Gut, das ist natürlich vollkommen legitim, wenn du das für dich so sagst und feststellst, für mich hatte sich der Satz, auf den ich mich bezogen habe, einfach zu allgemeingültig gelesen.
Unter anderem deshalb ist mein Rat immer, dass man sich am Anfang einfach nur auf das Kit-Objektiv, maximal zuzüglich einer 50mm Festbrennweite beschränken sollte. Sechs bis zwölf Monate nutzt man dann ausschließlich diese Objektive und zieht am Ende Bilanz. In der Regel stellt man dann selbst fest, was man will und dafür benötigt. Startet man direkt mit einem relativ breiten Brennweitenspektrum ist das immer etwas schwieriger, weil man eher dazu neigt, dass Objektiv mal eben zu wechseln. Das beeinträchtigt nicht nur den Prozess einer Art Spezialisierung, sondern nimmt meiner Ansicht nach auch einen nicht positiven Einfluss auf die Kreativität.
Die 220€ (halbes Makroobjektiv) für das 10-18mm können genauso verschwendet sein, wenn es blöd läuft. Mit der oben genannten Bilanz kann man Fehlkäufe auf jeden Fall einschränken, im Beispiel des Weitwinkels wäre das vermutlich der Fall, wenn du sehr oft und viel am unteren Anschlag des Kits bei 18mm arbeitest. Weniger sinnvoll wäre der Kauf, fotografiert man eher im Bereich von 35mm+.