Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

@causa
Auf den einen oder anderen wird das sicher zutreffen.
Der will nicht integriert werden, leben reicht schon aus.
Wenn da ein Flüchtling in spe in Aleppo oder vielmehr was Putin davon übriggelassen hat steht und die Angriffe einfach nicht auf.
Macht er sich früher oder später auf die Socken.
Türkische Grenze dicht, auf der gesamten Balkanroute unerwünscht.
Und auf was weiss ich für Wegen strandet er hier.
Kann ich mir durchaus vorstellen das Deutschland eben nicht das gelobte Land ist, sondern ein fremdes reizüberflutetes Land mit Dreckswetter.
Das Syrien ihm besser gefallen hat, er ein Auskommen hatte.
Nur eben Putin, Assad, der IS und einige Gruppen und Grüppchen die der Seligkeit im Wege stehen.
Vor Ort lösen die Probleme.
Bloss wie?
Das ist die Frage.
 
Sind Moslems unglücklich? [...] Sie sind glücklich in den USA ... Sie sind glücklich in Australien... Sie sind glücklich in England, in Frankreich, in Italien und Deutschland, in Schweden, in Norwegen und in anderen europäischen, nichtmuslimischen Ländern.
[...]
Zusammengefasst: Prinzipiell sind sie glücklich in jedem nichtmuslimischen Land und unglücklich in jedem muslimischen Land.
[...]
Sie wollen diese Länder verändern, dass diese Länder so werden wie die, aus welchen sie gekommen sind und in denen sie so unglücklich waren!

Sind wir Demokraten oder einfach dämlich?
Aus dem Post kann ich nichts anderes schließen als dass für dich eindeutig letzteres gilt :m
 
Aus dem Post kann ich nichts anderes schließen als dass für dich eindeutig letzteres gilt :m
Beachtet man die ausdrücklich moderative Ansage 6 Posts über dir,...

Das Syrien ihm besser gefallen hat, er ein Auskommen hatte.
Nur eben Putin, Assad, der IS und einige Gruppen und Grüppchen die der Seligkeit im Wege stehen.
Vor Ort lösen die Probleme.
Bloss wie?
Das ist die Frage.

Das Problem ist doch eigentlich, dass diverse Gruppen - die vorgeben den IS zu bekämpfen - diesen aus sich überschneidenden Interessen in Wirklichkeit noch unterstützen.

Die Türkei: Der IS und Erdogan hassen die Kurden. Unter dem Vorwand, erstere zu bekämpfen, bombardiert er die Kurden und verteidigt damit den IS. Auch Geschäfte sollen zwischen den beiden laufen, was die finanzielle Situation des IS stärkt.

Saudi-Arabien: Hat mindestens religiös und juristisch ganz ähnliche Ansichten wie der IS, nebenbei hat man noch gemeinsame Feinde. Zumindest finanziell soll hier kräftig unterstützt werden.

USA: Was die so treiben weiß man offenbar nicht genau. Zumindest aber wussten sie es schon lange vorher und ließen es ausdrücklich gewähren - in der Hoffnung, Assad zu schaden.

Russland: Russlands Interesse ist es, Assad an der Macht zu halten. Den anderen Seiten stehen sie vermutlich neutral gegenüber, der Türkei nun wohl eher nicht mehr.
Die anderen Feinde Assads betrachten sie vermutlich als potentielle Verbündete, nach dem Motto "der Feind meines Feindes..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei Russland würd ich noch anfügen das Putin es als netten Nebeneffekt ansieht das wir, die die Sanktionen verhängt haben die Flüchtlingswelle abkriegen.
Mit entprechenden Konsequenzen, wie der Riss quer durch die Gesellschaft geht sieht man u.a. in diesem Thread.
Ansonsten 100% sign.
Das ist das Problem.
Fehlt nur noch die Lösung...
 
