[Politik und Gesellschaft] SPD: Kein Verkauf von Energy-Drinks an Minderjährige

Nachdem sich bereits vor wenigen Wochen die Verbraucherorganisation gegen den ausgesprochen hat, stärkt nun Elvira Drobinsiki-Weiß von der SPD die Forderungen und möchte die Brauseprodukte mit Spirituosen und spirituosehaltigen Mischgetränken gleichstellen, entsprechend äußerte sie sich gegenüber der Saarbrücker Zeitung.

Die Politik stehe in der Verantwortung und müsse dafür sorgen, dass Jugendliche vor vermeidbaren Gefahren geschützt werden. Drobinski-Weiß reiche eine stärkere Aufklärung alleine nicht aus, wie sie Ernährungsminister Christian Schmidt (CDU) angekündigt hatte. Es sei ihr unverständlich, dass Minister Schmidt keinen sehe.

Das Verbot soll laut der SPD-Politikerin durch eine Anpassung des Jugendschutzgesetzes realisiert werden. Dadurch würde die Angelegenheit aus dem Zuständigkeitsbereich des Ernährungsministers fallen und in die Hände von Familen- und Jugendministerin Manuela Schwesig (SPD).

Für ausgewachsene Menschen ist ein Koffeinkonsum von bis zu 300 Milligramm täglich gesundheitlich nicht bedenklich. 250 Milliliter eines handelsüblichen Energy-Drinks enthalten etwa 80 Milligramm Koffein, dies entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee.

Laut Foodwatch nehmen in fünf von 13 untersuchten EU-Staaten die Jugendlichen mehr Koffein zu sich, als es von ärztlicher Seite empfohlen wird. In Deutschland sollen rund 6,6% der Jugendlichen als besonders starke Koffein-Konsumenten gelten. Des Weiteren spricht Foodwatch davon, dass Jugendliche, besonders aufgrund der Aufmachung und des Geschmacks der Energy-Drinks, sehr gefährdet seien.

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Na, wie sollen sich denn so die armen Jugendlichen noch ihren Wodka-Bull mischen können?

Jaja, ich weiß. ;)

Die Politik stehe in der Verantwortung und müsse dafür sorgen, dass Jugendliche vor vermeidbaren Gefahren geschützt werden.
Vermeidbare Gefahren gibt es da sicherlich genug. Ausgangssperre ab 21:00, Dunkelheit ist gefährlich. Kein Sportunterricht mehr, viel zu gefährlich. Etc.

Ich meine, viel zu vielen Jugendlichen passieren immer noch viel zu viele schlimme Sachen. Dennoch kann man nicht alles zu Tode reglementieren und nicht jeden vorsorglich in eine Schutzhülle packen. Klar, diese Drinks sind alles andere als gesund, keine Frage. Dennoch sind sie imho deutlich harmloser als der (vollkommen zurecht verbotene) Alkohol und auch Zigaretten. Zudem könnte man dann auch gleich noch viele andere Dinge verbieten, von denen Jugendliche zu viel zu sich nehmen: Süßigkeiten, Essen allgemein, etc.

Hier sind imho viel eher die Eltern in der Pflicht, ihren Kindern ein vernünftiges Konsumverhalten beizubringen. Wie bei vielen anderen Dingen eben auch.
 
Gerade von Energy Drinks ist die Gefahr so riesig, weil man denkt, die sind ja so viel harmloser als Alkohol und co
 
Das ist ungefähr so gscheit durchzusetzen wie keine Zigaretten oder Alkohol für Jugendliche. Dann wird halt n Älterer vorgeschickt der das Zeug holt oder es wird einfach net kontrolliert.

Und Energie Drinks sind eigentlich recht harmlos da das Ganze nur n Zucker Sirup ist - da steckt keine Magie dahinter. Schädlich? Jo, aber da kommts auch wieder aufn Konsum an...
 
Fleisch hat zu viel Fett, sollten Kinder nicht kaufen, Kaffee hat so viel Koffein, auch verbieten, Zucker eh, Milch auch die Laktose ist eh nicht gut und die hat ja auch so viel Fett. Am besten gleich alle Milchprodukte. Teigwaren eh, hat alles so viel Kalorien. Softdrinks auch. Bis 18 einfach nur noch stilles Wasser und Gemüse (Obst besser nicht wegen dem Fruchtzucker und da ist oft auch so viel Säure drin).
 
Wer weiß, vielleicht wollen die Politiker ja auch nur mehr Geschenke und Geld von der Energy Drink Industrie Lobby und das alles verläuft dann im Sand.

Ist ja in Deutschland nicht verboten.
 
Eig. und dass muss ich sagen.
Finde ich das eine gute Idee.

