Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

Ich glaube trotzdem, um mal wieder zum Thema zu kommen, sobald die mediale Berichterstattung über Flüchtlinge (egal um was es da geht) nachlässt, lässt auch die Zahl der Leute die AfD wählen nach.

Glauben kannst Du in der Kirche.

Wie wäre es mal zur Abwechslung mit Fakten?

2015, zur Hochzeit der Flüchtlingskrise, hatte die AfD bei der Sonntagsfrage nie mehr als 8%.
Letztes Jahr waren es 2 mal sogar 16%.
 
Richtig, und wer will das?
[...]
Es ging mir aber um die Menschen die hirnlos zwischen links und rechts springen, weil sie gar keinen Bock auf unser demokratisches System haben, bzw. zu uninformiert sind um was es überhaupt bei ner Wahl geht.

Generell lassen sich nicht objektifierzbare Regulierungen nicht sinnvoll implementieren. Man kann z.B. nicht objektiv feststellen, ab wann ein Mensch 'informiert' ist. Wir bedienen uns deswegen stattdessen der Statistik, das wenn jeder wählt 'uninformierte' Rechte und Linke dabei sind und vermutlich Normalverteilt die Mitte, so das mithilfe von repräsentativer Demokratie und anderen Puffersystem in der Summe etwas irgendwie funktionales rauskommt. Das inkludiert dann die von dir nicht so sehr gemochte Subgruppe, am Ende trägt jede Gruppierung ihren Teil zu einem Gleichgewicht bei.

Das Ergebnis ist nicht unbedingt sinnvoll oder effizient, aber zumindest robust gegenüber Ausreißern und dennoch ein Minimum an Entwicklung ermöglicht.
Generell glaube ich nicht, das ein dauerhaftes demokratisches System effizient sein kann. Ein effizientes System erlaubt grundsätzlich den Abbau der Demokratie sobald das dynamische Gleichgewicht für einige Jahre in eine Richtung schwappt. Und/Oder es destabilisiert die Gesellschaft relativ schnell.

Verbote sind in einer Demokratie jedenfalls immer nur die Ultima Ratio, der allerletzte Ausweg wenn die Demokratie selbst bedroht ist. Das ist auch in D in Gesetze gegossen, Parteien kann man verbieten, aber es ist ganz schwierig und das ist auch absolut wichtig das es ganz schwierig ist. Und eine Partei zu verbieten, die im Bundestag sitzt, das ist nochmal viel krasser.

Demokratie heute zu entwickeln ist deswegen vermutlich relativ schwer. Die Menschen müssen ihren grundsätzlichen Willen zu einer Demokratie auch dann behalten, wenn sie frustriert sind und der charismatische Autokrat mit simplen Lösungen um die Ecke kommt. Auch deswegen wird die USA-Demokratie Trump überdauern während die Türkei wesentliche Rückschritte gemacht hat. Nicht so robust, gesellschaft nicht so stark verankert. Ebenso Russland.

Sorry für das OT.
 
Ja, sowas ist z.B. antidemokratisch:



Die wahren Meinungsfaschisten...

Ja, da gebe ich dir recht, und:

Die Linken sind die einzigen die sich wie Nazis aufführen. Offen gesagt: dem Kindergarten gehören eigentlich Manieren eingeprügelt.
Die gehören an die Laternen gehängt. Wieso schlägt man die Spinner nicht so lange, bis wieder Hirnfunktionen vorhanden sind. Oder andernfalls lange genug, bis wenigstens endgültig Ruhe ist! Diese Antifa-Idioten gehören in den Arsch getreten, an den Eiern aufgehängt und auf Sparflamme geröstet...
 
Antidemokratisch ist Menschen die 'falsch' wählen das Wahlrecht entziehen zu wollen.
Wäre es auch undemokratisch, wenn man die Stimmauswertung anhand eines wie auch immer gearteten Wissenstest machen würde?
Wertung = Punkte_im_Test + 1


2015, zur Hochzeit der Flüchtlingskrise, hatte die AfD bei der Sonntagsfrage nie mehr als 8%.
Letztes Jahr waren es 2 mal sogar 16%.
Naja, 2018 war aber auch LTW in Bayern und der Horst hat doch alles dafür getan, dass die Bevölkerung vergisst dass die Zahlen nach unten tendieren.

Die wahren Meinungsfaschisten...
Und jene die in Heidenau, Suhl und Co. ganz Feuer und Flamme für brennende Asylbewerberunterkünfte waren, sind besorgte Bürger....
Einen Buss mit verängstigten Menschen einzukreisen, durchzuwackeln und dafür zu sorgen, dass echte Angst aufkommt, alles kein Problem. Da feiert die AfD.
Aber wird ihr Stand umstellt.....
 
Glauben kannst Du in der Kirche.

