Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

bernd lucke will die zahl der "zu uns kommenden" müsse in zukunft "auf etwa ein drittel" reduzieren.

erschießungskommandos?

auch forderte er die einrichtung von "schutzzonen für flüchtlinge" in deren heimatregionen.

einmarschieren und lager einrichten?

desweiteren fordert er die zurückweisung von schleuserbooten durch marineeinheiten. nur so könnten weitere tragische todesfälle auf dem mittelmeer vermieden werden.


wäre versenken nicht noch besser um tote zu vermeiden? :m
 
@War-10-ck:

Wenn ich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse dagegen halte, sind es plötzlich über 300 Euro. Wo ist da deiner Meinung nach die Grenze der Belastbarkeit? Sollen wir neue Schulden aufnehmen, Steuern erhöhen oder an anderen Stellen streichen?

Und wir sprechen bislang nur vom Jahr 2015. Die Folgekosten sind völlig unklar, nicht zuletzt weil keiner weiß wieviele Menschen noch kommen werden. Angesichts der aktuellen Deutschen Politik werden wohl noch sehr viel mehr Menschen kommen. Die Flüchtlingslager der Welt sind schließlich voll.
 
@loopzone: Halte noch diejenigen dagegen, die sich selbst bei sozialversicherungspflichtiger Arbeit keine 100, geschweige denn 300 Euro aus den Rippen leiern können und schon ist die Summe noch höher.
 


Den jetzigen Solidaritätszuschlag, der ja dafür herangezogen, nicht mal unbedingt erweitert werden, sollte, wird ja a) nicht von jedem Einkommenssteuerpflichtigen bezahlt und b) noch von Zahlern der Kapitalertragsteuer und Körperschaftsteuer.

Somit bringt Deine Gegenüberstellung herzlich wenig.
 
@KaPiTN:

Ich spreche von der Einkommenssteuer. Nicht vom Soli.

Warum zieht ihr euch eigentlich so sehr an meiner Aussage zu den aktuell geschätzten Kosten hoch? In meiner Welt sind 10 Mrd Euro viel Geld. In eurer Welt nicht. Okay, das kann ich akzeptieren.

Die bei weitem wichtigere Aussage ist aber die Planlosigkeit unserer Politiker. Und genau dies wird explosiv werden
 
Warum sprichst Du über Einkommenssteuer?

Wie kommen diese 10 Milliarden zustande?
 
Man kann sich auf verschiedene Standpunkte stellen, Szenarien diskutieren, Schuldige benennen, was will uns die US-amerikanische Zeitung damit sagen? Was erst würde die Welt sagen, schlössen wir die Grenzen? Das ist alles Blödsinn, die Flüchtlinge sind da, es kommen noch viele nach und kälter ist es auch schon geworden. Nich snaken, taupacken!
 
@KaPiTN:

Okay, du willst über Kosten sprechen. Dann tun wir das.

Wie bekannt ist, werden für 2015 Kosten i.H.v. 10 Milliarden Euro für die Betreuung der aktuell geschätzten 800.000 Flüchtlinge veranschlagt. Dahinter stecken Kosten . Diese Kosten pro Asylbewerber und Jahr liegen je nach Bundesland zwischen 12.000 und 13.000 €. In Summe kommen also 10 Mrd. Euro zusammen.

Wie wir alle wissen, sind die Asylbewerber aus 2015 aber nicht die einzigen. Jeder Dritte Asylbewerber kommt und kam vom Balkan und wird mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit zurückgeschickt. Wir sprechen also von max. 67 % genehmigter Asylanträge.
2014 -
2013 -
2012 -

Wenn sie dann als anerkannter Flüchtling gelten, sind die Chancen auf Arbeit aber eher . Weitere Kosten sind die Folge.

Ein weiterer Punkt sind die Nachzüge. Sie haben, nachdem sie einen Aufenthaltsstatus erhalten haben, das Recht ihre Familie nachzuholen. Wenn sie einen Antrag auf Familienzusammenführung innerhalb von 3 Monaten nach der Anerkennung ihres Asylanspruchs in DE stellen, .
Weitere Kosten sind die Folge.

Die Kosten, die durch Asyl entstehen, sind also erheblich höher als hier immer vermittelt wird. Denn ich muss selbsverständlich die Folgekosten aus vorangegangener Migration mitbetrachten. Und wenn ich das tue, belaufen sich die Kosten vermutlich eher auf 15 - 20 Mrd € in 2015. Steuererhöhungen wurden bereits ins Spiel gebracht. Ganz so einfach kann es also nicht sein, diese Belastungen zu schultern. Und Schultern wird diese Mehrbelastungen, wie immer, der Steuerzahler. Und hier insbesondere, wie immer, der Angestellte/Arbeiter.
 
@loopzone: Du willst informiert werden? Dann informiere dich. Hör dir an, was die Parteien labern, was in der EU los ist, in Griechenland, Serbien, Ungarn. Oder von wem möchtest du informiert werden? Alle Informationen liegen auf dem Tisch, zieh deine Schlüsse.

 
@Etzel:

Die Agenda 2010 ist selbst 10 Jahre nach ihrer Einführung immer noch eines der Top Themen in Deutschland. Die SPD ist seitdem mehr oder weniger pulverisiert. Armut im Rentenalter, Hartz IV, Gängelung durch das Arbeitsamt. All das sind Dinge die direkt mit der Agenda 2010 eingeführt wurden und die nicht unbedingt Begeisterungsstürme bei den Deutschen hervorrufen werden.