Bei vielen Läden ist das sowieso schon (freiwillig) ab mindestens 16.

Koffein, in den Dosen (Wortspiel) in den ich sie z.B. schon in meiner Schulzeit zu mir nahm, kann Nicht gesund sein.
Und ab 16/18 kann eh man nix mehr machen.
 
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  • #8


Demnach könnte man die Einschränkungen beim Verkauf von Alkohol und Tabakwaren ebenfalls einstellen, dort kann man genauso einen Älteren vorschicken. Genauso sinnvoll/los.

Darüber hinaus ist es schon ein wenig mehr als "nur" ein . ;)



Mateschitz regelt das schon. :)
 
Man sollte einfach bei Cornelsen oder einem anderem Schulbuchverlag anrufen und nen Deal klar machen, dass in Zukunft in Biobüchern oder Chemie erklärt wird, aus was dieses Drecksgesöff ist, und welche Auswirkungen die Inhaltsstoffe auf den Körper haben. Ich meine, Chemikalien, raffinierter Zucker, Koffein, Teein, Guarana etc, Leuchtfarbe usw usf. Das ist einfach nur ekelhaft und sollte von niemandem Getrunken werden. ABER: Verbote fördern Verlangen, und ich bin generell dagegen das die Politik bestimmt was ein Mensch zu sich nehmen darf. Egal in welchem Alter, egal was. Wenn 5 Jährige rauchen wollen und ihre Eltern ihnen nicht genug Verstand einprügeln - bitte. Es soll jeder machen können was er will, und hat das Recht darauf sich selbst zu schaden. Einfach mal in Aufklärung investiert, und gut. Da kann die BZGA von Steuergeldern (und nicht von Red Bull und Monster finanziert) eine unabhängige Studie erstellen , und diese Kapitel werden dann in Schulbücher eingearbeitet. die ca. 10 Seiten kosten im Druck rein gar nichts, und der Buchpreis kann ja um 30 Cent erhöht werden. Dann hat jeder Jugendliche die Möglichkeit sich selber aufzuklären, und zu entscheiden, ob er sone Krebsbrühe trinken will, oder vielleicht einfach Mineralwasser und Gemüse/Obst, das wirklich hilft, zu sich nimmt.
Grundsätzlich sollte es eine bessere Aufklärung über Ernährung in Kindergarten, Grundschule und Oberstufe geben. Das Land ist auf diesem Sektor total inkompetent, und da wo es Expertenwissen gibt, hat die Lobby diese Infos generiert. Z.B die Zuckerlobby (googelt selbst: Bruker; Zucker; Zivilisationskrankheiten)
Von Staatlicher Einmischung auf private Lebensgestaltung halte ich nichts. Und solange die Dosis das Gift macht, dürfte auch der Industrie nicht ins Handwerk gepfuscht werden. Soll heißen, die können weiter Drinks produzieren und vertreiben, und wenn sie die nicht loswerden, dann müssen sie sich halt einen anderen Geschäftszweig suchen.

Das einzige was ich von der Politik erwarte, ist ein voll umfängliches und unabhängiges Informationsangebot, auf das jeder Bürger zugriff hat. Was er mit diesen Infos macht, ist seine Sache. Vielleicht würden dann Eltern auch mal aufhören ihre Babies mit Hipp voll zu stopfen, oder Milchprodukte zur Calziumgewinnung zu verwenden. Das wäre aber sinnvoll und entspräche dem Bild des mündigen Bürgers - so funktioniert unsere Politik nicht. Wir werden für dumm gehalten und dumm gehalten (das rappe ich mal aufn beat) und alles wird auf einer oberflächlichen Ebene reglementiert, anstatt das Problem bei der Wurzel anzupacken. Natürlich muss man darüber dann noch Jahrelang diskutieren, und die Opposition ist aus Daseinsberechtigung pauschal dagegen, und am Ende hat der Bürger nichts davon, aber Zeit und Geld wurde für ein neues Gesetz vernichtet. Es kann alles so einfach sein.... isses aber nicht.
 
Auswirkungen die Inhaltsstoffe auf den Körper haben. Ich meine, Chemikalien, raffinierter Zucker, Koffein, Teein, Guarana etc, Leuchtfarbe usw usf.

Leuchtfarbe? Die sind doch meist durchsichtig und ich finds gerade deshalb keine gute Idee da jetzt Energy Drinks als einziges rauszunehmen, wenn die meisten Softdrinks bis auf das Guarana das gleiche drin. Aber generell sollte man über so einiges alltägliches in Schulen aufklären. Da wird ja eigentlich so gar nix gemacht.
 
Echt traurig wie den Menschen immer mehr Eigenverantwortung genommen wird. Der Staat muss uns vor allem schützen!
Ein Schwarztee hat die gleiche Menge Koffein wie Red Bull pro 100ml, selbst Schokolade hat im Durchschnitt 15mg/100g, bei Bitterschokolade sogar bis zu 90mg/100g.

