl auch schon länger dort gewesen, ich selbst habe das allerdings nicht mitbekommen. Gerade nur per Zufall in einem YouTube-Video davon gehört.
 
Staffelfinale nun durch, Kanon erreicht.

Wie?

Keiner, der über Discovery Bescheid weiß, darf jemals über Discovery oder Spore Drive reden.

Und viel wichtiger: Spock hat blaue Uniform und der Bart ist ab.
 
DIS zeigt imho im Vergleich mit The Orville seine Unterschiede zum klassischen Star Trek:

Auf der Brücke der Orville wird herumgeblödelt und Geschichten erzählt, die Comedy Elementen sind offen und in wie weit man sie mag, ist Geschmackssache. Die Crew sind zum Teil Misfits und zweite Wahl, die auf einem typischen Raumschiff der Union Missionen fliegen. Im Allgemeinen ist die Stimmung locker, CAP und FO diskutieren auch al mit dem Admiral darüber, ob sie zu viel Taxi fliegen.
Aber dann passiert etwas und die Musik baut Spannung auf, Captain Mercer befiehlt gelben Alarm. Alle werden ernsthaft und machen ihre Jobs und sie machen ihre Jobs professionell, mit Skill und meistens erfolgreich, wie es von der Crew eines Raumschiffs zu erwarten ist.
Mercer kann man vorwerfen, dass es ihm an Ernst, Taktgefühl und diplomatisch/strategischem Geschick mangelt und sicherlich auch an Intellekt, aber die Serie hat klar etabliert, dass es an Führungsoffizieren mangelt und er den Job durch Vitamin B bekommen hat.

Bei DIS beginnt alles viel ernsthafter. Andauerndes Drama, Action und die tödliche Gefahren. Die Sternenflottenoffizieren wurden ausgewählt nur aus den Besten der Besten, für den Einsatz auf einem supergeheimen topmodernen Forschungsschiff. Wird die Lage ernst, versinken sie jedoch in ihrer Inkompetenz. Es lässt sich zwar ein erklären, warum das so ist:

Der Ingenieur ist ein Genie in seinem Feld, aber sozial ein arrogantes Arschloch, der weniger "allgemeine Technik" und "Teamleitung" kann, wie er zugeben will. Der Captain stammt aus dem Evil-Mirror-Universum, stützt seine Macht auf Section 31 (die in der First-Contact-were-the-Borg-Timeline mehr Einfluss haben, wie in der klassischen inkl DS9) und hat sich daher einen FO gesucht, dessen wichtigste Kompetenz ist keine Gefahr für ihn zu sein. Er wirtschaftet das Schiff auch gnadenlos runter und heuert weitere Leute in seine Elite an, die er unterwegs findet, wenn sie ihm persönlich Kompetenz zeigen.
Die "Moral" auf den niedrigeren Decks ist daher katastrophal schlecht: strenge Hierarchien, fragwürdigen Kommando-Entscheidungen, keine Aufstiegschancen, dauernde Lebensgefahr und zwischendrin Mitarbeiter/innen eines Geheim/Abschirmdienstes und die Freak-Show emotional verstörter Genies.
Dass die Geschichte stark auf die Protagonisten fixiert ist, verstärkt all dies noch: Bernahm hält Menschen für Inkompetent und ist eine hochintelligente Workaholic, die "nebenbei Probleme löst, an denen die Experten scheitern" und seit Kindesalter Kampfsport macht weshalb sie "aus dem Lüftungsschacht durch die Dachluke des Shuttels springen und in Superheldenpose landen" kann. Wie immer das auch geht. Diese Perspektive bekommen wir erzählt: düstere, beklemmende Atmosphäre, intolerante emotional distanzierte menschliche Lower-Level Crew, die sie meidet, inkompetente Kollegen, die besser beraten wären der Logic ihres Denkens zu folgen. Bernham hat emotionale Probleme mit ihrem Vater und ihrem Bruder und so ist wenig überraschen, dass ihr engster Freundeskreis aus einer idealisierten Mutterfigur, einer jungen, aufgedrehtem Mädchen und einem im klingonischen Foltergefängnis verstörtem jungen Mann bestanden, während um sie herum die Welt abfackelt.
Die Borg Tech Story ist nice und nimmt Elemente der alten Serien auf, um sie weiter zu entwickeln, aber sie verstärkt auch meinen Eindruck, dass DIS von einer düsteren Katastrophe in die nächste stolpert.

aber als jemand, der mit einer Serie aufgewachsen ist, in der am Ende der Folge gerne mal schnippige Sprüche über die "human condition" gebracht wurden, und Dialoge mehrfach gedreht werden mussten, da Nimoy lachte, als jemand, der als Kind den Androiden toll fand, der wie ein Mensch fühlen wollte und Gedichte über seine Katze schrieb, während Riker nebenan Trombone übte, komme ich mit der dystopischen Krieg um die Vernichtung der frühen militaristischen Föderation und dem Fokus auf seit kleinkindsalter trainierten, verstörten Antihelden und Doppel-Trippelagenten einfach nicht zurecht.