Wenn das das Vorbild dafür sein soll, wie wir der riesigen Zahl von Flüchtlingen Herr werden sollen, dann wird es nicht mehr lange dauern bis am Münchener Hauptbahnhof die Flüchtlinge mit Holzlatten anstatt mit Willkommenrufen begrüßt werden.

Ich habe das erste mal darüber gelesen was sich durch die Flüchtlinge ändern wird. Und ich bleibe dabei: Es macht mir Angst.
 
Oder meinst du mit Alternative, ich solle eine Lösung für das weltweite Flüchtlingsproblem präsentieren? Fürs Erste würde es sicher nicht schaden, wenn Deutschland sich an geltende europäische Verträge hält.
Und das brächte jetzt was für die Flüchtlinge? Also außer, dass sie in Ungarn in irgendein Lager abtransportiert werden?

Eine Alternative könnte sein, auf die Ängste der Bürger einzugehen anstatt alles und jeden als rechtsradikal hinzustellen der es wagt gegen die zwangsverordnete Willkommenskultur zu sein.
Ich stamme aus Sachsen, wohne mittlerweile aber seit einigen Jahren in Hessen. Die Region, aus der ich komme, hat durchaus ein gewissen Anteil an "heimatlich denkender" Bevölkerung. Selbst in meiner Familie gibt's ein paar Unbelehrbare.

Ein konkretes Beispiel:
In meiner Facebookliste hab ich noch 'ne Bekannte von früher, deren Familie definitiv zu den Verlierern der letzten Jahre zählt. Ihr Vater ist selbständig, produziert regionale Volkskunstartikel, die dann auf Weihnachtsmärkten verkauft werden. Jetzt kriegt man die Sachen in ähnlicher Qualität für einen Bruchteil des Preises auch bei Karstadt & Co. aus chinesischer Produktion. D.h. das Geschäft läuft mehr schlecht als recht. Meine Bekannte arbeitet als Verkäuferin in der benachbarten Fleischerei/Metzgerei und kann damit auch keine finanziellen Sprünge machen.

Jetzt schwelgen die in alten Zeiten und posten fleißig Bilder von den deutschen Vertriebenen 1945 mit Kommentaren "Sie waren nicht so gut gekleidet wie die jetzigen Flüchtlinge". Sowohl meine Bekannte als auch ihre Eltern wurden lange nach 1945 geboren und gehörten sehr wahrscheinlich auch nicht zu den Nachkommen der Familien, die dieses Schicksal nach dem 2. WK erleiden mussten. Ein Kommentar von mir mit einem Link auf das ertrunkene syrische Kind wurde gleich mal wieder entfernt, denn das passte nicht so recht in die Wirtschaftsflüchtlingstheorie. Ich glaub, die hat noch nie einen Flüchtling aus der Nähe gesehen.

Ja, solche Leute haben Angst vor der Zukunft, da sie ihre Gegenwart nicht auf die Reihe kriegen. Ausländer, besonders aber die Flüchtlinge, sind beliebte Sündenböcke für deren eigene missliche Lage. Dass sie ohne Ausländer ebenfalls keinen Cent mehr in der Tasche hätten und genauso erfolglos wären, ist da erst mal egal. Ich hab durchaus einige Male versucht, mit solchen Leuten zu diskutieren. Ich kann die Ängste verstehen und nachvollziehen. Viele sehen auch ein, dass ihre vorgefertigte Meinung widersprüchlich ist. Aber schon nach kurzer Zeit nach ihrer "Einsicht" fallen sie in ihre alten Denkmuster zurück und bringen ihre selben ausgelutschten falschen Parolen wieder.

Und interessanterweise kommt diese Fremdenfeindlichkeit genau in den Gebieten vor, in denen es kaum Ausländer gibt. Eine weitere interessante Eigenschaft ist die "abstrakte Ausländerhetze". Kommen solche Leute mit Ausländern in Kontakt, dann sind viele durchaus freundlich und keinesfalls abweisend. Aber kaum sitzt man wieder unter sich am "Stammtisch", schaukeln sie sich wieder an ihren alten dummen Vorurteilen hoch.

Mittlerweile glaub, ich dass diese Leute überhaupt nicht informiert werden wollen oder können. Ihre Ängste und Vorurteile sitzen so tief, da ist so ziemlich jeder Diskussionsversuch zwecklos. Bei einigen kommt noch hinzu, dass sie sich um das "Aussterben des deutschen Volkes" sorgen.

Lösung des Problems?
Ich weiß es nicht. Gerade in Sachsen gibt's viele Leute, die aus Arbeitsgründen entweder in die alten Bundesländern gezogen sind oder Woche für Woche pendeln, wenn sie noch irgendwie in/an Sachsen gebunden sind. Viele soziale Bindungen und Freundschaften sind damit zerstört und aufgelöst worden. Die "Angstbürger" gehören meist zu dem Rest, der in der Region bleibt und sich selbstmitleidig seinem kleinen Leben ergibt, keinerlei Chancen wahrnimmt, da damit ja auch Risiken verbunden sind. Und obwohl diese Mentalität und die starke Konsolidierung der ganzen Randregionen ein typisches Merkmal der sächsischen Politik ist, wird dort trotzdem immer wieder fleißig die CDU gewählt. Ich glaub, viele Leute haben vor allem Angst vor Veränderung.
 
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