Sind Wirbelblockaden gefährlich/schädlich auf Dauer?

manuelle Therapie ("Einrenken" ist durchaus umstritten. Klar ist hier aber, macht man das zu oft leiert sich der Bänderapparat noch mehr aus.
Auf die Dauer hilft nur ein gezieltes Aufbauen der Rückenmuskulatur.

Und ob Wirbelblockaden gefährlich sind? Was hat denn der behandelnde Mediziner gesagt?
Ein Chiropraktiker der ständig einrenkt und nichts dazu sagt ist kein "Arzt" den man aufsuchen sollte.

Aus einer solchen Geschichte (Wirbelblockade) kann durchaus auch mal ein Bandscheibenvorfall sein.
Vor allem wenn man nichts dagegen macht (gezielter Muskulaturaufbau, Änderung der Lebensgewohnheiten, Sitzen einschränken usw.).

Das wird dann auch jeder Orthopäde sagen. Den würde ich übrigens dann auch mal aufsuchen wenn du das nächste mal Schmerzen hast.
 
Manuelle Therapie ist nicht immer einrenken. Da gibt es durchaus gute Physiotherapeuten die das können. Allerdings auch nur mit Zusatzausbildung.
Mittlerweile wird ja in den unzähligen Thaimassage-Studios auch eingerenkt was das Zeug hält. Ohne Ausbildung. Dabei wird entsetzlich viel Bindegewebe zerstört :m

Was mich hier aber stutzig macht ist Onlys Aussage, dass der Chiropraktiker auch Spritzen gibt. Richtige Spritzen können/dürfen das ja nicht sein.
 
Ach ja, das Einsteigermodell für Rückenschmerzenanfänger...
Ich bevorzuge dann lieber eine sehr warme Wärmflasche :)
 
Oh, es gibt noch andere Leute mit Rückenproblemen. :)

Ich hatte letztes Jahr im Sommer einen Bandscheibenvorfall, konnte kaum noch sitzen. Mein Arzt hat mir erst mal Diclofenac als Schmerzmittel geschrieben, damit die Schwellungen im Bandscheibenbereich wieder zurückgehen. Gleichzeitig hat er mir noch zur Physiotherapie geschickt.

Die Physiotherapie bestand dann aus diversen Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur, die ich heute noch mind. jeden 2. Tag mach. Zusätzlich gab's noch ein paar Massagen. War beides hilfreich, brachte mich aber an den Punkt, dass sofort nach Aussetzen der Übungen die Schmerzen zurückkamen. Besonders früh nach dem Aufstehen konnte ich mich kaum bewegen.

Mittlerweile geh ich wieder 3x / Woche in die Muckibude und mach auch wieder leichte Übungen, die auch den Bandscheibenbereich beeinflussen, z.B. Kniebeuge und Dehnungen. Die Schmerzen werden mittlerweile deutlich weniger.

Der bequeme Weg, um die Rückenschmerzen loszuwerden, ist wahrscheinlich eine Operation. Der langwierige und schwierigere Weg ist die Haltungskorrektur und gezielte Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur.
 

Die Operation ist der letzte Schritt, den man in betracht ziehen sollte. Solange du deinen Schmerz mit Sport einigermaßen im Griff kriegst, solltest du diesen Weg weitergehen. Ich habe die OP damals nur machen lassen, weil die Bandscheibe so auf den Ishias drückte, dass ich nicht mehr normal laufen konnte, egal wieviel Sport und Übungen ich gemacht habe. Habe das Bein schmerzend mitgezogen. PRT (Lokalanästesie die via CT direkt am Wundherd gespritzt werden) brachte bei mir einen Erfolg von ein paar Stunden. Wobei ich trotzdem nicht normal laufen konnte. Nur der Schmerz war unterdrückt.
Habe ein Jahr alles versucht und habe mich erst danach für eine OP entschieden.

Vorallem ist der Weg keineswegs bequem. Ich durfte 6 Wochen nur stehen (laufen) und liegen. Du weiß nicht, wie ätzend es ist 6 Wochen nicht zu sitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der bequeme Weg, um die Rückenschmerzen loszuwerden, ist wahrscheinlich eine Operation.
Das kann man so wirklich nicht sagen. Wegen des geringen aber sehr realen Risikos von bleibenden Wirbel- und Nervenschäden (je nachdem wird da einiges weggefräst bei der OP) wird heute eigentlich nur noch bei Ausfallerscheinungen (Lähmungen usw.) operiert. Schnelle Schmerzfreiheit ist damit durchaus möglich, kann aber nicht garantiert werden. Zusätzlich kann es auch an der selben Stelle trotzdem jederzeit zu weiteren Bandscheibenvorfällen kommen.

Kurz gesagt: OP ist sinnvoll bei Lähmungen und extremen Schmerzen, für den langfristigen Erfolg muss man aber trotzdem die passende Gymnastik machen.
 
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  • #28
Ja danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Hat sich ja doch gelohnt hier mal nachzufragen. ;)
Ich habe gerade gelesen, dass meine Krankenkasse auch Übungen für zu Hause auf deren Webseite erklärt bei Rückenproblemen und Verspannungen.
Das probier ich nach der Arbeit mal aus.
Den Arzt ruf ich heute Mittag auch noch an...dann sollte das schon alles seinen Gang nehmen. Ich hab auch das Gefühl, dass das heute schon etwas besser ist.
Aber das war schon mal so - und dann kam es einfach wieder...
 