Es wird wohl an der Zeit, sich ehrlich zu machen: Als Grundrecht ist dieser Artikel nicht mehr aufrecht zu erhalten.
Außer Deutschland kennt kein Land der Welt Asyl als Grundrecht, jedenfalls nicht in dieser Form.

Das Asylrecht kam als Lehre aus der Nazidiktatur ins GG. Meinst du, dass es an der Zeit ist, überkommenes durch aktuelles zu ersetzen? Wir sind immerhin vier Generationen weiter.
 
Wir sind immerhin vier Generationen weiter.

Genau darum ist ein Vergleich zur/aus der Nationalsoziallistischen Zeit für mich persönlich indiskutabel. Wir sprechen von der gegenwärtigen Lage, nicht wie es vor über 70 Jahren war weil keiner von den hier Anwesenden auch nur eine kleinste gefühlte Vorstellung von damals aussagen könnte, wie es mal war. Wir kennen es nicht, nur aus der Aufklärung und aus Büchern der Geschichte. Von Stalin, seinen Verbrechen und Opfern (3 bis 20 Millionen) sprechen wir auch nicht und ziehen Vergleiche, die meisten sind ohnehin vergessen. Sich selber oder seinesgleichen dafür zu tadeln oder eine Schuld geben ist irrational. Ich bin Schuld daran nach vier Generationen oder zumindest trage ich eine Mitschuld, warum? Das war mal so bei der Entnazifizierung, da waren Schuldgefühle angebracht, aber nur bei den Verursachern und Mitläufern.
 
Also mal ehrlich, wenn ich manche Meinungen zum Recht auf Asyl hier lese...

Das Recht auf Asyl für Menschen, die in ihrer Heimat um ihre Freiheit fürchten müssen, gibt es schon seit der Französischen Revolution, und ist in die erste französischen Verfassung eingeflossen:
Art. 120. Es gewährt Ausländern, die um der Sache der Freiheit willen aus ihrem Vaterland vertrieben wurden, Zuflucht. Sie verweigert sie den Tyrannen.
Nur wegen der Nazizeit ist das also nicht im GG.

Im Übrigen gelten - nicht nur in Deutschland - die Genfer Flüchtlingskonventionen, welche zumindest das Recht auf das (wie es bei uns so schön heißt) " " verankern.

Das Grundgesetz ändern zu wollen, nur weil man mit einer Herausforderung nicht klar kommt, ist übrigens keine Wahl.
 
Wer glaubt, daß Integration etwas wäre, was man (per Bezugsschein?) verteilen könnte, ist damit schon im Ansatz gescheitert.
:rolleyes:

nein das glaube ich nicht, du etwa?
Ich frage mich aber, warum man jetzt gerade so viel Kohle, Zeit, manpower und Energie für die Integration von Flüchtlingen locker macht die ja laut Merkel eh wieder gehen sollen, und das alles bei anderen Ausländern die schon länger hier ist versäumt hat.
Das ist reiner Populismus.
Man hat die "refugees welcome" Stimmung erkannt und ist deutlich über das Ziel hinaus geschossen.
 
Die Frage hast du doch schon mal gestellt. Leider bist du auf meine Idee nicht wirklich eingegangen. Ich zitiere mich mal selbst:
Allerdings geht es hier auch um langfristige Einflüsse. Ein syrisches Volk, welches, wenn es wieder zurück in einem friedlichen Syrien ist, positiv gegenüber Europa bzw. Deutschland (von einem Europa kann ich in dem Fall ja leider nicht mehr sprechen) eingestellt ist, ist doch wohl besser, als jemand, der in Deutschland nur die fremdenfeindlich ausgerichteten, von Angst und Unwissenheit geprägten Meinungen und Abneigungen gespürt hat, und dann seinerseits wieder verstärkt eine Abneigung gegenüber der westlichen Welt darstellt. Irgendwann ist der IS weg, ist ein Assad weg (falls nicht, braucht man sich darüber auch keine Gedanken machen, dann haben wir hier andere Probleme), und dann ist mir ein positiv gegenüber Deutschland eingestelltes syrisches Volk lieber als ein weiteres, den Westen verachtendes arabisches Land.