Wie wäre es mal zur Abwechslung mit Fakten?

2015, zur Hochzeit der Flüchtlingskrise, hatte die AfD bei der Sonntagsfrage nie mehr als 8%.
Letztes Jahr waren es 2 mal sogar 16%.

Fakten aber bitte auch relevant wiedergeben.
Die Sonntagsfrage kannst du in der Kirche stellen. Hier sieht man ganz klar die Entwicklung:

aUnbenannt.JPG

Die höchsten Zuwächse ab Anfang 2016, abgeflacht ab 2017.
Flüchtlingszahlen damit zu vergleichen ist zwar sicher nicht ganz korrekt, aber rechnet man da dann eine gewisse Verzögerung mit ein, hat man ungefähr den Umfang und das zeitliche Auftreten der medialen Berichterstattung abschätzen:
a1Unbenannt.JPG
Fl%C3%BCchtlingskrise_in_Europa_ab_2015

quelle: wikipedia.
Siehe gerade den Peak Ende 2015.
Passt gut zu den Wahlerfolgen der AfD Anfang 2016.

Reicht das? Was ist denn deine Meinung? Die Flüchtlingskrise und deren Berichterstattung hat keinen Einfluss auf die Wahlergebnisse der AfD?
:T:D
 
Wäre es auch undemokratisch, wenn man die Stimmauswertung anhand eines wie auch immer gearteten Wissenstest machen würde?
Wertung = Punkte_im_Test + 1

Ich will dir jetzt nicht widersprechen, ich benutz das nur mal als Aufhänger.

Das Wort "Anti-Demokratisch" wird viel zu häufig fälschlich benutzt.

Die meisten gehen davon aus, dass das wir haben "die einzige Form von Demokratie" ist.
Das ist allerdings falsch.
Damit etwas demokratisch ist, reicht es völlig aus, wenn das Volk in freier Willensbildung Teil an der Regierung hat.

Einzelne Gruppen von der Demokratie auszuschließen (sofern dieses durch den demokratischen Prozess selbst geschieht) ist nicht Anti-Demokratisch.
Bestimmen Menschen mehr Macht zu geben als anderen, wie z.B. in der Ursprünglichen Version der Engländer war (House of Common und House of Lords, haben ihre Namen nicht ohne Grund) ist nicht Anti-Demokratisch.

Das meiste was wir haben sind besondere Formen, oder Ausführungsrichtlinien für UNSERE Demokratie.
Mit Demokratie als Seuche hat das so nicht viel zu tun.

Es wäre höchstens Verfassungswidrig.
Wobei nach eurem Maßstab ja schon die Verfassung Anti-Demokratisch ist, weil sie dem Volk bestimmte Entscheidungen verbietet ;)
 
Die meisten gehen davon aus, dass das wir haben "die einzige Form von Demokratie" ist.
Das ist allerdings falsch.
Ja, das stimmt. Ich benutze den Begriff enger gefasst im Sinne von moderner Demokratie wie wir sie verstehen mit allgemeinen, freien und geheimen Wahlen.
Eine Demokratie kann sich ja auch selber abschaffen und ganz regulär mit demokratischen Prozessen autokratisch werden. Dennoch ist das dann eine antidemokratische Entwicklung.

Wäre es auch undemokratisch, wenn man die Stimmauswertung anhand eines wie auch immer gearteten Wissenstest machen würde?
Wertung = Punkte_im_Test + 1
Das würde ich als gefährdend betrachten. Weil es nicht möglich ist einen 'neutralen' oder 'minimalen' Wissenstest zu formulieren und die Auswahl der Fragen daher immer auch mit einer Agenda einhergehen.
 
Die Umsetzung wäre sicher ziemlich schwierig. Wünschenswert wäre es schon wenn man Menschen die auf die Demokratie scheißen, oder anders ausgedrückt, eine antidemokratische Weltanschauung haben, von Wahlen ausschließen könnte.
Ich finde es ist einfach die Pflicht eines Wählers die Sache ernst zu nehmen und versuchen so genau wie möglich zu wissen wen man denn wählt und was das bedeutet.
 
Einzelne Gruppen von der Demokratie auszuschließen (sofern dieses durch den demokratischen Prozess selbst geschieht) ist nicht Anti-Demokratisch.

Du verwechselst "demokratische" Mehrheiten mit der Demokratie als Ganzes.
Wenn ein Teil des Volkes (dēmos) einen anderen Teil von der Demokratie ausschliesst, dann ist das antidemokratisch.

Edit: ich beziehe mich auf den Standpunkt, "dumme" Menschen von den Wahlen auszuschliessen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist antidemokratisch antidemokratische Gruppierungen aus einem demokratischen Wahlprozess zu entfernen?
Schwierig.
Vielleicht auch nur Wortklauberei. Ob antidemokratisch oder nicht, ich finde es ist einfach richtig antidemokratische Gruppierungen aus ner Wahl rauszuhalten.
Du nimmst sie ja auch nicht gänzlich aus der Demokratie raus, sondern nur aus dem Wahlprozess.