Oder lass dir einfach vom Hausarzt ein Rezept für Manuelle Therapie ausstellen. Beim Physiotherapeuten bekommst du dann auch gute Übungen gezeigt die du auch Zuhause selbst machen kannst.

Bei den Übungen kann man nämlich auch einiges falsch machen, wenn man Kleinigkeiten nicht beachtet. Dadurch sind sie zwar nicht gefährlich, jedoch nicht ganz so wirkungsvoll. Deshalb einfach ansprechen.
 
Hier gibt es was zu lesen für den TS. :T



SpON schrieb:
Rückenschmerzen: Schlagen wir der Schwerkraft ein Schnippchen.

Dass der Mensch aufrecht geht, ist eigentlich ein Fehler der Evolution. Unsere Wirbelsäule ist dafür nicht gebaut, sie muss Belastungen aushalten - die sich bei Vierbeinern besser verteilen.
 
Da ich auch oft mit starken Rückenschmerzen zu kämpfen hatte hier mal mein Senf. Hab schon Massagen und diverse Übungen hinter mir. Im Endeffekt hab ich das nie richtig verfolgt da es einfach keinen Spaß macht. Wenn dann brauchst du etwas was du auch einigermaßen gerne machst, sonst lässt man es ja eh schleifen. Hier würde ich dir Schwimmen oder/und Klettern anraten. Beides trainiert die Rückenmuskulatur. Wobei Schwimmen auch eher für Anfänger geeignet ist ;)
 
Ja danke erstmal für die zahlreichen Antworten. Hat sich ja doch gelohnt hier mal nachzufragen. ;)
Ich habe gerade gelesen, dass meine Krankenkasse auch Übungen für zu Hause auf deren Webseite erklärt bei Rückenproblemen und Verspannungen.
Das probier ich nach der Arbeit mal aus.
Den Arzt ruf ich heute Mittag auch noch an...dann sollte das schon alles seinen Gang nehmen. Ich hab auch das Gefühl, dass das heute schon etwas besser ist.
Aber das war schon mal so - und dann kam es einfach wieder...

Also BEVOR überhaupt über Sport, Krankengymnastik etc nachgedacht wird, würde ich endlich mal zu einem Facharzt gehen und das ganze vernünftig durchchecken lassen mit Röntgen, ggfl. MRT etc. Und nicht einfach drauf los. Das kann nämlich auch in die Hose gehen.

Eine vernünftige Untersuchung mit Diagnose und gezielter Behandlung gabs ja bisher nicht, nur Einrenken und Spritzen und jetzt irgendwelche "mach doch den und den Sport" Ratschläge. :m
 
Mein Vorschlag war auch es erst abklären zu lassen und danach mit einem Befund zu trainieren. Alles andere wäre genauso fahrlässig wie weiter faul rumzusitzen und hoffen, dass es so verschwindet.
 
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  • #35
Hab Freitag nen Termin beim Hausarzt. Wäre eh mal fällig, die Wehwehchen habe sich etwas summiert in letzter Zeit.
Der kann mich ja dann ggf. überweisen.
 
Ich würde das ggf streichen und mich wirklich zum Orthopäden überweisen lassen, dieser hat auch ein viel größeres Kontingent an Rezepte für Physiotherapien. Der Orthopäde ist für diese Wehwehchen halt spezialisiert und hat viel mehr Erfahrungen mit dem behandeln dieser Symptome.
Aber ein guter Hausarzt wird dies auch tun, da dieser sich das fehlende Wissen eingestehen muss.
 
um es mal auf den Punkt zu bringen:

- aufraffen
- zum Orthopäden gehen und mal ne wirkliche Diagnose bekommen
- Rückenmuskulatur trainieren
- innere Faulheit besiegen und aktiv SELBST was für seine Gesundheit machen.

oder

- alle paar Jahre mal zum Arzt zum Einrenken gehen und falls die Krankenkasse nichts finanziert selbst gar nichts machen
- in XX Jahren vielleicht arbeitsunfähig, Höllenschmerzen, deutlich weniger Lebensqualität usw.
 
Hab Freitag nen Termin beim Hausarzt. Wäre eh mal fällig, die Wehwehchen habe sich etwas summiert in letzter Zeit.
Der kann mich ja dann ggf. überweisen.

Wieso gehst du zum Hausarzt? Wieso lässt du dir beim Orthopäden nicht einen Termin geben? :m

Dein Hausarzt kann keine vernünftige Diagnose stellen, weil er weder röntgt noch MRT macht.
 
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  • #39
Keine Panik...ich gehe nicht nur wegen dieser Sache zum HA, sondern auch.
Wenn der sagt: Geh zum Spezialisten! Dann werde ich das tun. Ich vertrau dem da. Ist ein Bekannter der Familie.
 
@Destiny666:

:rolleyes:

Beim Hausarzt bekommt er eine Überweisung zum Orthopäden.
und um die nächsten Fragen gleich vorwegzunehmen.
Ja das ist wichtig, damit der Hausarzt einen Bericht über Befund, Behandlung usw bekommt. Sollten in der Zukunft nämlich andere Beschwerden auftauchen, die sich eventuell auf die jetzige Behandlung zurückführen lassen, weiss der Hausarzt Bescheid und muss nicht erst umständlich nachfragen. Nur so ist eine ineinander übergreifende lückenlose Behandlung gewährleistet.
 
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