It's not my uncles Star Trek.
Don't show dis to children.
 
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Wenn ich die erste Season von Discovery noch halbwegs OK fand, dann hat die zweite Season den Vodel abgeschossen. Selbst das zwei-geteilte Staffelfinale war irgendwie .... anstrengend.
Ich war froh, dass diese Kacke vorbei war. Die erste Star Trek Serie die ich richtig, richtig schlecht fand. irgendwie hat da gar nichts gepasst. Die Hauptdarstellerin kann entweder nur weinen oder macht ein stirnrunzelndes Gesicht.
Und (ich weiß nicht, ob es euch ähnlich ging) es war für mich in fast jeder Folge zu viele Handlungsstränge... zu viele Aktivitäten. Nichts wo man sich mal in Ruhe dran orientieren konnte. Kein Vergleich zu STTNG.
 
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Ein Aspekt für Discovery: Wesley Crusher ist endlich nicht mehr der unbeliebteste Character - das ist jetzt TILLY
 
Für Star Trek ist es mir zu wenig Diplomatie und zu viel Tschibumm (Action).

Für sich alleine betrachtet fand ich die Serie bis jetzt aber jedenfalls sehenswert und werd auch sicher dran bleiben.
 
Is ja jetzt Gottseidank zu Ende.

ME Mischung aus den ewig langen Flugsequenzen aus dem ersten StarTrek Film und Terminator 3 um den Bösewicht zu killen ... Lol
 
Für mich ist Michael die ärgerlichste Figur, ohne von hassen sprechen zu wollen.(Vulkanisch trainiert und erzogen, aber die instabilste, emotionalste, und aggressivste ST-Figur mit 0 Gespür für Struktur und Hierarchie der Sternenflotte :m )

Das waren jetzt 2 Staffeln für Zuschauer(Kids) mit Marvel-Filmen-Sehgewohnheiten. Für ältere Leute wie mich sind das dann irgendwann nur noch Bunte Bilder, asl wenn man vor einer Waschmaschine sitzen würde, und an dem Sound erkennt man, daß da eine Menge zu Bruch geht.
Gewöhnlich vorzugsweise New York, hier natürlich nicht. Schon bei Voyager hat man nicht mehr versucht den technische Ausführungen zu folgen, wenn Felder erzeugt und mit Partikeln geschossen wurde.
Da hört man nur noch BlaBla, und denkt sich, mach Du mal, aber nicht, oh, clevere Idee.

Wie die Existenz der Discovery verschwiegen werden kann, habe ich noch nicht ganz verstanden.

Aber ich in sicher gespannt, wie sich die Discovery als technisch total überholtes Schiff in einer Zukunft +950 Jahre schlagen wird.
Da wird es sicher irgendwo "ein Ende der Geschichte und des Fortschritts" gegeben haben", denn auf der Discovery scheint ja schon alles erdenkliche möglich gewesen zu sein und ich denke nicht, das die genug Phantasie haben werden, einen Entwicklungsstand 1000 Jahre in der Zukunft zu erfinden.
Das könnte ja dann auch nicht mehr Star Trek sein. Das wäre ja vielleicht sogar ohne Raumschiffe ;)
 
@KaPiTN
So wie Du es zusammengefasst hast geht es auch mir. Du schreibst mir aus den Herzen.
 
Das mit der Zukunft in 900 Jahren kommt in den Kurzfilmen vor...
Aber ja ich finde es auch schade das ST immer mehr zum Baller und Action Film / Serie verkommt.
Die neuere Filme waren nette Raumschiff-Filme aber kein ST :(
Irgendwie muss allgemein alles was kommt nur noch mit Explosionen und viel hin und her Punkten - oder es gibt Filme die eine extrem Tiefe Story haben - dann aber extrem Langatmig sind.

Ein Film der Story, Witz und ein wenig Action hat.. bzw. eine Serie - und dann auch noch Sincefiction ... echt schwer.
 
Die letzte Folge war zum Teil echt billig produziert.

-> als die olle durch die Zeit sprang: Man nehme 2 Winkelschleifer, etwas Metall und legt los...
Etwas Unschärfe rein und gut ist...
 
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