[Sonstiges] Schweres Zugunglück in Bad Aibling (Bayern)

Am heuten Dienstagmorgen gegen 6.45Uhr stießen 2 Regionalzüge auf der Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim auf eingleisiger Strecke frontal zusammen.
Das schlilmmste Zugunglück in Deutschland seit 2011 forderte bisher 10 bestätigte Todesopfer sowie 18 Schwer- und 63 Leichtverletzte.
Der Zusammenstoß erfolgte in einer unübersichtlichen Kurve mit erhöhter Geschwindigkeit, die Ursachen sind noch völlig unklar.

Da die Kurve in einem kleine Waldstück liegt, erwies sich die Bergung der Opfer als schwierig und dauerte bis ca 16 Uhr an, als der letzte Vermisste identifiziert wurde.
Es wurden rund ein Dutzend Rettungshubschrauber und auch die Wasserwacht eingesetzt. Österreich unterstützte die deutschen Einsatzkräfte mit Rettungshubschraubern.

Glück im Unglück brachten die Ferien, denn an Werktagen sind die Züge zusätzlich zu den Pendlern noch randvoll mit Schulkindern.


Quellen



Update
Eine Person wird immer noch in den Trümmern vermisst, Bergungsarbeiten wurden gestern wegen schlechten Sichtverhältnissen abgebrochen.
Update
Alle Personen geborgen. Eines der Opfer ist im Krankenhaus verstorben, damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 11.
Update
Für den 16.2 Nachmittags ist eine Pressekonferenz angekündigt, auf der sich Ermittler und Staatsanwaltschaft erstmals zur Ursache äußern wollen. Für technisches Versagen gibt es laut dem Verkehrsminister bisher keine Hinweise, vielmehr wird menschliches Versagen immer wahrscheinlicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, es ist nicht okay. Du hast ja am Arbeitsplatz auch keine Adminrechte. Ich denke eher hier wird die "Schlechtigkeit" eines bestehenden (elektrischen) Systems verschleiert.

Dafür ist der Mann ja ausgebildeter Stellwerker/Fahrdienstleiter.
Und warum sollte ich am Arbeitsplatz keine Adminrechte haben? Wenn ich die passende Ausbildung mit den passenden Prüfungen habe.

@phre4k, er ist ja sozusagen die Leitstelle für diesen Bereich.
Und er muss die Sachen, die er macht, ja auch quittieren und belegen.

Das System, das es in Deutschland im Schienenverkehr gibt, ist ja nahezu vollautomatisch und es wird nur bei Fahrplanabweichungen und technischen Problemen eingegriffen.

Und es kam zu menschlichem Versagen. Wie bei allen anderen technischen Systemen auch.
 
Da habe ich wohl eine andere Vorstellung von vollautomatisch. ;)
 
Nebenbei fahren auch in mehreren Städten schon u /s-bahnen "automatisch" - der Zugführer macht dort nur noch die Türen auf und zu und macht Ansagen... Semi-autonomes System.
Das ganze ist eher Psychologisch als Technisch begründet. In anderen Ländern wird - mit zum teil sogar in Deutschland entwickelten Systemen - auch schon voll autonom gefahren.
 
ah - ja in anderen Ländern in Europa z.B. England (gut schlechtes Beispiel ^^) kenne ich das - Aber schön das es das in Deutschland auch schon gibt :D
 
in asien ist das in großen städten schon längst so - der hauptgrund ist allerdings nicht um personal zu sparen, sondern um den enormen traffic möglichst effizient bewältigen zu können (präzises beschleunigen/bremsen, kurze abstände zwischen den zügen und automatische kommunikation untereinander, um den takt zu halten).. dafür gibts viel mehr personal in den bahnhöfen, um die menschenmassen zu managen und bei gefahr ins automatische system einzugreifen
 
Das sind aber alles Systeme auf kleinem Raum. Auch wenn die Städte an sich sehr groß sind.
Also bei Vorfällen jeglicher Art schnell zu erreichen für Hilfskräfte, Techniker und Servicepersonal.
Oder halt, um mal einen defekten Zug oder eine Bahn schnell aus dem Weg zu bringen, bzw. abzustellen.

Bei uns fährt die H-Bahn auch ohne Fahrer. Es gab in all den Jahren auch nur einen Unfall. Fremdverschuldet.
Sollte allerdings ein technisches Problem sein, dann sind in kurzer Zeit die Techniker vor Ort.