Darf eine Demokratie so weit gehen so demokratisch zu sein bis sie sich demokratisch abschafft und in eine z.B. Diktatur umwandelt?
Ich denke die deutsche Geschichte zeigt, dass dies nicht passieren sollte.
 

Ja, das reicht an Unfug.

Du kannst doch nicht an zwei hintereinanderliegenden Landtagswahlen in verschieden Ländern Auf- oder Abwärtstrends festmachen.

Ein Grund für den Erfolg des AfD könnte das Wir-Gefühl sein, was durch den Nationalismus und die Ab-und Ausgrenzung vermittelt wird, gepaart mit dem Versprechen klarer Führung.
Da sind Menschen, die sich durch die Globalisierung nicht mitgenommen fühlen, die sich durch zu viele Freiheiten und Individualismus überfordert fühlen.

Betrachtet man die Wähler demographisch, dann sind die Wähler mittleren Alters besonders häufig. Vielleicht, weil sie sich noch an das Versprechen der sozialen Marktwirtschaft erinnern, daß für ihre Eltern galt, daß man durch Arbeit am Wohlstand teilhaben kann und auch der Lebensabend gesichert ist. Das gilt heute so nicht mehr, aber die Älteren haben die Ernte bereits eingefahren, die Jüngeren, wo der Anteil an AfD Wählern eher gering ist, sind bereits mit den neuen Umständen aufgewachsen.

Etwas, was dafür sprechen würde, die AfD zu wählen, wenn es denn keine Nazipartei wäre, was ich selber nachvollziehen kann, ist KroKo als Normalzustand. Das Wegfallen einer echten parlamentarischen Opposition in Kombination damit, daß die ehemaligen großen Volkspartei keine unterschiedlichen Profile aufweisen, erzeugt den Eindruck, daß da alles nur eine große Menge Politiker damit befaßt ist, sich um Ämter und Positionen zu bemühen. Der Wegfall politischer Debatten läßt die Abgeordneten wie ein geschlossene Kaste wirken, wo sich für manchen Bürger ein wir hier unten und die da oben Bild abzeichnet.

Ein vierter Punkt ist aus meiner Sicht Sarrazin. Mit ihm fing es an, daß Rassismus und Fremdenfeindlichkeit salonfähig wurde. Fremdenfeindliche Äußerungen bleiben nicht in den Bierstuben, wenn man sich unter seinesgleichen glaubt, sondern es wurde en vogue, sich so öffentlich zu äußern. Türken waren früher nicht beliebter, aber früher hätten Eltern nicht offen untereinander ausgesprochen, daß man lieber keine in der Klasse haben möchte.
 
@dexter:
Ich bin keinesfalls dafür dumme Menschen auszuschließen.
Ich bezog mich ganz alleine auf den Begriff Anti-Demokratisch.

Nichts ist gefährlicher als ein intelligenter Mensch der sich irrt.
Ich seh die "dummen" durchaus als wichtiges Korrektiv an.
 
@Kapitn
Du siehst also keinen Zusammenhang zwischen Flüchtlingskrise, Medienberichterstattung und den Wahlergebnisen der AfD. Sehr exklusive Meinung :D
 
Und jene die in Heidenau, Suhl und Co. ganz Feuer und Flamme für brennende Asylbewerberunterkünfte waren, sind besorgte Bürger....
Einen Buss mit verängstigten Menschen einzukreisen, durchzuwackeln und dafür zu sorgen, dass echte Angst aufkommt, alles kein Problem. Da feiert die AfD.
Aber wird ihr Stand umstellt.....

Vergleichst du hier gerade Straftaten, mit dem gewöhnlichen Umgang von Linken mit ihren politischen Gegnern?
 
Dumme Menschen wählen die AfD? Ich sehe die nicht mehr oder weniger dumm als diejenigen die eben nicht "Die Linke" wählen weil es eine Kommunistenpartei ist und deswegen an SPD/CDU&Co festhalten, welche mit völliger Gleichgültigkeit Koalitionsverträge brechen, von Wahlversprechen ganz zu Schweigen. Kapiert es endlich die AFD bleibt, eine Politik welche sich demjenigen mit den meisten Euros anbidert und einzig nur Machterhalt im Fokus hat, wird auf lange Sicht eben Probleme erzeugen. Die Probleme sehen wir heute aber es gibt dafür keine Lösung dafür wurde ein zu großer Schaden angerichtet.

Vielleicht sollte die Frage lauten was man macht sobald die AFD mal in der Regierung ist?
 
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