Sollen Getränke mit Guarana ebenfalls für Jugendliche verboten werden?
Kaffeeautomaten gibt es doch auch in jeder Schule, scheint aber niemanden zu stören.

Wie wär es mit Aufklärung statt Verboten?
 
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  • #12
Wenn 5 Jährige rauchen wollen und ihre Eltern ihnen nicht genug Verstand einprügeln - bitte. Es soll jeder machen können was er will, und hat das Recht darauf sich selbst zu schaden.

Bis auf diesen Punkt kann ich deinen Beitrag komplett unterschreiben, aber manche Verbote haben durchaus ihre Berechtigung. Sowas komplett auf die Eltern umzuwälzen ist unverantwortlich den Kindern gegenüber, die selbst noch gar nicht einschätzen können, was sie sich mit dem Konsum solcher Güter antun. Zumal mit einem fallenden Verbot die Marketingstrategien ebenfalls angepasst werden würden und man vermutlich zusätzlich und gezielt auf die jüngeren Zielgruppen abzielen würde und dadurch überhaupt erst das Verlangen provozieren würden.

Aufklärung und entsprechende Unterrichtseinheiten in der Schule wären natürlich perfekt, aber da sind wir dann wieder beim dumm halten und dummhalten.
Ernährung und Gesundheit werden doch sowieso vollkommen überbewertet..
 
Aber klar, Bier saufen ist ab 16 ok, die andere Plörre is phhööse.
Ist es nicht schön, wenn Politfuzzis immer wieder beweisen, dass ein Hirn voller Kacke in der Politik üblich ist.
Also aufpassen Leute, wenns stinkt, ist wohl ein Politiker in der Nähe!

Aber mal sehen, ob sich die Politik für das dann logische Kaffeeverbot für Jugendliche auch durchringen kann. Ich hoffe die denken dann auch noch an die Kiiinder.
 
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Das war etwas überspitzt formuliert ;) Aber ich glaube auch daran, dass Aufgeklärte Eltern ebenso dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln. Und dann kann der soziale druck der Gruppe tatsächlich so hoch sein, dass sich Jugendliche gegen Gesundheitsschädliche Dinge entscheiden, einfach weil die Peergroup dagegen ist. Früher rauchte oder kiffte man um cool zu sein - es geht auch anders rum.
Das die Marketingarschkrampen sich was einfallen lassen ist klar, aber hier greift wieder das übergeordnete Prinzip - Aufklärung. Medienkompetenz sollte ein zentraler Aspekt in der Bildung sein. Damit die jungen Menschen lernen, wie sie manipuliert werden.
 
Mal ne Frage in die Runde...
Was ziehen die sich so rein, um auf solche Ideen zu kommen?
Schnüffeln die Katzenpisse, gibts auf Staatskosten Koks und Nutten, gibts in der Bundestagskantine Crystal für lau, oder haben die was echt Abgefahrenes am Start? :D
 
Geil.
Die SPD schafft es inzwischen sogar schon, mich mit (zumindest diskutabel) sinnvollen Vorschlägen zu nerven.
Auch ne Leistung. Irgendwie.

Außer vorschreiben und verbieten kommt von denen und deren kleinen grünen Freunden echt gar nix mehr...
 
Wenns denen wirklich um Jugendschutz ginge würden sie minderjährige Lustsklaven für Pastore Messdiener verbieten, aber das wäre die CDU als potentieller Koalitionspartner wohl nicht für zu haben was?

Ich bin sowieso der Meinung das man Kinder mehr vor religiöser Gehirnwäsche schützen sollte.

PS:
Die "Fakten" aus dem Startpost zum Koffeingehalt sind übrigens afaik der Maximal zulässige Wert den aber durchaus einige(Monster zum Beispiel) ausreizen.

Und die dortigen 2 Tassen Filterkaffe meinen entweder Kaffee den wir hier heißes Wasser nennen oder die kleinen Teedinger ~150ml.
Ich erwähn das extra weil ich aus der IT nur größere Kaffeetassen kenne.:D
 
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Das war etwas überspitzt formuliert ;) Aber ich glaube auch daran, dass Aufgeklärte Eltern ebenso dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln. Und dann kann der soziale druck der Gruppe tatsächlich so hoch sein, dass sich Jugendliche gegen Gesundheitsschädliche Dinge entscheiden, einfach weil die Peergroup dagegen ist.

Naja dem sozialen Druck bei Alkohol können sich ja die meisten Erwachsenen nicht widersetzen und das ist nunmal eigentlich schlicht und einfach ein Nervengift.
 
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