Das bei vielen Menschen auf einmal auch mehr investiert werden muss, als wenn der regelmäßige Strom zu uns kommt, sollte wohl klar sein. Jetzt deswegen zu meckern ist einfach nur falscher Aktionismus.

und das alles bei anderen Ausländern die schon länger hier ist versäumt hat.
Ja, das früher Fehler gemacht wurden, wurde ja schon oft genug gesagt, aber warum sollte man jetzt diese Fehler, nur weil sie früher gemacht wurden, auch wiederholen?
Das man jetzt nicht seit 30 Jahren hier lebende und sogar geborene Menschen irgendwelchen Neuankömmlingen gleichsetzen kann, sollte übrigens auch klar sein. Von daher kannst du jetzt nicht einfach diese Generation zwingen, sich zu ändern, nur weil früher Fehler begangen wurden. Diese Fehler zu korrigieren, ist kein Akt, der in einem Jahr begangen werden kann. Das sind sehr langfristige Generationenpläne.
 

Das Grundrecht auf Asyl ist nach den bitteren Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus seit 1949 im Grundgesetz der Bundesrepublik fest verankert.

Es ist die Frage zu stellen, ob alte und noch ältere Erfahrungen die heute Lebenden abhalten, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und in Gesetze einzubringen.
 



Es ist die Frage zu stellen, ob alte und noch ältere Erfahrungen die heute Lebenden abhalten, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und in Gesetze einzubringen.


Das polische Asylrecht wurde 1949 ins Grundgesetz geschrieben, bei der DDR in die Verfassung!

"und zwar ohne bittere Erfahrung"! "wikipedia.org/wiki/Asylrecht_(Deutschland"
Fakt, im neuen Deutschland wäre es ohnehin gekommen, auch ohne die deutsche Vergangenteit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil die DDR sich nie in einer deutschen Tradition gesehen hat. Trotzdem wurden auch dort politische Flüchtlinge aufgenommen.
 
Schuld und Sühne, Verantwortung und Strafe. Ohne Schuld keine Verantwortung. Wer der heute Lebenden trägt Schuld und Verantwortung für die Nazidiktatur? Wir müssen nicht für fremde bittere Erfahrungen sühnen. Wer Sippenhaft befürwortet steht auch für Ehrenmorde.
 
Ohne Schuld keine Verantwortung.

Quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Verantwortung kann aus ganz vielem erwachsen.

Übrigens zum Thema "Vergangenheitskomplex": Wer hier wirklich ein Problem mit der Vergangenheit hat sind nicht die sog. "Gutmenschen", es sind eher die rechten und die Rassisten die sich hier permanent gegenseitig ihrer Unschuld am Holocaust versichern, und sich gegenseitig in der Auffassung bestärken "dass das ja jetzt alles vorbei und lange her und überhaupt hab ich damit nichts zu tun". Schlechtes Gewissen? ;)
 
Nein, Verantwortlich sind die heute Lebenden nicht mehr. Aber wer die Vergangenheit ignoriert und nicht aus ihr lernen will, ignoriert das, was einen wirklich zu intelligentem Verhalten weiter verhelfen könnte.
 
Quatsch. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Verantwortung kann aus ganz vielem erwachsen.

Übrigens zum Thema "Vergangenheitskomplex": Wer hier wirklich ein Problem mit der Vergangenheit hat sind nicht die sog. "Gutmenschen", es sind eher die rechten und die Rassisten die sich hier permanent gegenseitig ihrer Unschuld am Holocaust versichern, und sich gegenseitig in der Auffassung bestärken "dass das ja jetzt alles vorbei und lange her und überhaupt hab ich damit nichts zu tun". Schlechtes Gewissen? ;)

Ich habe meinem Großvater gegenüber ein schlechtes Gewissen, der war U-Boot Fahrer und blieb 1944 auf See, hätte ihn gern kennen gelernt und befragt.
 
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