So was geht im großen Zugverkehr nicht so. Überspitzt ausgedrückt: irgendwo in den Wäldern und Feldern zwischen A und B ;)
 
Ich bin immer vorsichtig :m

Die Streckenabschnitte bei der großen Bahn sind ja nun ein *wenig* größer als in Städten.
Wenn ein IC oder ICE schon 2 Stunden unterwegs ist von A nach B und es kommt zu einer technischen Störung, einem Personenunfall,
einem Oberleitungsabriss oder sonstwas, wer kümmert sich? Wer meldet? Die Fahrgäste?
*Hallo, wir stehen hier irgendwie in der Pampa und der Zug fährt nicht mehr*
 
@Chegwidden:
Hat dein Pc dir schon mal ne Fehlermeldung angezeigt?

Natürlich können Automatisierte Systeme selbstständig Fehler melden und den DB-Notfallmanager, die Leitstelle, die Feuerwehr alarmieren.
Der Zugführer macht ja auch nichts anderes, er hält an und gibt bescheid, danach wartet er bis jemand kommt - das kann eine Maschine auch.

Für den Fall das der Zug danach Manuell bewegt werden muss (Jo, kannst mal 3 Meter zurücksetzen damit wir das Auto da raus bekomme) muss halt eben nen Zugführer kommen.
Die sterben ja nicht nicht aus, die werden fürs Verladen, Rangieren und eben Notfallarbeiten immer noch benötigt.

Der einzige Grund warum das noch nicht flächendeckend eingeführt ist, ist einerseits das schon angesprochene Misstrauen in Automatisierung, andererseits muss die Sensorik der Züge entsprechend gut ausgerüstet sein.
Möglich ist das. Es gibt selbstfahrende Autos, ein Zug hat aufgrund der Scheinenbindung da sogar erhebliche Vorteile.

Selbstfahrende Züge wird da vermutlich wesentlich früher geben als Selbstfahrende Busse.
Zumal es sie ja schon gibt:


Ich würde nicht unterschätzen was alles sehr bald möglich ist.
 
Ja Prof. Dr. Seedy.

Ich vergaß, dass Du in absolut jedem Thema unschlagbar der Experte bist.
So sehen das TAB und Staatsanwaltschaft sicher auch.

Und damit bin ich raus.
 
nein, das war ein trotziger "BTT"-kommentar :D..

und natürlich können züge auch auf langstrecken vollautomatisch fahren mit der heutigen technologie - nur war das streckennetz dafür bislang nicht vorgesehen und eine umrüstung ist momentan noch erheblich teurer als eben menschen zu bezahlen und hin und wieder mal so eine katastrophe in kauf zu nehmen.. es geht nicht bloß um sensoren am zug (das wäre fast trivial), sondern vor allem um die absicherung der strecken und bahnhöfe..
 
Meine Zweifel sind zweitrangig technischer Natur.
Aber ich habe vor allem Zweifel, weil ich täglich mit der Bahn fahre und des weiteren, weil man es in diesem Land ja nicht einmal schafft, ohne Pannen ein Mautsystem zu installieren. Und da ging es nur um Erfassung.
 
dafür wie dicht und vielbefahren unser Bahnnetz ist läuft hier alles super und pünktlich.
Einfach mal ins Ausland gehen uns sich Negativbeispiele anschauen.
 
Japan zum Beispiel?
Megapünktlich, aber deren Methoden sind zum Teil menschenverachtend.
Da hats vor einigen Jahren ein Unglück mit mehr als 100 Toten gegeben, weil ein Zugführer mit weit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve gerast ist, um eine Verspätung aufzuholen. Er wollte keinesfalls noch eine "Nachschulung" über sich ergehen lassen. ->
 
Überbevölkerung gehört sicher nicht zu dem, was Japan Kopfzerbrechen bereiten könnte.

Ups. Ist ja voll OT :o ;)
 
Japan zum Beispiel?

An Dritteweltländern möchte ich uns als Deutscher nicht messen.

warum immer Extreme?
Klar gibt es Länder bei denen es besser läuft.
Aber sicher keines mit solchen Passagieraufkommen und so einer Netzabdeckung.

Sicher findest du aber duzende Länder in denen es deutlich schlechter läuft als in Deutschland und die keine 3. Welt sind.
 


Die Erfolge der Deutschen kommen auch von ihrer Unzufriedenheit.
Man kann sich mit Mittelmäßigkeit zufrieden geben, oder man hat höhere Ziele.
 
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